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Selbstliebe

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 118297
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G

Gelöscht 118297

Gast
Also mich haben bisher immer andere Menschen aufgeregt, weil sie so irrational sind, mich nicht machen lassen, was ich möchte, sondern mir ihr eigenes Weltbild aufzwängen. Wenige möchten wirklich etwas Gutes, sondern nur ihr eigenes Glück sicherstellen - mit meist kurzfristigen Ansätzen.
Wirklich, ich habe teilweise so einen Hass auf Menschen. Dabei finde ich sie äußerst interessant. Ich fühle mich oft so eingeschränkt von ihnen. Jeder Schritt wird kommentiert. Jeder Fehler ausgeschlachtet. Vor allem diejenigen, die vor allem an sich selbst arbeiten müssten, machen das.

Aber da liegt auch der Punkt: Wenn ich wüsste, dass ich vollkommen in Ordnung bin, würde mich das nicht stören. Also denke ich in irgendeiner Weise, dass etwas nicht mit mir stimmt und das Geschwätz der anderen findet in mir die passende Angriffsfläche.
Aber wie wäre es wohl, wenn ich mir selbst sage, dass alles bei mir stimmt? Also nicht aus Arroganz, sondern, weil es keinen objektiven Maßstab für das Ideal gibt. Andererseits gibt mir der Erfolg auch in gewisser Hinsicht Recht.
Dann hätte ich die nötige Distanz zu den Aussagen anderer, dass sie mich nicht auf einer emotionalen Ebene erreichen bzw. einen Widerklang in mir erzeugen.

Ich habe diesen Thread anfangs erstellt, um einfach meine Gedanken niederzuschreiben, aber jetzt stellt sich wirklich die Frage, wie man seine Selbstliebe stärken kann. Wie kann man sich selbst "überzeugen", dass man voll in Ordnung ist?

Schreibt gerne eure Gedanken und Antworten hier rein.
 

Hallo Gelöscht 118297,

schau mal hier: Selbstliebe. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo,
ich lesen Deinen Beitrag so, dass Du Dich fragst, ob Du zu wenig Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstwertgefühl besitzt. Habe ich das richtig verstanden?
Mit dem "vollkommen in Ordnung sein" ist das so eine Sache. Was ist 1. vollkommen? und 2. was bedeutet es in Bezug auf die menschliche Psyche "in Ordnung" zu sein? Wer kann sagen: das ist die Norm und Alles, was darunter oder darüber liegt ist krank? Ganz klar, es gibt psychische Erkrankungen, es gibt Behinderungen, so wie es auch organische Krankheiten gibt. Aber, dies lassen wir doch einmal außen vor, denn das ist ja nicht das Thema. Vollkommenheit bedeutet ja allumfassend fähig sein, bedeutet Allmacht! Da wir Menschen aber nicht allmächtig sind, und es auch nie sein können, bedeutet dies, daß wir folglich nicht vollkommen und damit auch nach außen hin angreifbar sind und uns auch mitunter so verletzlich fühlen und verletzt werden. Du hast geschrieben, daß BISHER Dich Menschen aufgeregt haben, die irgendwie irrational gehandelt haben. Hat sich- und wenn, dann wann, etwas an Deiner Menschensicht geändert? Gab es da ein besonderes Ereignis?
Was genau verstehst Du unter irrationalem Sein von Menschen? Kannst Du dafür Beispiele anführen?
Es gehört zu unseren natürlichen Lebensgrundlagen, dass wir eingebettet sind in ein System des Zusammenlebens. Stell Dir nur einmal vor, jemand fährt unter hohem Alkoholkonsum mit seinem Auto und Du bist gerade auf der Strasse! Wäre es da nicht toll, wenn die Polizei den Fahrer aus dem Verkehr ziehen würde, bevor Dir etwas sehr schlimmes passiert? Der Fahrer wird auf die Polizisten schimpfen, weil die ihn nicht machen lassen, was er will, nämlich weiterfahren, aber gerade durch das einschränkende Handeln der Polizei wird Dir weiteres Leben erst ermöglicht!
Es wäre hilfreich, wenn Du auch erklären könntest, was es konkret für Dich bedeutet, "nicht machen können, was Du möchtest" und welches Weltbild wer und warum Dir aufzwungen werden soll.
Um Dich und Deine Gedanken noch besser verstehen zu können wäre eine Konkretion sehr hilfreich.
Du musst nicht- voll in Ordnung sein, ich denke, es genügt, wenn Du und Dein Leben eins sein können. Das ist kein Selbstüberzeugungs- sondern ein lebenslanger Lernprozess- dass Du Dich selbst lieben kannst und dich sich so annimmst, wie Du bist und Dir Deine und der Anderen Schwächen verzeihen kannst. Vor allem aber, dass Du für Dich erfährst, dass das Eingebundensein in gesellschaftliche Strukturen ( Familie, Nachbarn, Freunde...) etwas wunderbares, ein Geschenk ist, was Dich bereichern will, ohne die Absicht, Dich einzuengen.

