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Selbständig und mit den Nerven am Ende. Aufgeben oder nicht ?

  • Starter*in Starter*in Fidelity1
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habt ihr noch (fin.) reserven, um euch mal für ne kleine zeit in ruhe zurückzuziehen und mal ohne druck zu überlegen, wie ihr euer geschäft wieder flott kriegt???? mal 4-8 wochen brainstorming recherche machen?

vergiss es, wenn er das macht hat er nach diesen 4-8 Wochen keinen einzigen Kunden mehr.
Keiner wartet weil man Probleme hat, man geht eben zur Konkurrenz.

Ich hab meine Probleme nicht bei der Auftragslage sondern mit Vater Staat.
Was die sich derzeit erlauben ist einfach eine Frechheit.
Im Jänner hatte ich 2 Überprüfungen bei der Tankanlage.

ZWEI in einem Monat !!!

Und warum? Weil osteurop. Spediteure mit Heizöl fahren statt teuer versteuerten Diesel zu tanken.
Und da die Osteuropäer das machen verdächtigt Vater Staat nun heimische Unternehmen.
Mit gehts nicht um die Prüfung an sich, meinetwegen können sich auch baden gehen in den Tanks wenns ihnen danach besser geht.
Aber es ist zeitaufwendig, sich mit diesen Typen rumzuärgern.
Meine Mitarbeiter sind abgelenkt, zumindest einer muß mit den Typen mitgehen zu den Tanks und warten während die prüfen.
Also zahl ich ein Gehalt obwohl der gute Mann nur herumstehen kann.
Wie komm ich dazu?

Also bin ich bei der 2. Prüfung selbst mitgegangen und hab den Herren Feuer unterm A**** gemacht. Bin gespannt wann sie wiederkommen.

Aber Hauptsache, man darf pünktlich seine Abgaben ans Finanzamt überweisen.
Und gar nicht wenig.
Davon werden dann die Typen bezahlt die einem die Zeit rauben.
 
Wir verkaufen Verbrauchsmaterial für Drucker, Plotter und sämtliche IT- Hardware. Natürlich ein markt, der - wie wir alle wissen - extrem umkämpft ist. Unseren Mitbewerbern geht es ja wenn man bei den Geprächen genauer hinhört genauso.

Das Schlimme ist, alle Lieferanten gehen auch direkt an Endkunden, so dass wir jeden einzelnen Artikel wie z.B. Papierrollen (an denen eh schon nichts verdient ist) auch noch mühevoll umetikettieren müssen. Ein Hinweis woher die Ware kommt und der Lieferant unterbietet uns gnadenlos.

Ich sehe momentan einfach keinen Weg wie man das als Ein-Mann-Betrieb verbessern könnte, und jeder Versuch mit neuen Lieferanten in Kontakt zu treten endet mit der Erkenntnis, dass immer gleich Masse erwartet wird. Die Kunden haben das Spiel längst erkannt und wissen genau wie sie einen drücken können, denn einer liefert immer billiger. Ich bin so langsam demotiviert und auch irgendwo hilflos. Deswegen bin ich auch öfters agressiv. Zwar nicht gegen Kunden aber es ist einfach das Resultat der permamenten Schufterei ohne nennenswerten Erfolg.

Bei dem Beitrag muss ich ehrlich gesagt, erstaunt sagen, Hut ab, dass du dich überhaupt noch halten kannst. Ich und viele, die ich kenne, kaufen IT-Artikel ausschließlich Online. Selbst größere Ketten wie K&M und ARLT haben in den letzten Jahren einbüßen müssen. Ich selbst hab diese Filialen seit 4-5J. auch nicht mehr besucht. Wer sich ein wenig mit IT auskennt, weiß auch, was Preissuchmaschinen und Online-Shops sind. Gegen sowas kann man mit einem lokalen Laden nicht konkurrieren. Selbst MM und Saturn haben kapiert wie wichtig der Online-Shop ist.

