Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Selbsteinweisung?, Pmbs, Konsum [Triggerwarnung]

Emma79

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

Bitte antwortet auf den Text nur wenn ihr Erfahrungen mit dem Thema habt. Ob durch andere oder durch euch selber.

Ich habe mehrere Psychische Erkrankungen Mittlere depressionen, Manie, Borderline und ADS sowie was mich derzeit am meisten belastet derzeit die Vermutung meines Psychiaters, dass ich unter einer Posttraumatischen Belastungsstörrung leide was auch kein Wunder ist wenn man sich meine Kindheit/Jugend anschaut. Ich wurde mehrfach Vergewaltigt von mehreren Personen unabhängig voneinander. Bspw. Wurde ich von einem 50 Jährigen unter Drogen gesetzt als minderjährige (über längeren Zeitraum)sowie manipuliert mit ihm Zeit/Sachen zu machen er sagte damals "ich fande dich schon mit 14 fickbar". Ich war ziemlich naiv und dachte "ich bin so hübsch, dass er mich schon mit 14 ausgewählt hätte" erst heute checke ich der Typ war Pedophile und die erlebnisse mit ihm haben mich wie auch die Erlebnisse zuvor stark beeinflusst. Heute checke ich aufeinmal alles was mir früher passiert ist ich hatte Flashbacks von den früheren Situationen nach dem mir eine Bekannte erzählt hat, dass sie in der Vergangenheit vergewaltigt wurde.

Der Punkt ist folgender: Ich fühle mich derzeit völlig durch den Wind ich kann keinen klaren Gedanken fassen und habe derzeit keinerlei Antrieb, weiss nicht wo ich beginnen soll, mit was, schaffe Organisatorisches nicht schaffe seit es mir schlecht geht meine Körperpflege(außer Duschen) nicht mehr so wie zuvor sogar das ist anstrengend. Arbeitsunfähig bin ich derzeit auch durch Angstzustände und eines Burnouts welches wahrscheinlich durch meine eh schon angeknaxte psyche kam. Seit ich 16 bin nehme ich Escitalopram und seit ich 17 bin kiffe ich. Mit drm kiffen hatte ich 2 Jahre aufgehört in der Schwangerschaft und Stillzeit. Habe dann aber wieder angefangen. Früher habe ich ziemlich starke sachen wie Kokain konsumiert mit den ganzen sachen möchte ich nichts mehr zu tun haben ich rauche "nur noch", trinke auch keinen Alkohol.

Seit ich das offen mit meinem peychiater besprochen habe hat er gesagt ich müsse dahin kommen gar nicht mehr zu rauchen und solle mich zumindest runter reduzieren. Mit Hilfe meines Mannes habe ich das jetzt auch geschafft (seit 2 wochen) nur noch abends. Wirklich helfen tut mir das gefühlt nicht. Ich fühle mich nur noch mehr durch den Wind auch wenn ich verstehe, dass er durch meinem Konsum die Wirkung der antidepressiva nicht abschätzen kann. Ich weiss allerdings, dass die medikamente wirken da ich in jeder Zeit in welcher ich sie nicht genommen habe immer manische Ausbrüche hatte. Für meine Psychischen Erkrankungen ist Gras laut der aussage meines Psychiaters auf lange Sicht nicht geeignet. Auf der einen Seite denke ich "ja ein mensch funktioniert am besten ohne Konsum mittel" auf der anderen seite denke ich "er hat in seinem Studium gelernt, wie schlimm gras ist und, dass es eine Droge ist gäbe es einen spezialisten welcher wüsste welche sorte er mir in welcher Dosis gibt müsste ich gar nicht gänzlich aufhören " auf der anderen Seitr habe ich angst meine Therapie zu gefärden durch meinen Konsum weswegen ich ihn auch runter gefahren habe.

