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Selbstmord meines Partners

G

Gast

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Hallo,
ich bin am verzweifeln! Ich hatte am Dienstag das letzte Mal Kontakt zu meinem Lebensgefährten, donnerstags hatte ich ihm eine E-Mail geschrieben und eine SMS, beides kam nicht an. Gut, das mit der E-Mail war öfters so, weil unsere beiden Accounts irgendwie Probleme damit hatten. Sein Handy war ebenfalls ausgeschaltet. Freitags hab ich ihm dann eine E-Mail von einem anderen Account geschickt, welche auch ohne Fehlermeldung durch kam. Handyanrufe ebenfalls vergeblich. Da habe ich mir bereits Sorgen gemacht, weil welchen rationalen Grund soll es geben, dass er mehrere Tage sein Handy aus hat (er benutzt es als Wecker) und keine E-Mails checkt? Freitag Abend war ich dann bei ner Freundin Raclette machen, er wusste dass ich da eingeladen bin und er hätte mitkommen können. Wirklich wohl hat er sich dabei nie gefühlt, also dachte ich "OK, hat wohl keine Lust"...die Nacht über konnte ich nicht schlafen und bin morgens um 06.00 aufgewacht. Unter Tränen bin ich dann zu ihm gefahren, weil ich richtig Angst hatte...während der Autofahrt hatte ich schon die Gedanken "irgendwas ist passiert, hoffentlich ist er nicht tot"...als ich dann sein offenes Fenster gesehen habe, war ich beruhigt. Scheinbar ist er gerade aufgestanden, sein Briefkasten war ebenfalls nicht großartig gefüllt. Als ich dann endlich bei ihm aufm Gang war (Studentenwohnheim), bemerkte ich dass seine Tür nicht abgeschlossen war. Sein Zimmer war so aufgeräumt wie noch nie und er saß aufrecht im Sofa mit etwas grünen über dem Kopf. Ich dachte das ist vielleicht ein Handtuch oder ein Waschlappen, hat er Kopfweh oder Fieber?! Dann bemerkte ich, dass es eine grüne Plastiktüte war...ich habe sie ihm runtergerissen und Puls gefühlt. Er war bereits ganz kalt und hart, seine Augen aufgerissen und ins leere starrend...Fremdeinwirkung ist ausgeschlossen seitens der Polizei. Ich weiß er war depressiv, aber in letzter Zeit lief es doch so gut. Wir waren Montag noch gemeinsam ne Wohnung angucken und hatten uns einen schönen Tag gemacht, haben dienstags telefoniert, wo er mir sagte dass er mich liebt. Wir sind seid 5 1/2 Jahren zusammen, ich habe meine Zukunft mit ihm geplant. Mit einem Schlag alles weggewischt...was soll ich denn jetzt machen?! Mit wem verbringe ich meine Wochenenden, mit wem geh ich ins Museum, wer umarmt und liebt mich. Mit wem koche ich gemeinsam, mit wem trinke ich eine gute Flasche Wein? Wie konnte er mir das antun? Ich weiß, dass er sehr viel Stress an der Uni hatte, wie oft habe ich ihm gesagt, er solle ein Urlaubssemester machen oder auch abbrechen, wenn er nicht glücklich ist?! Er war immer so ehrgeizig...bei allem.

Und jetzt die ganzen quälenden Fragen. Hätte ich ihn dienstags gleich aufs Raclette nochmal ansprechen sollen? Hätte ich mit ihm ausmachen sollen, dass ich ihn donnerstags besuche? Wär es soweit gekommen, wenn ich noch mehr auf ihn eingegangen wäre? Es gab immer ein paar Knackpunkte in unserer Beziehung, die ihn gestört hatten. Hätte ich dabei mehr auf ihn zugehen sollen? Ich kann noch nichtmal auf irgendjemanden sauer sein...ich liebe ihn doch. Wer ist schuld an seiner Tat? Es tut mir so unendlich leid, dass ich anscheinend nicht gut genug auf ihn aufgepasst habe und ich anscheinend nicht der Freund war, den ihr gebraucht hat. Ich wünschte ich könnte die Zeit zurück drehen und einiges anders machen.

