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Selbsteinweisung?, Pmbs, Konsum [Triggerwarnung]

Hallo Emma,

ich war 2024 für ca. 6 Wochen in der Geschlossenen.
Dann Entgiftung.
17 Wochen Suchtklinik in Vielbach.

Dazu eine PtbS und schwere Depression.
Dazu noch das eine oder andere Trauma - da möchte ich hier nicht in Details gehen.

Kein leichter Weg. Schau mit deinem Arzt wie Du da Schritt für Schritt raus kommst.
Vielen dank für deine offene und ehrliche Rückmeldung. Vorallem tut es gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. Ich wünsche dir weiterhin alles gute!🍀

Leider bin ich derzeit nur in einer Übergangsstation in welcher der behandelnde Psychiater wenig zeit mit bringt.
 
Guten morgen,

es tut mir sehr leid, was dir passiert ist.
Schwertlilie hat dir schon einige gute Sachen geschrieben. Ich wollte nur nochmal bekräftigen, dass Tagesklinik eine Alternative ist zur stationären Einrichtung. Ob es dir dann hilft hängt von vielen Einzelheiten ab, aber da kannst du morgens und abends dein Familienleben haben.

Ich rauche auch seit Jahren Gras. Für mich ist das mein Medikament - bestelle es auch in einer Apotheke mittlerweile. Es ist allerdings bei mir so, dass der Konsum von Zeit zu Zeit überhand nimmt (in meinen Augen) - mein Alltag mit 2 Kindern läuft immer.

Was ich sagen will, werte dich nicht selbst ab. Du scheinst dir deiner Situation bewusst zu sein, das ist schon mal viel wert. Bei mir haben Ärzte teilweise sehr gelassen auf meinen Graskonsum reagiert und andere haben mich als Junkie abgestempelt. Man sollte nicht so viel auf andere Meinungen geben!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen weiteren Weg!

Liebe Grüße!
Vielen dank für deine Rückmeldung. Ich habe eigentlich auch ein gutes gefühl dafür was mir gut tut hierbei habe ich gemerkt, dass zu viel Gras mir tatsächlich nicht gut tut und es von zeit zu zeit auch bei mir Überhand nimmt. Es soll sich ja nicht mit den medikamenten vertragen bzw. Er kann dann nicht genau analysieren wie gut die medikamente anspringen plus durch das kiffen verdränge ich statt zu verarbeiten so seine Aussage. Allerdings nehme ich die medikamente seit über 10 jahren und seit 9 jahren (mit unterbrechung) kiffe ich. Tatsächlich springen sie definitiv an da ich jedes mal abgedreht bin wenn ich sie nicht hatte. Kaffee verträgt sich meines empfinden nach schlechter😜Mein Alltag lief ja bis ich mich arbeitstechnisch ziemlich übernommen hatte und alles wie ein großer Ballon geplatzt ist. Jetzt fokusiere ich ALLE kraft auf mein Kind. Für mich und den Rest bleibt nichts mehr da ich eigentlich schon keine kraft mehr habe und einfach alles zu viel ist. Also ist das Gras eigentlich nicht das Problem. Aber natürlich kann ich nicht wissen ob es ohne quasi noch besser wäre. Fakt ist, dass er mir gleich zettel zur suchtberatung mitgegeben hat....da habe ich bereut das erste mal was konsum betrifft ehrlich gewesen zu sein (also bei einem Psychiater). Er ist ja nicht in meinem Körper drinnen er weiss nicht was ich fühle oder wie gut oder schlecht
Hey Du, puh, das klingt nach einer sehr schwierigen Situation.
Vieles, was du erzählt hast, kenne ich aus eigener Erfahrung (Cannabiskonsum, Trauma, ADS, emotionale Instabilität, Depression), deswegen kann ich dir ein wenig von meinen Erfahrungen erzählen.

