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Seit der Hund weg ist fehlt mir jegliche Freude

Bei solchen extrem schlimmen Eltern wirst du vermutlich nicht (oder nur sehr schwer )
viel Nähe zu anderen Menschen zulassen können..

Hallo,

danke für deine Antwort. Nun das ist nicht ganz falsch, ich brauche immer recht lange bis ich eine tiefgehende Beziehung zu jemandem haben kann, und es mehr ist als nur Oberflächlichkeiten/Smaltalk. Zu meinem persönlichen Glück habe ich sehr gute Freunde, die mir auch Anfangs diese Zeit gegeben haben.

Und mein Ex-Mann war damals eine große Ausnahme, der erste und bisher auch einzigste Mann bei dem ich umgehend tiefe Empfindungen hatte, es lag wohl daran, dass wir an dem Nachmittag als wir uns kennen gelernt haben dann bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr geredet haben.

Wir können uns auch heute noch stundenlang unterhalten, ohne dass uns der Stoff ausgeht. Und trotz der Trennung bestehen noch tiefe Gefühle der Zuneigung.

Ansonsten stimmt es schon, und hätte ich diese Ausnahmen nicht kennen gelernt, wäre ich vielleicht nicht nur alleine gewesen, sondern schon immer auch sehr einsam.
 
Hallo, tutzi



hast Du jemanden, an den Du Dich wenden kannst - hast Du darüber nachgedacht, für Dich thp. Unterstützung in Anspruch zu nehmen?


Als Kind warst Du nicht in der Lage, Deine Tiere vor Deiner Mutter zu schützen. Ich gehe davon aus, dass der Schmerz darüber nun wieder aufkeimt.

Heute
sieht das ganz anders aus: Du hast ihn geschützt - schützt ihn, indem Du ihn abgegeben hast.

Bei aller Trauer darum, dass er nicht mehr bei euch lebt, ist es wichtig, dass Du Dir dessen bewusst bist und Dich nicht mit Vorwürfen quälst.

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Nun ich sage es mal so, ich unterhalte mich mit manchen Freunden darüber, das tut auch gut, aber irgendwie verschwinden die Schuldgefühle deshalb nicht.

Über eine Therapie für mich habe ich nicht nachgedacht, da ich mit so etwas sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe, deshalb habe ich auch große Angst, dass meine Tochter an den Falschen geraten könnte, trotzdem bin ich mir sicher, dass sie diese Hilfe braucht.

Rational gesehen, weiß ich ja, das es Schwachsinn ist, dass er ja jetzt aus der Gefahrenzone hier weg ist und somit davor geschützt wurde. Dennoch, und das hat sicher auch etwas mit den schmerzhaften Erlebnissen in der Vergangenheit zu tun, mache ich mir sehr große Vorwürfe, habe ich Zweifel ob ich gut entschieden habe, fallen mir dauernd Dinge ein die ich vielleicht hätte besser machen können.

Ich hatte auch die Hoffnung, mit diesem Hund irgendwie mit der Vergangenheit abschließen zu können, dass er das erste Haustier sein könnte, dem nichts Böses wiederfährt, dem ich ein schönes und glückliches Leben bieten könnte. Und dann fängt dieser Kreislauf von neuem an, zwar nicht ganz so schlimm, aber genug um die selben Gefühle von Angst, Zweifel und Schuld auszulösen wie damals.
 

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