Deswegen: Sinnlos drüber zu reden, solange der/die Partner(in) kein Interesse daran hat.
Ist es wirklich sinnlos, sich darüber im Klaren zu werden, was man will und was nicht? Und erwächst nicht genau daraus das "Futter" für die eigene Hoffnung?
Als ich angefangen habe zu begreifen, wie sehr ich mich manchmal von den eigenen "Gründen" und denen der anderen, einbremsen lasse, bin ich erschrocken. Wofür soll ich denn noch alles verantwortlich sein?! Aber im Laufe der Zeit habe ich dies nicht mehr so sehr als Belastung verstanden, sondern als Möglichkeit begriffen.
Mit dem einen Menschen lassen sich extatische Momente erleben, mit dem anderen gelingt das nicht so gut. Manchmal kann ich mich "einlassen", manchmal nicht wirklich. Aber dass dafür irgendwelche "Energieströme" verantwortlich wären, dafür habe ich keinerlei Beweise gefunden und natürlich auch keine Gegenbeweise.
Ich bin ein mittelmäßiger Tänzer. Aber an einem Abend kam Tango an die Reihe. Meine Partnerin und ich haben furchtbar gestritten. Und doch hat auf einmal alles zusammen gepasst. Es war ein unglaubliches Gefühl der Anspannung und Freude und wir hatten die halbe Tanzfläche für uns alleine. Ich möchte gerne glauben, dass so etwas einfach auch möglich ist, weil wir unsere inneren Widerstände, Feigheiten und Faulheiten aufgeben können, um wirklich im Moment zu leben, mit allen Sinnen dabei zu sein. Ja, ich will kein Blatt in einem energetischen Fluss sein, das erst von einem selbsternannten Guru auf seine Umwege gebracht werden muss und dafür bezahlt werden will. Darf und sollte denn wirklich alles mit Geld bewertet werden? Denn DAMIT reduzieren wir alles auf dieses Niveau.
Der Trick so vieler erfolgreichen Verkäufer ist, den Kunden glauben zu machen, dass er "das", was immer es auch sein mag, nicht ohne ihn und sein Produkt kann. Und wie oft habt ihr nicht schon festgestellt, dass dieses Produkt nur "5 Minuten Vorsprung" bedeutet? Ja, es gibt immer etwas zu lernen, aber ich will mich dabei nicht entmündigen und mir einen Ring durch die Nase treiben lassen, denn dann komme ich nur so weit, wie der, der an diesem Ring zieht. Ich denke, dass wir alle mehr drauf haben als das, wofür diese Jungs und Mädels unser Geld wollen.
Wenn ich all das "Gedöns" weg lasse, dann bleibt aus meiner Sicht die Bereitschaft, sich selbst nicht zu verstecken und sich auf den anderen einzulassen und der Mut, zu erleben, was daraus entsteht. Das können echte Wunder sein und darüber lohnt es, sich auszutauschen.