Ich habe auch seit ca. 15 Jahren ein Thema mit Cannabis, hatte auch viele Phasen, in denen ich täglich und viel konsumiert habe. Ich verstehe sehr gut, dass es Halt gibt, hilft, von den erdrückenden Gefühlen Abstand zu nehmen, hilft, sich leichter zu fühlen. Aber ich kenne auch sehr, sehr gut die Schattenseiten. Lange Zeit wollte ich es auch nicht los lassen, weil es auch ein Stück meiner Identität war, eine Möglichkeit, entspanntere und leichtere Seiten auszuleben, einfach zu "chillen" halt. Es hat mir viel Angst gemacht, wer ich ohne bin, ob ich dann nur noch leer, traurig und schwer bin.
Aber so ist es zum Glück nicht. Inzwischen habe ich es geschafft, mehrere Jahre ganz ohne zu leben und in den letzten Jahren phasenweise am Wochenende zu kiffen. Hier muss ich sehr aufpassen, dass es sich nicht wieder täglich einschleicht, im Sommer hing ich für einige Wochen wieder tiefer drin.
Es ist natürlich bei jedem Menschen unterschiedlich, trotzdem ist es leider, leider (ich finde es auch sehr ungerecht) so, dass Cannabis in der Regel psychische Symptome verschlechtert (nicht unbedingt während des Konsums aber oft in Folge). Es kann kurzzeitig helfen, eine sehr schwere Phase zu "überleben", ich will es auf keinen Fall generell verteufeln. Aber meist verstärkt Cannabis bei schon vorhandenen psychischen Problemen Depressivität, Ängste und emotionale Instabilität, auch das Schlafen.
Wenn ich jetzt manchmal noch am Wochenende oder generell ein paar Tage in Folge kiffe, merke ich, dass ich danach, wenn ich wieder nüchtern bin, schlechter schlafe, gereizter und teilweise auch depressiver bin. Als ich im Sommer nochmal einige Wochen am Stück gekifft habe, hatte ich danach eine schwere Krise mit extremer emotionaler Instabilität.

Da du schon so viele Jahre am Stück konsumierst, stelle ich mir den Entzug ziemlich schwierig vor. Dass es dir psychisch erstmal schlechter geht, ist leider ganz normal. Das ist erstmal kein Beweis, dass es dir mit Cannabis besser geht, sondern (meiner Einschätzung nach) einfach der Entzug. Gefühle, die du sonst gedämpft hast, kommen wieder, dein ganzen System kommt erstmal durcheinander, weil die gewohnte Substanz weniger wird/ fehlt.

In Kombination mit all deinen anderen Themen denke ich auch, dass es wichtig wäre, dir Hilfe zu holen. Ein stationärer Aufenthalt kommt mir da sinnvoll vor. Ich selbst war auch mal in der Klinik, manches war gut, manches war schwierig. Kliniken sind einfach sehr unterschiedlich. Aber damit es hier nicht noch länger wird, höre ich mal auf zu schreiben, du kannst gerne nachfragen.

Mein Fazit: Das kling insgesamt nach zu viel, um es gut alleine bewältigen zu können. Externe Unterstützung (zusätzlich zu deinem Psychiater) kommt mir sehr wichtig vor.

Die Idee mit der Tagesklinik finde ich auch gut! Da ist die Hürde vielleicht geringer, weil du bei deiner Familie bleiben kannst. Und wenn du merkst, es reicht nicht, könnte immer noch ein komplett stationärer Aufenthalt folgen.

Erstmal alles Gute 🌷
Hi vielen dank, dass du deine Geschichte geteilt hast. Das denke ich mir halt auch immer, dass gerade mit dieser Psyche ganz ohne besser wäre aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen nur mit zigaretten und kaffee zu leben ich habe so das gefühl das wäre mir zu langweilig und genau hier liegt mein problem ich habe wirklich angst, auf lange sicht zu einem Ersatzmittel wie alkohol zu greifen also auf lange sicht gesehen. Selbst nach 2 jahren kompletter abstinence (schwangerschaft/Stillzeit) ist dieses gefühl nicht weg gegangen. Der einzige grund für wen ich es damals geschafft habe war mein Kind. Wenn ich etwas für mich machen soll läuft es meist gar nicht. Bei der Tagesklinik hat man leider eine sehr lange wartezeit auch wenn ich es ansonsten gut gefunden hätte. Im internet gibt es tatsächlich viele Traumatherapien ich wollte dort anrufen aber sogar das fällt mir schwer ich weiss auch gar nicht was ich da sagen soll.
 
