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Sinnlose Existenz

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 134589
  • Datum Start Datum Start
Übrigens, es gibt irrsinnig viele Frauen, die wie du traurig feststellen, niemand ist da, keiner weit und breit, der sie in den Arm nimmt, der mit ihnen spricht, in ihrer Nähe ist, mit ihnen etwas unternimmt. Kümmere dich um so eine, interessiere dich für so wen, höre so einer zu, wonach sie sich sehnt, wonach ihr wäre.
Meist sind das so banale Sachen, wie miteinander, zusammen fernsehen, um den Block gehen, laut nachdenken miteinander, anlehnen, umarmt werden, Pläne schmieden, kuscheln, Hand in Hand einen Kinderwagen schieben... streicheln, liebhaben, alle zusammen auf dem Sofa, du mit deiner Gruppe, deiner Frau samt euren Sprösslingen- lass dir das nicht entgehen, das ist nett, saunett... um das zu bekommen brauchts irgendwie nicht viel, nur jemanden kosten lassen, wovon er nichts weiß noch... zum Beispiel kosten lassen, wie es ist, einen Menschen zu erleben, der Interesse zeigt, dem man gefällt, der einen schön findet, der behutsam ist, der beruhigend ist, den man nicht fürchtet, mit dem man sogar lachen kann, oder sich ausweinen kann, der immer wieder zum Essen einlädt und vergessen lässt, dass man einsam ist und war... so jemanden suchen doch viele. Findet euch.
Es ist auch beim Job so, es gibt Betätigungen, die einfach und leicht von der Hand gehen, das deshalb, weil man wie geschaffen ist für diesen Job, weil er der individuellen Natur entspricht- bei mir ist das sicher kein Job, wo ich Stress spüre, oder das Gefühl habe, hier bin ich unterfordert, oder überfordert, oder hier sticht jemand- da gehöre ich nicht hin, da helfe ich sicher nicht mehr.
Egal, was du auch vor hast, du hast es nicht zufällig vor, es kann sein, dass du das einmal hinterfragen solltest- was willst du? Friedlich, leicht leben, oder strebst du nach etwas, das "andere" lustig finden, du aber nicht wirklich?
Worum kämpfst du?
 
Hallo Leute, ich m, 29, suche nach Rat.

Leider führe ich ein sinnloses Leben.
Kurz zur Person: Seit 7 Jahren habe ich keine Familie mehr, sie starben seit meiner Jugend an verschiedenen Krankheiten. Zurzeit mache ich eine Zweitausbildung in einem anderen Bundesland, weit weg von meinem einzigem paar Freunden. Mein Leben wird geprägt von einer schweren Schwerhörigkeit und dadurch entstandenen Selbstwertproblemen (Mobbing). Habe auch weitere Köperliche Probleme.

Ich habe die letzten Jahre versucht den richtigen Beruf zu finden
(Studiengänge und Ausbildungen begonnen, wieder abgebrochen) und dabei ein großteil meines kleinen Erbe verbraucht.
Aktuell lebe ich in einer sehr kleinen Wohnung einer Wohnsiedlung (Großstadt), die mich nicht glücklich macht (Wohnungsmarkt in der Stadt meiner Firma aussichtslos). Ich habe keine Hobbies, da ich viel Pendeln muss und Nebenjobs zum Überleben die Zeit rauben (<60h Woche).

Auch mein Dauersinglezustand (Nie eine Freundin, außer BFF) bereitet mir sehr großen Schmerz. Zwar hab ich vielleicht noch die Chance, Karriere zu machen in meiner Firma, jedoch macht einmal die
Wirtschaftslage dies fraglich, als auch die aktuell fehlende Kraft/Hoffnung und mein Alter ( Betriebswirt vorraussichtlich erst mit 35Jahren).

Bin kurz davor, mich komplett aufzugeben, weil ich keinen Sinn mehr sehe in diesem Kampf.
Danke fürs Lesen.
Volkswirte werden gerne genommen,ich weiß es aus dem eigenen Umfeld.
Aufstehen und weiter machen du kannst alles werden sogar noch ein Handwerk erlernen...war nur ein Beispiel.
 
