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Selbständig, fast keine Einnahmen, was nun? Brauche eure Meinungen! Bin verzweifelt..

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Hier handelt es sich um eine kleine Änderungsschneiderei....
Auch die gilt nach deutschem recht als Unternehmen wenn auch im kleinen Stil. Die Führung eines Unternehmens ist zumindest in den Grundlagen immer gleich, daher sollte man sich in Grundlegenden Dingen und Zusammenhängen ungeachtet der Größe und Form des Unternehmens auskennen. Zudem sei gesagt das die Finanzbehörde einem Unternehmer dessen Geschäft keinen oder nur Geringen Umsatz bzw. Gewinn bringt (nach Steuer) Liebhaberei unterstellt. Dies hat zur Folge das, das Unternehmen geschätzt wird ein Umstand der zu Zahlungen verpflichtet die im Nachhinein aus dem Privatvermögen zu leisten sind. Dies führt in der Regel zu einer weiteren Kapitalverknappung womit der als Unternehmer auftretenden Person eher geschadet denn genützt wird. Liebe TE Wenn du was verständlich ist deine Schneiderei behalten möchtest musst du dir Nischen suchen, etwas was so nicht angeboten wird, etwas das es nur bei dir gibt. Zeitgleich musst du dich um Absatzmärkte kümmern das kann Onlineverkauf sein aber auch die Eingliederung in das Sortiment eines Kaufhausen. Dann aber muss auch sichergestellt sein das du für kontinuierlichen Nachschub sorgen kannst. Daher gibt es für dich nur den Weg der Qualität vor Quantität zu entsprechenden Preisen. Dein jetziges Geschäft wird nicht überleben da ihm das "besondere fehlt. Zudem rate ich dir dich in einzelnen Bereichen der Unternehmensführung fort zu bilden, hierzu gibt es viele Möglichkeiten von verschiedenen Institutionen unteranderem die VHS. Bei Neuanschaffungen Beispielsweise gibt es die sgn. Ansparabschreibung, diese gibt die die Möglichkeit das Objekt der Begierde bis zu fünf Jahre vor dem Erwerb steuerlich geltend machen zu können. Einziger Haken Die Investition muss spätestens im fünften Jahr erfolgen ansonsten sind die ersparten Steuern rückwirkend zu erstatten.
 
Was nun?

Diese Arbeit ist mein Leben und der Laden war schon immer mein Traum. !

Erst mal die Reißleine ziehen.

Laden hin, Laden her, wenn die Unkosten Deine Einnahmen dauerhaft unterschreiten, dann heißt es STOPP!!!

Entweder Du hast eine erfolgversprechende Strategie die kurzfristige Wende einzuläuten, oder Du ergibst Dich den Tatsachen und machst den Laden dicht.

Besprichst die Angelegenheit im Vorfeld mit dem Sachbearbeiter und melde Dich Arbeitsuchend wenn ihm nichts Besseres einfällt.
Und während Du Dich für den sofortigen Einstieg in einen Dir angebotenen Job bereit hältst, führst Du die Schneiderei unter etwas anderen Vorzeichen zunächst einmal als Nebengewerbe von daheim aus weiter.

Das ist nicht das Aus Deines beruflichen Wunschtraums, sondern lediglich ein Tief.

Wenn Du kurzfristig einen Job vermittelt bekommst, dann kannst Du Dich erst einmal von der Selbständigkeit erholen und Deine Schneiderei nur noch ganz reduziert fortsetzen.
Solltest Du aber nicht so schnell einen Job bekommen, dann kannst Du vielleicht mehr schneidern und gibst dann wenn es gut läuft unter Umständen wieder einen Teil der Unterstützung zurück.

In jedem Fall aber kannst Du zur Ruhe kommen und den Neustart planen.
 
Bei Neuanschaffungen Beispielsweise gibt es die sgn. Ansparabschreibung, diese gibt die die Möglichkeit das Objekt der Begierde bis zu fünf Jahre vor dem Erwerb steuerlich geltend machen zu können. Einziger Haken Die Investition muss spätestens im fünften Jahr erfolgen ansonsten sind die ersparten Steuern rückwirkend zu erstatten.