Ratschläge und Meinungen
Vorweg: Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Und ich sage das nicht als Floskel. Was du beschreibst, ist schwere, wiederholte sexualisierte Gewalt in der Kindheit/Jugend. Dass dein System jetzt komplett überflutet ist, ist leider nicht „komisch“, sondern typisch, wenn Trauma plötzlich nicht mehr weggedrückt werden kann. Du bist nicht schwach. Du bist gerade in einer akuten Krise.

Zu dem, was du gerade erlebst:
Das klingt nach einer Mischung aus Flashbacks/Intrusionen, massiver innerer Anspannung, Überforderung und Erschöpfung. Wenn du schreibst, du kannst kaum klar denken, schaffst Organisatorisches nicht, Körperpflege wird schwierig, alles ist anstrengend – das ist ein sehr deutliches Zeichen: Dein Alltag bricht gerade zusammen. Und das ist genau der Punkt, wo „ambulant irgendwie durchziehen“ oft nicht mehr realistisch ist.

Zum Thema Einweisung / Klinik:
Ganz nüchtern: Ja, ich halte es für sinnvoll, dass du dich ernsthaft mit einer (teil-)stationären Aufnahme beschäftigst. Nicht als Strafe und nicht, weil du „gefährlich“ bist, sondern weil du Stabilisierung brauchst. Eine Klinik ist dafür da, wenn jemand gerade nicht mehr funktional ist. Und du beschreibst genau das.

Ich würde es so sehen:
Du hast ein kleines Kind – und gerade deshalb ist Stabilisierung kein Luxus, sondern Verantwortung. Wenn du jetzt zusammenklappst, hilft das deinem Kind nicht. Wenn dein Mann/Papa das Kind verlässlich versorgen kann, dann ist das ein riesiger Vorteil. Vermissen wirst du dein Kind natürlich. Aber ein paar Wochen Stabilisierung, damit du wieder klarer wirst, sind oft besser als monatelang „da“ zu sein und innerlich gar nicht verfügbar.

Außerdem: In einer Klinik kann man Dinge ordnen, die ambulant mit Terminen alle 3–4 Wochen kaum zu schaffen sind:
  • Diagnostik und klare Einschätzung (PTBS ja/nein, welche Form, welche Prioritäten)
  • Medikation überprüfen, ggf. anpassen (vor allem bei Manie/Borderline/Angst)
  • Krisenintervention, Skills, Struktur, Schlaf, Tagesrhythmus
  • und ganz wichtig: Anschlussplanung (Therapeutensuche, Traumaambulanz, Tagesklinik etc.)
Das heißt nicht, dass eine Klinik perfekt ist. Aber sie kann dich aus diesem akuten „Durch-den-Wind“-Zustand erstmal wieder auf den Boden holen.

Teil- oder vollstationär?
Wenn du sagst, du willst dein Kind nicht komplett verlassen, wäre eine Tagesklinik (morgens hin, nachmittags nach Hause) oft ein guter Kompromiss – falls es in deiner Region sowas gibt und du es organisatorisch hinbekommst. Wenn du aber wirklich gerade kaum funktionierst und alles dich überfordert, ist vollstationär manchmal der schnellere, sicherere Schritt.

Zum Thema „Wer nimmt mich mit so vielen Baustellen?“
Das ist eine ganz typische Angst – und ja, Trauma + Borderline + Manie + ADS ist komplex. Aber genau dafür gibt es spezialisierte Angebote. Was oft nicht gut funktioniert, ist „irgendeine“ allgemeine Gesprächstherapie ohne Trauma-Kompetenz. Was du brauchst, ist jemand, der Stabilisierung und Traumatherapie wirklich kann und der dich nicht einfach „aufmacht“ und dann alleine lässt.

Und falls du Angst hast, dass du „zu viel“ bist: Du bist nicht zu viel. Du bist gerade zu schwer belastet für ein System, das dich ambulant nur alle paar Wochen sieht. Das ist ein Organisationsproblem des Systems, kein „Charakterproblem“ von dir.