Last but not least....Ich habe ein kleines Kind und fühle mich momentan total instabil weswegen in mir tatsächlich schon der Gedanke kam mich einweisen zu lassen da dort spezialisten für meine Erkrankungen sind. Erwähnen sollte ich noch, dass ich derzeit nur bei einer Übergangsstation bin also mir auf lange Sicht einen Therapeuten suchen muss(aber wer nimmt mich den mit den ganzen Baustellen)?! Meinen psychiater sehe ich nur alle 3-4 Wochen was mir eigentlich zu wenig ist. Mein Mann meint ich solle mir aktiv jemanden suchen und an meiner stelle würde er erstmal eine Therapie ohne ambulanz probieren. Das dauert doch aber ewig bis ich das finde. Ich hatte noch nie den gedanken mich einzuweisen jetzt gerade funktioniert bei mir aber kaum etwas. Und ich habe manchmal das gefühl anderes Unfeld und das nur mit sich selber beschäftigen würde gut tun. Auf der anderen Seite habe ich ein kleines Kind welches bei seinem Papa gut aufgehoben ist ich aber total vermissen würde. Auf der anderen seite wäre ich danach vielleicht wieder stabiler...Hast du auch schon Erfahrungen mit der Psychiatrie grmacht oder dich schon selbst eingewiesen? Wenn ja warum? Was sind so eure gedanken dazu?

(bitte nur ehrliche Ratschläge und Meinungen und keine gemeinen Kommentare weil es mir eh schon schwer gefallen ist das ganze zu schreiben).
 
Hallo Emma
Ich weiss nicht genau ob es sowas gibt, aber es wäre wert da mal nachzufragen beim Arzt oder der Krankenkasse: Es gibt ja normale Mutter-Kind-Kuren, vielleicht gibt es sowas in der Art für Mütter mit psychischen Problemen.
Zweite kleine Idee, weiss aber nicht inwieweit das machbar ist von den Kliniken: Du lässt dich einweisen, mit der Vorrausetzung das du am Wochenende oder 1-2x die Woche nach Hause kannst zu deinem Kind, du das du dein Kind immer mal siehst und erlebst und dir trotzdem geholfen wird.
Denke so ist es auch gut, weil dein Kind ja, wie ich herauslese, wichtig für deine Psyche ist, das du immer real siehst das es gut aufgehoben ist.
Ich wünsche dir viel Glück, und bitte wenn jemand dir komisch kommt, denke dir das dieser Mensch kein Einfühlungsvermögen hat oder dich nicht kennt, nimm seine Meinung nicht erst. Nur gute Menschen urteilen nicht voreilig. Sieh bitte nach vorne, es gibt hier Menschen dir dir gern mit Rat bestehen wollen wie sie nur können. Glaub bitte an dich.
 
Hallo @Emma79,
habe auch Borderline und PTBS wegen
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
sexuellen Missbrauchs
und wiederkehrende Depression (die aber gerade gsd weg ist) und verstehe wie du dich fühlst.
*Drück dich mal*

Mit Psychatrie hab ich keine Erfahrung, nur Traumatherapie, DBT-Therapie und Tagesklinik.
Hab aber Freundinnen mit Borderline die schon dort waren und denen es geholfen hat als NICHTS mehr ging bei denen oder sie
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Suizidgefährdet waren und hin mussten damit sie sich nichts antun.


Es gibt Tageskliniken für Depression mit DBT-Programm, das geht auch meist nur bis nachmittags, bzw. die Muttis dort sind früher gegangen um ihre Kinder abzuholen.
Da kommt man recht schnell rein, wenn man nochmal nachhakt nach ner Weile.

Noch mehr empfehlen kann ich dir Traumatherapie für die Verarbeitung der
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Vergewaltigung(en).


Und ganz besonders DBT als 12 Wochen-Programm in einer Klinik, das ist wie ein Seminar dort und du lernst besser mit Borderline zu leben. Da wartest evtl. länger bis zu 6 Monate, aber auch da hilft nachhaken manchmal oder man hat Glück das Sommerloch oder so zu erwischen.

Durch DBT kannst du eventuell von Drogen ablassen und Skills anwenden um zurecht zu kommen.
Langfristig gedacht auch besser für dein Kind und die Beziehung zu deinem Mann um diese aufrecht zu halten.