So einen Mensch wie ihn finde ich doch nie wieder...er hat mich geliebt so wie ich bin, wir konnten die sinnlosesten Zeichentrickfilme gucken und Spaß haben und direkt danach eine Dokumentation oder eine Politiksendung. Wir sind gemeinsam ins Kino, waren im Museum, im Zoo, in bot. Gärten. Er hat meine Katze geliebt, hat mit mir Videospiele gespielt, das gleiche gerne gegessen...es hat doch alles so gut gepasst. Wieso war das nicht genug?! Und jetzt bin ich alleine...

Bei ihm im Zimmer habe ich nur ausgedruckt ein paar Stellen aus Goethes Faust gefunden. Wer es kennt, die Sorge...am 13.11. wurde alles runtergeladen, am 17.11. wurde die Teile in ein neues Dokument kopiert, welche dann ausgedruckt da lagen...[...] Und auf seinem Rechner war eine Anleitung zum Selbstmord. Am 17.11. haben wir noch abends telefoniert ganz kurz. Hätte ich mich da anders am Telefon verhalten, wäre es womöglich nicht zu seiner Tat gekommen...

MfG
Stefan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stefan erstmal mein herzliches Beileid.

Ich glaube du hättest seinen Tod nicht verhindern können und du darfst dir auch nicht die Schuld daran geben. Gibt es einen Abschiedsbrief ?
 
Hallo Stefan,

auch von mir mein herzliches Beileid. Es war bestimmt furchtbar für Dich, den Menschen den Du liebst so vorzufinden.

Gib nicht Dir die Schuld an dem Selbstmord Deines Freundes.
Als ich gerade 19 war hat meine Freundin Selbstmord gemacht und ich kann gut nachvollziehen wie es Dir jetzt geht. Ich habe Jahre gebraucht um herauszufinden, dass es wirklich nicht meine Schuld war, darum schreibe ich Dir das jetzt. Wenn jemand nicht mehr leben will und keinen anderen Weg mehr sieht, sich aber auch keine Hilfe holt, dann kannst Du ihn nicht davon abhalten. Dein Freund hat das ganz für sich selbst so entschieden, Du kannst nichts dafür.

Ich hoffe, Du hast genug Freunde, Familie, Menschen mit denen Du jetzt reden kannst, die Dir bei allen "Formalitäten" helfen und die Dich trösten und in den Arm nehmen. Es kann auch sinnvoll sein, sich psychologische Unterstützung zu holen mit der Du alles aufarbeiten kannst. Dem Tod Deines Freundes sind ja vielleicht auch andere Probleme vorangegangen, die auch Euer gemeinsames Leben betroffen haben.

Trauere, nimm Abschied und bewahre Deinen Partner in einem Teil Deines Herzens in guter Erinnerung als Menschen, der Dich mal sehr geliebt und mit dem Du eine sehr schöne Zeit verlebt hast.
 
Hallo Stefan,
in unserer Familie gab es zwei Suizide und
ich kann den Schock, unter dem du noch
stehst, sehr gut nachvollziehen. Es ist völlig
normal, dass du jetzt Verantwortung bei dir
suchst und verstehen willst, was geschehen
ist - das wird vermutlich auch noch viele
Jahre so bleiben (bei mir sind es jetzt 20
bzw. 31 Jahre).
Ich kann dir für den Moment nur raten, dich
auf das zu besinnen, was dir bisher in deinen
dunklen Momenten geholfen hat - was immer
das auch war - und das zu nutzen. Bei mir
war es zunächst Ablenkung durch Arbeit, dann
die fachliche Beschäftigung mit dem Thema
Suizid und schließlich das Respektieren der
Entscheidungsfreiheit jedes Menschen und die
Eingrenzung meiner eigenen Verantwortlich-
keit und Einflussmöglichkeiten. Aber auch das
hat Jahre gedauert ...

Alles Gute für dich und die Kraft, die nächsten
Wochen durchzustehen!

Werner
 
Nein, es gab keinen Abschiedsbrief...nichts persönliches. Er hat nur in einem Briefumschlag die Schlüssel von seinem Labor auf den Tisch gelegt. Das find ich das schlimmst, dass er bei seinem engültigen Abschied noch nichtmal mir eins, zwei Worte sagen wollte...