Ich drücke es mal Deutsch aus: ach du sche....
Fühl Dich mal gedrückt.
Deine Gefühle kann ich nachvollziehen. Ich hatte diese auch immer wieder mal aber nicht in dieser Form. Da helfen jetzt keine wohlfeilen Worte wie. das geht schon wieder weg, geh raus oder sonstwas.
Ich denke das Best eist momentan, wenn du Leute hat, die Dir zuhören (Seelsorge, Therapeut etc)
Danke, vielleicht brauche ich jemanden zum reden.
 
Ja das ist wirklich sehr traurig, bezüglich deiner Schwerhörigkeit,hast du schonmal über ein Implantat nachgedacht,dass hat vielen schon geholfen.

Wenn man alles mit sich selbst ausmachen muss dann ist das für die meisten Menschen nicht gut.

Gibt es keine Vereine denen du dich anschließen kannst,nicht alle Menschen sind bösartig.

Oder was sind deine Hobbys und Interessen?

Du musst den Mut nicht Aufgeben,du hast es bestimmt schwer in deiner Situation aber suche dir positive Dinge...irgendwas was du gerne machst.
Klar wäre es schön einen Partner an deiner Seite zu haben .... vielleicht zunächst mal online???

Hast du es mal versucht?

Hier bekommst du bestimmt noch ein paar gute Gedanken und ich lasse dir Grüße hier.
Hey, Implantate sind für mich als Bluter Selbstmord. Ich kann erst wieder Hobbys nachgehen, wenn ich nicht soviel pendeln müsste.

Onlinedating brauche ich nicht versuchen, habe weder das Aussehen oder sonst irgendetwas womit ich Prahlen kann.
Ich empfinde Onlinedating leider auch als Krank heutzutage (Jeder ist Austauschbar, Status ist wichtiger als Zwischenmenschliche Fertigkeiten).
 
Hallo @just_a_nobody , habe Dich gelesen. Über was davon möchtest Du gerne ins Gespräch kommen? Ich könnte anbieten, über den Sinn oder Nicht-Sinn des Lebens zu schreiben.
Was für ein Sinn hat ein Leben, in den alles nur ein Kampf ist, ein Leben, in den man bewusst und unbewusst sich mit anderen vergleicht und festgestellt, wie kaputt man ist, ohne groß dafür was zu können? Oder habe ich im letzten Leben Kriegsverbrechen begangen?

Wenn Leute aller Religionen von Himmel und Hölle reden, denke ich, dass die Erde beides ist. Die Menschen können zu Lebzeiten aus der Erde einen Himmel oder eine Hölle oder beides zugleich erschaffen, dürfen sich aber nicht beschweren wenn Sie wieder dahineingeboren werden, oder was soll sonst die Fortpflanzung als einer der offensichtlichsten Sinneshaftigkeit von allen Lebewesen?
Vielleicht stirbt meine Blutlinie dank mir aus, bin ich dann von Leid/Freud des Lebens befreit?
Wäre keine Existenz besser ?
Wie siehts du es?
 
Hallo 🙂

das ist natürlich eine schwierige Situation die du das Beschreibst und alles andere als einfach. Aber es geht immer irgendwie weiter, mal schwerer und mal leichter.
Ich würde dir empfehlen, such dir einen Therapeuten (ja ich weiss der Gedanke daran ist blöd, aber es hilft! Einen zu finden ist schwer, aber nicht unmöglich)
Bis dahin möchte ich dir sagen, gib nicht auf, du bist hier im Forum, kannst dir deinen schmerz von der Seele reden und einen anderen Blickwinkel erhalten.
Konzentriere dich die nächste Zeit auf ein "Projekt", du hast viele Baustellen, vieles das du ändern möchtest, geh eins nach dem anderen an und manchmal wenn man sich auf eine Sache fokussiert gehen von ganz alleine andere Türen auf. Ich wünsche Dir Kraft
Irgendein ein Rest Hoffnung lässt mich noch weitermachen, ich sorge mich darum diesen letzten Rest auch noch zu verlieren, denn ich habe jetzt schon nichts mehr zu verlieren. Ich kämpfe weiter, aber ich weiß nicht, wie lange.
 