Ich kann verstehen das man Gras rauchen will, es ist schließlich wie ein Pause-Knopf.
Langfristig allerdings nicht förderlich, weil man immer mehr braucht damit es wirkt und außerdem kann es zu Psychosen führen.
Hoff du passt auf das dein Kind nichts abbekommt, Gras kann die Entwicklung/Funktion des Gehirns beeinträchtigen, sollte man nicht vor 20 konsumieren eigentlich.
Was helfen kann ist eine kurzfristig-langfristig Pro und Contraliste dazu zu schreiben, sowas lernt man auch bei DBT.
Hier:
und hier:


Schau mal im Skills-Thread vorbei:

Horche mal in dich hinein, was kannst du dir Gutes tun?
Inspirationen im Selbstfürsorgethread:

Ah steht schon drin:
Vielleicht magst in die Überschrift noch "Trigger" setzen, weil du
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Vergewaltigung
ansprichst?
Anderen geht es dann nämlich so wie dir, als deine Bekannte dir davon erzählte...Flashback und Zusammenbruch eventuell.
Ich bin grad stabil, also grad ist das egal.
Tagesformabhängig bei mir.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was man bedenken könnte, wenn du in die Psychiatrie in ein Krankenhaus gehst, das eine DBT-Station hat, dann könntest da schnell in die DBT-Station rein rutschen ohne lange Wartezeit.
Wir hatten ein paar die von der geschlossenen Psychiatrie (geschlossene muss bei dir ja vermulich nicht sein) in die DBT-Station kamen. Die waren 2-4 Wochen in der Psychiatrie und kamen dann rüber.
 
Allerdings sollte man für das DBT-Programm halbwegs aufnahmefähig sein.
Vielleicht lässt dich auf die Warteliste bei einer Tagesklinik für Depression (mit bestenfalls DBT-Zusatz) setzen und auch auf die Warteliste für eine DBT-Station (12 Wochen Programm).
Dann gehst erstmal zur Tagesklinik um dich etwas zu stabilisieren und aus der Depression raus zu kommen und danach kannst gut das DBT-Seminar-Programm durchziehen (auch sehr anstrengend, aber es hilft!).
 
Hallo Emma,

ich war 2024 für ca. 6 Wochen in der Geschlossenen.
Dann Entgiftung.
17 Wochen Suchtklinik in Vielbach.

Dazu eine PtbS und schwere Depression.
Dazu noch das eine oder andere Trauma - da möchte ich hier nicht in Details gehen.

Kein leichter Weg. Schau mit deinem Arzt wie Du da Schritt für Schritt raus kommst.
 
Guten morgen,

es tut mir sehr leid, was dir passiert ist.
Schwertlilie hat dir schon einige gute Sachen geschrieben. Ich wollte nur nochmal bekräftigen, dass Tagesklinik eine Alternative ist zur stationären Einrichtung. Ob es dir dann hilft hängt von vielen Einzelheiten ab, aber da kannst du morgens und abends dein Familienleben haben.

Ich rauche auch seit Jahren Gras. Für mich ist das mein Medikament - bestelle es auch in einer Apotheke mittlerweile. Es ist allerdings bei mir so, dass der Konsum von Zeit zu Zeit überhand nimmt (in meinen Augen) - mein Alltag mit 2 Kindern läuft immer.

Was ich sagen will, werte dich nicht selbst ab. Du scheinst dir deiner Situation bewusst zu sein, das ist schon mal viel wert. Bei mir haben Ärzte teilweise sehr gelassen auf meinen Graskonsum reagiert und andere haben mich als Junkie abgestempelt. Man sollte nicht so viel auf andere Meinungen geben!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen weiteren Weg!

Liebe Grüße!
 
Hast du auch schon Erfahrungen mit der Psychiatrie grmacht oder dich schon selbst eingewiesen? Wenn ja warum? Was sind so eure gedanken dazu?
Hey Du, puh, das klingt nach einer sehr schwierigen Situation.
Vieles, was du erzählt hast, kenne ich aus eigener Erfahrung (Cannabiskonsum, Trauma, ADS, emotionale Instabilität, Depression), deswegen kann ich dir ein wenig von meinen Erfahrungen erzählen.