Dass ich nichts dafür kann sagen alle...trotzdem weiß ich, dass ich vieles anders hätte machen sollen. Er wollte öfters, dass ich mehr zu ihm komme. Aber ich habe ne eigene Wohnung, eigene Küche, nen Kater den er sehr mochte, Wald in der näheren Umgebung...da kam es mir immer angenehmer für uns beide vor, als in seinem Zimmer auf dem Gang im Wohnheim...er wollte, dass ich öfters mit seinen Freunden was mache...ich hatte nie so den guten Draht zu ihnen, deswegen habe ich mich da eher rausgehalten (ging ihm bei meinen aber genauso)...es gibt so viele Dinge, manchmal auch Kleinigkeiten von denen ich jetzt überzeugt bin, dass sie das hätten verhindern können...

Noch dazu habe ich mittlerweile fast schon Angst vor der Zukunft, bisher wars mir egal, dass ich wenig Geld verdiene, beruflich kaum Erfolge vorweisen kann, nur wenige Freunde habe...das war alles nicht wichtig, weil ich eben überzeugt war mit meinem Freund wird die Zukunft schon werden, wir haben ja uns. Und nun ändert sich schlagartig alles...ich weiß nicht wie ich das alles alleine stemmen soll. Heute ist nochmal ein persönlicher Abschied von ihm...und in ner Woche die richtige Beerdigung.

Stefan
 
Hallo Stefan,

vielleicht konnte er es nicht. Jemand der sich umbringen will, den kann man nicht daran hindern. Jemand der innerlich mit sich und seinem Leben abgeschlossen hat wird sich von seinem Plan nicht mehr abbringen lassen und das erstaunliche daran, dass ganz viele... einem vorher das Gefühl geben alles wäre in bester Ordnung. Ich denke nicht mal, dass es böswillig ist oder aus Angst man könne sie davon abbringen sondern es ist eine Ruhe die derjenige dann verspürt..den Frieden wonach er so lange gesucht hat...und das ihn glücklich wirken lässt...auch wenn es nicht so ist.
Mein damaliger Partner hat sich auch umgebracht und niemand hatte zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet. Alle dachten, es ginge ihm gut und nicht einmal ich, die jeden Tag mit ihm zusammen war hat etwas gemerkt. Die Hochzeit war geplant, unser Kind war gesund und sein voller stolz. Alles schien in Ordnung. Mein Freund hatte mir damals auch nichts mehr zu sagen und mir keine Zeilen hinterlassen. Nicht einmal seiner Tochter.. Eine sms die ich in der Nacht zuvor bekommen habe...die gleiche, die auch sein Vater, seine Schwester und seine Mutter bekommen haben woraus aber nicht ersichtlich war, dass er sich das Leben nehmen würde. Er war plötzlich verschwunden und erst dann sind bei uns die Alarmglocken los gegangen...er war nicht mal eben bei einem Kumpel versumpft...ich habe ihn gefunden und diese Bilder haben sich in meinem Gedächtnis eingebrannt.
Wir haben uns alle im Nachhinein gefragt, was wir hätten anders machen können...ob wir hätten etwas anders machen sollen, müssen... es gab Schuldzuweisung...aber die Antwort auf unsere Fragen hat er mit in sein Grab genommen und dafür wird es nie Antworten geben. Du hättest es nicht verhindern können auch wenn du es vielleicht gerne hättest. Es klingt hart aber davon bin ich überzeugt.
Deine Selbstvorwürfe kann ich gut verstehen und ich habe auch lange, lange gebraucht, bis ich wieder ein einigermaßen normales Leben führen konnte und mir keine Vorwürfe mehr gemacht habe. Es ist zermürbend und nicht daran zu zerbrechen ist schwer. Ich habe auch gedacht, mein Leben ist zu Ende und ich finde nie mehr so einen Menschen und so einen Menschen habe ich auch nie mehr gefunden, denn ihn gab es nur einmal aber ich hat mir sein Ebenbild geschenkt.