Da kannst du dich wenden wie du möchtest, aber du befindest dich auf einem sinkenden Schiff. Und dessen bist du dir vermutlich auch schon bewusst. Auch bist du dabei nicht der Einzige, neben einem Restaurant, in dem ich gerne Essen gehe, befand sich früher auch ein kleiner IT-Shop. Der Laden wechselte schon etliche Male den Besitzer, ständig ein neuer Name, hat aber wohl nie funktioniert, jetzt ist dort ein Tee-Laden ähnlich dem Reformhaus drin. Zumindest sehe ich nun ab und zu Kundschaft dort 😉

Du kannst die aktuelle Situation noch so weiterführen und dich irgendwie über Wasser halten, oder du triffst eben die Entscheidung zum Aufgeben jetzt. Aber wenn du nicht wesentlich dein Konzept änderst, wirst du keine neuen Kunden gewinnen, das hast du ja auch selbst erkannt.
 
Hallo Mike,

nun wir haben kein Ladengeschäft sondern liefern mehr oder weniger auf Bestellung, nur für Stammkunden die wiederkehrend bestellen haben wir ein kleines Sortiment.
Im Prinzip kommen wir ja eher aus der Digitaldruckbranche (Plotter, technische Papiere etc..), beiläufig hatten wir dann eben weil gewünscht auch IT Bedarf aufgenommen. Einen Onlineshop haben wir ebenfalls. Nur ist der nicht bei diversen Preissuchmaschienn gelistet, weil dazu ein dezidierter Server notwendig ist, und selbst wenn würde man sich mit 20 anderen messen, und bis wir auf die Masse kämen wo es sich lohnt mit 2% Marge zu rechnen kann man es eigentlich gleich lassen. Abgesehen davon kostet das Unmengen von Geld. Das war der Traum vieler, von zuhause aus einen Shop betreiben und den Großhändler direkt hinsenden lassen und nur noch die Rechnung schreiben.

Ich kenne meine Pappenheimer, und auch Amazon liefert z.B. Drucker ect. über einen unserer Lieferanten, die es logischerweise an uns teurer verkaufen (sehe ich am Absenderetikett). Und was soll man dazu sagen? Die Distributoren gehen alle zusammen und werden dadurch nochs tärker und der kleine Händler hat keine Chance mehr zu vergleichen.
Persomalmäßig bekommt man auch nicht einen Mann der sich wirkliuch reinhängt, alle wollen sie gleich groß geld verdienen ohne sich groß reinzuhängen, daher war ich bisher auch immer auf mich allein gestellt.

Im Prinzip ist es genau so wie du es beschreibst, ich versuche das klägliche Umsatzniveau mit Ach und Krach zu halten, Tendenz langsam nach unten.

Mein Vater kommt immer wieder mit seinen Weisheiten, wenn er nochmals 30 wäre er würde was aus dem Laden machen blablabla und ob ich lieber mein eigener Chef bin oder immer auf mir rumtrampeln lassen will. Als ob es so einfach wäre. Der eigene Chef für welchen Preis? Um sich vollends kaputtzumachen?
 
Also ist doch ein Online-Shop? Allerdings dann ein Eigenständiger, oder? Nicht ebay, oder so?

Wobei Letztere auch eine große Konkurrenz für dich sein dürften. Ich halte von ebay nichts, aber dort sind ja in den letzten Jahren die "Selbstständigen" ja auch aus dem Boden geschossen. Früher, also anno 1998 war ebay noch cool, jetzt ist es der blanke Mist. Aber auch generell dreht imo die ganze Online-Shop und Distributoren Branche im IT-Bereich mehr und mehr am Rad.

Bei dem, was du schreibst, muss man kein BWLer sein, um zu erkennen, dass du in den wirtschaftl. Selbstmord segelst. Willst du da wirklich hin?

DAS ist eine Entscheidung, die du allein treffen musst. Lass dich dabei nicht von z.B. deinem Vater oder anderen Leuten beeinflussen. Ich bin zwar erst 27, aber selbst ich habe gelernt, dass das Leben weder weiß noch schwarz ist. Meist ist es doch so, dass Menschen, denen es gut geht, etwas loben und die, denen es schlecht geht, klagen. Doch ist die Wahrheit nicht irgendwo dazwischen?

