in der #me too-Debatte ging es nicht nur um sexuelle Übergriffe jeglicher Art von Frauen. Da konnten sich auch Männer zu Wort melden.
Haben wenige getan, zumindest wenig heterosexuelle Männer.
Den Lauten haben dann nur die misogynen und homophoben Armleuchter gemacht, die sofort auf den Frauen herumhacken mussten. Die machen sich ja auch hier gerne in solchen Threads breit.
Und klar, wenn in Gerichtsverhandlungen gerne zuallererst gefragt wird, was eine vergewaltigte Frau denn getragen hat, wie sie geschminkt war, was sie an dem Tag gemacht hat und ob das vielleicht nicht doch einvernehmlich war...
dann ist das zusätzlich zu der Mär von Männern die nicht vergewaltigt werden "können" und dass sie tough zu sein haben, eine echte Hürde.
Gebaut von ihren eigenen Geschlechtsgenossen.
Denn wenn bei einer Frau, der Risse im Intimbereich genäht werden mussten, noch nachgehakt wird, ob Lippenstift und ein Spaghettiträgertop im Hochsommer nicht allzuviel Bereitschaft zum Koitus signalisieren...
wie soll sich dann ein Mann ermutigt fühlen, sich gegen die Kollegin zu wehren, die ihm in der Teeküche regelmäßig an den Hintern oder in den Schritt greift und anzügliche Bemerkungen macht?
Gibt es und nicht selten. Aber mehr als betroffene Männer dazu einladen, sich an Opferkampagnen zu beteiligen und klarzustellen, dass sexuelle Belästigung immer ein großes Problem ist und an der Wurzel und im Frühstadium gepackt werden muss, können wir Frauen auch nicht tun.
Zeigt Euch, redet, ermächtigt Euch. Nehmt die Opferrolle und klatscht sie Euren Tätern links und rechts um die Ohren.