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Selbstständig machen?

JulianMarcus

Mitglied
Guten Tag alle,

ich arbeite jetzt schon seit ein paar Jahren als Softwareentwickler in einer IT Firma und
eigentlich bin ich mit meinem Job auch sehr zufrieden, aber ich habe schon seit
einiger Zeit Lust mich als Freelnacer einfach Selbständig zu machen, zum einen gibt es
auf verschiedenen Plattformen eine Menge Aufträge, auf welche man sich bewerben kann
und man ich kann so eben mehr Geld verdienen.
Bin mir aber noch unsicher mich komplett Selbstständig zu machen.
Was meint ihr, soll man es einfach wagen?
 
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Re: Selbstständig machen?
Da es für die großen Aufträge mehr als genug Firmen gibt, würden nur die kleinen Aufträge übrig bleiben. Da ist dann die Frage
a) ob sich das auf Dauer finanziell trägt
b) ob es zukünftig überhaupt noch Bedarf für kleinere Programmierfirmen gibt

Ich denke in nicht allzu ferner Zukunft (vielleicht zehn Jahre) wird eine nicht unerhebliche Menge von kleinen Anwendungsprogrammen von KIs geschrieben werden. Übrig bleiben dann die großen, komplexen Programme die eine KI noch nicht programmieren kann, für die deine Firma dann aber auch mit den heute schon großen Firmen konkurrieren müsste.

Der IT-ler der Zukunft wird denke ich auch eher wenig selbst programmieren, sondern eher das Programm designen damit eine KI das umsetzt. Er bügelt dann nur noch die Falten aus. So wie es heute auch praktisch keine Portraitmaler mehr gibt, stattdessen Portraitfotografen die dann das Bild noch nachbessern.

Mir wäre das mit der Selbstständig zu unsicher.
 
Meine Tipp: Die Arbeitszeit als Angestellter reduzieren und nebenher versuchen, ob du Kunden findest für das, was du kannst. Das ist entspannter, risikoärmer und gibt dir mehr Zeit. Musst es halt mit dem Arbeitgeber vorab besprechen – evtl. nicht grade im gleichen Bereich die selbständige Sache promoten, sondern vielleicht in einem Spezialbereich.
 
Soweit ich weiß ist es in dieser Branche üblich, nach ein paar Jahren in die Selbstständigkeit zu gehen, da die Einnahmen ungleich höher sind. Man sammelt also bei Firma Y zuerst die nötige Erfahrung und kann sich die Kunden später quasi selbst aussuchen.
Suche Dir vorher unbedingt einen guten Steuerberater; die meisten Selbstständigen scheitern meist 2-3 Jahre später, weil sie mit dem Papierkram nicht klarkommen.
 
Hallo,

den Ratschlag weiter oben von Werner hätte ich auch gegeben.

Aber was spricht gegen deine aktuelle Firma?
Du bekommst dein Gehalt.
Wahrscheinlich 40 Stunden Woche.

Da kannst du in der Woche nebenbei für ein paar Stunden arbeiten.
 
Meine Tipp: Die Arbeitszeit als Angestellter reduzieren und nebenher versuchen, ob du Kunden findest für das, was du kannst. Das ist entspannter, risikoärmer und gibt dir mehr Zeit. Musst es halt mit dem Arbeitgeber vorab besprechen – evtl. nicht grade im gleichen Bereich die selbständige Sache promoten, sondern vielleicht in einem Spezialbereich.

So würde ich es auch machen.
Dein AG muss die Nebentätigkeit genehmigen! Das muss bei ihm angemeldet werden. Und natürluch musst du das anmelden und eine Steuererklärung machen, wenn du unter dem zu versteuernden Betrag bleiben solltest.
 
Fit in Kundenaquise, Buchhaltung, Organisation, Kundenbindung, für den Anfang Steuer, ...?
Als Selbständiger brauchst du das ganze Paket.

Wärst du dir sicher, wärst du bereits gesprungen. Was fehlt dir dazu noch?
 
Guten Tag alle,

ich arbeite jetzt schon seit ein paar Jahren als Softwareentwickler in einer IT Firma und
eigentlich bin ich mit meinem Job auch sehr zufrieden, aber ich habe schon seit
einiger Zeit Lust mich als Freelnacer einfach Selbständig zu machen, zum einen gibt es
auf verschiedenen Plattformen eine Menge Aufträge, auf welche man sich bewerben kann
und man ich kann so eben mehr Geld verdienen.
Bin mir aber noch unsicher mich komplett Selbstständig zu machen.
Was meint ihr, soll man es einfach wagen?

Selbständigkeit birgt immer Risiken ich weiß wovon ich rede war ich doch viele Jahre in der Agrarbranche selbständig.

1. Marktsondierung/Spezialisierung
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit an größere Aufträge zu kommen auch Dauer bzw. mehrfach
2. Wie hoch wäre das Investitionsvolumen.
3. Hast du Rücklagen für den Start und wenn ja wie lange halten diese vor
4. Krankenkasse/Rente
5. Werbung ganz wichtig zur Kundenaquise
Hier musst du dich selber Versichern und einzahlen das kann in der Summe schonmal über 1000€/mtl sein je nach Versicherung, Betriebshaftlich auch wichtig.

Kosten/Nutzenrechnung
Hier wäre es hilfreich alle Posten ohne jede Ausnahme in die Rechnung mit einzubeziehen.
Umsatz/Unkosten/Steuern/Versicherungen/Rente/Betriebsmittel/Technik.
Wichtig ist das du hier realistisch bleibst lieber zu tief als zu hoch ansetzen

Es gibt die sgn. Ansparabschreibung, diese ermöglicht es dir Technik schon fünf Jahre vor Erwerb und Inbetriebnahme steuerlich abzusetzen. Aber Vorsicht. Im 5. Jahr muss die Anschaffung getätigt werden und auch in Betrieb gehen sonst musst du die Steuer nachträglich entrichten.

Zudem musst du dir selber ein Gehalt zahlen bist du Geschäftsführer setzt das Finanzamt hier in der Regel 5.000€/mtl als Grundlage fest, die musst du erst mal verdienen.

Als Unternehmer unterliegst du der doppelten Buchführung, wenn das Unternehmen nach 5 Jahren nicht genug abwirft unterstellt dir der Fiskus Liebhaberei das war es dann.
 

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