Gruß Odysseus
 
Meditieren zum Beispiel.
Viele denken das ist spirituell aber in Wirklichkeit stärkt es einen nach innen gerichtet zu sehen.
Bei sich zu bleiben. Es trennt überflüssige Wahrnehmungen.
Auch Affirmationen,die es oft im Tarot gibt, sowie Spirituelles, die Gestze des Unsiversums ect; ermuntert zu Erweiterung und geben tägliche Affirmationen, die Positiv und in Liebe stärken.
Den Glauben und das Vertrauen,die innere Freude an sich selbst und dem Universum immer weiter ausarbeiten. " Alles ist in uns und wir sind in Allem ".
Ich denke es ist eine ewige Arbeit und neues lernt man immer dazu.

Es gibt immer Licht und immer Schatten,das eine geht nicht ohne dem anderen, von daher geht das
"voll in Ordnung" oder "die Dauerharmonie" nicht immer.
Yin und Yang sind zwei Begriffe der chinesischen Philosophie, insbesondere des Daoismus.
Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene duale Kräfte oder Prinzipien, die sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen und sie stehen immer für Gegensätzliche Seiten.
Ohne Tränen kein Glück, ohne Licht kein Dunkel, Liebe und Hass..usw, das eine lebt nicht ohne dem anderen.
Ich finde deine Gedanken und Einstellung dazu Klasse und Tiefsinnig, mach weiter so.
Ein einzlenes Patentrezept gibt es wohl nicht ,es ist eher ein ewiges Wachstum in Liebe an sich selbst,dem Unsiversum und der Menschheit/ die Welt. Es ist glaube ich wichtig nicht im "äußerlichen Verstand" an etwas emotional hängen zu bleiben.
Wo Trauer/ Wut/ Eifersucht und Frust genauso zu gehören, wie Freude/ Zuneigung und Liebe.
So lange man die Fähigkeit behält zu fühlen, lebt man. Wir sind nicht unser Verstand,erst wenn der nicht mehr das Non Plus Ultra ist, sind wir echt.
Es geht erstmal um die Akzeptanz, diese so zu tragen wie es ist, an sich selbst aber auch an die Menschheit, die Natur,den Tieren ,den Kosmos, mit Licht und Schatten.
Jeder ist in einer/seiner ganz bestimmten Wachtumsphase und jeder hat seine Bestimmung.
Von daher geht wohl auch darum mit sich in Waage zu bleiben/zu kommen, so meine eigene Ansicht und die Ver-suche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte das niemand sich wirklich selbst liebt. Irgendwie ist uns der Selbsthass ins Fundament eingemauert worden. Selbst die tollsten Menschen in den besten Positionen und die schönsten der Welt stehen vorm Spiegel und machen sich selbst runter.

Es gibt immer jemanden der besser ist und wir neigen dazu uns dauerhaft mit anderen zu vergleichen.
Ich für meinen Teil liebe mich überschwänglich und hasse mich auch genauso.

Unsere angeborene Unzufriedenheit ist der Grund für unsere selbst eingeleitete Evolution. Egal wohin man schaut 😉
 
Jeder Versuch, sich selbst zu "lieben" - starkes Wort, ich relativiere es mal in Richtung "mögen", was (für mich) schon viel wäre - , wird doch binnen kurzem durch sein Umfeld zunichte gemacht.
Bei mir begann das schon, kaum, dass ich geboren war....
Und so setzt ich das fort, bis man tatsächlich so ist, dass einen kaum einer mehr lieben kann, geschweige denn man sich selbst.
Denn wie auch, wenn nichts Gutes an einem gefunden wird. weder durch andere noch durch sich selbst?
 