Aber du musst jetzt schauen, dass du für dich sorgst.
Ich hoffe du hast jemanden, der dir zur Seite steht und mit dem du sprechen kannst...oder auch einfach nur schweigen. Hol dir Unterstützung...und sprech über deine Gefühle, wenn du es kannst. Lass es nicht zu, dass du an den Selbstvorwürfen zerbrichst. Leider bleibt die Welt nicht stehen und man kann die Zeit nicht zurück drehen. Ich bin verstummt...aber das ist der grösste Fehler, den man machen kann. Gefühle zu schlucken und mit sich selbst aus zu machen. Mach diesen Fehler nicht!

Konntest du heute Abschied nehmen? Ihn noch einmal anders sehen wie du ihn vorgefunden hast? Versuche dir, die gute Bilder von ihm zu bewahren...nicht die letzten...

Vielleicht kannst du deinem Freund einen Brief schreiben und alles aufschreiben, was dich gerade beschäftigt, wie es dir geht und was du ihm vielleicht noch sagen wolltest und ihm diesen Brief nächste Woche mit auf den Weg geben und wenn du merkst es geht nicht mehr...dir Hilfe holen. Es gibt dafür extra Beratungsstellen, die gute Arbeit machen.
Ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles gute und viel Kraft und wünsche dir Freunde die dir jetzt zur Seite stehen und bei denen du etwas Trost findest.

glg doof
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, es war ein kleiner Abschied...ich habe ihm zwei kleine Briefe mit in den Sarg gelegt, noch dazu (so lächerlich das klingt) seine Lieblingsdecke und Kuscheltier (beides aus Kindesalter) und eine Mütze die er gerne anhatte und von mir geschenkt bekommen hatte. Vor der Beerdigung will ich ihm noch ein Foto von mir und von meinem Kater reinlegen...

Angst hatte ich vor der Begegnung mit seinem Vater...wir verstehen uns zwar gut, aber ich hatte Angst dass er sauer auf mich ist. Schließlich war sein Sohn ja quasi in meine Obhut...

Ob ich alleine bin...heute hab ich seit dem Zeitpunkt das erste Mal meine beste Freundin gesehen...sie meinte zwar, ich kann sie immer anrufen wenn was ist, aber irgendwie kommt sie mit der Situation glaube ich nicht ganz klar. Sie trauert nicht wirklich um ihn, aber es gab keine Umarmung für mich, selbst als ich weinte. Ob Sie überhaupt in Erwägung zieht, zu Beerdigung zu kommen weiß ich nicht. Höchstens wenn ich sie drum bitte. Ist es falsch so Sachen irgendwie...naja ich weiß auch nicht..."zu erwarten". Also unaufgefordert?
Ich wünschte er wäre noch da. Er sah aus als ob er schlief, nur seine kalte Haut und die Finger zeigten deutlich dass es eben nicht so war.

Wie lange hattest du damit zu kämpfen, bis sich eine gewisse Normalität eingestellt hat? Ich traue mich gar nicht mehr in mein Bett, bzw ins Schlafzimmer...
 
Ja, es war ein kleiner Abschied...ich habe ihm zwei kleine Briefe mit in den Sarg gelegt, noch dazu (so lächerlich das klingt) seine Lieblingsdecke und Kuscheltier (beides aus Kindesalter) und eine Mütze die er gerne anhatte und von mir geschenkt bekommen hatte. Vor der Beerdigung will ich ihm noch ein Foto von mir und von meinem Kater reinlegen...
nein es ist ganz und gar nicht lächerlich und es ist gut so! Wir haben das damals genauso gemacht. Wir haben meinem Partner die Dinge mitgegeben, die für ihn von Bedeutung waren und von denen wir wussten, er hätte sie mitnehmen wollen.
Angst hatte ich vor der Begegnung mit seinem Vater...wir verstehen uns zwar gut, aber ich hatte Angst dass er sauer auf mich ist. Schließlich war sein Sohn ja quasi in meine Obhut...
diese Angst kenn ich gut und manchmal fallen Worte, die aus dem Schmerz heraus gesagt werden aber so vielleicht nicht gemeint sind.

