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Sinnloses Leben

Nico87

Mitglied
Hallo

Mein Name ist Nico ich bin 22 Jahre alt und habe seit einigen Jahren nun schon das Problem das ich den sinn meines lebens nicht finden kann .

Zurzeit gehe ich eigentlich zur schule um meinen realschulabschluss nachzuholen aber ich kann es nicht ich bin nicht zu dumm nein aber ich hatte am anfang sehr viel mutivation die dann aber nach einiger zeit wieder verschwand und ich wiedr in meinen alten lebensrytmus verfallen bin das heisst die ganze nacht zocken und mich nvollfressen bis zum erbrechen ich gehe nicht raus weil ich nangst habe raus zugehen und ich weiß nichteinmal wieso.....

Das ganze fing an als ich 13 wahr ich wurde von einem mann sexuell missbraucht ... ich habe mir ewig eingeredet das es okay sei und es mir gut geht nur ich denke ich bin noch lange nicht darüber hinweg ... das passierte damals weil ich von zuhause weggelaufen bin da ich es zuhause nicht leicht hatte und auch des öfteren geschlagen wurde da meine Mutter ein Drogenproblem hatte .... ich denke einfach aml das sie es deswegen getan hat ...sie war auch nie eine mutter zu mir so wie ich es in familien bei Freunden und bekannten sah.... meinen leiblichen Vater kenne ich nicht ich habe ewigkeiten versucht kontakt aufzunehmen und irgendwann auch geschafft ihn wenigstens an der strippe zu habe aber er sagte mir nur er will nichts mit mir zutun haben da ich bestimmt genauso abgefuc..... wie meine mutter bin naja soviel dazu..

Als ich 19 war habe ich es geschaffat auszuziehen ich war ein wrack ... und seit daher habe ich es nicht geschafft irgendwie mutivation zu finden ...ich habe oft ansätze die aber meist wieder zerbrechen wenn ich an damals denke....

ich war schon 2 x 8 monate in einer psychatrischen anstalt einmal als ich 16 war und einmal mit 18 wegen selbstmord versuchen die schreckliche bleibende naben hinterlassen haben... nein ich habe nicht an mir rumgeschnibblt .... naja soviel dazu

Ich verfalle einfach immerwieder zurrück und komme nicht vorran ich weiß nicht was ich machen kann oder soll ...

Deshalb wende ich mich jetzt an dieses Forum und lege meine Karten offen auf den tisch und hoffe das sich jemand meldet

Ich danke euch schonmal

Wenn ihr noch etwas wissen wollt fragt mich

Danke

LG Nico
 

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Smoothman

Mitglied
Hi Nico,

du sagst, du warst schon in Behandlung. Dann weißt du ja schon einiges... theoretisch.
Ich machs kurz (bin nämlich nur wegen schlimmen Zahnschmerzen kurz im nächtlichen Forum un versuche gleich wieder zu schlafen)

Jeder Mensch ist liebenswert und jeder Mensch darf sich auch selber lieben. Alles fängt bei dir an. Akzeptiere dich mit deiner ganzen Lebensgeschichte. Rückgängig machen kannst du nichts. Die Menschen die dir was angetan haben, sind schwache Menschen. Eigentlich zum bemitleiden. Was du erlebt hat ist ein Teil von dir. Akzeptiere es und konzentriere dich auf die Zukunft, Du hast alle Möglichkeiten.