Wie würde dieses Aufgeben ausschauen?

Ich wollte mich mehrmals in meinem Leben lieber auslöschen, als noch einen Tag länger zu leiden.
Zb gabs eine Anstellung, wo extremes Mobben stattfand, so arg an einem Tag, dass ich beschloss zu sterben, ich kaufte mir an einer Tankstelle zwei Flaschen Bier, heulte wie ein Schlosshund und wollte mich mit einer Flasche betäuben, die andere in Scherben schlagen und meine Adern aufschneiden.
Lang ist es her... bissi dumm- denn hätte ich gleich mal gekündigt, dann hätte ich mir diesen Leidensweg erspart.
So auch während meiner Ehe- an einem bestimmten Tag entschied ich, nein, ich lebe nicht mehr weiter, ich steig aus. Hab das alte Auto ( um das wäre es nicht so schade, als ums Neuere) am Morgen gesichert, denn, ich wollte damit an eine Wand rasen... dann kam ein Anruf, zufällig, der hielt mich auf und ab- es wurde dann doch nicht rausgesprungen, es ging weiter.
Eigentlich dumm...denn ich hätte mich nur scheiden lassen müssen, dann wäre mein Leiden abgestellt gewesen... so weit denkt aber das Ego nicht, das ist irgendwie Einfallslos und sehr Kurzsichtig.

Nun, ich frag dich hier, was gäbe es für Alternativen, als dein Leben aufzugeben?
Wie würde dieses Aufgeben ausschauen?

Selbstmord oder Sterbehilfe. Ein Plan steht.
Der Witz ist, ich bin dafür noch zu Feige.
Ich kann auch nicht sagen, das ich chronisch Depressiv bin (Habe eine Tante, die es ist, mit vielen Selbstmordversuchen, endlosses auf und ab der Stimmung). Es ist komisch, dass ich einerseits ein Leben nehmen kann (damals beim Jagen oder Angeln, kann es heute nur noch aus guten Gründen), selber aber an meinem Hänge (Egoistischer geht es nicht mehr).
Ich habe aber das schleichende Gefühl, genug negatives von der Welt erlebt zu haben und denke mir das ich keine 30 werden möchte.

Alternativen gegen das Aufgeben?

Weiterkämpfen, den irgendetwas lässt mich noch weiterkämpfen. Wahrscheinlich der letzte Funke Hoffnung.
 
Meine Freundin, die inzwischen gestorben ist, hat zwei Gehörlose Jungs geboren, diese sind beide verheiratet, einer mit einer Hörenden, drei Kinder, der andere hat in ein sehr reiches Haus geheiratet, seine Frau ist auch Gehörlos, sie wurde als Baby am Flughafen ausgesetzt und von eben reichen Leuten adoptiert. Schicksale, wir ziehen unterschiedliche Lose, alle erleben etwas anderes, keiner das Gleiche.

Es gibt für dich momentan das Gefühl, dass du ein schreckliches Schicksal hast, aber schau genau hin, ist es das?
Du warst noch nicht in Ägypten schnorcheln mit deinen ebenso schwerhörigen neuen Kumpels, diese kennst du noch nicht, du kennst auch noch nicht dein zukünftiges Mädchen, das mit dir gemeinsam Fisch bruzzelt am gemeinsamen Herd und mit dem du nicht nur nach Ägypten reisen willst, sondern auch nur am Balkon stehen willst, bloß so, ohne zu reden, Hüfte an Hüfte die Sterne anschauen...

Es gäbe auch Weitwandern, nur du und die Äste auf den Bäumen, die Wolken über dir, die blauen Kornblumen, die leuchtend roten Moonblüten im Getreidefeld neben deinem Weg... es gäbe noch den Führerschein, die Route nach Trupstrü, oder die zu einem Grillen am See, ein Fläschchen Bier in der Hand und Kollegen, denen du zuprostest, mit denen du dich gut verstehst, so gut, dass ihr ab und an miteinander kegelt, oder grillt, oder sonst was macht. Für dich wird sich das auch erschließen--- nur jetzt meinst du, das wird nie so kommen.

