deadwood
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Hallo,
ich kann die Schwierigkeiten gut nachvollziehen,
obwohl ich selbst weder das Physikstudium noch die Situation in Österreich kenne.
Ich selbst hatte ein technisches Studium (viel Mathe, Mechanik, Numerik etc.) an der TU Berlin absolviert, allerdings auch nicht in der Regelzeit,
wie laut Prüfungsordnung vorgesehen und zudem zu einer Zeit zu der Ablenkungen durch z.B. das Internet noch sehr gering waren (Internet war praktisch auf wissenschaftliche Bereiche beschränkt, PCs noch unbezahlbar).
Ich muss zugeben, dass wenn mich mein Fach nicht bzw. nur am Rand interessiert hätte, das ganze eine entsetzliche Quälerei geworden wäre.
Leider sind die Prüfungsordnungen (was die Regelstudienzeit angeht) insofern wesentlich regider geworden, als dass man mit horrenden Studiengebühren und Zwangsprüfungen heute wohl drangsaliert wird.
Ich halte diese Entwicklung sowie die Marktausrichtung der Universitäten hin zu Durchlauferhitzern eher für einen Fehler.
Letztlich sollte in erster Linie das Interesse der Studierenden am Fach ausschlaggebend sein.
Am momentanen Zeitgeist lässt sich aber wohl kaum etwas ändern,
obwohl sich die Gesellschaft, die angeblich soo dringend Ingenieure, Mathematiker, Physiker und Techniker braucht,
dadurch dass sie potentielle Absolventen in diesen Fächern verschreckt oder sich deren entledigt,
nur selbst schadet.
In Deiner Situation kann ich Dir wirklich nur raten, es nicht als Einzelkämpfer zu versuchen,
sondern die Zusammenarbeit mit Kommilitonen zu suchen.
Wenn man in den Übungen und Tutorien verschüchtert zwischen hunderten
von Leuten sitzt und niemand eine Frage stellt,
bekommt man leicht den trügerischen Eindruck,
alle anderen hätten keinerlei Probleme mit dem Stoff und nur man selbst
sei offenbar für das Fach nicht geeignet.
Völliger Blödsinn!
Das erfolgreiche Bestehen eines Uni-Studiums ist allein ein organisatorisches Problem, das von jedem mit durchschnittlicher Intelligenz zu bewältigen ist.
Suche Anschluss!
Schau/hör Dich um nach Arbeitsgruppen.
Geh auf andere in den Tutorien zu, die Dir sympatisch erscheinen
und frage, ob sie nicht mit Dir zusammen auf diese Klausur oder jene Prüfung hin lernen wollen oder sei es nur für die nächste Hausarbeit.
Es ist unglaublich erleichternd festzustellen, wie die anderen mit exakt denselben Problemen kämpfen.
Ich kann mich erinnern, dass das Lernen oder Anfertigen von Hausaufgaben in der Gruppe regelrecht Spaß gemacht hat,
nachdem man erst die richtigen Leute kennengelernt hatte.
Ausreichend Kaffee vorausgesetzt, konnte man sich so sogar die eine oder andere Nacht äusserst produktiv um die Ohren schlagen.
Ich weiss nicht, wie es bei den Physikern an Deiner Uni aussieht,
aber in meinem Fach gab es sogar von älteren Kommilitonen durchgeführte
Einführungsveranstaltungen, wo extra auf studentische Arbeitsgemeinschaften und -säle hingewiesen wurde.
Dort lagen sogar Prüfungskarteien mit Gedächtnisprotokollen erfolgreich absolvierter Prüfungen aller möglichen Fächer und Jahrgänge vor.
Es mag zwar in der Masse der Studenten auch einige erfolgreiche Einzelkämpfer oder Überflieger geben,
aber die überwiegende Mehrheit werden sicherlich Leute wie Du mit ähnlichen Motivationsschwierigkeiten sein.
Nicht nur macht es in einer Gruppe einfach mehr Spaß,
man kann sich auch gegenseitig anspornen und bei Bedarf in den A**** treten.
