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Sehr lange Studiendauer lässt mich nachts nicht schlafen

STOPP!!!
Reg dich nicht so auf, das gibt nur unnötige Falten. 😉

Aber jetzt mal im Ernst. Meiner Mutter habe ich seinerzeit erklärt, wenn jemand kommt um ihre Pflegebedürftigkeit zu begutachten, darf sie ruhig etwas übertreiben. Es geht nicht darum, dass es ihr nun sehr schlecht geht, sondern es geht ums Geld. Hat funktioniert. 😀

Ist es bei der Haushaltshilfe nicht so, dass ihr die dann selber sucht? Wieso sollte die keine Fenster putzen dürfen? Das ist doch Vereinbarungssache.

Was den Arzt betrifft, erkundige dich doch einmal, ob der auch Hausbesuche macht. Der Hausarzt meiner Mutter kam einmal die Woche und hat nachgesehen ob alles passt.

Und für Tabletten gibt es so nette Dosierschächtelchen mit Einteilung für morgens, mittags, abends, nachts und für 7 Tage die Woche.

Eben nachdem, wie du die Situation beschrieben hast meinte ich ja, mach das selber und schreib deine Masterarbeit in der Zeit. Es ist gut, dass ihr Widerspruch eingelegt habt.
 
Haushaltshilfe bringt nichts, denn zum einen will das die Oma nicht und zum anderen ist die, die in Frage gekommen wäre, momentan krank.
Und offen gesagt: Den Haushalt können wir auch selbst machen.

Das ist aber Arbeit und Zeit und das DRK bietet das doch auch an.

Man muss es aber auch wollen.


Wie soll Oma denn zum Arzt kommen? Wie zum einkaufen? Sie weiß nicht mal welche Tabletten sie nimmt.
Aber laut der Angaben ist sie ja mobil. Alles klar, ne.

Auch das ist ein Dienst den z. B das DRK anbietet und das man bei Pflegegrad 1 im Rahmen der 125,00 Euro in Anspruch nehmen kann.



Ich finde, dass einem seeeehr viele Hürden in den Weg gelegt werden, wenn man jemanden zu Hause pflegen will und die neuen Pflegegrade kann man da auch vergessen. Letztendlich soll es doch auch wieder nur darauf hinaus laufen, dass man den Pflegebedürftigen irgendwann ins Heim gibt, weil einem die Bürokratie über den Kopf wächst.

Da muss man durch, wenn man die Grade haben will. Insgesamt sind sie besser als die Pflegestufen.

Nee, mal ehrlich. Was soll das? Bei Pflegegrad 1 macht man ja letztendlich doch alles selbst.
Und eine Haushaltshilfe, die nicht mal die Fenster putzen darf, weil sie laut Gesetz ja raus fallen könnte.

Dann soll sie halt was anderes machen, das Du dann schon nicht mehr tun musst und in der Zeit kannst Du was anderes erledigen.

Mal ernsthaft, wenn man so eine Haushaltshilfe beansprucht, dann ist es eh unrealistisch, dass man noch allein zu Hause lebt. Im Normalfall hat man ja Kinder und Enkel und wenn man die nicht hat, bringt es eine Haushaltshilfe allein auch nicht mehr.

Warum nicht? Sie entlastet auf jeden Fall irgend jemanden.

Zumal ja in diesem Pflegegrad nicht mal beinhaltet ist, dass derjenige zum Arzt gefahren wird. Schön und gut. Dann bekommt meine Oma vielleicht den Einkauf nach Hause geliefert und mal die Gardinen gewaschen, aber wer fährt sie dann zum Arzt? Sie kann nicht einkaufen, aber zum Arzt laufen kann sie oder wie? Da merkt man doch, wie idiotisch das ist.

Sie kann zum Arzt oder zum Einkaufen gefahren werden. In dem besagten Rahmen.

Und ein Pflegedienst, der die Oma um 5 waschen soll, weil die anderen Termine voll sind.

Ich möchte den sehen, der mit über 80 gern um 4 aus dem Bett geschmissen wird, weil er gewaschen werden muss.

Letztendlich läuft es wieder nur auf das gleiche hinaus. Ich mache alles für die Oma und das wars.

Ich kann nur sagen: Tolles Pflegesystem. Null durchdacht und die eine Hand weiß nicht was die andere tut. Von den vielen Telefonaten mit Krankenkasse und anderen Institutionen fange ich jetzt lieber gar nicht erst an...

