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Selbstliebe

Ich versuche mich gerade an Selbstliebe-Meditationen, aber es klappt nicht.
Irgendetwas in mir stellt sich da total gegen, ich empfinde es als Kitsch und Blabla und auch irgendwie lächerlich.
Ich bewundere und beneide aber Leute, die sich darauf einlassen können, es soll ja ganz gut für die Gesundheit sein, und auch bei psychischen Leiden, Hautleiden, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelverspannungen, und was weiß ich, alles wirken.

Meint ihr, man kann Selbstliebe noch lernen, wenn man erwachsen ist, und sowas als Kind/Jugendlicher nicht lernen konnte, aufgrund missbräuchlicher Erzeugerin/Mobbing, die einem immer nur versichert haben, man sei nix wert, oder ist der Zug dann einfach abgefahren? Kann man Selbstliebe nur bis zu einem bestimmten Lebensjahr entwickeln?
Bei mir klappts mit diesen ganzen Selbstliebe-Übungen einfach nicht. Da sträubt mein Hirn sich zu sehr und sagt das ist "Schwachsinn".
Vielleicht kriegt man diese Programmierung, dass man ganz klar NICHT liebenswert ist, einfach nicht mehr überwunden.
 

Hallo Gelöscht 132858,

schau mal hier: Selbstliebe. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ja ich muss sagen ich kann mit diesem Begriff auch nicht viel anfangen. Irgendwie kommt es mir nicht richtig vor, es erinnert mich zu sehr an Narzissmus, wobei das ja Selbstverliebtheit ist.

Ansich liebe ich so viele Dinge um mich herum. Ich kann Liebe bei einem Sonnenaufgang empfinden. Aber für mich selbst, wie gesagt so wichtig soll man sich selbst nun auch nicht nehmen. Ich möchte das mein Blick mehr nach Außen geht und nicht so sehr nach Innen. Sonst lebt man mehr in seiner eigenen Welt und bekommt vor lauter Selbstliebe von dem was um einen ist, nichts mehr mit.

Ich denke der Begriff hat seine Berechtigung und findet seine Anwendung bei Menschen die sich selbst hassen und abwerten.
Für andere ist es evtl selbstverständlich, nur hat es keinen Namen.

Kann man Selbstliebe nur bis zu einem bestimmten Lebensjahr entwickeln?
Ich finde nicht. Man kann ziemlich viel dazu lernen, neuronale Verbindungen neu strukturieren, unser Gehirn ist dafür ausgelegt.
Je nach Notwendigkeit lernt man auch ziemlich schnell.

Kannst du mit der Aussage, sich selbst der beste Freund sein, etwas anfangen?
 
Ich versuche mich gerade an Selbstliebe-Meditationen, aber es klappt nicht.
Irgendetwas in mir stellt sich da total gegen, ich empfinde es als Kitsch und Blabla und auch irgendwie lächerlich.
Es könnte vielleicht hilfreich sein, es "reduzierter" zu versuchen.

Viele 'Affirmationen" o. ä. sind für mich auch too much.

Ein "ich bin genug" beispielsweise fühlt sich in mir ruhig und friedlich an. Friedlich im Sinne von "im Frieden mit mir selbst".
 
Ja, in der Theorie.
Praktisch wäre ich wirklich nicht gerne mit mir selber befreundet.
OK dann fehlt der Schritt der Selbstvergebung davor?
Selbstakzeptanz finde ich noch einen guten Begriff. Aber auch Selbstdistanz.

Mir gefällt eine Aussage ziemlich gut, jeden Tag versuchen ein bisschen besser zu sein als gestern,- etwas ein bisschen besser zu machen als gestern.

Denn wie soll man sich selbst achten, wenn man sich selbst nicht an seine eigenen Werte hält?
Die aufgedrückten Werte anderer, sollten einem dabei nicht als Maßstab dienen.
 
Hm- was denn jetzt , wenn man sich viel besser machen kann ....also an einem Tag .....und dann hat man das hinter sich ?
Sollte man dann das lieber in kleine Häppchen aufteilen ? Wäre das nicht ne Quälerei ?

Einer klaut jeden Tag 10 Sachen ...der klaut jetzt nur noch neun , auch wenn er gar nicht mehr klauen könnte ?
Das Prinzip ist erweiterbar - einer trinkt jeden Tag 10 Flaschen Bier , besser wenn der nun erst mal ne Zeit lang nur neun trinkt als gar nicht mehr ?
Einer raucht 10Kippen am Tag könnte sofort aufhören , aber soll jetzt erst mal nur 9 rauchen ne Zeit lang ????

Jeden Tag ein bisschen besser ist ja dann so wie als wenn man das gar nicht wollte , wenn man direkt besser werden kann ....- oder ?
 
Jeden Tag ein bisschen besser ist ja dann so wie als wenn man das gar nicht wollte , wenn man direkt besser werden kann ....- oder ?

Das Kochen ist ein gutes Beispiel. Sich immer weiter verbessern zu wollen führt zu mehr Achtsamkeit als wenn man Essen, das man schon 50 mal gekocht hat immer auf die gleiche Weise automatisch zubereitet.

Seine Fähigkeiten immer weiter verbessern zu wollen finde ich einen ganz natürlichen Vorgang. Es bringt auch Spaß und Spannung ins Leben.
Als wenn ich mir sage, sieht zwar schrecklich aus was ich da gemacht habe, aber besser kann ich es halt nicht und fertig.
Klar kann man das so auch mal machen, wenn man die Zeit, Kraft und Muße mal nicht hat.
Man kann sich auch sagen, jetzt bin ich schon wieder so schnell ausgerastet, egal.