Nochmal zum gleichen Thema:
Die Ansparabschreibung ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, wenn das Unternehmen keinen oder nur sehr geringen Gewinn macht. Die Ansparabschreibung spart in dieser Situation nur geringe Steuern, weil auch ohne Ansparabschreibung wenig oder keine Gewinnsteuern zu zahlen sind. Erfolgt innerhalb der kommenden 5 Jahre eine größere Investition und steigen in der Folge auch die Gewinne, hat man wirtschaftlich einen Nachteil, da die Abschreibung bereits erfolgte. Darüberhinaus ist zu berücksichtigen, dass die Ansparabschreibung die Gewinnsituation des Unternehmens ggf. ins Minus drückt und in jedem Fall die Kreditwürdigkeit senkt. Wird ein Kredit zur Anschaffung benötigt, kann es sein, dass man durch die erfolgte Ansparabschreibung diesen nicht erhält. Grundsätlich wäre aber zu überlegen, worin eine größere Anschaffung (welche Maschinen oder Geräte???) in einer kleinen Änderungsschneiderei bestehen soll?
 
Im Großen und Ganzen richtig. Jedoch halte ich hier Rettungsmaßnahmen für wesentlich wichtiger, als über allgemeine Grundlagen der Unternehmensführung nachzudenken. Eine Schätzung des Finanzamtes rechne ich daher auch zu den Eventualproblemen, die ich lieber erst diskutieren würde, wenn sich das Finanzamt so verhalten sollte. Und wenn die Schulden bereits das Vermögen übersteigen, kommt es auf einen evt. Zuwachs durch das Finanzamt auch nicht mehr an. Viel wichtiger sind aus meiner Sicht jetzt Maßnahmen, die zur Umsatz- bzw. Gewinnsteigerung beitragen. Immer eine Aufgabe nach der anderen...
LG; Nordrheiner


Die Ansparabschreibung greift bei größeren Investitionen das kann der Mähdrescher sein aber eben auch eine Computer gesteuerte Nähmaschine.
Die Höhe einer Investition hängt letztendlich von dem ab was zur Herstellung oder Erzeugung benötigt wird.

Ideen zur Rettung ihres Geschäfts gibt es hier viele, auch von mir
 
Nochmal zum gleichen Thema:
Die Ansparabschreibung ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, wenn das Unternehmen keinen oder nur sehr geringen Gewinn macht. Die Ansparabschreibung spart in dieser Situation nur geringe Steuern, weil auch ohne Ansparabschreibung wenig oder keine Gewinnsteuern zu zahlen sind. Erfolgt innerhalb der kommenden 5 Jahre eine größere Investition und steigen in der Folge auch die Gewinne, hat man wirtschaftlich einen Nachteil, da die Abschreibung bereits erfolgte. Darüberhinaus ist zu berücksichtigen, dass die Ansparabschreibung die Gewinnsituation des Unternehmens ggf. ins Minus drückt und in jedem Fall die Kreditwürdigkeit senkt. Wird ein Kredit zur Anschaffung benötigt, kann es sein, dass man durch die erfolgte Ansparabschreibung diesen nicht erhält. Grundsätlich wäre aber zu überlegen, worin eine größere Anschaffung (welche Maschinen oder Geräte???) in einer kleinen Änderungsschneiderei bestehen soll?[/QUOTE]


In eine hochmoderne Nähmaschine zum Beispiel, diese sind zwar nicht exorbitant teuer aber eben auch kein Schnäppchen.
Diese benötigt sie aber wenn sie einige der hier genannten Optionen in die Tat umsetzen will um weiter hin bestehen zu können.
Das die Kreditwürdigkeit sinkt stimmt, wobei es auf den Kreditgeber ankommt.
Zudem bekommt sie nur Geld wenn eine deutliche Umsatz/Gewinnsteigerung durch den Erwerb zu realisieren und zu erwarten ist.
 
Firmen wie Singer oder Pfaff bauen solche Nähmaschinen, Kostenpunkt etwa 6.000 €
Um es gleich zu sagen bevor wieder Kritik kommt, es handelt sich hierbei um ein Tischgerät die Größr weicht von einer normalen Maschine nicht oder nur wenig ab.
Die Möglichkeiten die sie offenbaren sind aber sehr vielfältig und kämen ihr nur zu gute sollte sie sich den Vorschlägen einiger Userinnen beherzigen.
 
Zumindestens bei mir in der näheren Umgebung da machen die Änderungsschneidereien alle zu.
Manche haben versucht, sich zu retten, indem sie mit Reinigungen kooperierten oder Secoundhandkleidung verkauften.