Viel Glück,
Smoo
 
Q

*quasi*

Gast
Hi Nico, dein Bericht hat mich total erschüttert. Ich habe Kids in deinem Alter - da geht eine solche Resignation eines so jungen Menschen wohl besonders unter die Haut.
Ich muss das alles erstmal einen Moment sacken lassen, aber dennoch schon ein paar Gedanken dazu:
Zum einen schreibst du, dass du zwar die Schule derzeit besuchst, aber ohne Erfolg, weil die Motvation fehlt.
Ich habe etwas Ähnliches bei meinem mittleren Sohn erlebt ab der 11. Klasse. Er, immer ein Überflieger und Klassenüberspringer, sackte plötzlich so ab, dass er in der 12. völlig unten war, sie hätte wiederholen müssen und es dennoch fraglich blieb, ob er das Abi schaffen wüde.
Und auch bei ihm war es totl klar wie bei dir, dass die Ursache nicht in der Schule, im höheren Pensum oder in mangelnder Intelligenz lag (nur am Rande: Ich finde es sehr gut, dass du das auch für dich so klar erkennst udn nicht in das sinnlos "ich bin dumm" verfallen bist).
Es half nur eins (was mir und ihm so lurz vor dem Abi viel Gegenwind einbrachte, sich aber letztlich als der einzig richtige Weg erwies): Raus aus der Schule, rein in etwas Praktisches und eine andere Umgebung.
Es ergab sich so, dass auch sein Zivildienst anstand - so ging er mit einem Freund in eine christliche Gemeinde, um dort zu ackern, zu schuften (*gg*), seine Kopf und seine Seele frei zu bekommen, heil(er) zu werden. Nach dieser Zeit war er wieder in der Lage zum Schulbesuch, zum Lernen, hat das Abi dann gemacht mit 2,1 und ist nun (jetzt 24jährig und auch verheiratet) auf dem Wege, Sozialarbeiter zu werden, hat sein Vordiplom mit 1,3 bestanden.
Hätte ich ihn damals weiter zur Schule gezwungen, wäre sein Weg mit Sicherheit anders verlaufen......
Warum sag ich dir das? Nicht, um mit meinem Sohn "anzugeben", ganz sicher nicht. Ich habe keinen Anteil an seiner Geschichte, außer dass ich bereit war, mit ihm neue Wege zu wagen.
Aber vielleicht könnte etwas ähnliches auch dein Weg sein?
Nun hat mein Sohn GOTT sei Dank keine so grauenvolle Backgroungschichte wie du (auch wenn du im Moment nicht willst: An die Vergewaltigung musst du nochmal ran, Nico, das packst du nicht alleine, das ist ZU groß dafür!)
Aber dennoch - er war durch widrige Umstände auch total unten und das ganz Neue hat echt geholfen.
Könntest du dir auch vorstellen, erst einmal deine Schule zu unterbrechen, etwas Praktisches zu machen - soziales Jahr, Zivi- oder Wehrdienst (sry, ich weiß noch zu wenig über dich, sehe ich aber dein Bild, denk ich mir, dass Wehrdienst eher nicht, oder..?) oder was auch immer - und danach wieder neu zu starten? Nur ein Gedanke, eine Frage, eine Überlegung.
Das andere, das mit der Thera....weißt, irgendwann hat man in der Tat mal genug davon, stimmt. Es kommt zu seiner Zeit wieder, dass du weiterarbeitest an dieser Sache.
Aber eines, ich frag mal vorsichtig, könnt vielleicht eine Hilfe sein: Eine Selbsthilfegruppe für Jugendliche, denen es so ergangen ist wie dir. Hm? Sie verstehen dich, du kannst dort sein, wie dir ums Herz ist und wirst aufgefangen.
Denk einfach drüber nach, ok?
So, das erstmal - ich sende dir gnz doll liebe Grüße! Christa
 

Nico87

Mitglied
Huhu und danke für die Antworten =)

Also dazu wegen mal aus dem schulleben raus also ich habe schon aktiv gearbeitet und tue es immernoch als dj in einer discothek das ist es leider nicht ich wundere mich das ich des überhaupt solange durchhalte normal breche ich immer zusammen nach ner zeit und schmeisse alles hin aber warum genau weiß ich leider nicht und mein faul bin ich auch nicht damit hat das eher weniger zutun ich weiß das hat niemand gesagt aber bevor mich einer darauf anspricht sag ichs im vorraus....
Ich habe mich schon oft damit beschäftig woran es liegen könnte es gibt leider einige möglichkeiten zudem muss ich auch noch sagen das ich gerade aus dem entzug komme naja vor einem halben jahr war ich 6 monate auf entzug habe mir die Nadel gegeben um klarzukommen aber selbst das war nicht der weg den ich hätte gehen sollen das weiß ich jetzt auch.......alles hat mit 16 mim kiffen angefangen nachm kiffen habe ich angefangen mir koks zu ziehen dann irgendwann kam die erste nadel naja is alles bisschen dumm gelaufen aber ich komme irgendwie nicht weiter mit mir ...
Ich bin immernoch in Psychologischer behandlung und er meint das ich unter angst leide und störungen bezüglich auf meine mutter weil sie mich nicht angenommen hat .... schon als ich klein war hat sie mich nie in den arm genommen der einzige körperkontakt war haue naja soviel dazu ...... und dann och das was mir mit 13 passiert ist als ich von zuhause weglaufen bin er meint halt das sitzt alles zu tief in mir aber ich weiß es leider nicht was es ist ich bin mir selber nicht klar was los ist mit mir manchmal denke ich einfach alles hinzuwerfen aber das leben ist zu kostbar ich meine ich habe ja nur das eine und kein weiteres und wenn ich es wegwerfe ist es verschwendung aber auf der anderen seite ohne sinn durch leben zu laufen ist auch nicht gut desn halb weiß ich nicht was ich tun soll naja hört sich alles vllt ziemlich komisch an aber so ist es nunmal ....ich bin ja nicht hierher gekommen um euch irgend nen mist zu erzählen sondern weil ich darauf hoffe das ich vllt hier eine idee , ratschläge etc bekomme die mir weiterhelfen ......