Sich verbessern zu wollen, ist wie ein Spiel mit sich selbst.
Mal klappt es nicht so gut und dann gibt es Tage wo man dann doch mal pünktlich gewesen ist.
Die Ziele sollten immer etwas höher gesteckt werden, das führt zur Weiterentwicklung.
Wenn ich mir sage, alles ist gut so wie ich es jetzt mache, bedeutet das Stagnation ohne Ziele. Eintönigkeit.
 
Hm -wenn es gut ist wie es jetzt ist, dann ist es doch gut = Zufriedenheit - oder nicht ?
Jap 😉 Für den Moment zufrieden, wenn man sein Bestes gegeben hat.
Beim nächsten Mal kann man ja dennoch versuchen es etwas besser zu machen.

Also bei mir gibt es ziemlich viele Sachen die ich besser machen kann.
Manchmal ist es auch einfach nur der Versuch etwas friedvoller bzw zufriedener zu sein 😁 für den Moment.

Ich kann auch trotz dreckigem Geschirr das von gestern in der Küche rum steht, zufrieden sein. Dennoch gefällt es mir nicht. Das würde sich auch durchaus verbessern lassen.
Oder soll ich sagen, aus Selbstliebe lasse ich es jetzt stehen, weil Druck tut mir nicht gut und wenn ich keine Lust drauf habe, muss ich auf mich hören und achten und selbst gut zu mir sein.
Darin sehe ich die Gefahr, dass der Begriff Selbstliebe usw dafür missbraucht wird.

Wenn es denn erstmal gut wäre...
Alles auf einmal an einem Tag schafft man nicht. Aber jeden Tag kann man es ein bisschen besser machen als den Tag zuvor, spielerisch mit Spaß.
Und wenn es gelingt, nur ein bisschen, kann man sich selbst schon etwas besser leiden. 😉
 
Ok - wenn man nicht alles auf einmal machen kann, braucht man länger - somit verbessert sich die Situation ja nur stückweise, weil es nicht machbar ist.

Ich stellte aber ja die Frage nach der Machbarkeit, also der Raucher kann ja auch direkt aufhören, wenn er es will .....da ist ja nicht die Methode dann besser , wenn der das stückweise absetzt.

Aber beim Kochen ...hm- ich koche gerne , es gibt einige Gerichte , die koche ich immer so, weil sie so am besten schmecken da hat man lange dran gefeilt, dass es so schmeckt, darauf hingearbeitet, das der Geschmack toll ist ....
was sollte man daran verbessern ?

Ist der Hefeteig optimal, geht doch keine Steigerung mehr, ist der Geschmack optimal - auch nicht .....

wenn aber nun der Geschmack "verstellt" ist , durch künstliche Aromen und Geschmacksverstärker, dann ist doch die Möglichkeit weg , das Gesunde zu schmecken, weil man das Ungesunde für lecker hält....
na und bei der Liebe - ohne Liebe auch nur annährend zu definieren, ist das Wort Selbstliebe ja im Grunde schon ein Widerspruch, wenn Liebe als etwas definiert ist, was allen gehört.

Was ich mich aber frage - kann ein Mensch Selbstliebe haben ?
Oder kann der das nicht ...weil der
nur selbst nur der Liebe, als Ausrichtungsparameter für sich nachfolgen kann .

Definiert der Liebe als das "Höchste fehlerfreie Absolute" , ist das doch meilenweit vom Erreichen entfernt , weil der fehlerhafte Mensch es nie erreichen kann.

Selbstliebe - schließt ja nur das selbst ein und nicht alle d.h. Selbstliebe ist möglich , wenn ich alle anderen hasse ?

Denke ich nicht, ich denke jemand der sich nach Liebe ausrichtet , ist liebevoll und jemand der das nicht tut hasserfüllt und einer der sich nach dem Hass ausrichtet , hasst sich doch selbst genauso wie alle anderen und jemand der sich nach der Liebe ausrichtet, der liebt alle Menschen, wie sich selbst.

Das heißt so Liebeskategorien die gibt es eigentlich nicht aufgrund der Liebe - weil das ist immer dieselbe , sondern nur für die Vorstellung der Bilder in den Menschenköpfen ???

Tierliebe, Kinderliebe, Selbstliebe, Wahrheitsliebe, Hassliebe, etc.

in der Realität ist es immer Liebe - so gut wie man sein kann- kann man das noch steigern ?

Der der die Wahrheit sagt und nicht lügt, kann doch nicht mehr ehrlich werden, er ist es schon.

Ehrlicher geht nur die Ehre betreffend ( also ehrvoller ) aber die Wahrheit betreffend , da gibt es nur ehrlich oder gelogen .
Ist etwas also optimal, wäre es ja dumm es zu ändern, denn dann würde man die Optimalität verlassen, die Sache wieder schlechter machen, weil sie dann nicht mehr optimal ist.

Aber Selbstliebe also optimale Selbstliebe ? Sowas gibt es in meinen Augen nur , wenn Egoismus oder Narzissmus als gut " definiert " ist und das ist es hinlänglich ja nicht .

Aber mit der Wortschöpfung " gesunder Egoismus " , den es im Grunde genau so wenig gibt, weil Egoismus nicht gesund ist, da ist den Helden echt ne tolle Wortschöpfung gelungen, aber auch nur das .
Es ist wie mit der Selbstverwirklichung - frage mich bis heute was das sein soll , ich war doch schon immer ich ...wie soll ich das den steigern "Icher" werden ???
Als wenn es da eine Steigerung gäbe , ich icher, am ichsten .....völliger Blödsinn.

Wenn ich ich bin, bin ich der , der ich bin und das reicht mir völlig , es sei mein Anspruch an mich ist ungesund.
 

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