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Soll ich ihn heiraten? (Mit 20?)

Naja das Hauptproblem ist, dass er mich ziemlich dazu drängt...
Also er meint, wenn ich ihn nicht in absehbarer Zeit heirate, macht er Schluss. Ich hab schon mehrmals angedeutet, dass ich lieber erst noch eine Ausbildung machen würde, worauf er immer ziemlich beleidigt reagiert hat. Ich bin ziemlich nachgiebig, weshalb ich mir selbst eingeredet habe, dass es in Ordnung ist.
 
Hallo, Anonym,

als verantwortlicher Mann würde ich keiner Frau zumuten, ihr Heimatland zu verlassen und zu mir zu ziehen, wenn ich Null Existenz vorweisen kann. Und je mehr ich sie liebe, umso mehr würde ich fürsorglich und verantwortlich sein wollen und nicht leichtsinnig im Überschwang schöner Gefühle.

Was mich nachdenklich werden lässt, sind so einige Punkte:
a) Deine Mitteilung, dass ihr beide fast keine Freunde habt.
b) Du hast keine Ausbildung und kannst somit nicht für Dich sorgen.
c) Er hat keine Arbeit und kann so weder für sich noch für Dich sorgen.

Das Verlieben ist eine Sache. Liebe eine andere. Wenn Ihr Euch schon öfters heftig gestritten habt, wäre es schon wichtig, zu überdenken, ob ihr gemeinsame Werte habt. Das Fehlen von Freundschaften lässt darauf schließen, dass ihr soziale Schwierigkeiten habt. Gemeinsame Schwierigkeiten können Menschen verbinden. Die häufige Erfahrung: Enden die Schwierigkeiten, endet auch die Verbindung.

Trotz aller kritischen Punkte kann Eure Liebe Bestand haben. Das wird sich zeigen, wenn er einen Job hat und für Dich sorgen kann. In jedem Fall solltest Du vor der Heirat und vor der Übersiedlung in die USA einen Beruf gelernt haben, um in den USA auch Fuß fassen zu können, sollte Dein Freund und ggf. späterer Ehemann mal keinen Job haben.

Als Vater würde ich Dir neben obigen Punkten einige Fragen stellen:
Welchen Beruf hat er eigentlich gelernt?
Wovon wollt ihr denn leben?
Aus welcher Familie kommt er?
Was für Freunde, Hobbies hat er?
Welche gesundheitlichen Probleme gibt es?
Was willst Du tun, wenn es finanzielle Schwierigkeiten gibt?
Kannst Du sicher sagen, dass er der Mann Deines Lebens ist, auch gerade angesichts Eurer bisherigen Streitigkeiten?

Wenn Du auf alle Punkte gute Antworten und Erläuterungen hast, dann mach‘ Deine Ausbildung und behalte das Übersiedeln und Heiraten als schönes Ziel vor Augen. Eine so große Liebe hält das auch noch 3 Jahre aus. Es gilt: Fürsorge und Verantwortung rangieren vor Leichtsinn.

Alles Gute,
Nordrheiner
 
Dann lass ihn Schluß machen.

Wenn er nach 9 Monaten Fernbeziehung bereits auf Heirat drängt und von dir erwartet, dass du deine Familie verlässt, dann tickt er nicht richtig. Er ist viel zu unreif, um sich im Klaren zu sein, was so ein Schritt bedeutet.
Gesundheitlich wird er sicherlich nicht so angeschlagen sein, dass er auch mal nach Deutschland kommen kann, um deine Familie kennenzulernen. Oder ist er ein Pflegefall?
Nimm das Geld aus deinem Nebenjob, um dir nette Dinge zu gönnen und investiere es nicht in Flüge zu einen Spinner.
 
Naja das Hauptproblem ist, dass er mich ziemlich dazu drängt...
Also er meint, wenn ich ihn nicht in absehbarer Zeit heirate, macht er Schluss. Ich hab schon mehrmals angedeutet, dass ich lieber erst noch eine Ausbildung machen würde, worauf er immer ziemlich beleidigt reagiert hat. Ich bin ziemlich nachgiebig, weshalb ich mir selbst eingeredet habe, dass es in Ordnung ist.

Das klingt gar nicht gut. Ausreichend positive Gründe kann ich nicht erkennen. Dieses Drängen spricht eher für seine sozialen Probleme als für vernünftiges Verhalten. Nichts ist in Ordnung. Wer hier beleidigt sein kann, das bist Du. Denn seine Forderungen und Vorstellungen sind - so sehe ich das - eine Zumutung und kein Zeichen von Liebe.
LG, Nordrheiner
 
Wenn schon die Fragestellung "Soll ich ihn heiraten?" lautet, ...

Eine Heirat als (empfundenes) Soll.
 
Also ich habe jetzt mit ihm darüber gesprochen, und er hat wie erwartet Schluss gemacht.

Ich weiß, dass es besser so ist. Allerdings weiß ich nicht genau, was ich jetzt machen soll. Er war praktisch das Einzige, was ich hatte, da ich wie gesagt keine Freunde habe, also überhaupt keine, außerdem hab ich wie gesagt momentan keinen Job. Ich werde zwar im September eine Ausbildung anfangen, habe aber noch keine sichere Stelle. Ich hab mich zwar für über vierzig Stellen beworben, bisher aber nur Absagen bekommen, auch nachdem ich bei Vorstellungsgesprächen war. Ich hoffe, dass mich irgendwer nehmen wird. Mein Ex hat mich, nachdem er Schluss gemacht hat, auch noch ziemlich runtergemacht. Er hat gesagt, dass er mich richtig hasst, dass er das einzige war, was in meinem Leben etwas wert war, sowie dass er es bereut, sein Leben und seine Zeit mit unserer Beziehung verschwendet zu haben. Zudem hat er mich noch auf verschiedene Weisen beleidigt.