LG Nico
 
M

Mahdia

Gast
Hallo Nico!

Mich hat Dein Beitrag auch ziemlich erschüttert :(, es tut mir leid, was Du schon alles durchmachen musstest!

Erstmals aber nochmals Willkommen (bist ja erst "frisch" hier ;)) und dann Hut ab, dass Du es geschafft hast, von der Nadel wegzukommen. Jeder der mal Drogen genommen hat weiss, dass es nicht gut für einen ist, aber Du hast den Weg daraus geschafft, da kannst Du stolz darauf sein!

Ich bin auch in ziemlich schlimmen Verhältnissen aufgewachsen und kann ein ein bisschen nachvollziehen, wie es Dir zur Zeit geht *tröst*

Du schreibst von Deiner Mutter .... aber von Deinem Vater nicht. Darf ich fragen: hast Du zu ihm keinen Kontakt mehr oder?? (wenn ich fragen darf, musst nicht darauf antworten wenn Du nicht möchtest)

Ich könnte mir schon vorstellen, dass das alles mit Deiner schlimmen Kindheit zusammenhängt! Vor allem auch mit der Vergewaltigung :)(). Weiss Deine Mutter davon Bescheid? Hast Du schon mal mit jemandem darüber sprechen können?

Wie lange bist Du schon in psychologischer Behandlung? Hast Du das Gefühl, dass dir dort geholfen wird?

(ich frag schon wieder zu viel glaub ich :eek:)

Vielleicht magst Du ja darüber schreiben.

Lg
Mahdia
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
ich bin 22 Jahre alt und habe seit einigen Jahren nun schon das Problem das ich den sinn meines lebens nicht finden kann .
Hallo Nico,
ich bin doppelt so alt wie du und habe DEN Sinn auch noch nicht gefunden bzw. aufgehört ihn zu suchen. Ich denke, der Sinn des Lebens an sich ist, dass es da ist. Der Sinn deines Lebens ist der, den du ihm gibst - das muss auch nicht jeden Tag der gleiche sein. Selbst wenn man schlimme Dinge erlebt hat wie du kann man denen eine Bedeutung, einen Sinn geben - ganz nach Belieben und wie es einem gut tut.
Gruß, Werner
 
S

Solaris91

Gast
Hi Nico,

zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich sehr gut nachempfinden kann, was es bedeutet einen Selbstmordversuch zu unternehmen.

Ich habe eine Ängstliche Persönlichkeitsstörung. Vor drei Monaten hat diese Störung bei mir extreme Dimensionen angenommen. Psychisch gesehen war ich zu nichts mehr in der Lage und ich sah kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Ich habe auch erhebliche Probleme gehabt die Nacht für den Schlaf zu nutzen. Glaube mir ich weiß wie das ist.

Das was ich in meiner Kindheit erlebt habe, war auch nicht gerade toll. Ich würde meinen Vater auch nicht gerade als einen guten Menschen bezeichnen und auch manche Freunde, die ich früher mal hatte, stellten sich als ziemlich hinterhältig heraus.

Ich habe schon mein ganzes Leben damit Probleme anderen Menschen zu vertrauen. Schon früh hatte ich den Anschluss an die Gesellschaft verloren. Ich habe mich sehr oft isoliert und habe mich nur widerwillig nach draußen getraut.