Zum Thema Gras / Kiffen:
Ich schreibe dir das direkt, ohne Moral: In deiner Konstellation ist Cannabis sehr wahrscheinlich ein Destabilisierer. Gerade bei:
  • Angstzuständen
  • PTBS/Flashbacks
  • Borderline (Dissoziation/Impulsivität)
  • Manie-Neigung
    kann es mittel- und langfristig vieles verschlimmern oder zumindest unberechenbar machen.
Dass es dir jetzt schlechter geht, seit du reduziert hast, ist leider nicht überraschend. Du hast dir jahrelang ein Betäubungs-/Regulationsmittel gebaut. Wenn das wegfällt, spürst du alles stärker. Das heißt nicht, dass das Gras „die Lösung“ war – es heißt eher, dass es Symptome überdeckt hat und jetzt die Realität durchschlägt.

Dein Psychiater hat außerdem einen sachlichen Punkt: Wenn du konsumierst, ist die Wirkung deiner Medikamente schwer einzuschätzen. Und bei Manie ist „wir wissen nicht genau, was was macht“ wirklich riskant.

Wenn du in eine Klinik gehst, dann würde ich da das Thema Konsum ganz offen ansprechen. Nicht, um Ärger zu kriegen, sondern damit sie dich vernünftig begleiten können: Schlaf, Unruhe, Angst, Entzugssymptome, Cravings – das gehört zur Stabilisierung dazu.

Zum Thema „Escitalopram seit 16“ + Manie:
Wichtig: Wenn du echte manische Episoden hast/hattest, ist es extrem wichtig, dass Fachleute das sauber einordnen und medikamentös passend behandeln. Manche Antidepressiva können bei entsprechender Veranlagung manische/hochgefahrene Zustände triggern oder verstärken. Ich sage nicht, dass das bei dir so ist – aber es ist ein Grund mehr, warum eine engmaschige ärztliche Überprüfung Sinn macht, statt alle 3–4 Wochen kurz „wie geht’s“.

Was du jetzt konkret tun könntest (ohne ewig zu warten):
  1. Wenn du dich gerade wirklich instabil fühlst: Geh in die psychiatrische Notaufnahme oder ruf den ärztlichen Bereitschaftsdienst an (116117 in Deutschland), und sag klar:
  • Flashbacks/Überflutung
  • Alltagszusammenbruch
  • Angstzustände/Burnout
  • Kind ist versorgt
  • du brauchst Stabilisierung und zeitnahe Hilfe
  1. Wenn du noch etwas „zwischen“ brauchst: Frag gezielt nach Tagesklinik / Krisenintervention / Traumaambulanz. Viele Kliniken haben auch eine Akutsprechstunde.

  2. Bitte deinen Mann, dich aktiv zu unterstützen (nicht nur „such dir jemanden“), sondern konkret
    - mit dir hinfahren
    - telefonieren helfen
    - Anträge/Unterlagen sortieren
    Weil du gerade nicht in der Lage bist, das allein zu stemmen.
Und noch etwas, das ich wichtig finde:
Du musst jetzt nicht sofort alles aufarbeiten. Gerade bei Trauma ist „zu schnell zu tief“ gefährlich. Zuerst Stabilisierung. Erst wenn du wieder Boden unter den Füßen hast, kommt die eigentliche Traumatherapie. Das ist keine Vermeidung, das ist sinnvolle Reihenfolge.

Ich weiß, du hast geschrieben, du willst ehrliche Ratschläge und keine Gemeinheiten.
Das hier ist mein ehrlicher Rat:
Wenn du schon ernsthaft über Einweisung nachdenkst, dann ist das meistens der Punkt, an dem man sie auch wirklich braucht. Nicht warten, bis gar nichts mehr geht.

Ich wünsche dir sehr, dass du dir jetzt Hilfe holst, die dich wirklich trägt – nicht nur „Termin in vier Wochen“.
 
Ich habe nicht die Beiträge gelesen, aber nach deinem EP:

Mach das, lass dich einweisen.

Ich weiß nicht wie andere Kliniken sind, aber ich hatte Glück-

Bei mir hatten sie paranoid Schizophrenie festgestellt und mich mit Medikamenten geheilt.

Erstmal Abstand von allem und es geht nur um dich-

Wenn du einen entsprechenden Leidensdruck spürst, dann kann ich nur dazu raten.
 

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