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Selbstliebe

Ivonne

Mitglied
Ich möchte hiermit ein Thema eröffnen, was aus meiner Sicht sehr wichtig ist. Aus Erfahrung und Beschäftigung mit diesem Thema weiß ich wie wertvoll es ist, sich selbst lieben zu können.
Ich lade euch gerne dazu ein über dieses Thema zu sprechen.

Bis dahin liebe Grüße🌺

Hierzu ein Zitat:

"Sich seine Geschichte zu eigen zu machen und sich in diesem Prozess zu lieben, ist das Mutigste, was wir je tun werden. "
 

Hallo Ivonne,

schau mal hier: Selbstliebe. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich erlebe nicht, dass Selbstliebe selten praktiziert wird – eher im Gegenteil. Viele Menschen sind stark auf sich selbst fokussiert, auf ihre Bedürfnisse, ihre Kränkungen, ihre Rechte. Das ist weit verbreitet.

Für mich ist genau das der Punkt, an dem oft etwas durcheinandergerät: Egozentrik oder Egoismus wird schnell als Selbstliebe etikettiert. Sich selbst lieben heißt für mich aber nicht, sich ständig zu bestätigen oder alles zu rechtfertigen, sondern auch, sich kritisch anzusehen, Grenzen zu akzeptieren und Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen – gerade dort, wo es unbequem wird.

Vielleicht wäre es hilfreich, hier genauer zu unterscheiden: Wovon sprechen wir eigentlich konkret – von Selbstfürsorge, Selbstakzeptanz, Egoismus oder echter Selbstliebe? Ohne diese Klärung bleibt das Thema aus meiner Sicht unscharf.
 
Ich erlebe nicht, dass Selbstliebe selten praktiziert wird – eher im Gegenteil. Viele Menschen sind stark auf sich selbst fokussiert, auf ihre Bedürfnisse, ihre Kränkungen, ihre Rechte. Das ist weit verbreitet.

Für mich ist genau das der Punkt, an dem oft etwas durcheinandergerät: Egozentrik oder Egoismus wird schnell als Selbstliebe etikettiert. Sich selbst lieben heißt für mich aber nicht, sich ständig zu bestätigen oder alles zu rechtfertigen, sondern auch, sich kritisch anzusehen, Grenzen zu akzeptieren und Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen – gerade dort, wo es unbequem wird.

Vielleicht wäre es hilfreich, hier genauer zu unterscheiden: Wovon sprechen wir eigentlich konkret – von Selbstfürsorge, Selbstakzeptanz, Egoismus oder echter Selbstliebe? Ohne diese Klärung bleibt das Thema aus meiner Sicht unscharf.
Eben, Egoismus ist keine Selbstliebe in dem Sinne. Meiner Meinung nach gibt es allerdings auch einen gesunden Egoismus. Die Ansicht, "sich ständig zu bestätigen oder alles zu rechtfertigen" teile ich und "sich kritisch anzusehen, Grenzen zu akzeptieren, Verantwortung für das eigene Verhalten zu Übernehmen", sehe ich als Selbstfürsorge. Wobei ich auch der Meinung bin, Grenzen zu setzen und die Kritik an sich anzunehmen, allerdings nicht zu hart mit sich selbst zu sein, sondern eher zu schauen "wie kann ich es besser machen".
Selbstliebe ist für mich die die Fürsorge für sich Selbst, den Selbstwert erkennen, und auch die Selbstreflexion, Kritik sanft zu beobachten und sich auch Fehler zu verzeihen und auch ganz wichtig die Selbstverwirklichung.
 
Selbstliebe hat für mich etwas von Sanftheit, Mitgefühl mit sich selbst. Da ist für mich nichts Negatives bei, kein "nur ich", sondern "ich".
Etwas Negatives sehe ich da auch nicht, denn wer zu hart mit sich selbst ist oder sich nur kritisch sieht, dann ist es keine Selbstliebe. Ich wünsche mir für jeden Selbstliebe und Selbstverwirklichung, die wie ich schon erwähnt habe, auch sehr wichtig ist. Sich weiterentwickeln um immer wieder etwas über sich kennenzulernen, kann uns nur weiterbringen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das ist nicht immer leicht, kann sehr anstrengend sein. Doch wer es einmal gefühlt hat, wie frei und wunderbar man sich fühlen kann, ganz bei sich zu sein, ohne Maske, der wird es nachempfinden können.
 