Irgendwie ist uns der Selbsthass ins Fundament eingemauert worden. Selbst die tollsten Menschen in den besten Positionen und die schönsten der Welt stehen vorm Spiegel und machen sich selbst runter.
Echt jetzt?
Ich kenne diese Neigung nicht.
Allerdings denke ich auch nie darüber nach.
Ich kann mit dem Begriff "Liebe" recht wenig anfangen.
Hauptsache, man kann zu sich stehen und findet sich weitestgehend oki.
(Wir sind auch keine fertig gebackenen Brote, sondern das Leben verändert uns und wir verändern das Leben. Lieber TE, setze nicht zu hohe Ansprüche an dich und die anderen. Einfach leben.)
 
Wir leben nun einmal in einem sozialen Gefüge, in dem jeder seinen Platz sucht und dabei (mehr oder weniger) des Verhalten und die Einstellung anderer beobachtet und wertet.
Was dir aufgrund deiner Erfahrungen irrational erscheint, ist dabei für jemand anderen möglicherweise vollkommen logisch.
Jeder geht wohl von sich selbst aus - meinst du das mit "ihr eigenes Weltbild aufzwängen"?
Das Gefühl ständig unter Beobachtung zu stehen und kritisiert zu werden ist ermüdend und anstrengend, in Endeffekt ist es wohl eine Mischung aus Reflexion und Selbstreflexion durch die sich jeder an jedem Tag etwas weiter entwickelt.

Vor allem diejenigen, die vor allem an sich selbst arbeiten müssten, machen das.
Das sind vermutlich die Menschen, die am weitesten von dir und deinen Einstellungen und Werten entfernt sind. Dabei ist längst nicht jede Kritik gerechtfertigt - viele Menschen treten aber auch um sich, weil sie mit sich selbst unzufrieden sind.

Wenn ich wüsste, dass ich vollkommen in Ordnung bin, würde mich das nicht stören.
"Vollkommen in Ordnung" - was ist vollkommen in Ordnung? Jemand kann sich im Großen und Ganzen vollkommen in Ordnung fühlen und sich trotzdem immer wieder fragen, ob sein Handeln richtig ist. Wenn das Geschwätz der anderen dich trifft, dann kannst du überlegen warum das so ist. Warum kann dich jemand an einem bestimmten Punkt angreifen? Bist du an dieser Stelle wirklich mit dir zufrieden?
Dann hätte ich die nötige Distanz zu den Aussagen anderer, dass sie mich nicht auf einer emotionalen Ebene erreichen bzw. einen Widerklang in mir erzeugen.
Eine gewisse Distanz ist sinnvoll.

Aber jetzt stellt sich wirklich die Frage, wie man seine Selbstliebe stärken kann. Wie kann man sich selbst "überzeugen", dass man voll in Ordnung ist?
Vielleicht so:
Vergleiche dich nicht zu sehr mit anderen, achte auf deine Wünsche und Bedürfnisse und stehe dazu.
Nimm dir Zeit für dich und für das, was dir gut tut und dich glücklich macht.
Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun.
Freue dich bewusst an dem, was dir gelingt, was so läuft, wie du es dir gewünscht hast.
Sieh bewusst die Dinge, die dir Freude bereiten, die du schön findest.
 
Echt jetzt?
Hauptsache, man kann zu sich stehen und findet sich weitestgehend oki.
Ja, echt jetzt. Mit dem einen Satz beschreibst du es ja quasi selbst. Aber schön das du dich magst wie du bist. Oder glaubst dich selbst zu mögen 😀 Menschen sind auch Meister darin sich selbst und danach andere zu belügen 😀 Auch das merken sie oft garnicht.
Stell dich mal ehrlich vor den Spiegel. Betrachte dich mal von oben bis unten und von innen nach außen. Wenn du dich mal richtig erkannt hast, dann kannst du evtl. beginnen dich zu lieben.
Ohne zu wissen wer du eigentlich bist, ist das nicht möglich.
 
puh, gute Frage.
Vielleicht indem Du dir sagst, was Du selber an Dir schätzt?
Oder dir etwas Gutes tust, auf dich Acht gibst? Sich mit Menschen umgeben, die einen mögen?

ich find du drückst dich sehr angenehm und sprachbegabt aus. Vielleicht schreibst du in deiner Freizeit ja auch🙂 dein Konflikt war auf jeden Fall erlebbar.

Und es ist schade, dass die 'Lustigmacher' nicht so reflektiert sind...und ja, die Lösung des Konflikts ist wohl wirklich Selbstliebe.
 
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