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Sinn der Schule

  • Starter*in Starter*in Halflife1995
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H

Halflife1995

Gast
Hallo liebes Hilfeforum 😀
Erst mal zu mir. Ich bin 15 jahre alt und heiße Tim.
Die Überschrift ist etwas falsch gewählt da der Sinn mir schon zum grossen Teil bekannt ist aber mir geht es eher darum warum man diesen Stoff lernt wenn man eigentlich von niemanden motiviert wird. Ich hab jetzt hier ein Thema dazu gefudnen wo die Disskusion plötzlich abgebrochen wurde und ich würde noch ein bisschen darüber reden (der Thread war auch ein Jahr alt)
Man soll für das Leben lernen in der Schule und ich finde man lernt auch wichtige Dinge, aber das was wirklich wichtig ist, lernen wir gar nicht.
Wir lernen den Logaritmus, Aufbau der Niere......find ich ja auch interessant aber mich würde mal interessieren auf was man bei einem Vertrag alles achten soll?? Was für Rechte ich dort habe????.......
Wenn wir mal darüber reden wollen dann wehren die Lehrer immer schön ab. Für die sind wir, so kommt es mir vor, als wären wir Maschinen dnen sie eifnach alles erzählen und wir es am nähsten Tag abrufen sollen -.-

Ich habe auch die Ehre der erste bei dem G8 zu sein. Ein Jahr weniger, mehr Druck auf Lehrer, mehr Druck auf Schüler.....das ist ein einziger Teufelskreis. Die Lehrer bei uns versuchen ja nicht mal es uns schmackhaft zu machen. Was das Schulsystem auch nicht zulässt.

Ich dachte imer Schule ist zum lernen da und es soll einem einen Einblick in vieles gewären. Die Wahrheit sieht bei mri anders aus.Ich egh dort hinein und wir werden gleich mal mit einer Abfrage aufgemuntert 😀 juhu Fragen werden erst nach der Abfrage beantwortet ist ja klar, sonst könnte man es ja vlllt. och verstehen wenn man es davor nicht verstanden hat.

Ich wollte mal fragen wie man mit den Lehrern zusammen einen etwas schöneren Unterricht machen könnte??

Ich kann nur aus Erfahrung sprechen: Wir sitzen die ganze Zeit rum wie Schlaftabletten, werden angeschnauzt oder gar nicht beachtet und versuchen die Schule hinteruns zu bekommen.
 
"Ich wollte mal fragen wie man mit den Lehrern zusammen einen etwas schöneren Unterricht machen könnte". Tut mir leid, aber ich denke, das ist in diesem Schulsystem überhaupt nicht möglich. "Wir sitzen die ganze Zeit rum wie Schlaftabletten, werden angeschnauzt oder gar nicht beachtet und versuchen die Schule hinteruns zu bekommen" - so sieht der Alltag in diesem System für den Großteil der Schüler aus. Das einzig Wirksame, was man da machen kann, ist, das System völlig umzukrempeln. Es gibt ja schon ein paar alternative Schulformen. Bei diesem Ausdruck, "alternative Schulformen", denken die meisten bloß an Einrichtungen, in denen die Kinder lernen, ihre Namen zu tanzen. Dabei gibt es Schulen, an denen völlig andere Methoden eingesetzt werden, und die einen auch zum Abitur führen. An solchen Schulen haben die Schüler sogar Spaß am Lernen - wer hält das heutzutage noch für möglich?

Es herrscht eben immer noch dieses "Da müssen die Schüler eben durch"-Gerede, doch langsam merken die Leute, dass die Anforderungen an die Schüler kaum oder nicht gerecht sind. Leider sieht es so aus, als würde dieses System trotzdem weiterhin Bestand haben; in einem größeren Kontext könnte man dieses Problem wohl in das Auseinanderdriften von "arm" und "reich" einordnen, bzw. das Wachstum der Lücke zwischen Konservativen, Intelektuellen und der sogenannten "bildungsfernen Schicht" (was für ein Begriff). Da muss man wohl mal wieder auf eine völlige Eskalation warten, damit die Menschen was dran ändern.

