Ich war heute sogar mal einen halben Tag auf der Arbeit...war zwar am Anfang schwer, ein stückweit "Normalität" zu zulassen, aber im Endeffekt tat es mir doch gut. Wenigstens die paar Stunden. Und Arbeit ist mehr als genug da...
Guten Morgen, Stefan,
ich möchte dich darin bestärken, mehr von dem
zu machen, was dir gut tut - auch und gerade,
wenn es nichts mit dem Abschied deines Freundes
zu tun hat. Suizide haben durch ihre Ungeheuer-
lichkeit die Tendenz, soghaft zu wirken und die
ganze Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu
ziehen, die davon betroffen sind. Aber der Tod
darf nicht das Leben blockieren, er kann uns zum
Innehalten und Besinnen, zur Neuorientierung und
zur Bewusstwerdung dienen - aber er darf uns
nicht beherrschen, uns entmutigen. Dagegen,
denke ich, sollten wir uns freundlich wehren, mit
allem, was hilft. Du hast ja deinen Freund auch
in seinem Leben geliebt, nicht dadurch, dass er
tot ist. Und indem du etwas von dem Lebendigen,
das er dir schenkte, bewahrst, bewahrst du auch
etwas von seinem Leben und seiner Person.
Das wünscht dir von Herzen,
Werner