Für mich ist die Welt immernoch sehr dunkel. Meine Selbstmordgedanken haben sich in den letzten Wochen nur noch vereinzelt gezeigt.

Du kannst nichts dafür, was in deiner Vergangenheit geschehen ist. Noch nicht einmal ansatzweise trägst du die Verantwortung dafür.

Das Problem bei der ganzen Sache ist, das meine, als auch deine Psyche schwer geschädigt worden ist. Du kannst nichts dafür, dass du ständig deine Motivation verlierst. Mir geht es auch nicht besser. Es heißt ja nicht umsonst "psychische Störung." Der Mensch kontrolliert gerade einmal 10 % seines Gehirns. Die restlichen 90 % arbeiten wie eine sture Maschine.

Welche Störungen wurden bei dir eigentlich festgestellt? Was hat dir denn der Therapeut geraten zu tun?

Glaube mir es wird Jahre dauern, bis die restlichen 90 % wieder ordentlich ticken. Wenn du mit deinem Therapeuten gut zusammenarbeitest, dann kannst du dein Leben wieder in Ordnung bringen. Wer weiß, wie du in 5 Jahren aussehen wirst. Vielleicht bist du dann sogar schon verheiratet.:D

Momentan siehst du keinen Sinn im Leben. Glaube mir ich kenne das Gefühl. Manchmal frage ich mich immernoch was ich auf dieser Welt für einen Nutzen habe.

Verschreibe dich einfach einem Ideal. Suche dir einen Beruf, wo du der festen Überzeugung bist, dass du dort sehr hilfreich sein kannst. Im Endeffekt gibt es übrigens heutzutage keinen der seinen Beruf zu 100% toll findet. Selbst die, die das behaupten, belügen sich im Endeffekt selbst.

Was du brauchst ist eine sinnvolle Beschäftigung womit du dich dauerhaft identifizieren kannst. Sobald der Mensch nichts hat, woran er arbeiten kann, geht es ihm automatisch schlecht. Das ist nunmal die menschliche Natur. Wir müssen einfach arbeiten, damit wir uns gut fühlen.

Du darfst auf keinen Fall aufgeben. Das ist es echt nicht wert. Glaube mir. Heute sehe ich immernoch auf meine Ritzwunden am Unterarm und fasse diesen Gedanken.

Was ich dir für den Moment raten kann ist folgendes:

Beschäftige dich mit etwas sinnvollem, damit du erstmal die Depressionen bekämpfen kannst. Das hilft auf jeden Fall. Ich weiß wovon ich rede. Rede vor allem mit Verwandten und allen anderen die dir nahe stehen. Soetwas baut auf.

Für die Zukunft kann ich dir raten dich mit deinen Störungen auseinander zu setzen - am besten mit deinem Theraupeuten. Mir hilft das unglaublich. Du brauchst auf jeden Fall erst einmal eine Angriffsfläche bzw. einen Plan, den du verfolgen kannst, um deine psychischen Probleme zu bekämpfen. Um genau zu sein, musst du erstmal herausfinden wer du bist.

Vertraue vor allem deinem Therapeuten. Das ist das wichtigste überhaupt. Dieser Mensch will dir helfen und dich nicht mit Schwachsinn zutexten.

Mein erster Gedanke, den ich bei meinen Befund gefasst habe war: "So ein Schwachsinn. Ich bin nicht krank." Ich war natürlich geschockt. Aber die Wahrheit ist nunmal, dass ich psychisch erkrankt bin und fertig. Ich habe auch eine Weile gebraucht, um das anzunehmen und selbst das ist nicht so schlimm, wenn man sich erstmal damit abgefunden hat.

Ich weiß, dass diese Welt wie die Hölle sein kann, aber sie hat auch gute Seiten. Um die zu finden, musst du dich aber als Mensch annehmen und an dich selbst glauben.
 
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Nico87

Mitglied
Wie lange bist Du schon in psychologischer Behandlung? Hast Du das Gefühl, dass dir dort geholfen wird?

In behandlung bin ich eigentlich schon seitdem ich 14 war ..... habe das aber mit 18 abgebrochen....

Mit 20 habe ich freiwillig wieder begonnen aber leider habe ich bis jezt keine guten resultate ......vllt ist es der falsche obwohl ich so gut mit ihm auskomme aber wirklich helfen tut es mir nicht :(
 

Pync

Mitglied
Wie Du schon sagst, ist es vielleicht der falsche Therapeut... Auch wenn Du Dich gut mit ihm verstehst und so...

