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Sich nutzlos oder schwach fühlen wegen psychischer Belastung

Ich denke auch, dass jeder sich mal schwach fühlt, das ist normal, wir sind nicht geboren, immer stark zu sein. Nutzlos fühle ich mich nie und ich denke auch, dass man Menschen nicht nach Nutzprinzip beurteilen kann, es sei denn, man sieht Menschen als Objekte, die zu funktionieren haben und nützlich sein müssen.

Leider wurden wohl einigen diese falsche Vorstellung, nämlich nützlich sein zu müssen, eingetrichtert.
 
Ich würde an der Stelle gerne mal wissen, was Ihr meint, was ein Mensch, der einen Nutzen hat für Eigenschaften mit sich bringt. Wie ist dieser Mensch? Was tut so ein Mensch?
 
Ich würde an der Stelle gerne mal wissen, was Ihr meint, was ein Mensch, der einen Nutzen hat für Eigenschaften mit sich bringt. Wie ist dieser Mensch? Was tut so ein Mensch?

Das kommt auf die Situation an.
Ich würde sagen, dass eine nützliche Person dann hilft, wenn sie benötigt wird und mit dem, was benötigt wird.

Wenn man einen guten Rat benötigt, hat jener einen guten Rat. Wenn man eine Reparatur am Auto benötigt, kann der nützliche Mensch es entweder reparieren oder kennt jemanden, der es kann.
Wenn er so lange das Auto kaputt ist gefahren werden muss, fährt jener ihn.
Wenn jemand Begleitung zu einem Platz benötigt, begleitet der jener ihn.

Ein nützlicher Mensch hat immer Zeit für Freunde und Familie und alle Menschen, die ihm am Herzen liegen.
 
Treffer und versenkt. Meine ganze Kindheit war wie so ein Bootcamp und ich musste wegen meinem Vater und seinem hartem Regime immer Höchstleistungen erzielen, damit ich für ihn einen Wert hatte oder Anerkennung erhielt. Ich brachte mal ein Zeugnis mit lauter Einsen und einer Zwei heim...Da hieß es dann nur 'Wieso ist das keine Eins geworden?' :/

Laut meinem Vater hat man nur dann einen Nutzen, wenn man stets mit Höchstleistungen funktioniert. Mit den Folgen dieser "Erziehung" habe ich bis heute zu kämpfen. Es ist ziemlich schwierig sich von sowas frei zu kämpfen. Momentan habe ich wieder so eine Phase, wo ich mich situationsbedingt extrem jämmerlich und nutzlos fühle.

Ich persönliche habe eine ganz andere Definition von "Nützlichkeit." Ich definiere einen Menschen daran, was dieser für Werte in sich trägt und wie er diese zum Ausdruck bringt: Ehrlichkeit, Treue, Loyalität, Empathie, Mitgefühl. Daran messe ich einen Menschen und nicht anhand seiner Leistungen.

Ich denke auch, dass sich ein nützlicher Mensch durch Treue, Loyalität und Mitgefühl auszeichnet und gerade das kann ich nicht so ausleben wegen psychischer Probleme, weil ich keine Energie habe und auch wegen chronischer körperlicher Erkrankung.

Ich war übrigens kein guter Schüler. Meinen Eltern war es natürlich nicht recht, aber sie schoben es zu. Teil auf die Lehrer.
Ich kriegte auch Druck, aber ich weiß auch nicht, was ich an ihrer Stelle getan hätte.

Wenn ich beispielshalber mit den Hausaufgaben und der Hausaufgabenzeit der offenen Ganztagsschule nicht fertig wurde, musste ich es zuhause beenden. Ich wusste manchmal nicht, was ich machen sollte und war sehr traurig, wollte nach draußen um zu spielen.
Das war während meiner Grundschulzeit, als ich ein sehr schlechter Schüler war. Ich fühlte mich wie ein Versager. In der Realschule wurde es dann besser.

Beim nutzlos fühlen geht es mir aber nicht so sehr um Leistung, sondern um Nützlichkeit.
 
Ein nützlicher Mensch hat immer Zeit für Freunde und Familie und alle Menschen, die ihm am Herzen liegen.

Das sehe ich nicht so.

Jeder Mensch hat unterschiedliche "Zeiten", die von den unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen abhängen:

Ein Mensch hat eine Arbeitszeit. In der kann er für den Betrieb für den er arbeitet nützlich sein. Aber man muss nicht immer Zeit haben. Denn man hat ja auch ein Privatleben.

Ein Mensch hat eine Familienzeit. In dieser Zeit und Rolle kann er sich für die Familie einsetzen. Aber man kann nicht immer Zeit haben, weil man zum Beispiel gerade in einer anderen Rolle (z.B. auf der Arbeit) ist. Und man muss auch hier nicht immer Zeit haben.

Ein Mensch hat eine Privatzeit oder eine individuelle Zeit. Diese Zeit hat er frei zur Verfügung für Hobbies, Freunde und dergleichen. Aber man muss nicht immer Zeit für jedes Feld haben. Denn man hat unterschiedliche Interessen. Oder man ist, wie bereits oben beschrieben in einer anderen Rolle (als Arbeitnehmer oder Partner, als Elternteil)

Kann es sein, dass es bei "Nützlichkeit" auch ein bisschen um die Qualität sozialer Kontakte geht? Kann es sein, dass es vielleicht so ist, dass Ihr Euch als qualitativ nicht hochwertiger Kontakt fühlt?
 
Wie meinst du „Qualität sozialer Kontakte“?

Ich bin traurig, weil einem immer wieder vermittelt wird, dass man faul sei, wenn man einfach keine Energie hat (zur Zeit nur jemand anonym in einem Forum).
 
Naja, Qualität meint, weil man, wenn man krank ist eben nicht so viel, so häufig oder aufwendig etwas mit und für andere machen kann. Das hat ja dann auch Einfluss darauf wie andere reagieren.

Ich bin traurig, weil einem immer wieder vermittelt wird, dass man faul sei

Es ganz schwierig die Balance zwischen Einsatz und Ruhe zu finden, gerade, wenn man chronisch krank ist. Ich finde es aber absolut keine Schande, wenn man sagt, dass man nur 15 oder 20 Stunden arbeiten kann. Und Du wärst überrascht wie viele Leute das tun.
 
Naja, Qualität meint, weil man, wenn man krank ist eben nicht so viel, so häufig oder aufwendig etwas mit und für andere machen kann. Das hat ja dann auch Einfluss darauf wie andere reagieren.



Es ganz schwierig die Balance zwischen Einsatz und Ruhe zu finden, gerade, wenn man chronisch krank ist. Ich finde es aber absolut keine Schande, wenn man sagt, dass man nur 15 oder 20 Stunden arbeiten kann. Und Du wärst überrascht wie viele Leute das tun.

Das meintest du! Genau, ich fühl mich als qualitativ nicht so hochwertiger Kontakt.

Ich arbeite Vollzeit, aber jemand in einem Forum hat mir gesagt ich würde nicht den Hintern hochkriegen, weil ich nicht nebenher sonst was im Haushalt machen kann.
Ein Verwandter hat mal gesagt ich sei faul, weil ich ihm geholfen hab und es war nicht gut genug.

Man wird als faul abgestempelt, wenn man nicht noch Weiterbildung neben der Arbeit macht.
 

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