Guten Morgen,

ich finde Selbstliebe ist der Schlüssel zum Glück. Die Möglichkeit, seinen eigenen Wert zu erkennen und aufzubauen. Es hat für mich damit zu tun, wie man mit sich selbst umgeht, vor allem die innere Stimme positiv zu stimmen.

Wenn man es schafft, mit sich selbst, wie mit einem guten Freund umzugehen und sich selbst auch zu verzeihen, ist es viel wert! Es öffnet das Bewusstsein auch für andere. Dadurch, dass man Verantwortung für sich selbst übernimmt, ist man nicht mehr so steuerbar oder auf Rat von außen angewiesen - das hilft allen in der Gesellschaft!

Mehr Selbstliebe auf allen Seiten würde dieses System zum Zusammenbruch führen! Ich würde es sehr begrüßen!

In diesem Sinne, seid lieb zu euch und euren Mitmenschen!

Liebe Grüße
 
Die Möglichkeit, seinen eigenen Wert zu erkennen und aufzubauen.
Erkennen?
Aufbauen?

Jeder Mensch, der als solcher geboren ist, hat seine Würde als solcher, seine Rechte und ab einem gewissen Alter auch seine Pflichten. Für Christen ist er zudem ein Geschöpf Gottes. Wir alle sind einzigartig und natürlich haben wir schon insofern unseren Wert.

Ja was denn sonst?

Mehr "Erkenntnis" brauche ich persönlich nicht, zumal die Menschenrechtskonvention sie sogar schriftlich bestätigt. Im Gegenteil: In einer psychosomatischen Klinik hat es mich vor Jahren sehr merkwürdig berührt, als eine Thera meinte mir in höchst besorgtem Ton erklären zu müssen, dass (auch) ich doch tatsächlich was wert sei. Gerade an so einem Ort wäre mir nicht mal in den Kopf gekommen, dass jemand an meinem Menschsein zweifeln könnte.

Ich tue das umgekehrt bei anderen auch nicht. Dies nicht mal dann, wenn es mir wütende Reaktionen einbringt - etwa wenn ich die Schadenfreude kritisiere, die sich derzeit im Netz darüber äußert, dass der mutmassliche "White Tiger" in einer Hamburger Sammeluntersuchungszelle erst mal von Mitinsassen verprügelt wurde.

Nicht mal AH sehe ich als Monster. Selbst er war ein Mensch, wenn auch einer mit äußerst monströsen Zügen und offener Aversion gegen jenes Menschsein, das ich ihm eben drum nicht abspreche. Mögen muß ich ihn deshalb nicht; auch sein Selbstmord lässt mich kalt.

Nein, Menschenrecht und unser aller selbstverständlich (!) daraus resultierende Würde darf nicht teilbar sein, das ist ein Naturgesetz. Wird sowas an deutschen Schulen denn nicht mehr unterrichtet? Gerade "wir" müssten das doch von klein auf eingeatmet haben.

Sowas ist doch Grundausstattung. Wo immer das relativiert oder missachtet wird, herrscht offene Willkür, die im Extremfall den Rechtsstaat aushebeln kann. Wehret den Anfängen, kann ich da nur sagen - so schwer das gerade in den oben genannten Fällen auch fallen mag. Im Zweifel lieber gar nicht miteinander reden. Aber sich gegenseitig den Wert als Mensch absprechen? Kommt nicht in die Tüte...

Leider gibt es Menschen, denen von Kind auf offen oder subtil eingeträufelt wurde, sie seien nichts wert - es sei denn, sie machen sich nützlich oder verbiegen sich in irgendeiner Form. Da hat die oben zitierte Ansage natürlich einen ganz anderen Sinn, geschenkt.

