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Selbstmord meines Partners

Lieber Stefan,

du beweist für deine jetzige Situation viel Stärke!
Ich wünsche dir weiterhin, viel Kraft und Mut..die weiteren Tage/Wochen zu bestreiten.

Wenn du möchtest kannst du dich gerne jederzeit per PN melden.

Lg doofi
 
Ich war heute sogar mal einen halben Tag auf der Arbeit...war zwar am Anfang schwer, ein stückweit "Normalität" zu zulassen, aber im Endeffekt tat es mir doch gut. Wenigstens die paar Stunden. Und Arbeit ist mehr als genug da...

Guten Morgen, Stefan,
ich möchte dich darin bestärken, mehr von dem
zu machen, was dir gut tut - auch und gerade,
wenn es nichts mit dem Abschied deines Freundes
zu tun hat. Suizide haben durch ihre Ungeheuer-
lichkeit die Tendenz, soghaft zu wirken und die
ganze Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu
ziehen, die davon betroffen sind. Aber der Tod
darf nicht das Leben blockieren, er kann uns zum
Innehalten und Besinnen, zur Neuorientierung und
zur Bewusstwerdung dienen - aber er darf uns
nicht beherrschen, uns entmutigen. Dagegen,
denke ich, sollten wir uns freundlich wehren, mit
allem, was hilft. Du hast ja deinen Freund auch
in seinem Leben geliebt, nicht dadurch, dass er
tot ist. Und indem du etwas von dem Lebendigen,
das er dir schenkte, bewahrst, bewahrst du auch
etwas von seinem Leben und seiner Person.

Das wünscht dir von Herzen,
Werner
 
Hallo Stefan,
es tut mir sehr leid was Dir passiert ist. Ich habe meinen Lebensgefährten vor 8 Wochen verloren durch einen Brand bei uns im Haus.

Mein Partner war auch depressiv und es war nicht immer einfach mit ihm. Ich denke einfach unser Weg ist vorbestimmt beginnend mit unserer Geburt. Ich habe viele Zeichen von meinem Lebensgefährten nach seinem Tod bekommen, achte mal drauf, vielleicht bekommst Du auch Zeichen oder hast sie schon bekommen und nicht wahrgenommen.

Ich habe meinem Freund auch einen Brief, Kleidung, Foto's von seiner Tochter und mir und unseren Hunden in den Sarg gelegt.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die Beerdigung und die Zeit danach. Du kannst Dich jederzeit auch bei mir per PN melden.

Du darfst Dir alle Zeit der Welt zur Trauer lassen. Du darfst weinen. Du darfst schreien. Du darfst die große Frage nach dem Warum in den Himmel schreien. Und Du darfst dem ganz tief nachspüren in Deiner Seele, wie sehr Du ihn vermisst. Auch wenn Du es so empfindest, stimmen drei Dinge so nicht. "Zuhause" ist da, wo Du bist. "Zuhause" ist da, wo Du Dich hinsetzt und Deinen Gedanken nachgehst. Wo Du an ihn denkst, an die gemeinsame Zeit, an das, was Ihr getan habt, erlebt habt, gewollt habt. Darum hast Du auch noch einen Lebensgefährten. Wenn Du in Dich hineinhorchst, wirst Du wissen, was Ihr gemeinsam in so einer Situation gemacht hättet. Was er Dir von sich gegeben hat, es ist da und wird Dich immer begleiten und ein Halt und Trost sein können. Dein Freund ist da, er lebt mit und in Dir, er begleitet Dich - nur anders. Gib dem Tod nicht die Macht, dieses schöne Wissen, diese Eure gemeinsame Kraft in Trauer und Apathie zu verwandeln. Genau darum gib auch nicht Eure Träume auf. Hauch ihnen Leben ein, lass sie so wahr werden, wie sie möglich sind, in veränderter Form. Sie waren gut für Euch, sie werden gut für Dich sein. Sie sind ein Ziel, auf das Du zugehen kannst. Gib dem Tod nicht die Macht, Eure Träume platzen zu lassen.

Tod und Leid können nur die Macht über Dich und Euch gewinnen, die Du ihnen zugestehst.