Ich bin deshalb im Moment sehr verzweifelt, da ich mit niemandem darüber reden kann. Ich weiß, ich sollte froh sein, ihn nicht geheiratet zu haben, trotzdem vermisse ich ihn. Nicht nur, weil ich ihn trotz allem noch liebe, sondern auch, weil er die einzige Person war, mit der ich Zeit verbringen konnte. Als wir uns kennengelernt haben, bin ich noch zur Schule gegangen, weshalb ich noch etwas zu tun hatte, und mit Leuten in Kontakt gekommen bin. Aber jetzt ist es schon krass, den ganzen Tag alleine zu sein. Wenn ich versuche, etwas mit alten Freunden zu unternehmen, ignorieren sie mich oder finden Ausreden, um sich nicht mir treffen zu müssen. Als ich noch mit ihm zusammen war, war das alles nicht so schlimm, weil ich ihn hatte, und das alles besser gemacht hat. Eigentlich wollte ich demnächst wieder zu ihm fliegen, um wieder ein paar Wochen in seinem Haus, oder besser gesagt im Haus seiner Familie, zu verbringen, wie schon vorher. Er wollte mich in zwei Monaten auch mal in Deutschland besuchen. Seine ganze Familie mochte mich, wir haben oft etwas zusammen unternommen, wenn ich dort war, weshalb ich gerne dorthin gefahren bin. Seine Eltern hätten uns zu hundert Prozent unterstützt, falls wir uns entschieden hätten, zusammenzuziehen. Er hatte vor, aufs College zu gehen und hat mir vorgeschlagen, dasselbe zu tun, wenn ich zu ihm gezogen wäre. Ich hätte auch so lange bei ihnen einziehen können, bis wir genug Geld gehabt hätten, um auszuziehen. (Sein gesundheitliches Problem ist übrigens, dass er körperlich behindert ist, er hat nicht besonders viel Kontrolle über seinen rechten Arm und sein echtes Bein, weshalb er schon öfters operiert wurde, außerdem hat er Epilepsie.) Eigentlich mochte ich seine Familie lieber als meine eigene. Ich lebe bei meiner Mutter und meinem Stiefvater, der mich regelmäßig runtermacht und beschimpft. Wenn ich versucht habe, mit meiner Mutter darüber zu sprechen, hat diese das immer geleugnet.

Ich weiß gar nicht mehr, was ich machen soll. Ich weiß nicht, was ich machen soll, wenn ich wirklich keine Ausbildung finde. Im Moment bin ich ständig dabei, mich zu bewerben, wie auch schon während der letzten Monate, damit ich etwas habe, falls es mit ihm nicht geklappt hätte. Was ja auch gut war, denn das hat es nicht. Jetzt gerade hab ich das Gefühl, dass ich überhaupt nichts mehr schaffen kann, und habe gar keine Motivation. Ich weiß, dass es richtig war, dass wir Schluss gemacht haben und es dumm, unreif und naiv war, überhaupt darüber nachzudenken, ihn zu heiraten, und ich schäme mich dafür. Auch dafür, dass ich hier um Hilfe frage, aber ich weiß einfach nicht, an wen ich mich sonst wenden soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich sollst du ihn NICHT heiraten.

Er hat weder einen Job noch eine eigene Wohnung

Müssen Männer wirklich eine eigene Wohnung haben um geheiratet zu werden?

Und warum sind Männer ohne Job aus deiner Sicht nicht gut genug um geheiratet zu werden?

Das sind sehr materialistische Anforderungen.

Erfüllen Frauen, die solche Anforderungen stellen, diese auch?
 
Hallo anonym,

ich denke nicht, dass Du Dich schämen musst, weil Du hier um Hilfe bittest.
Ich finde das eher mutig und es zeugt von einer gewissen Stärke.
Nicht jeder Mensch ist in der Lage um Hilfe zu fragen und diese dann ggf. auch noch anzunehmen.

Dass Du jetzt natürlicherweise in ein Loch fällst, wo er Schluss gemacht hat, das ist ganz normal. Aber Du wirst auch wieder rauskommen, ganz bestimmt!

Du hast in Deinem jungen Leben eine wichtige Erfahrung gemacht und wirst daran wachsen, da bin ich sicher.
Und ich ziehe meinen Hut vor Dir, dass Du so vernünftig warst und ihn nicht geheiratet, nicht alle Brücken hinter Dir abgebrochen hast. Wieviele andere hätten das wohl getan und wären kreuzunglücklich geworden in einem Land, dessen Sprache sie nur ungenügend sprechen, dessen Mentalität sie nicht begreifen, abhängig von, zwar sympathischen, aber immernoch fremden Menschen.

Ebenso verständlich, wenn auch kleingeistig und gemein, finde ich, dass er versucht seine Verletzung an Dir auszulassen, indem er Dich niedermacht. Für mich zeigt das jedoch weniger seine Liebe als vielmehr sein verletztes Ego.

Du schreibst, Deine Freunde haben wenig Zeit und Du kannst Dich somit schlecht von Deinem Liebeskummer ablenken und des Weiteren hast Du wenige soziale Kontakte. Hast Du eine Idee, wie Du diese ausbauen könntest? Wie schaut es denn mit Hobbys aus?

Liebe Grüße & viel Kraft Dir

Light
 

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