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Sind meine beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen sowenig wert?

Da fiel mir gerade noch etwas ein. Bei dem Unternehmen bei dem ich bis Oktober die Krankheitsvertretung als Kaufmännischer Angestellter Ersatzteilversand machte, da war der eigentliche Stelleninhaber ab Ende August wieder da und arbeitete aber zur Wiedereingliederung erst nur zwei, dann vier Stunden am Tag, dann ging er in Urlaub und ab Mitte Oktober als er wieder Vollzeit kam, da musste ich gehen.

Aber dieser Mitarbeiter(Jahrgang 1959) erwähnte ein paar mal, dass er dieses Jahr in Rente gehen würde und er sich sicher ist, dass er das auch machen kann. In der Zeit wechselte auch der Abteilungsleiter(er kam auf Bewerbung von außen) und die ganzen Funktionen Logistik, Versand würden umstrukturiert. Mit dem neuen Leiter habe ich mich soweit gut verstanden, mit dem konnte man ganz fair und vernünftig reden. Die Sache ist nur, dass man vor hat, diese Stelle des Sachbearbeiters Ersatzteilversand mittelfristig zu streichen(nach dem der andere in Rente geht). Aber es gab unter den Leuten(Kollegen von der Exportabteilung und vom Zentrallager und selbst der EDV-Fritze) die Zweifel hatten, ob da so überhaupt funktioniert.

Dann könnte man doch versuchen, demnächst einmal (ich habe irgendwo noch die Durchwahl des neuen Leiters) da anrufen, wie die Perspektiven für meine Überlegung wirklich wäre.
 
Trau dich anzurufen! Du hast doch nichts zu verlieren.

Zum vorher anrufen: damit ist mein Vater schon vor über 50 Jahren besser gefahren, als nur eine Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen los zu schicken.

Ich bin mit 57 Jahren jetzt gerade abgeworben worden. 🙂 Mein noch AG sucht verzweifelt nach neuen Mitarbeitern sowohl für die Verwaltung als auch für den Ingenieurbereich. Für die Verwaltung hat er beim letzten Versuch ganze 2 Bewerbungen erhalten von Menschen, die noch nie im Büro gearbeitet haben....
 
Eigentlich müsste unsere Welt in Ordnung sein, denn jedermann behauptet, dass er nicht an ihrem Chaos beteiligt sei.
Die Disharmonie der Welt liegt nur in unserer Anschauung.
Der meisten Leute Fehler ist es, daß sie bei ihrem Berufe immer nur an den Lohn, nie an die Arbeit denken.

Berufliche Erfahrungen und Kenntnisse, was sind die Wert?
Nicht so viel wie manche denken, das ist heute ein ewiges dazulernen, durch Fort- und Weiterbildung.
Opa, Vater und der Sohn in der gleichen Firma bis zur Rente, das war mal.
Kaum noch jemand ist im gleichen Beruf von der Ausbildung bis zur Pensionierung.
Das Erwerbsleben der meisten Bundesbürger wird sich bei konsequenter Fortsetzung der derzeitigen Politik in spätestens 20 Jahren im Wechsel zwischen Arbeitslosigkeit und Tagelöhnerei abspielen.
 
Leider sind viele deiner Kenntnisse und Zertifkate nicht viel Wert für einen Personaler.

Weitebildungen bei der SGD oder ILS die auch als Titelmühlen bekannt sind, sind nice2have aber eben nix aussschlaggebendes.

Und die meisten IHK Weiterbildungen sind auch leider nicht so gefragt. Die IHK und die Dozenten erzählen zwar was anderes, aber die wollen ja verkaufen.

Meister, Fachwirt geht noch aber alles darüber sieht leider düster aus. Da nimmt man lieber den Bachlor..
Habe selbst eine höhere IHK Weiterbildung mit messbar "sehr gut" bestanden aber interessiert keinen, weil ein Master 3x mehr Kenntnise hat udn vermutlich billiger ist.
 
Woher soll denn ein Master billiger sein?

Bleibt also eher sich Nebenberuflich ein zweites Standbein aufbauen zu müssen, um an dieser Gesellschaft teilnehmen zu können.
Und was ich über die Politik und einen gewissen Teil der Gesellschaft denke, das schreibe ich hier besser mal nicht. Bei der letzten Bundestagswahl habe ich boykottiert. Und dann geht es frei nach Udo Lindenberg: "Ich mach mein Ding, egal was die anderen labern.." Oder auch innere Emigration von dieser Gesellschaft wäre die Konsequenz.

Ist aber so, das was Bocksrogger und zum Teil Fred Judikator geschrieben habe, ist sehr deprimierend, fordert aber auch eine gewisse Konsequenz heraus. Ein Personaldisponent bei einer ZA, bei der ich in den letzten zwei Jahren war, findet meine aktuelle Weiterbildung sogar gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab da ne ganz andere Idee, aber ich kenn mich in deinem Bereich nicht aus. Vielleicht lieg ich daher daneben, aber wenn man zum Bewerbungsgespräch eingeladen wird, hat man mit seinen Qualifikationen schon überzeugt bzw ist ausreichend. Dann zählt nur noch der persönliche Eindruck. Ich würde eher da ansetzen, wie du dich besser präsentieren könntest.
 