Wie du schon geschrieben hast, deine Freundin ist vielleicht einfach nur überfordert. Fühlt sich hilflos und weiß nicht so recht, wie sie mit dir umgehen soll? Vielleicht traut sie sich auch nicht dich zu umarmen, weil sie nicht weiß ob du es überhaupt willst. Ob du es aushalten kannst... Sie weiß nicht was du brauchst, was du dir wünscht...und wahrscheinlich musst du ihr sagen, was du dir wünscht, was DU für dich jetzt brauchst. So schwer wie es für dich jetzt momentan auch ist, du musst es für dich einfordern, wenn es dir gut tut. Aber vielleicht musst du auch erst heraus finden was dir wirklich gut tut. Für viele ist es schwer, mit Trauernden um zu gehen und sie haben einfach nur Angst etwas falsch zu machen. Deswegen tun sie dann einfach gar nichts. Aber es ist sicherlich kein Desinteresse an dir und deiner Situation... sondern ihre Angst und die Hilflosigkeit mit der sie selbst nicht umgehen können.

Bis bei mir wieder Normalität eingekehrt ist...hat Jahre gedauert. Ich habe die ganze Zeit über aber funktioniert...so würde ich es ausdrücken. Unsere Tochter sollte nicht leiden und ich habe mein damaliges Leben komplett umgekrempelt. Es ist in diesen Jahren noch viel schlimmer passiert, deswegen kann ich dir so genau nicht sagen, wie lange es eigentlich tatsächlich gedauert hätte, wenn andere Umstände nicht dazu gekommen wären. Ich kann dir nur sagen, darüber weg...bin ich noch lange nicht...aber ich habe gelernt, damit zu leben. Jeder Tag ist ein Kampf aber es lohnt sich.
Jeder Mensch trauert anders. Deshalb ist es schwer zu sagen, wie lange so etwas dauert.
Lass deine Trauer zu aber lass es nicht zu, dass sie auf Dauer dein Leben bestimmt und versuche zu sprechen, wenn du es kannst. Forder deine Bedürfnisse ein...auch wenn es schwer fällt.

Alles schlucken, nicht darüber sprechen...verstummen...es macht nicht nur psychisch kaputt sondern auf Dauer rächt sich der Körper irgendwann dafür.

Jetzt aber...nimm dir soviel Zeit wie du brauchst um Abschied nehmen zu können. Wenn du nicht alleine sein willst und es in deiner Wohnung nicht mehr aushälst...vielleicht kannst du eine Zeit lang bei Freunden unterkommen um nicht allein zu sein?

Ich wünsch dir alles erdenkliche Gute

lg doofi
 
Werter, lieber Komixx!

Ich versichere dir mein aufrichtiges Beileid.

FG GElinda

lies mal die folgenden Worte:

Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für dich war, bin ich immer noch.
Gib mir den Namen, den du mir immer gegeben hast.
Sprich mit mir, wie du es immer getan hast.
Gebrauche nicht eine andere Lebensweise.
Sei nicht feierlich oder traurig.
Lache weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Ich bin nicht weit weg,
ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.
(Fritz Reuter)
 
Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Doofi, du hattest recht...meine beste Freundin kam heute nochmal von sich aus zu mir her und ich habe einfach selber etwas mehr nähe gesucht. Der heutige Abend war um einiges tröstlicher für mich, als gestern. Sie sagte sogar, dass sie auf der Arbeit schon frei genommen hätte für die Beerdigung und sie selbstverständlich mitkommen mag. Ich habe sogar etwas mit ihr gegessen, was ich bisher kaum konnte...

Gelinda, die Zeilen finde ich wirklich schön. Am Sonntag ist ein Treffen im engsten Kreis mit dem Pfarrer, weil er ein paar Informationen haben will zu meinem Freund. Ich glaube ich nehme den Text mit, um ihn seiner Mutter und Bruder zu zeigen. Vielleicht möchte der Pfarrer sogar etwas davon in seine Rede übernehmen.

Ich war heute sogar mal einen halben Tag auf der Arbeit...war zwar am Anfang schwer, ein stückweit "Normalität" zu zulassen, aber im Endeffekt tat es mir doch gut. Wenigstens die paar Stunden. Und Arbeit ist mehr als genug da...

Stefan
 

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