Wie auch immer, rede dir nicht ein, es ist aus, nur weil noch nicht da ist, wonach dir wäre. Lass dir von deinem Frust nicht einreden, dass es aus ist.
Danke für deine Mühe und Worte, mir Hoffnung zu machen.
Stimmt es, das Menschen ihr Schicksal kennen, nicht aber ihre Stunde?
Wenn ja, dann weiß ich, das ich es selbst beende.

Jedoch habe ich eine Sache, die mein Persönlicher Alptraum ist: Als die Sterbefälle bei mir losgingen, hatte ich eine Kifferphase mit Freunden. Habe Paranoia bekommen durchs Kiffen, wenn ich wegen der Trauer einen schlechten Gedanke hatte.

Mein größter Persönlicher Alptraum: Endlos lang in das selbe Leben wiedergeboren zu werden (1zu 1 Dejavu), immer die selben Fehler wiederzumachen, nie zu erfahren, von einer Frau geliebt zu werden und zu lebzeiten zu wissen, es wird sich wieder wiederholen :/
 
Übrigens, es gibt irrsinnig viele Frauen, die wie du traurig feststellen, niemand ist da, keiner weit und breit, der sie in den Arm nimmt, der mit ihnen spricht, in ihrer Nähe ist, mit ihnen etwas unternimmt. Kümmere dich um so eine, interessiere dich für so wen, höre so einer zu, wonach sie sich sehnt, wonach ihr wäre.
Meist sind das so banale Sachen, wie miteinander, zusammen fernsehen, um den Block gehen, laut nachdenken miteinander, anlehnen, umarmt werden, Pläne schmieden, kuscheln, Hand in Hand einen Kinderwagen schieben... streicheln, liebhaben, alle zusammen auf dem Sofa, du mit deiner Gruppe, deiner Frau samt euren Sprösslingen- lass dir das nicht entgehen, das ist nett, saunett... um das zu bekommen brauchts irgendwie nicht viel, nur jemanden kosten lassen, wovon er nichts weiß noch... zum Beispiel kosten lassen, wie es ist, einen Menschen zu erleben, der Interesse zeigt, dem man gefällt, der einen schön findet, der behutsam ist, der beruhigend ist, den man nicht fürchtet, mit dem man sogar lachen kann, oder sich ausweinen kann, der immer wieder zum Essen einlädt und vergessen lässt, dass man einsam ist und war... so jemanden suchen doch viele. Findet euch.
Es ist auch beim Job so, es gibt Betätigungen, die einfach und leicht von der Hand gehen, das deshalb, weil man wie geschaffen ist für diesen Job, weil er der individuellen Natur entspricht- bei mir ist das sicher kein Job, wo ich Stress spüre, oder das Gefühl habe, hier bin ich unterfordert, oder überfordert, oder hier sticht jemand- da gehöre ich nicht hin, da helfe ich sicher nicht mehr.
Egal, was du auch vor hast, du hast es nicht zufällig vor, es kann sein, dass du das einmal hinterfragen solltest- was willst du? Friedlich, leicht leben, oder strebst du nach etwas, das "andere" lustig finden, du aber nicht wirklich?
Worum kämpfst du?
Wenn es diese Frauen gibt, dann sind diese genauso wie ich unsichtbar in dieser schrecklich modernen, "fortschrittlichen" Welt. Wir haben uns als Menschen und Gesellschaft dank Internet und sozialen Medien ziemlich kaputt gemacht, oder nicht?

Worum kämpfe ich?
Mein größter Wunsch und Traum ist es, eine Familie zu gründen, ein erfülltes Leben(nicht rein glücklich, wäre eh nur eine Illusion!) zu leben mit einer ¿Seelenverwandschaft?(Gibt es das wirklich?). Sich gegenseitig fordern und fördern in guten wie in schlechten Zeiten als Partner und Familie.
Ein etwas naturnäheres Leben, seine Familie ein Stückweit selbstversorgen zu können (nicht mit Geld, sondern mit einen Stück Garten, vorallem dann, wenn das Geld wertlos wird).
Ist das zuviel verlangt?
 

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