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Sich in der falschen Zeit fühlen

Es gibt einen Punkt, an dem der Wohlstand immer weiter steigt, das Glücksgefühl jedoch nicht. Was u.a. damit zusammenhängt, dass vieles selbstverständlich wird, was früher Mangelware war. Ich streame z.B. auch ganz gern, aber die massive Flut an Medien zerstört meine Wertschätzung für individuelle Kunst. Genauso mit Lebensmitteln, Sozialkontakten oder ideelen Dingen wie Freiheit. Vielleicht würde unser Gesellschaft etwas weniger von allem gut tun. Vielleicht fühlen wir uns verbundener, wenn wir Abhängigkeit und Demut spüren und wären weniger arrogant und selbstgefällig.
 
Das sieht auch nur im Rückblick so aus.
Stichwort Kalter Krieg und Pershing.
Das stimmt, allerdings habe ich im Lauf der Achtzigerjahre eine allmähliche Verbesserung wahrgenommen und eine zunehmend positive Aufbruchstimmung, die dann zum Ende des Jahrzehnts in die Maueröffnung und das Ende des Warschauer Pakts gemündet ist.

Dieses positive Streben nach Veränderung und dem Wunsch nach einem Zusammenwachsen der Menschen über Ländergrenzen hinweg vermisse ich gegenwärtig besonders stark.
 
Das stimmt, allerdings habe ich im Lauf der Achtzigerjahre eine allmähliche Verbesserung wahrgenommen und eine zunehmend positive Aufbruchstimmung, die dann zum Ende des Jahrzehnts in die Maueröffnung und das Ende des Warschauer Pakts gemündet ist.

Dieses positive Streben nach Veränderung und dem Wunsch nach einem Zusammenwachsen der Menschen über Ländergrenzen hinweg vermisse ich gegenwärtig besonders stark.
Bei uns waren die 80er auch Dauerproteste wegen der Pershings und eine Drogenschwemme wegen der GJs.
Aber es war auch schön. Jugendzeiten halt.
Aber so ist es in jeder Zeit.
 
Ich vermisse die Vergangenheit nicht.
Eltern Kriegsgeneration, schwer traumatisiert, alles im Aufbau, Kampf um alles. Wir wohnten, bis ich 10 J. war, mit 6 Personen in einer Dachgeschosswohnung von ca. 50qm, ich mit 3 Brüdern in einem Zimmer. Wäsche wurde noch mit einer Wäscheschleuder geschleudert (die Jüngeren hier werden das nicht kennen). Süßigkeiten, 1 Tafel Schoki, wurde durch alle geteilt, so alle 2 Wochen. Essen war eher sehr einfach.
Klamotten wurde zu Weihnachten geschenkt, ob die einem gefielen oder nicht.

Was ich schön fand war die Kindergemeinschaft, das ganze Dorf in der Pampa spielte täglich zusammen, bis wir abends zum Essen mussten. Es gab keine Handys, also hatten wir pünktlich zu sein.

Jahrzehnte später, im Heute und Jetzt, enorm, was wir für Fortschritte gemacht haben und sehr vieles dadurch vereinfacht und zeitsparend ist. Darauf möchte ich nicht mehr verzichten.

KI und Medien, da bin ich ambivalent, ich kann, muss es aber nicht nutzen und mich überfluten lassen.
Ich bin weder bei Facebook, TicToc oder sonstwo. Ich muss mir bestimmte Dinge nicht antun.

Ein bisschen Nostalgie habe ich mir allerdings bewahrt.
 
Bei uns waren die 80er auch Dauerproteste wegen der Pershings und eine Drogenschwemme wegen der GJs.
Aber es war auch schön. Jugendzeiten halt.
Aber so ist es in jeder Zeit.
Mir geht das viel gelobte über die 80er ziemlich auf den Zeiger. Ich kam es sowieso nicht leiden, wenn immer gesagt wird "früher war alles besser". Es war anders aber mit Sicherheit nicht besser. Wenn ich bedenke was ich heute habe und was ich früher hatte, dann habe ich mich um 100% verbessert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir geht das viel gelobte über die 80er ziemlich auf den Zeiger. Ich kam es sowieso nicht leiden, wenn immer gesagt wrid "früher war alles besser". Es war anders aber mit Sicherheit nicht besser. Wenn ich bedenke was ich heute habe und was ich früher hatte, dann habe ich mich um 100% verbessert.
So geht es mir auch. Ich habe als Kind schon gesehen und erleben müssen, dass das, was heute in den Medien breitgestreut wird, auch damals passierte. Damals hat man zusätzlich noch gerne den Deckel des Schweigens draufgeknallt.
 

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