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sich ab einem gewissen Alter alt fühlen, woher kommt das?

WOher kommt das???

Das kann daher kommen, weil man sich innerlich nicht sehr lebendig fühlt, oder weil die Jugend und die 20er relativ ereignislos an einem vorbei gerauscht sind. Wärst du mit allem, was du in diesen Jahren erlebt und erreicht hast, zufrieden und "erfüllt", würdest du dir über dein Alter kaum einen Kopf machen und dich vor allem nicht mit den viel Jüngeren vergleichen.
 
Inzwischen bin ich, wie Ihr wisst, 67 Jahre. Und ich habe eine Reihe von Wehwehchen. Aber alt fühle ich mich dennoch nicht. Im Kopf fühle ich mich durchaus noch jung und geistig fit.
Mich interessiert die Welt, ich habe Interesse an meiner Umgebung und an dem Geschehen um mich herum. Es gelingt mir immer noch, mit der Generation vor mir und den beiden nachfolgenden Generationen ins Gespräch zu kommen.
Ich erinnere mich an einen Professor meiner Studienzeit, der schon die Pensionsgrenze überschritten hatte, zudem erblindet war, uns aber mit seinem frischen Geist immer wieder faszinierte.
Die meisten von uns hätten seine Enkel sein können.
Die Frische seines Geistes aber und seine Neugier aufs Leben und dem Geschehen in der Welt ließ ihn auf uns wach und frisch wirken.

Burbacher
 
Also ich werde dieses Jahr 52 aber alt fühle ich mich deshalb nicht, ich komme sogar noch alleine auf und vom Motorrad. 😀

Da sind wir gleich alt. Ich selber fühle mich eigentlich nicht alt (die Eigenwahrnehmung hat sich diesbezüglich im Vergleich zu den früheren Lebensjahren nicht geändert). Es ist eher die Zuschreibung von anderen, die einem manchmal das Gefühl geben kann, alt zu sein. Wenn man beispielsweise Pläne hat, die von anderen Leuten mit "Bist du dafür nicht schon zu alt?" quittiert werden...
 
Ich erschrecke mich teilweise, wenn ich mir Menschen in meiner Altersgruppe (Mitte 30) ansehe, die "schlecht gealtert" sind. Die ersten laufen schon mit Bierbauch und Halbglatze rum. Ist deren gutes Recht, aber wenn ich mir dann vor Augen führe, dass die genauso alt sind wie ich... Ui. Ich selber fühle mich nicht alt und habe auch nicht wirklich Angst vorm Altern. Mental fühle ich mich wie 12 und körperlich habe ich keine Beschwerden, die ich früher nicht hatte. Und alles, was ich für mich mit "alt" assoziiere, ist eher was positives. Ich bin z.B. nicht mehr so reizbar wie noch vor 10 Jahren.
 
Ich erschrecke mich teilweise, wenn ich mir Menschen in meiner Altersgruppe (Mitte 30) ansehe, die "schlecht gealtert" sind. Die ersten laufen schon mit Bierbauch und Halbglatze rum. .

Im Gegensatz zum Bierbauch kann man allerdings gegen eine evtl entstehende Halbglatze kaum etwas tun, und wenn man die restlichen Haare kurz hält, sieht es nicht unbedingt blöd aus. Einige meiner damaligen Schulkameraden haben schon mit Anfang 20 eine Halbglatze bekommen, das ist also nicht unbedingt ein Zeichen des Alters.

Es stimmt aber, dass ich teilweise Leute als älter wahrnehme, obwohl sie in Wirklichkeit deutlich jünger sind als ich. Das liegt dann nicht immer nur am Aussehen, sondern auch an der inneren Einstellung oder an einer zunehmenden Trägheit.

Mir fällt auch auf, dass Menschen in meinem Alter sich nur noch vergleichsweise wenig weiterbilden. Ich mache immer mal wieder Sprachkurse, Theaterworkshops, besuche Seminare an der Hochschule etc., und fast immer bin ich mit Abstand der älteste.
 
