sind das gründe die eigene mutter zu schlagen?
ob die mutter ein notnagel ist, ist lediglich deine vermutung. keiner weiß, wie die beziehung ist. aber alle mischen sich ein. die mutter ist zu bedauern.
Warum ist die Mutter zu bedauern, wenn sie sich freiwillig mit einem im Casino spielenden Drogen- und Alkoholkonsumenten abgibt, der noch dazu ein mit einer anderen Frau verheirateter Familienvater von zwei Kindern ist? Dass die Mutter des TE zu bedauern ist, ist
deine Vermutung. Wer hat sie denn gezwungen, sich so einen Partner auszusuchen?
Warum berücksichtigst du nicht die Überforderungssituation, in der sich der TE seit Jahren befindet? Möchtest du mit ihm tauschen? Warum bedauerst du nicht den TE, der von seiner Mutter mit Suiziddrohungen erpresst und um eine unbeschwerte Jugend gebracht wird? Der
TE hat hier um Hilfe ersucht und nicht die Mutter. Ist der Auszug eines erwachsenen Sohnes, der es nicht länger erträgt, dass sie mit einem charakterlich mehr als fragwürdigen Typen zusammen ist, etwa ein Grund, ihn mit Selbstmorddrohungen zu erpressen und dadurch an sich zu binden? Wenn der TE bei ihr wohnen bleibt, wirkt sich die Entscheidung seiner Mutter, die offenbar lebensuntüchtig ist und ohne sog. "Partner" (egal, was für einen) nicht klarkommt, auch auf sein Leben nachteilig aus.
Mir tut die Mutter nicht Leid. Den indiskutablen, für eine Partnerschaft denkbar ungeeigneten Typen hat sie sich selbst ausgesucht und andere sollen es ausbaden. Sie sollte erst mal lernen, auf eigenen Beinen zu stehen und auch ohne "Partner" mit dem Leben zurecht zu kommen. Dann zieht sie auch eher seriöse, zuverlässige Männer an, mit denen eine gute Partnerschaft möglich ist. Und emotionale Erpessung mit Simulieren von Ohnmachtsanfällen oder sogar mit Suiziddrohungen, noch dazu gegenüber den eigenen Kindern, finde ich einfach nur widerlich. Sie tut ihrem Sohn damit auf Dauer etwas viel Schlimmeres an, als er ihr angetan hat, weil er ein einziges Mal nach jahrelanger Überforderung aus Verzweiflung die Nerven verloren hat und handgreiflich geworden ist. Toll sind solche "Handgreiflichkeiten" (was auch immer im Einzelfall vorgefallen sein mag) sicher nicht; es wird dem TE auch schon oft genug Leid getan haben, dass es überhaupt dazu gekommen ist. Aber es ist in Anbetracht der geschilderten Gesamtsituation zumindest nachvollziehbar, wenn auch natürlich nicht gutzuheißen.
Ich halte es für sehr selbstgerecht zu behaupten, einem selbst könne so etwas in einer vergleichbaren Situation nie passieren. Jeder kann nach jahrelanger psychischer Überforderung mal die Nerven verlieren; dann muss man alles tun, damit so etwas nie wieder vorkommt. Es ist ja nicht so, dass der TE seine Mutter regelmäßig verdreschen würde und auch noch stolz darauf wäre. Der TE sucht hier Hilfe - wahrscheinlich u.a. genau deswegen, weil er entsetzt über diesen Vorfall ist und nicht will, dass so etwas noch mal vorkommt - und keine Schuldzuweisung und Verurteilung. Ist das eine Art, mit jemandem umzugehen, der ganz neu im Forum ist und sich hier Zuspruch, Verständnis und Unterstützung erhofft hat?
Wer weiß, ob so mancher User hier, der sich für moralisch "besser" hält und sich herausnimmt, den TE abzukanzeln, sich in einer vergleichbaren Situation überhaupt so viel Sorgen um seine eigene Mutter machen und hin und her überlegen würde, wie man ihr helfen kann, damit ihr Leben nicht komplett den Bach runter geht.