Liebe Grüße,
Karin




Liebe Grüße,
Karin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stephan!
Möchte dir sagen wie leid mir das alles tut. Ich bin in der selben lage wie du. Mein Mann hat sich am 11.11. in unserem Garten erhängt und ich habe ihn gefunden. Unser Haus ist erst fertig geworden und mein Wunsch nach einem Dachfenster über dem Bett zum Sterne gucken ist jetzt für mich zum Alptraum geworden.Wir kannten uns 23 Jahre. Vor 6 Jahren der erste Infarkt und immer kam noch mehr dazu, aber wir schafften es immer und immer wieder. Im Mai diesen Jahres hatte er eine große Herz OP und anschließend Reha. Ja und dann kamen die Depresionen.Nur wär das selbst erlebt hat, weiß wie schlimm so etwas wirklich ist. Wie chancenlos der Partner ist. Ich konnte wählen zwischen erdrückender Liebe, Wut, Eifersucht und Kontrollzwang. Fast hätte ich es nicht geschafft. Ich habe in dem halben Jahr 30kg abgenommen.Das alles wird dir nicht viel helfen, aber du sollst wissen, das du nicht alleine bist. Ich habe mir Hilfe bei einer Psychologin gesucht. Gehe da jede Woche hin. Sie baut mich zumindest für ein paar Stunden auf. Habe zum Glück noch unser Jack Russel Mädchen, mit der ich Gassi gehen muß. Sonst würde ich wohl nicht vor die Tür kommen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, das alles durch zu stehen.Ingrid
 
Rat kann nicht nicht geben, aber die Trauer nachvollziehn.

Es wird für den TE schwer sein was zu tun was ihm gut tut.
Er kann nichts für die Situtation und hätte alles getan.

Ich kann Dir nur mein Beileid ausdrücken und hoffe das die Unfairness des Lebens Dich bald loslässt, überseh bitte wie
einige Menschen in einer solchen Situation nicht, das auch andere dich brauchen.

Trotz allem, schöne Feiertage.
 
ich habe dein erlebniss mit großem interesse gelesen, ich heiße frank und habe meinen freund, mit dem ich 20 jahre gelebt habe, und wir uns sehr geliebt haben, tod in unserer gemeinsamen wohnung vorgefunden. du kannst mich gerne kontaktieren
liebe grüße, frank
 
Hey,

auch ich habe im Februar dieses Jahres meine langjährige Lebensgefährtin verloren.Allerdings nicht durch Suizid,aber meine Trauer ist allgegenwärtig.Wir waren 34 Jahre zusammen.

Ich kann Dich s e h r gut verstehen und kenne die Stationen,die uns begleiten.Ich bin gerade dabei,sie (gedanklich)zu fragen,was ICH falsch gemacht habe,-oder warum es so gekommen ist.

Meine Schuldgefühle sind enorm!Auch wenn ich damit nichts mehr ändern kann.Der Abschied in der Klinik war unheimlich,als zwei Aerzte sagten,es gehe in Kürze zu Ende.In der Nacht verstarb sie.

Man rief mich nicht,weil sie schon verstorben war.Seit Februar weiss ich heute noch nicht,ob ich nur noch funktioniere und in einem Alptraum bin.Die Realität ist mir (noch immer) ein Horror.

Ich hoffe für Dich,dass Du das packst! Du kannst Deinen Freund in Deiner Seele behalten und doch weiterleben:sicher wollte er nicht,dass Du wegen seinem Tod verzweifelst!

Sehr herzlich,Vindobona
 
Hallo Vindobona,

weisst Du, dass es total unnötig ist Schuldgefühle zu haben für einen Partner, der verstorben ist? Denn soetwas wie Schuld gibt es nicht, sie ist eingebildet und ist ein Dogma aus alten zeiten, die als emotion immernoch in unserer dna vorhanden ist, überflüssigerweise. aber einstellungen kann man in jedem moment ändern. die person, die den körper verlassen hat, gestorben ist, wie man es nennt, hat nur einen übergang gemacht zu einer anderen verkörperung. wenn du das verstehen willst, dann kaufe dir das weisse buch (ramtha), dort wird alles erläutert. wenn du das buch gelesen hast, dann hast du verstanden, was tod bedeutet und dass es nur gründe gibt das leben zu leben und nicht in die vergangenheit zurückzukehren und zu bedauern, dass dies und das passiert ist. es gibt dann nur noch das jetzt und die potentielle zukunft.

gott segne dich,

LTTW
 
Natürlich gibt es Schuld. In diesem Zusammenhang hier nicht. Aber generell schon. Was für ein wirres Geschwafel. Machst du Bücherwerbung oder was?
 

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