Versuch mal einen anderen zu finden evtl...
Ich weiss nicht, wie es bei einem Psychologen ist, obwohl ich warscheinlich schon längst bei einem sein sollte, sträub ich mich total dagegen...

Aber vielleicht haben andere Therapeuten andere Methoden und Ratschläge, die besser zu Dir passen...

Ach ich weiss auch nicht genau, am besten hör nicht auf mich, ich weiss sowieso nichts :p

Du hast gesagt, das Du Angst hast rauszugehen... Darf ich mal fragen, ob sich das einfach auf das rausgehen im allgemeinen bezieht, oder auf den Kontakt mit Menschen der draussen stattfindet?
Interessiert mich nur deswegen, weil dein Style ja ziemlich auffällig ist, "provokativ" hör ich im Fernsehen dies bezüglich...
Früher bin ich auch immer ziemlich auffällig unterwegs gewesen, ich fand´s toll, wenn die Leute sich nach mir umgedreht haben und "Oh mein Gott, wie sieht denn die aus" usw gesagt haben... Heute seh ich ziemlich "normal" aus und schäme mich rauszugehen weil ich Angst habe das mich wer anschaut, bzw ich fühle mich immer angeglotzt und das ist mir unangenehm, sehr unangenehm...
Würde mich nur mal interessieren, wie das bei Dir so ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
S

Solaris91

Gast
Wie lange bist Du schon in psychologischer Behandlung? Hast Du das Gefühl, dass dir dort geholfen wird?

In behandlung bin ich eigentlich schon seitdem ich 14 war ..... habe das aber mit 18 abgebrochen....

Mit 20 habe ich freiwillig wieder begonnen aber leider habe ich bis jezt keine guten resultate ......vllt ist es der falsche obwohl ich so gut mit ihm auskomme aber wirklich helfen tut es mir nicht :(
Ein Therapeut ist einer der dir Ratschläge gibt. Er zeigt dir sozusagen nur den Weg. Du musst aus eigenem Willen diesen Sumpf verlassen. Meine Therapeutin kann mir auch nicht mehr geben, als Ratschläge. Damit ich aus diesem Sumpf herauskomme, muss ich dafür aber auch sehr viel Zeit und Kraft aufwenden.

Ein Therapeut ist kein Medizinmann, wo man hingeht und sich heilen lässt, ohne etwas dafür zu tun. Wenn du wirklich wieder gesund werden willst, dann arbeite daran.

Ich habe in den letzten Tagen mehr Bücher über Persönlichkeitsstörungen gewältzt, als Bücher für die Uni.:D Schon allein das hat mich aufgebaut. Allein der Gedanke langsam sich selbst zu erkennen macht einen schon Mut. Für mich hat meine geistige Gesundheit sowieso erstmal Vorrang.

Ich weiß nicht, wie dein Therapeut drauf ist, aber ich denke mal, dass er nicht bloß dasitzt, die Uhr ansieht und wartet, dass die Sitzung vorbei ist.

Ich treffe mich alle zwei Wochen mit meiner Therapeutin und selbst dann dauert die Sitzung gerade einmal eine Stunde. Nur da hinzugehen und mit ihr zu reden hat mich auch nicht viel weiter gebracht.

Wenn du dich ändern willst, dann musst du jeden Tag diesen Gedanken verfolgen und auf keinen Fall darfst du aufgeben. Gegen meine Wunden am Unterarm kann ich jetzt auch nichts mehr ausrichten. Die bleiben da erstmal.

Ich bin erst seit drei Monaten in Behandlung. Aber ich mache nur Fortschritte, weil ich mich so sehr reinhänge.

Nutze jede Stunde, die du mit deinem Therapeuten hast. Schreibe dir die Dinge auf, die du mit ihm bereden willst. Bombadiere ihn mit deinen Sorgen, denn dann weiß er auch Bescheid, was er tun kann, um dir zu helfen. So wird das ganze sehr beschleunigt.

Glaube mir ich habe keine Lust noch einmal solche starken selbstzerstörerischen Gedanken zu entwickeln ...
Das was ich alles in den letzten Monaten durchgemacht habe, reicht mir für mein restliches Leben ...
 
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