So viel Gerede, tut mir leid. Ich kann dir keine Hoffnung schenken.
 
Ich als angehender Pauker schreibe mal was dazu.

Es kann nicht jede Unterrichtsstunde das non plus ultra sein - das sollte eigentlich jedem klar sein. Die Lehrer, die es i.d.R. gut machen, bereiten sich gut vor; aber man kann auch nicht von jemandem erwarten, dass er kein Privatleben mehr hat. 🙄 Deswegen ist vielleicht manches auch mal nicht so durchgeplant oder man erkennt den Sinn des Themas nicht so ganz...
 
Ich als angehender Pauker schreibe mal was dazu.

Es kann nicht jede Unterrichtsstunde das non plus ultra sein - das sollte eigentlich jedem klar sein. Die Lehrer, die es i.d.R. gut machen, bereiten sich gut vor; aber man kann auch nicht von jemandem erwarten, dass er kein Privatleben mehr hat. 🙄 Deswegen ist vielleicht manches auch mal nicht so durchgeplant oder man erkennt den Sinn des Themas nicht so ganz...

Ich denke, dass dein Unterricht sicherlich qualitativ hochwertig ist. Deshalb nimm es bitte nicht persönlich, aber aus meiner Schulzeit habe ich in Erinnerung, dass der Unterricht eher eine geringe Qualität hatte und ziemlich chaotisch war. Oft mangelte es an der Planung u. Vorbereitung. Ich habe das Gefühl, dass die Dozenten an der Uni die Seminare besser hinbekommen als die Lehrer ihre Unterrichtsstunden in der Schule. Wie heißt es doch so treffend an der Uni: "Um wissenschaftlich zu arbeiten, braucht man kein Vorwissen - man muss nur wissen, wo man nachschlagen muss um etwas zu finden. Haben wir die gesuchte Info gefunden, können wir die Forschungsdiskusion eröffnen."
Warum gibt es keine Eigenverantwortung an den Schulen? Eigentlich müsste eine Schule doch sowas sein wie eine Kinder-Uni, zumindest wenn es darum geht, das Abitur zu bekommen - den derzeit höchstmöglichen Schulabschluss.
Genau das fehlt an den Schulen aber komplett. Es gibt keine selbständige Arbeit, keine Hausarbeiten, die Schüler wissen i.d.R. nicht mal, wie man bibliographiert.
Und alles wird im Unterricht 10 mal durchgekaut. Ich habe den Schulunterricht als redundanten Frontalunterricht mit hohen Anteil von Lehrermonologen in Erinnerung. Da wird kein Wissen bei den Schüler abgerufen, dort wird niemand aufgefordert, selbst mitzudenken und einen Standpunkt zu formulieren. Warum sollen bzw. dürfen Schüler momentan in der Schule nicht selbständig arbeiten? Im Beruf haben sie doch auch keinen, der ihnen alles vorkaut. Natürlich braucht man die Grundschule erstmal zum Lesen und Schreiben lernen. Aber dann könnte man doch langsam anfangen, die Schüler zum selbständigen Arbeiten zu bringen. Und eine realistische Zeiteinschätzung wäre auch ganz gut. Für eine Matheaufgabe, die man als durchschnittlicher Schüler in 5 Minute bearbeitet hat, geben manche Lehrer 30 Minuten Bearbeitungszeit um etwas Zeit herauszuholen und ihre schlechte Vorbereitung zu überdecken. Die restlichen 25 Minuten sitzt man dann nur rum und wartet. Das ist doch uneffizient!
 