Ich habe auch seit ca. 15 Jahren ein Thema mit Cannabis, hatte auch viele Phasen, in denen ich täglich und viel konsumiert habe. Ich verstehe sehr gut, dass es Halt gibt, hilft, von den erdrückenden Gefühlen Abstand zu nehmen, hilft, sich leichter zu fühlen. Aber ich kenne auch sehr, sehr gut die Schattenseiten. Lange Zeit wollte ich es auch nicht los lassen, weil es auch ein Stück meiner Identität war, eine Möglichkeit, entspanntere und leichtere Seiten auszuleben, einfach zu "chillen" halt. Es hat mir viel Angst gemacht, wer ich ohne bin, ob ich dann nur noch leer, traurig und schwer bin.
Aber so ist es zum Glück nicht. Inzwischen habe ich es geschafft, mehrere Jahre ganz ohne zu leben und in den letzten Jahren phasenweise am Wochenende zu kiffen. Hier muss ich sehr aufpassen, dass es sich nicht wieder täglich einschleicht, im Sommer hing ich für einige Wochen wieder tiefer drin.
Es ist natürlich bei jedem Menschen unterschiedlich, trotzdem ist es leider, leider (ich finde es auch sehr ungerecht) so, dass Cannabis in der Regel psychische Symptome verschlechtert (nicht unbedingt während des Konsums aber oft in Folge). Es kann kurzzeitig helfen, eine sehr schwere Phase zu "überleben", ich will es auf keinen Fall generell verteufeln. Aber meist verstärkt Cannabis bei schon vorhandenen psychischen Problemen Depressivität, Ängste und emotionale Instabilität, auch das Schlafen.
Wenn ich jetzt manchmal noch am Wochenende oder generell ein paar Tage in Folge kiffe, merke ich, dass ich danach, wenn ich wieder nüchtern bin, schlechter schlafe, gereizter und teilweise auch depressiver bin. Als ich im Sommer nochmal einige Wochen am Stück gekifft habe, hatte ich danach eine schwere Krise mit extremer emotionaler Instabilität.

Da du schon so viele Jahre am Stück konsumierst, stelle ich mir den Entzug ziemlich schwierig vor. Dass es dir psychisch erstmal schlechter geht, ist leider ganz normal. Das ist erstmal kein Beweis, dass es dir mit Cannabis besser geht, sondern (meiner Einschätzung nach) einfach der Entzug. Gefühle, die du sonst gedämpft hast, kommen wieder, dein ganzen System kommt erstmal durcheinander, weil die gewohnte Substanz weniger wird/ fehlt.

In Kombination mit all deinen anderen Themen denke ich auch, dass es wichtig wäre, dir Hilfe zu holen. Ein stationärer Aufenthalt kommt mir da sinnvoll vor. Ich selbst war auch mal in der Klinik, manches war gut, manches war schwierig. Kliniken sind einfach sehr unterschiedlich. Aber damit es hier nicht noch länger wird, höre ich mal auf zu schreiben, du kannst gerne nachfragen.

Mein Fazit: Das kling insgesamt nach zu viel, um es gut alleine bewältigen zu können. Externe Unterstützung (zusätzlich zu deinem Psychiater) kommt mir sehr wichtig vor.

Die Idee mit der Tagesklinik finde ich auch gut! Da ist die Hürde vielleicht geringer, weil du bei deiner Familie bleiben kannst. Und wenn du merkst, es reicht nicht, könnte immer noch ein komplett stationärer Aufenthalt folgen.

Erstmal alles Gute 🌷
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte bisher nur einen Eintagesausflug auf die Psychiatrie. Wegen Gras. Auch wenn das bei dir nicht so heftig ist, man sollte das Zeug nicht unterschätzen. Ich kenne keinen Langzeitnutzer, bei dem ich sagen würde: Macht nix. Wenn du das Gefühl hast, du solltest vielleicht stationär gehen, dann tu das. Es weiter hinauszuzögern, bringt nichts. Aber informiere dich vorher gut, wohin es gehen soll.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben