Ich finde nicht, dass ich aufgrund diverser "Mama ist ungerecht zu mir!"-Defizite eine Therapie brauche. Ich kenne es, egal ob aus dem restlichen Familien-, aber auch aus dem Freundeskreis nur so, dass man seine "Kinder", egal wie alt diese sind, gleich behandelt. Meine Cousine und mein Cousin sind 28 und 30, er hat ein Kind, sie noch nicht. Beide bekommen an Geburtstagen oder Weihnachten Geschenke von ziemlich genau demselben Wert und das Kind bekommt etwas extra, aber nichts, wovon mein Cousin als Vater auch oder gar mehr profitiert als sein Nachwuchs selbst.
Wenn jemand mal ein höherwertiges Geschenk zum Geburtstag erhält, dann wird das mit einem weniger teuren Weihnachtsgeschenk wieder ausgeglichen. So kenne ich es und so halte ich es für fair und gerecht. Es geht mir hier gar nicht mal um "Die kriegt ständig was Besseres als ich, buhu!", sondern rein ums Prinzip. Sie wird bevorzugt, egal ob mit Geld, gemeinsamen Unternehmungen oder was auch immer. Selbst wenn es eigentlich das Kind ist, das bevorzugt werden soll, so profitieren in erster Linie meine Schwester und ihr Mann davon. Meine Eltern wollen, dass das Kind was von der Welt sieht, also laden sie alle zusammen nach Italien ein.
Ich hatte früher auch nie Probleme oder dergleichen mit meinen Eltern, jedoch war meine Schwester immer diejenige, die bevorzugt wurde, weil sie eben auch immer wusste, sich in den Mittelpunkt zu drängen. Bei ihr war man schon froh und dankbar, wenn sie von der Schule eine Vier mit nachhause brachte, bei mir hieß es bei einer Zwei "Das hätte aber auch eine Eins werden können!" Das nur am Rande.
Gestern rief mich übrigens meine Mutter an und wollte mir den Termin für das jährliche Weihnachtsessen mitteilen. Ich habe ihr gesagt, dass ich eben aufgrund dieser Ungerechtigkeiten nicht mehr an solchen Feierlichkeiten teilnehmen werde. Ihre Antwort war "Achso ok, schade!" Kein Nachdenken, kein Wort der Reue, nichts. Na dann ist es eben so. 🙄
Edit: Nein, ich selbst plane eigentlich keine Kinder. Abgesehen von der Tatsache, dass ich meist nur befristete Stellen bekomme und ab Januar arbeitslos sein werde, wenn ich bis dahin keine neue Stelle gefunden habe, bin ich persönlich nicht sooo versessen darauf, unbedingt Mutter sein zu wollen. Wenn es so wäre, wäre es schön, aber ich kann auch gut kinderlos bleiben. Zumal ich ja auch "schon" 34 bin, für mich persönlich ist es da eigentlich schon einen Ticken zu spät. 😉