Nur motzen bringt auch nichts. Schlau machen. Gut vorbereiten und ggf. Einspruch einlegen, Attest vom Arzt beilegen und solche Dinge. Mal bei der Pflegeberatung beraten lassen. Das hilft tatsächlich.
 
Du hast in einem anderen Thread geschrieben, dass deine Oma eine gute Rente bekommt, die sogar so hoch ist, dass sie davon ein Pflegeheim zahlen kann.

Da wird sie doch die Fahrt zum Arzt, selbst zahlen können.

Wenn sie ihre Tabletten nicht alleine nehmen kann, reicht eine ärztliche Verordnung und die Medikamente werden vom Pflegedienst verabreicht.

Pflegedienste, gibt es wie Sand am Meer. Es wird sich mühelos einer finden, der nicht um 5.00 Uhr morgens auf der Matte steht.

Haushaltshilfen vom Pflegedienst, sind versichert, falls es zu einem Unfall kommt.

Ihr könnt euch genügend Erleichterung verschaffen. Du lehnst aber alles schon im Vorfeld ab.
 
Ich frage immer noch, wo ist Deine Mutter in dem Ganzen? Die Oma ist ihre Mutter. damit ist zuerst einmal sie in der Verantwortung, sich um die Organisation, Pflegestufen, Unterstützung etc. zu kümmern. Genauso wie ihr Bruder, Dein Onkel. Der Sohn deiner Oma. Das ist doch nicht deine Sache. Du bist die studierende Enkelin. Da ist die Vorgeneration mit ihrer Lebenserfahrung gefordert, die auch ganz anders ihrer Mutter gegenüber auftreten kann und sie überzeugen, was notwendig ist.

Und wenn deine Oma genügend Geld hat, Rente, Haus, Mieteinnahmen und vermutlich noch Ersparnisse, dann muß sie das einsetzen für ihre Unterstützung. Sie kann nicht sich arm rechnen und nichts ausgeben wollen und erwarten, daß Du ihre Enkelin ihr Studium schleifen läßt. Es ist auch Sache Deiner Mutter, Dich da vor Überforderung zu schützen.

Aber kann es sein, daß Du manchmal auch nur zu bereitwillig, Dich um anderes als Dein Studium kümmerst und damit auch eine Verzögerung in Kauf nimmst? Daß es Dir schwer fällt, fertig zu werden, Dein eigenes Leben unabhängig von Mutter und Oma zu leben? Dich aufzumachen in Dein eigenständiges Leben unabhängig von deiner Herkunftsfamilie? das wäre gar nicht verwerflich, aber könnte erklären, warum Du Dich so tief in die Familiendynamik hineinziehen läßt und all den Kummer und Ärger auf dich nimmst und auch die Angst, die die lange Studiendauer in Dir auslöst.

Niemand kann von Dir verlangen, daß Du dein eigenes Glück und Dein Studium hintenan stellst. Es sei denn, Du selbst hälst dich zurück.

Ich finde es aus Arbeitgebersicht übrigens nicht so schlimm, wenn jemand nicht in der Regelstudienzeit fertig wird. Wir hinterfragen sowas höchstens mal bei besonderen Auffälligkeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht hier ums Prinzip und die Widersprüche im System.

Welchem Menschen mit über 80 nutzt eine Haushaltshilfe, wenn er niemand anders hätte? Was soll da eine Haushaltshilfe verrichten? Dann ist er doch schon so eingeschränkt, dass eine Haushaltshilfe da auch keine Bäume ausreißen kann? Noch dazu nur im Wert von 125 Euro!

Mal davon ab, dass meine Oma finanziell nicht schlecht da steht. Aber sie hat ihr Leben lang in die Pflegekasse eingezahlt und jetzt sol sie mit Pflegegrad 1 abgespeist werden? Ich spreche hier nicht nur für meine Oma, sondern auch für andere alte Leute.

Fenster putzen umfasst die Haushaltshilfe in unserem Bundesland nicht. Aus versicherungstechnischen Gründen. Das ist die nächste Frechheit.

Meine Oma will davon ab KEINE Haushaltshilfe.

Und falls einige von euch nicht des Suchens mächtig sind:


"Nein, Pflegeversicherte mit Pflegegrad 1 haben keinen Anspruch auf Pflegegeld bei der Pflege durch Angehörige oder auf Pflegesachleistungen bei der Versorgung durch einen professionellen ambulanten Pflegedienst."
https://www.pflege.de/pflegekasse-pflegerecht/pflegegrade/pflegegrad-1/


Sie würde ja nicht einmal den Pflegedienst bekommen.



dann muß sie das einsetzen für ihre Unterstützung.
Das ist jetzt der Witz der Woche oder? Wie soll sich meine Oma für irgendwas einsetzen, wenn sie nicht einmal weiß was sie für Tabletten nimmt oder wie sie Behördengänge regelt? Und bitte hört damit auf, auf Beispielen herum zu hacken, die ich aufführe, um die Hilfebedürftigkeit der Oma deutlich zu machen.

Ich habe mir die Finger wund telefoniert. Meine Oma bekommt mit Pflegegrad 1 eben keine kostenlosen Taxifahrten. Lies dir erstmal auf dem oben genannten Link durch wo die Unterschiede zwischen den Pflegegraden liegen. Das weißt du offenbar gar nicht.

Und bitte, kommt mir jetzt nicht mit meiner Mutter. Meine Mutter arbeitet 40 Stunden und wird ihren Job definitiv nicht reduzieren oder aufgeben, weil sie keinen Partner hat. Und darum möchte ich jetzt nicht ewig diskutieren. Es geht einfach nicht, deshalb werde ich mich um die Oma kümmern. Akzeptiert es oder lasst es.

Und kasiopaja bitte verschone mich mit blinden Beurteilungen, dass die Grade besser als Stufen sind. 1. kannst du das gar nicht einschätzen und 2. pflegst du niemanden und steckst auch nicht im System.

Wahrscheinlich können hier eh nur diejenigen mitreden, die in der Materie stecken und gerade wirklich jemanden pflegen oder neu in das Pflegegradsystem hinein gekommen sind. Es ist nämlich auch noch ein unterschied ob man bisher eine Pflegstufe hatte und jetzt einen Pflegegrad oder ob man frisch einen Pflegegrad bekomme . Alle anderen haben keinerlei Ahnung und sollten sich deshalb bitte zurück halten.
 
Hey cora1234,

komm wieder runter, niemand hier hat es böse gemeint mit dir oder mit deiner Oma.

In einem Punkt muss ich dir widersprechen. Deine Oma KANN nicht ihr Leben lang in die Pflegekasse eingezahlt haben. So lange gibt es die nämlich noch gar nicht. Früher wurden die Menschen nicht so alt und damit entstand auch nicht so ein Pflegebedarf wie wir ihn heute haben.

Ich hab was gefunden, was vielleicht für dich von Interesse sein könnte:

https://www.pflege.de/pflegekasse-pflegerecht/pflegegrade/#rechner

So kannst du in etwa ausrechnen, welchen Pflegegrad deine Oma bekommen könnte.

Ich kann durchaus verstehen, dass du den Großteil der Pflege bzw. was damit zusammenhängt übernehmen willst, nicht zuletzt um deine Mutter zu entlasten. Du solltest darüber nur nicht vergessen, dass auch dein Leben weitergeht und du ja irgendwann in den Beruf einsteigen willst.

Wie vorhin schon erwähnt, wenn nochmals jemand kommt, um den Pflegegrad zu bestimmen, dann schärfe deiner Oma ein, dass es hierbei nicht darum geht, was sie manchmal vielleicht tatsächlich noch schafft, sondern wieviel Geld sie von der Pflegekasse bekommt um z.B. Fahrten zum Arzt nicht selber bezahlen zu müssen. Sie darf da ruhig ein bisschen übertreiben. Steht denn schon fest, dass sie den Rollstuhl in Zukunft immer brauchen wird? Muss sie im Haus Treppen überwinden?

Wenn alle Stricke reißen und du nicht anders vorwärts kommst, dann überlege ob du ein Urlaubssemester einlegen kannst.
 
Ich bräuchte da nichts ausrechnen. Ihr würde die 2 zustehen.

Den Test habe ich übrigens auch gemacht. Gerade eben. Am Ende darf ich meine persönliche Anschrift angeben und bekomme mit Sicherheit eine Rechnung.
So viel zu diesem Test. Und ja. Ich habe auch wie ein Schwein ins Uhrwerk geschaut, als ich anstatt des Testergebnisses am Ende meine Adresse angeben sollte und dann angeblich die Testergebnisse zugesandt bekomme :mad:

Ja, es gibt auch Treppen im Haus.

Und wie die alten Leute so sind, wenn die MDK Tante dann einen Stift fallen lässt springt meine Oma mit Sicherheit hin und will den Stift aufheben und all solche Geschichten.

Es grenzt schon an einer Kür das der Oma zu verklickern, gerade weil die im Alter zu der Kategorie zählt, die ihren Stolz hat.
 
Dann sollten deine Mutter und du mal darüber nachdenken die Strategie zu ändern. Im Moment sieht es ja wohl so aus, dass der Oma alles menschenmögliche abgenommen wird, weil sie es ja nicht mehr so gut oder auch gar nicht mehr selber machen kann. Vielleicht solltet ihr euere Dienste bis der MDK kommt mal auf ein absolutes Minimum reduzieren.

Dann wird halt nicht geputzt und aufgeräumt. Will die Oma das dann selber machen wird sie schnell an ihre Grenzen stoßen und sieht dann vielleicht auch ein, dass sie doch Hilfe braucht.

Ich meine, ursprünglich ging ja dieser Thread mal um dein Studium und ich entnehme deinem Eingangsbeitrag, dass dir schon daran gelegen ist das Studium bald abzuschließen. So lange die Oma nicht bereit ist, fremde Hilfe anzunehmen bleibt dann alles oder das meiste an dir hängen. Wie willst du da mit dem Studium zu Ende kommen?

Ich kenn aber dies "ich will keine fremden Leute in meinem Haushalt haben" von meiner Mama. Auch sie konnte sich das zunächst nicht vorstellen und da ging es um eine 24-Stunden-Pflege. Manchmal muss man die alten Leutchen sanft zu ihrem Glück zwingen. Wir haben ihr dann "versuchsweise" jemanden reingedrückt als ich in Urlaub gefahren bin mit genau der Begründung, dass ja dann niemand für sie da sein kann. Und siehe da, nach meinem Urlaub war das dann gar kein Thema mehr. 🙂

Also nicht aufgeben und übe dich in der "Kür" bzgl. des MDK. Letztendlich ist es auch zu deinem Vorteil. 😉
 
Du solltest mal einen Familienrat einberufen.

Es kann nicht angehen, dass dir die Versorgung deiner Oma alleine aufgebürdet wird.

Selbst, wenn deine Mutter berufstätig ist, kann sie nicht erwarten, dass du dein Studium aufgibts, um deine Oma zu pflegen. Von ihr wird doch auch nicht erwartet, dass sie ihren Job hinschmeißt.

Was ist denn mit deinem Onkel, der sich bei euch eingenistet hat? Er ist immerhin ihr Sohn und kann sich auch um seine Mutter kümmern.

Es scheint genügend Geld vorhanden zu sein, um deiner Oma die beste Versorgung zukommen zu lassen.

Dich als billige Pflegekraft auszunutzen, kann doch wohl nicht angehen.
 
Und kasiopaja bitte verschone mich mit blinden Beurteilungen, dass die Grade besser als Stufen sind. 1. kannst du das gar nicht einschätzen und 2. pflegst du niemanden und steckst auch nicht im System.

Wahrscheinlich können hier eh nur diejenigen mitreden, die in der Materie stecken und gerade wirklich jemanden pflegen oder neu in das Pflegegradsystem hinein gekommen sind. Es ist nämlich auch noch ein unterschied ob man bisher eine Pflegstufe hatte und jetzt einen Pflegegrad oder ob man frisch einen Pflegegrad bekomme . Alle anderen haben keinerlei Ahnung und sollten sich deshalb bitte zurück halten.

Selbstverständlich habe ich davon Ahnung!

Ich habe schließlich 4 Jahre meine schwerst demente Schwiegermutter gepflegt, war x-mal bei der Krankenkasse, hatte x-mal mit dem medizinischen Dienst zu tun und habe einen ganzen Haufen Beratungsstellen abgeklappert.

Genau darum schreibe ich ja hier - weil ich weiß wie das läuft.

Aber wenn Du keine Ratschläge willst - warum schreibst Du dann und wirst auch noch pampig?

Was den MDK betrifft - so hilft ein vorher geführtes Pflegetagebuch ganz bestimmt weiter, ebenso wie ein Attest des Arztes über die Einschränkungen.

Und wir haben tatsächlich so viel fremde Hilfe organisiert, wie es uns möglich war.

Ganz einfach, weil wir selber auch noch ein Leben haben.

Und das ist genug eingeschränkt durch einen pflegebedürftigen Angehörigen.

Nur darf man sich dabei auch nicht selbst aufgeben.
 
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