Soll ich dir was sagen, lieber Gast? 🙂 In Frankreich ist es leider noch schlimmer. Dort gibt es Unterrichtszustände, wie bei uns vor mehreren Jahrzehnten.Während ich sogar recht viele Gruppenarbeiten und andere Werkzeuge noch miterlebt habe, obwohl ich Jahrgang 85 bin, wird in Frankreich kaum die Mitarbeit der Schüler eingefordert. Es wird denen quasi fast alles vorgebetet und sie werden an jeder Stelle korrigiert; dabei macht das speziell im Fremdsprachenunterricht in Deutschland heutzutage nicht mehr so extrem. 🙄 Weil es ist doch absolut demotivierend, wenn man bei jeder Silbe korrigiert wird so ungefähr. Also ich mache das bei meinen hiesigen Schülern nicht; obwohl das meine Mentoren hier gerne hätten. 😀 Was ich damit sagen will: SCHLIMMER GEHT'S IMMER!

Was in dem Zusammenhang erstaunlich ist, dass die Franzosen so stolz auf ihr Schulsystem sind. Dabei schneiden sie bei PISA auch nicht besser ab und werden sogar im Time Magazine ordentlich verrissen, von wegen mangelhaft, nicht fortschrittlich usw. 🙄 Ich kann das nur bestätigen: ich hospitiere hier relativ viel und ich, als Zuschauer, schlafe häufig fast ein. Wenn ich da Schüler wäre, würde ich abdrehen. Vor allem haben die auch i.d.R. bis 17 oder 18 Uhr Schule. Stellt Euch dann mal vor, das liefe hauptsächlich frontal ab! 🙄 Ich kann es schon verstehen, wieso viele der Schüler in der Schule keinen Bock richtig haben. Das merkt man bei manchen überdeutlich und zwar noch heftiger als in Deutschland. Da praktizieren einige wirklich systematische Leistungsverweigerung.

Deutschland hat sich im Übrigen im Laufe der beiden weiteren PISA-Studien verbessert. Welche Gründe dies hat, ist nicht genau bekannt. 😉 Und es gibt auch einige fortschrittlichere Schulen in D. Mit bilingualem Zweig, viel viel weniger Frontalunterricht usw. Es sollte heute eigentlich auch nicht mehr so viel Frontalunterricht herrschen. :mad: Nichtsdestotrotz ist es aber auch kein Leichtes, den offenen Unterricht einzuführen. Das müsste man von vornherein machen, damit sich die Schüler darauf einstellen können. Und speziell in der Grundschule oder generell im Anfangsunterricht der Fremdsprachen kommt man ohne eine Reihe von Frontaleinheiten gar nicht aus. 🙂

Vor allem bei etwas älteren Schülern kann man nicht einfach mal so sagen: Ich gehe jetzt vom Frontalunterricht KOMPLETT zum offenen Unterricht. Das sich daran Gewöhnen wird ziemlich lange dauern. Viel länger, als wenn man es von vornherein so gemacht hätte.

Was mir generell aber in beiden Schulsystemen auffällt: es ist verdammt schwierig, mit Schülern Diskussionen/Debatten zu führen. Vielleicht weil so etwas in vielen Elternhäusern nicht richtig stattfindet?!- ich weiß es auch nicht. Aber viele Schüler sind dazu selbst in der neunten oder zehnten Klasse nicht so richtig in der Lage. Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, ging es bei uns wirklich immer heiß her. (vielleicht war ich aber auch zufällig in einer Schule, wo es an sich besser lief ?). 😀

Man sollte jedenfalls nicht per se alles verurteilen. :mad:
 
Selbst erarbeiten braucht Zeit. Die keiner hat.

Es würde bedeuten, dass man in Kauf nimmt, dass manche zu einem anderen Ergebnis kommen, alle sehr unterschiedlich lange brauchen, die Eigenverantwortung der Schüler ist nicht trainiert (wobei das noch das kleinste Übel ist, wenn man sich nur mal darauf einließe).