Ich denke, dass es keine Schande wäre, wenn du deinen Laden schließt und dich z.B. für das Angestelltenverhältnis entscheidest. Denn nicht jeder Angestellte wird wie ein Leibeigener behandelt. Ich bin etwas seit 5J. Angestellter und hatte noch nie das Gefühl, komplett eingeschränkt und unterdrückt, arbeiten zu müssen. Ich bin aber auch per Du mit dem Chef und auch wenn ich Vorgaben einhalten muss, so empfinde ich sie nicht als Zwang, sondern als sinnvoll. Und das ist der springende Punkt, ich denke, egal, ob selbstständig, angestellt oder sonstwas. Entscheidend ist doch einzig und allein, dass man auch ein wenig Freude an seiner Tätigkeit hat. Letzteres konnte ich deinem Thema bisher überhaupt nicht entnehmen.

Aber, klar ist auch, dass jede Entscheidung eine Konsequenz birgt. D.h. es ist unsicher, wie dein Laden weitergeht, aber es ist auch unsicher, ob es mit und wie es im Angestelltenverhältnis klappt. Vielleicht wird als Angestellter ja noch schlimmer, das kann nun keiner wissen. Daher sollte die Entscheidung schon wohl überlegt sein, ggf. schaust du dich erstmal auf dem Arbeitsmarkt um, bevor du dich voreilig entscheidest.

Aufjedenfall jedoch empfehle ich dir, dich bald zu entscheiden. Denn bedenke, keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung. D.h. der Wartende, lässt Andere für sich entscheiden 😉
 
AW: Gib Deine Geschäft auf ...

... denn es ist unmoralisch, Dinge zu verkaufen, von denen Du genau weißt, daß es die Kunden anderswo, bei gleicher Qualität und gleichen Service, deutlich billiger bekommen!

Du bist offensichtlich ein völlig überflüssiger Zwischenhändler, der die Ware nur unnötig verteuert!

Und offensichtlich hält Dich ja auch nur noch die Meinung Deines Vaters, vor der Aufgabe Deines Frust-Ladens ab und das ist kein gutes Argument.

Also mach dicht und suche Dir was Reelles!

Nun, erstmals ist diese Antwort eine absolute Unverschämtheit. Und unmoralisch ist es nicht wenn jemand seine Waren zu einem Preis anbietet der für ihn kosten deckend sein muss. Ein kleiner Laden kann eben nicht zu Supermarktpreisen anbieten. Letzendlich entscheidet der Kunde ob er die Ware zu dem Preis kauft oder nicht. Wir haben in der Tat mittlerweile eine Mentalität das viele glauben, waren seinen so was wie Geschenke und es sei eine Frechheit einen reellen gegen wert zu bezahlen. Vergesen wir mal nicht das vile günstige reise nur möglich sind weil diejenigen die sie herstellen oder verkaufen zu hungerlöhnen arbeiten müssen. Wo ist da denn die Moral? Und wer zu solchen löhnen arbeiten muss- und das werden immer mehr- der muss natürlich auch aufs Geld gucken. Es tut vielen richtig weh wenn sie mehr bezahlen müssen. Deshalb sind Kunden aber nicht böse, sie nutzen nur die Möglichkeiten die die Wirtschaft Ihnen bietet.

Und wenn Rainer hier von Moral redet und von überhöhten Preisen- seine Ratschläge verkauft er ja auch teuer und die taugen auch nichts.
 
Hallo Mike, ja wir haben einen Onlineshop, da wir damals meinten die Kunden wollen das und wir wollten mir der Zeit gehen. Alle Kunden wurden auch angeschrieben und darauf hingewiesen, bis auf eine Handvoll bestellt da aber keiner drüber. Dann ist es auch kompliziert mit den Preisen, da wir um hier und da noch einen EURO rauszuschlagen begonnen hatten den Kunden einzuschätzen, manche bezahlen gerne etwas mehr ohne zu vergleichen, andere sind Pfennigfuchser. Da müsste man jedem Kunden seine Preise einstellen, was unmöglich ist. Sieht dann der teure Kunde dass er es im Shop viel billiger bekommt geht das Spiel wieder von vorne los.

Zu Rainers Aussage sage ich erst gar nichts mehr, das war wohl dahergeschrieben ohne nachzudenken.