Als Zeichen meines Älterwerdens stelle ich allerdings bei mir selbst eine zunehmende Nostalgiebereitschaft fest, mit Gedanken an ein gewisses Zurücksehnen in frühere Jahre (weniger bezogen auf mein eigenes Leben als auf die allgemeinen Umstände vor etwa 10 bis 20 Jahren).

Beispielsweise ärgere ich mich über den immer weiter fortschreitenden Verlust typischer Münchner Geschäfte, Cafés, Kinos etc., die allesamt durch gesichtslose Filialen von Großkonzernen ersetzt werden. Alle paar Monate schließt wieder eine weitere typische Münchner "Institution", die man sein Leben lang gekannt und genutzt hat. Mein früheres Lieblingskino - geschlossen. Einige meiner früheren Lieblingscafés - geschlossen. Mein Lieblingsbuchladen - geschlossen. In meine frühere Lieblingsgaststätte in meinem Stadviertel ist eine Lifestyle-Burgerbraterei gezogen. und so weiter...

Natürlich sind solche Veränderungen normal, denn die Welt und die Gesellschaft haben sich immer verändert. Aber dennoch kommt man irgendwann in die Phase, in der man einiges vermisst, was man früher liebgewonnen hatte.
 
Ich bin halt nicht mehr der jüngste. Kennt ihr das?? Ab wann habt ihr euch alt gefühlt?

Ich habe mich im Laufe meines Lebens immer mal dann "alt" gefühlt, wenn es in mir stagnierte - wenn ich meiner Entwicklung selbst im Wege stand.

Aber das gibt sich auch immer wieder wenn ich frischen Wind in meinem Hirn zulasse.
Klar kokettiere ich mit "Alt werden ist nix für Feiglinge" -- wenn mich irgendein Zipperlein einholt oder ich es nicht mehr schaffe meinen Gemüsegarten an einem Tag zu roden etc...
aber damit kokkettiert hab ich mit 40 auch schon ;-)

Für mich sehen nur Menschen alt aus, deren Gesichtsausdruck verkniffen ist und da ist so manche glatthäutige 20-Jährige ein mahnendes Beispiel - es ist schon die innere Einstellung.

Lass dich von deinen Jahren nicht unterkriegen
Je oller je doller ;-)
 
Ich werde dieses Jahr nun schno 32!!! und fühle mich doch langsam oder sicher alt. Wenn ich z.b. die ganzen Jungen im Fitness Studio ansehe. Ich bin halt nicht mehr der jüngste. Kennt ihr das?? Ab wann habt ihr euch alt gefühlt? WOher kommt das???



Bei mir kam ein kurzer Einbruch, als ich 30 wurde. Absurd, denn 30 ist extrem jung. Weiß ich heute mit fast 70....
Siehs gelassen. Auch du wirst merken, dass die beste Zeit noch kommt. 😉
 
Solange man Dir in Bus und Bahn noch keinen Platz anbietet, geht´s noch. 😀


DAS ist heute leider überhaupt kein Kriterium mehr...😱 Als ich kürzlich mit der Bahn fuhr, stieg ein Mann ein, der offenkundig stark gehbehindert war.
Stand jemand auf? (ich stand eh schon, konnte es also nicht).

Ja. Aber nicht die gestylten Jungs und Mädels, die in ihre smartphones vertief waren, nur kurz aufblickten, um dann sich wieder in ihr Gerät zu vertiefen.
Als ich grad eingreifen wollte, erhob sich ein junger Mann, der sicherlich viele Anfeindungen bezüglich seines outfits erlebt: Ein Punk.
Und er bot sofort dem alten Herrn seinen Platz an. Dreimal Daumen hoch!:daumen:
Ja, ich habs ihm gesagt und das ist nicht das erstemal, dass ich erlebe, dass grad diese sog. "Randgruppen" die ersten sind, die helfen und für andere da sind...

Sonst hat NIEMAND reagiert......

Und um auf deinen Einwand zurückzukommen: Ich habe es mehr als einmal erlebt, dass ich mit meinem Hund 20 Minuten fahren musste, sich Kids um Kids vor mir auf einen Platz drängelten, ohne auf die Idee zu kommen, dass vielleicht es gut gewesen wäre, wenn ich mich mit dem Tier hätte setzen können..... 😱
 

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