Also Kopf hoch...
ich kann die Schwierigkeiten gut nachvollziehen,
obwohl ich selbst weder das Physikstudium noch die Situation in Österreich kenne.
Ich selbst hatte ein technisches Studium (viel Mathe, Mechanik, Numerik etc.) an der TU Berlin absolviert, allerdings auch nicht in der Regelzeit,
wie laut Prüfungsordnung vorgesehen und zudem zu einer Zeit zu der Ablenkungen durch z.B. das Internet noch sehr gering waren (Internet war praktisch auf wissenschaftliche Bereiche beschränkt, PCs noch unbezahlbar).
Ich muss zugeben, dass wenn mich mein Fach nicht bzw. nur am Rand interessiert hätte, das ganze eine entsetzliche Quälerei geworden wäre.
Leider sind die Prüfungsordnungen (was die Regelstudienzeit angeht) insofern wesentlich regider geworden, als dass man mit horrenden Studiengebühren und Zwangsprüfungen heute wohl drangsaliert wird.
Ich halte diese Entwicklung sowie die Marktausrichtung der Universitäten hin zu Durchlauferhitzern eher für einen Fehler.
Letztlich sollte in erster Linie das Interesse der Studierenden am Fach ausschlaggebend sein.
Am momentanen Zeitgeist lässt sich aber wohl kaum etwas ändern,
obwohl sich die Gesellschaft, die angeblich soo dringend Ingenieure, Mathematiker, Physiker und Techniker braucht,
dadurch dass sie potentielle Absolventen in diesen Fächern verschreckt oder sich deren entledigt,
nur selbst schadet.
In Deiner Situation kann ich Dir wirklich nur raten, es nicht als Einzelkämpfer zu versuchen,
sondern die Zusammenarbeit mit Kommilitonen zu suchen.
Wenn man in den Übungen und Tutorien verschüchtert zwischen hunderten
von Leuten sitzt und niemand eine Frage stellt,
bekommt man leicht den trügerischen Eindruck,
alle anderen hätten keinerlei Probleme mit dem Stoff und nur man selbst
sei offenbar für das Fach nicht geeignet.
Völliger Blödsinn!
Das erfolgreiche Bestehen eines Uni-Studiums ist allein ein organisatorisches Problem, das von jedem mit durchschnittlicher Intelligenz zu bewältigen ist.
Suche Anschluss!
Schau/hör Dich um nach Arbeitsgruppen.
Geh auf andere in den Tutorien zu, die Dir sympatisch erscheinen
und frage, ob sie nicht mit Dir zusammen auf diese Klausur oder jene Prüfung hin lernen wollen oder sei es nur für die nächste Hausarbeit.
Es ist unglaublich erleichternd festzustellen, wie die anderen mit exakt denselben Problemen kämpfen.
Ich kann mich erinnern, dass das Lernen oder Anfertigen von Hausaufgaben in der Gruppe regelrecht Spaß gemacht hat,
nachdem man erst die richtigen Leute kennengelernt hatte.
Ausreichend Kaffee vorausgesetzt, konnte man sich so sogar die eine oder andere Nacht äusserst produktiv um die Ohren schlagen.
Ich weiss nicht, wie es bei den Physikern an Deiner Uni aussieht,
aber in meinem Fach gab es sogar von älteren Kommilitonen durchgeführte
Einführungsveranstaltungen, wo extra auf studentische Arbeitsgemeinschaften und -säle hingewiesen wurde.
Dort lagen sogar Prüfungskarteien mit Gedächtnisprotokollen erfolgreich absolvierter Prüfungen aller möglichen Fächer und Jahrgänge vor.
Es mag zwar in der Masse der Studenten auch einige erfolgreiche Einzelkämpfer oder Überflieger geben,
aber die überwiegende Mehrheit werden sicherlich Leute wie Du mit ähnlichen Motivationsschwierigkeiten sein.
Nicht nur macht es in einer Gruppe einfach mehr Spaß,
man kann sich auch gegenseitig anspornen und bei Bedarf in den A**** treten.
Also Kopf hoch...