Und Mike, ja ich habe eigentlich innerlich schon irgendwie den Mut und die Motivation verloren, stell dir vor am Wochenende ist wieder eine Messe wo unsere Lieferanten ausstellen, unsere Kunden hingehen und dort quasi direkt auf unsere Konkurrenz stoßen während wir gleichzeitig Geschäfte mit beiden machen wollen. Völlig skurril oder ? Mein Vater sagt dann wieder die Zeit ist halt so, man muss mit den Wölfen heulen, gut Wetter machen, selbstbewusst auftreten, sich für den Größten halten etc.... nur ob ich das vom Charakter her bin bezweifle ich.

Abzocken, bescheißen, andere ausnutzen und über Leichen zu gehen für die eigene Gier ist irgendwie nicht mein Ding. Und ich sehe wie es jeden Tag da draußen abgeht. Nur ist auf der anderen Seite irgendwie Respekt da wieder ein Angestelltenverhältnis zu suchen, denn ich bin ja quasi hier gescheitert.
 
AW: ....denn ich bin ja quasi hier gescheitert.

Hallo Fidelity,

das würde ich nicht so sehen, denn immerhin konntest Du sechs Jahre davon leben und hast wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Du sollstet den Realitäten klar ins Auge sehen: Das Geschäftsmodell funktioniert nicht richtig. Du brauchst andere Produkte und andere Lieferanten. Die Zeiten wo man in Fernost günstig palettenweise bestellen konnte, sind vorbei. Heute kauft man dort containerweise ein; anderfalls Kannst Du hier nichts mehr daran verdienen. Und den Mitbewerber reich machen, um die Sachen dann mit 3% Marge weiter zu verkaufen, kann auch nicht der Sinn Deines Tuns sein. Mit einem Handelsgeschäft bist Du eben auf Umsatz angewiesen, ...und auf günstige Einkaufsmöglichkeiten. Im Internet sind die Waren und Preise vergleichbar, wie sonst nirgends. Teilweise kämpft Du da gegen Wohnzimmerfirmen, die kaum laufende Ausgaben haben und von der A-Agentur mit Exitenzgründungszuschuss über Wasser gehalten werden.

Kannst nicht auch mal Sonderposten zu wirklich guten Preisen einkaufen? Kannst Du Dich mit ein oder zwei benachbarten Mitbewerbern zusammentun, um mit Großbestellungen bessere Preis aushandeln zu können? Kannst Du etwas anbieten, was die anderen nicht haben? Evtl. eine Dienstleistung? Falls Du weiter im Internet verkaufen möchtest, dann konzentriere Dich auf ein oder zwei gute Lieferanten. Achte dabei auch auf Qualität. Nichts ist schlimmer, als ein verärgerter Kunde. Schaffe Dir Alleinstellungsmerkmale. 3 Jahre Gewährleistung? Und wenn Dein Kunde mal einen besonders günstiges Sonderangebot braucht, da gehe darauf ein.

Freundliche Grüße

John
 
Hallo John,

so einfach ist das leider nicht und wurde teilweise ja auch schon probiert:

1) Sonderposten sind sicherlich mal möglich, aber ich kann nicht von Gelegenheitsdeals leben, ich bräuchte ein Standbein mit Struktur dahinter.

2) Was anbieten was die anderen nicht haben - das tun wir im Prinzip schon durch die Flexibilität, d.h. Kunden König bekommt auch schonmal am selben Tag noch die Ware, dabei stellen wir die sachen nicht einfach vor die Tür, sondern tragen es ihm auch noch an die Verwendungsstelle. Das bedeutet bei schweren papierrollen oft Krafteinsatz und Zeitaufwand, der aber in keinem Verhältnis zum Gewinn steht.

3) Das mit anderen Zusammentun hat sich in der Vergangenheit auch als schwierig erwiesen, da es leider sehr oft so ist, dass eben jeder seinen Vorteil daraus ziehen will und den anderen dann doch wieder übers Ohr zu hauen versucht. Mein letzter "Partner" mit dem ich was aufziehen wollte hat nebenher für die Konkurrenz gearbeitet und ist heute auch dort. Keiner will eben sich anstrengen oder Verantwortung übernehmen.