Meiner Meinung nach hast du keine brauchbare Qualifikation.
Du hast vieles gemacht, aber ebens nichts richtiges.
In Deutschland zählt zum einen der Abschluss. Je höher, desto besser. Ich selbst habe eine kaufmännischen Ausbildung abgemacht, arbeite Vollzeit und mache inzwischen meinen Master berufsbegleitend. Ich kann niemanden eine Ausbildung empfehlen. Meine künftigen Kinder werden direkt studieren. Dafür werde ich sorgen. Denn... die Ausbildungzeit zählt nicht zur Berufserfahrung. In der Ausbildung macht man meist die Drecksarbeit (Zuarbeiten von Kollegen oder Aufgaben, für die man keine Fachkenntnisse oder Verantwortung braucht). Das Gehalt ist dann wenig. Ja, in tarifgebundenen Unternehmen ist das Gehalt gut... allerdings.. für den Bachelor braucht man auch 3 Jahre. Danach steigt man mit einem deutlichen höheren Gehalt ein. Eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich (z.B. Industriekaufmann) ist daher m.M.n. nicht empfehlenswert.

Nun zu deiner Situation. Wie oben genannt, ist Deutschland ein Land der Scheine. Ohne vernünftige Scheine (Ausbildungsnachweise), gilt man als ungelernt.

Thema IHK... die IHK erzählt viel, wenn der Tag lang ist. Bis auf wenige Ausnahmen wie Bilanzbuchhaltung, werden in der Industrie die IHK Weiterbildungen nicht anerkannt bzw. sie sind nicht so angesehen. Ein IHK Betriebswirt geht nur 2 Jahre und ist dem akademischen Betriebswirt Bachelor (3 Jahre) eindeutig untergeordnet. In meinem berufsbegleitenden Studium (Bachelor sowie Master) waren/ sind viele dabei, die den (Fach)wirt IHK bzw. Betriebswirt IHK gemacht haben und sie bestätigen, dass diese Weiterbildung absolut nichts Wert ist. Eine Arbeitskollegin sagte, dass der IHK Betriebswirt geschenkt war. Man geht dahin, sitzt seine Zeit ab, tanzt seinen Namen und bekommt das Zertifikat überreicht. Sie macht mittlerweile auch den akedemischen Bachelor berufsbegleitend und ist maßlos überfordert, da man einem dort viel mehr abverlangt wird. Den Betriebswirt IHK hatte sie davor auch berufsbegleitend gemacht und war nicht gestresst.

Ein SAP Zertifikat ist nur dann sinnvoll, wenn man weiß, dass man in Kürze mit SAP arbeiten wird. Denn bist du eine Stelle gefunden hast (z.B. > 6 Monate) hast du schon alles wieder vergessen und müsstest dich wieder komplett einarbeiten/ schulen lassen.

Thema Logistik: Für manche Bereiche/ Berufe braucht man meiner Meinung nach keine Ausbildung (z.B. Buchhaltung oder Lagerlogistik (ausgenommen: Bilanzbuchhaltung). Denn man kann in wenigen Wochen eingearbeitet werden. Fachwissen braucht man dort nicht. In der Logistik muss man anpacken können. Mehr auch nicht. Und das kann jeder. Dafür braucht man keine Ausbildung. Deshalb sind solche Jobs schlecht bezahlt und werden meistens als Zeitarbeit angeboten.

Je mehr Spezilwissen du hast, desto wertvoller bist du und desto du mehr verdienst. Kenntnisse in Export sind gut. Sind es 0815 Güter oder z.B. Arzneimittel, besonders gefährliche Chemikalien/ Abfallesroffe? Wenn du Kenntnisse im Export/ Import von Arzneimitteln hast, wirst du schnell einen Job finden und gut verdienen. Exportkenntisse in Apfel und Birnen sind da jedoch nicht so gefragt.
 
Woher soll denn ein Master billiger sein?

Ganz einfach. Ein B.A. oder Master (der meist jünger ist) direkt nach dem Studium verlangt meist nicht so viel Gehalt wie jemadn der IHK Witerbildungen mit BE hat. Ist einfach so.

Die IHK Weiterbildungen finden ihren Sinn oft nur in internen Aufstiegen. Extern sind die wenigsten (leider) gefragt. Auch wenn Dozenten und IHK was anderes erzählen.
 
Ganz einfach. Ein B.A. oder Master (der meist jünger ist) direkt nach dem Studium verlangt meist nicht so viel Gehalt wie jemadn der IHK Witerbildungen mit BE hat. Ist einfach so.

Die IHK Weiterbildungen finden ihren Sinn oft nur in internen Aufstiegen. Extern sind die wenigsten (leider) gefragt. Auch wenn Dozenten und IHK was anderes erzählen.
Ich sehe es anders.
Bachelor + Werkstudententätigkeit ist wesentlich besser als eine Ausbildung. Man ist mit dem IHK Zertifikats unterhalb des Bachelor Niveaus, was das Gehalt angeht. Zumal es auch 2-3 Jahre dauert bis man mit der Weiterbildung zum Betriebswirt IHK fertig ist. In der Zeit hat der Bachelor auch schon 2-3 Jahre Berufserfahrung und verdient noch mehr als der IHK Betriebswirt mit Berufserfahrung.
Master + Werkstudententätigkeit ist noch höher als IHK Betriebswirt. Da man mit einem Master grundsätzlich eine höhere Laufbahn (Führungskraft) anstrebt statt einer normaler Sachbearbeitung. Zumal man intern nur kleine Gehaltssprünge macht und extern ist ein IHK Zertifikat fast kaum etwas Wert.
Selbst der Chemietarif unterscheidet zwischen Aus- und Weiterbildung (in diesem Fall IHK Betriebswirt) E9 (Start: 3.575€) / E10 (4.023€) und einem Studium E11 Bachelor (Start: 4.483€) / E12 Master (Start: 4.846€) / Master mit etwas Berufserfahrung 6.667€.
 

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