Unterrichtseinheiten, sowohl in der Jahresplanung als auch in Grob- und Feinplanung, sind sehr aufwändig zu planen, da das Schulmaterial nicht wirklich auf Selbstlernen ausgerichtet ist.

Außerdem wäre der Differenzierungsaufwand noch höher als sowieso schon.

Und ich teile den Eindruck, dass manche Kollegen gar nicht planen...

Andererseits gibt es intwischen sehr viel innovatives Material auf den verschiedenen Lehrercommunities kostenlos, man muss eigentlich nur wollen. Und eben der Zeitfaktor.

Auch die Rahmenbedingungen in den Schulen sind katastrophal, drei Leerstunden zwischendurch und keine Aufenthaltsmöglichkeit, immer noch 45 Min.-Unterricht in der Sekundarstufe, nur fünf Minuten Pause zwischen zwei UE, die Schüler kommen kontinuierlich zu spät, Mediathek nur für Auserwählte usw. usf.

Nein, man macht es den Schülern nicht leicht und den meisten Lehrern fällt außer Zeterei auch nichts ein.

Als Tipp: frag doch mal, ob Du zu einem Thema aus dem Plan eine Unterrichtsstunde vorbereiten darfst, als Gruppenarbeit evtl.

Dann kannst Du mal ausprobieren, was Dir so vorschwebt.
 
Und eine realistische Zeiteinschätzung wäre auch ganz gut. Für eine Matheaufgabe, die man als durchschnittlicher Schüler in 5 Minute bearbeitet hat, geben manche Lehrer 30 Minuten Bearbeitungszeit um etwas Zeit herauszuholen und ihre schlechte Vorbereitung zu überdecken. Die restlichen 25 Minuten sitzt man dann nur rum und wartet. Das ist doch uneffizient!

So sollte das eigentlich auch wirklich nicht sein. 🙄 Den besseren Schülern sollten dann andere Aufgaben angeboten werden. 😱 Also dass da jemand rumsitzt und nur dumm in die Gegend schaut oder wohlmöglich noch seine Nachbarn ablenkt, gibt es bei mir nicht. 😀
 
realistisch Zeit einschätzen geht nicht 😀

Ich fall mit meiner Zeitplanung fast immer auf die Nase, daher hab ich immer zu viel, statt zu wenig.

Lernende sind Menschen und dann noch die aktuelle Tagesverfassung... Man kann unmöglich sagen, wie lange sie nun genau für eine Aufgabe brauchen und dann noch alle gleichzeitig fertig sein, bitte.

Dann sollte der Lehrer eine Extraaufgabe in petto haben, in jedem Fall oder gleich den Leistungsstarken, sowie den Leistungsschwachen andere Aufgaben anbieten, oder nach einem ABC-System:

Nur, alles furchtbar aufwändig und zum großen Teil selbst zu basteln.

Das gelingt mir oft nicht, denn dann hätte ich tatsächlich kein Privatleben mehr. Oder müsste auf den Schlaf verzichten, beides nicht so toll...
 
Aber man kann doch an sich eine Zusatzaufgabe in petto haben, oder nicht? (man kann, wenn man sieht, dass der Großteil nicht mitkommt, das, was man sowieso an MEHR geplant hat, für den Stärkeren dann nehmen).
 
Sag ich doch, Zusatzaufgabe, nur sollte die dann auch einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweisen und keine Fleißarbeit sein, ist ja auch wieder langweilig.

Und dann muss man das mit dem Einen oder den Zwei auch noch durchgehen, dazu fehlt mir oft die Zeit. Nur ohne Feedback ist das für die Starken doof.

Dazu kommt, dass ich manchmal Gefjar laufe, dann Dinge vorweg zu nehmen, die ich später noch behandele, worauf sie sich dann wieder langweilen.

Wenn ich Zeit habe, entsprechend etwas zu finden oder selbst herzustellen, was meinen Plan nicht torpediert und trotzdem zum Thema passt, dann klappt das auch, aber nicht immer eben.
 

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