Es ist einfach auch keine Struktur mehr da, alles ist aus dem Ruder gelaufen. Ich würde fast schon von Flohmarktgebahren sprechen, alles geht nur noch über den Preis, und man pokert ob man bei diesem oder jenem Kunde noch 1-2 eur mehr rausholen kann. Selbst hochpreisige Produkte sind übers Internet weit unter unserem EK zu haben, und groß Dienstleistung etc. aufziehen ohne Manpower, alles alleine, ich kann auch noch bis Mitternacht erbeiten bis ich mal morgens im Büro liege. Und wenn ich wie gesagt über Amazon & Co. beziehe und feststelle, dass die Ware über unserer eigenen Lieferanten kommt bei denen wir preislich nicht mitkommen dann krankt etwas ganz gewaltig. Im Prinzip komm ich mir vor wie auf einem Schlachtfeld, wo ums überleben gekämpft wird, aber Organisation und Struktur sind fast gar nicht mehr denkbar.

Ich würde ja was ganz anderes anfangen, nur wieviele versuchen das, und wieviele Prdukte gibt es noch die einen in gewissem Maße alleine stellen? Ich grüble seit Monaten aber mir fällt nichts ein.
 
Hallo Fidelity,

wenn ich das richtig interpretiere, hast Du das Geschäft von Deinem Vater übernommen? Dann wäre mir um einiges verständlicher, warum Du Dich bei der Entscheidung so quälst, drehst und wendest...

Das Dein Warenangebot keine besseren Margen und Vertriebswege mehr zu lassen, haben wir ja gelesen.

Liegt das größte Problem nicht darin, sich selbst und vor den Eltern einzugestehen, dass das, was früher mal florierte, nicht zwingend für die Ewigkeit bestimmt sein muß?

Gerade wenn Kinder das aufgebaute Unternehmen übernehmen, sehen sie sich für alle Zeit dafür verantwortlich. Zeiten ändern sich, man muß es nur rechtzeitig erkennen - bevor zuviel Schaden entsteht! Es hilft Dir nicht, Dich von Deinem Vater in eine Rolle drängen zu lassen, der Du Dich nicht mehr stellen kannst.

Meine Eltern haben damals auch solche Äußerungen gemacht, jedoch haben sie nach ein paar Jahren erkannt, wie sehr ich unter dem Druck gelitten habe.

...und Du glaubst gar nicht wie schön auch ein Angestelltenverhältnis sein kann, jeden Monat das Gehalt, kein blödes Finanzamt mehr und noch tausend Dinge mehr 🙂 zudem werden sicherlich sehr gerne Leute eingestellt, die mal Selbständig waren - möchte doch eine klitzekleine Behauptung aufstellen, dass wir in manchen Dingen unternehmerischer Denken.

Weiterhin alles Gute🙂
 
Hallo Fellimaus, ja ich habe versucht das Geschäft zu übernehmen. Von ehemals 5 Leuten sind wir jetzt eben noch zu dritt, d.h. ich mache den hauptteil, mein Vater fährt noch Waren aus, und noch eine kleine Aushilfe.

Ich muss dazu sagen, dass ich in die Firma kam wo mein Vater bereits dieser ein privates darlehen gegeben hatte weil es eigentlich da schon nicht mehr ging. Dazu kamen Misstände mit Mitarbeitern, Abwerben zur Konkurrenz, Mitarbeiter die keine Lust haben und statt Kundenbesuche tätigen im Cafe sitzen usw... dazu der Werteverfall und das heutige Geschäfstgebahren - letztendlich alles auch Umstände für die ich nicht wirklich etwas kann, denn mehr als jeden Tag kämpfen geht ja nicht.

Und ja ich leide darunter. Mit meinem Vater kann ich hier nichts mehr reißen und ein gleichgesinnter Mitstreiter der mit Herzblut an die Sache rangeht ist nicht zu finden. Wie hätte ich also auf einen grünen Zweig kommen sollen wenn man immer wieder für Mitarbeiter viel Geld investiert und diese dann nicht mitziehen?

Mein Vater heute wieder: wenn da 3 Jungs wären die sich richtig anstrengen könnte man noch was draus machen,wenn er nochmals so jung wäre würde er es allen zeigen usw.. immer dieselbe Leier. Und immer versucht er mir klarzumachen ob ich lieber Chef sein will oder mir als Angestellter auf dem Kopf rumtrampeln lasse.
 

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