Scheint also nicht nur Dir so zu ergehen. *denk*


Eine Schneiderin bietet nun Nähkurse an. Ganz simple Sachen mit schnellem Erfolg für Anfänger. (Werbung über Internet und ganz normale Flyer). Nebenbei verkauft sie Nähmaschinen. Der Laden läuft.


Nur eine Idee. Ob die etwas taugt? Ich kann nicht beurteilen, wie es bei Dir vor Ort aussieht.



Nachdenkliche Grüsse!
Landkaffee


Pass auf, dass Du nicht in eine Schuldenfalle gerätst!
 
M.E. ist eine Änderungs- und Maßschneiderei ein Geschäftsmodell, das heutzutage zunehmend weniger Kunden findet als früher. Die Generation unter 30 dürftest du gar nicht bei dir finden.

es gibt immer mehr "komische" Schnitte der Klamotten, die absolut nicht auf normale figuren passen - ich muss mir fast alle hosen umändern lassen, das die sitzen, die ich kaufe, nicht bloss kürzen und reissverschlüsse einnähen. Also Bedarf ist da ;-)

puhh ich kenne boutiquen, die mit änderungsschneidereien kooperieren bzw. auch einen änderungsservice anbieten - vielleicht mal in der richtung aktiv werden. dann kostenfreie! werbung machen (facebook, twitter) evt. auch xing mal ausprobieren, selbst auf ebay gibt es einer handwerkerrubrik, wo man seine dienstleisungen anbieten kann. dann würde ich als erstes den laden abstossen, wegen mietkosten, wenn du in deiner wohnung/haus evt. ein extra "nähzimmer" hast und dich mal kunden besuchen kommen können. mal an "randgruppen" denken, mode/umänderungsarbeiten für rollstuhlfahrer - die sachen müssen ganz anders sitzen wie für Normalos, altersheime besuchen, da haben omma und oppa bestimmt auch mal was zum nähen - und die generation schmeisst nicht alles weg. eben auch ins haus kommen zu leuten die nicht so mobil sind (aber fahraufwand bezahlen lassen).
und.. ich würde parallell bewerbungen schreiben und mir nen 450 euro job als sicherheitsnetz suchen, solange der gewinn nicht zum leben reicht.
 
Also, gute Nähmaschinen ( ich rede von Leder ) gibt es ab etwa 400 Euro in sehr gutem Zustand. Für 1000 Euro gibt es die neueren Modelle. Wobei das Alter wirklich keine große Rolle spielt. ( allles Gebrauchtmaschinen ) Ich habe für mein erstes Stück - eine gute, deutsche Dürrkop - in den Achtzigern gerade mal 300 Mark bezahlt. Und die ist bis heute in täglichem Einsatz. Wobei die Gebrauchtpreise über die Jahre immer gefallen sind, einfach weil sich Nähen in der BRD nicht mehr lohnt und sehr, sehr viele Betriebe ( z.B. auf der Alb ) dichtgemacht haben. Und was die "Liebhaberei" ( FA ) betrifft: Da müssen schon einige Jahre ins Land gehen, ehe sowas passiert. Ich glaube, es sind sieben!
 
Nein mit der "Liebhaberei-Verdächtigung" kommen manche Finanzämter schon nach 2 jahren, bzw. wollen von Dir eine detaillierte Auflistung warum der Unternehmenserfolg bisher ausbleibt und du in den roten Zahlen stehst. Ging mir so, ich hatte im ersten Jahr Zahlungsausfälle, habe beim Einkauf leicht aufs falsche Pferd gesetzt, hatte unternehmensbedingte Anfangsausgaben, konnte aus krankheitsgründen und familiären Gründen das Unternehmen nicht sooo schnell nach oben pushen - ist ein Unterschied, ob du noch familiäre Pflichten hast, du dich krankheitsbedingt schonen musst, oder du dich 7 Tage 24 Stunden voll und ganz deiner aufstrebenden Firma widmen kannst. das fand ich absolut knallhart und irgendwie ungerecht - das ich da denen im FinanzAmt erstmal nen seitenlanges Pamphlet schreiben musste, warum wieso ich noch kein Millionär geworden bin nach 2 jahren Selbständigkeit. 7 Jahre lassen die dich garantiert nicht alle "hinwurschtlen". Die wollen finanzielle Erfolge sehen und zwar mglst schnell.
 

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