Davon ab finde ich aber, dass man einfach normal mit Menschen umgehen darf, ohne sich ständig wegen jedem Wort auf die Zunge beissen zu müssen. Dass das Beleidigungen und Herabwürdigungen ausschliesst: auch geschenkt.

Seit den 1990ern wird eine Kommunikationskultur gefördert, die sehr auf Befindlichkeiten abhebt. Für meine Begriffe war das ein Stück weit auch nötig damals, um gewisse Dinge zu ändern. Inzwischen geht es mir streckenweise zu weit. Ich bekomme auch nicht immer nur das zu hören, was ich gern hören will, sondern muß auch Kritik einstecken und konstruktiv umgehen damit - Geben und Nehmen ist da wohl die Devise. Der Rest ist Ansichtssache und unterliegt u.a. dem Wandel der Zeit.

Ich fände es hilfreich, Beispiele zu lesen, wenn dieses Thema vertieft werden soll. Ansonsten schreiben wir hier womöglich aneinander vorbei.
 
Ich hab Bedenken, wenn Selbstliebe in die Nähe vom Begriff Egoismus gebracht wird. Egoismus beinhaltet für mich, dass eine gewisse Egal-Haltung gegenüber Anderen besteht (in welchem Ausmaße auch immer)...und damit dann (wenn man bei dem Begriff bleiben will) über die (Selbstliebe-) Grenzen Anderer geht bzw. bereit ist, es zu tun.
Selbstliebe ansich beinhaltet für mich gar nicht so den Hinweis darauf, wie man mit Anderen umgeht, sondern es ist, für mich, ein achtsamer, fürsorglicher Umgang mit sich selbst.

Selbstverwirklichung gehört für mich auch nicht zwingend zur Selbstliebe, denn zum Einen lässt sich nicht immer alles, was man möchte, auch verwirklichen. Dieses "Wenn man nur wirklich will, dann schafft man es auch", ist unrealistisch und macht zudem noch Druck...und dieser macht es wieder herum der Selbstliebe schwer. Zum Anderen hat Selbstverwirklichung ja auch ein Ziel, etwas Besonderes zu schaffen. Es richtet sich also auch irgendwie nach Außen.

Selbstliebe ist für mich Innen, wie man mit sich umgeht (ohne etwas Besonderes im Außen erreichen zu müssen). ...und ich finde, das neben der Selbstliebe auch Platz für Fremdliebe sein sollte (und eigentlich auch ist, wenn es nicht um "starre Selbstverwirklichung und Egoismus" geht). ...Fremdliebe....oder auch einfach "Achtsamkeit, Rücksicht und Respekt vor Anderen".
Bis wohin gehen die eigenen Grenzen und wo beginnen die der Anderen?

Als Letztes noch, weil ich mich an noch einen anderen Begriff erinnere, der mit Anderem oft verwechselt oder gleichgesetzt wird:
Das Selbstbewusstsein. Wenn ich früher GNTM geguckt habe, ist mir aufgefallen, wie schnell der Begriff Selbstbewusstsein in den Mund genommen, das von sich behauptet, hoch gepriesen wurde. So galt es auch als selbstbewusst, wenn sich die jungen Frauen nackt vor dem Show-Team auszogen und ablichten ließen. ...und auch wenn der TV-Zuschauer keine "pikanten Details" sieht, so hat das Team vor Ort es gesehen. Was ist das nun? Selbstbewusst? Waren sich die jungen Damen wirklich darüber bewusst, was sie da taten und ob sie das wirklich wollten?...oder war es eher Mut oder über eigene Grenzen gehen (aus welchen Gründen auch immer)? War das "selbstbewusst" (war das Selbstliebe)? Ich finde, nicht (wobei es da sicher auf die jeweilige Person ankam, aber so oft, wie dieser Begriff da in den Mund genommen wurde.... . ...Ich glaube, so wirklich sich selbstbewusst waren da einige nicht).

Einen schönen Abend wünsche ich.
 

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