Ich würde an deiner Stelle - wenn schon Plattform, dann - eher so etwas wie Spontacts nutzen. Da sind zwar auch einige unterwegs, die einer Partnerschaft gegenüber nicht abgeneigt wäre, aber eben weniger verkrampft danach suchen. Vielleicht würde dir das auch helfen, etwas entspannter aufzutreten, wenn eher die gewählte Aktivität als die Person im Fokus steht. Du überlässt dann dem Zufall, wem du begegnest - ich finde das viel spannender als wenn man über diese Tinderkaxxe (sorry) mit einem Wisch-und-Weg unsichtbar gemacht werden kann. Ich habe wirklich noch NIE gehört, dass aus einem Tinder-Date so richtig etwas geworden ist. Entweder waren die Männer nur auf der Suche nach F+ oder aber die Frauen wegen der riesigen Auswahl massiv überfordert. Dazu dann noch die Sorge, dass der sich präsentierende Kavalier sich nicht doch als 25 Jahre älterer, dickwampiger Unästhet erweist.
Deine Selbstbeschreibung klingt nicht unattraktiv. Was ich aber sehr unangenehm fänd als weibliches Gegenstück wäre dein Wunsch, ALLES (du selber hast es auch groß geschrieben) über mich zu erfahren. Wann ich was über mich preisgeben möchte würde allein ich erfahren. Schnell fühlt sich so etwas dann einengend an und ich könnte mir vorstellen, dass so manche Frau dann Atemprobleme bekommt, weil viel zu einengend, und nur noch weg möchte. Das meinte ich auch in einem anderen Beitrag schon mit unentspannt. Indem du gleich alles wissen willst, nimmst du dir doch die Chance auf schöne Überraschungen. Gut möglich, dass deine Zielobjekte dann den Wunsch verspüren, aus der Situation zu flüchten, wieder frei atmen zu können. Das wäre auf jeden Fall etwas, woran du arbeiten könntest.