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sehe keinen Sinn mehr in meinem Leben

iced_heart

Neues Mitglied
Hallo,

jeden Morgen frage ich mich für was oder wen ich noch aufstehe.
Jeder Tag ist gleich im Ablauf, oft muss ich eine Weile überlegen welcher Wochentag denn heute ist
aber im Prinzip ist das ja auch egal.
Ich habe keine Arbeit (bin krank), keine Familie, keine Kinder, keine Freunde, keine Bekannten oder "nette" Nachbarn.
Manchmal rede ich tagelang mit niemandem.
Raus zu gehen und Kontakte zu knüpfen ist aufgrund meiner Erkrankung nicht möglich.
Ich bin froh wenn ich den Einkauf und den Haushalt - so einigermaßen - schaffe.
Was könnte mir helfen wieder neuen Lebensmut zu schöpfen, habt ihr Ideen ?

Dankeschön 🙂
 
(...)

@iced_heart Nimm dir das nicht zu Herzen, hier sind auch sehr viele nette User, die dein Problem nicht als Müll bezeichnen.

Mir ist deine Situation nicht ganz unbekannt und ich hatte auch schon solche „Wozu das einfach noch alles“ Phasen. Meiner Meinung nach ist das wichtigste, irgend etwas im Leben zu haben wofür man brennt. Und damit meine ich keine Menschen. Nein, irgendeine Leidenschaft, etwas woran man sich erfreut und Kraft draus schöpfen kann. Unabhängig davon, ob jemand diese teilt und nichts, wofür man jemanden braucht, mit dem man sie ausleben kann.

Bei mir ist es an erster Stelle mein Hund und darüber hinaus Musik. Es kann aber alles mögliche sein,

Neue Kontakte könntest du zuerst versuchen online zu knüpfen. Oder du suchst dir eine Brieffreundschaft?

Erzähle gerne etwas mehr über dich, wenn du magst. 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
jeden Morgen frage ich mich für was oder wen ich noch aufstehe.

Hallo iced_heart,
und, was sind deine Antworten bisher?

Jeder Tag ist gleich im Ablauf, oft muss ich eine Weile überlegen welcher Wochentag denn heute ist

Da hilft ganz praktisch ein Kalender, den du täglich führst.

Manchmal rede ich tagelang mit niemandem.

Mit wem würdest du denn gerne reden? Und wenn du doch mit jemand redest – wer ist das dann? Vielleicht könntest du diese wenigen Kontakte intensivieren?

Raus zu gehen und Kontakte zu knüpfen ist aufgrund meiner Erkrankung nicht möglich.
Ich bin froh wenn ich den Einkauf und den Haushalt - so einigermaßen - schaffe.

Also gehst du doch raus – und bei der Gelegenheit (Einkauf) wäre es potentiell möglich, mit anderen Menschen zu reden oder auch mal auf eine Parkbank zu sitzen und einfach zu warten, wer da vorbeikommt.

Was könnte mir helfen wieder neuen Lebensmut zu schöpfen, habt ihr Ideen ?

Erstmal du selbst – offenbar hattest du ja schonmal Lebensmut. Wie hast du den gefunden damals?

Wenn du ein bisschen erklären könntest, was "Lebensmut" für dich genau bedeutet, wäre es leichter, dir Ideen vorzulegen. Mal angenommen, du hättest wieder "Lebensmut" – was wäre dann anders in deinem Leben, welchen Unterschied würde das bedeuten?

Fragen über Fragen, aber so ist das hier nunmal 😉
 
Ich habe keine Arbeit (bin krank), keine Familie, keine Kinder, keine Freunde, keine Bekannten oder "nette" Nachbarn.
Das ist schlimm. Es gibt Möglichkeiten, Kontakte aufzubauen auch unter den geschilderten Voraussetzungen.
Schließe dich einer Kontaktgruppe der Kirche an. Suche online nach Austausch mit Menschen, denen es ähnlich geht.
Wie alt bist du ungefähr?
Je nach Alter sucht man anders.
Und hast du persönliche Interessen, Hobbys?
 
Bei mir ist es so, dass ich mit mir selber gern Zeit verbringe, irgendwas finde ich immer "zum Spielen", zum Unterhalten, zu meiner Erbauung und zu tun, das mir gefällt.

Auch wenn das komisch klingt, bin ich nicht alleine, selbst wenn niemand anderer da ist. Ich habe mich selber als Kumpel, mit dem ich in ständiger Zwiesprache bin, im andauernden Austausch, ich spür zb Hunger, frag mich, was würde mir schmecken, dem geh ich dann nach. Oder mir ist fade, was wäre nun richtig gut...?? Das mache ich dann... oder ich will etwas können, ich übe es, bis ich es kann und freu mich dann darüber, ich mit mir selber. Ich schau mir dabei zu, erkenne, mir fällt es schwer, mir fällt es leicht, ich überlege dies dabei, ich denke das dabei, ich beobachte praktisch die "Hollunderzweig", was der alles einfällt und wie die so ist und was die so überlegt und amüsiere mich sogar darüber, oder lobe mich, oder motiviere mich, oder ich erlebe Überraschendes, was ich nie gedacht hätte, dass mir so etwas einfällt.
Du hast auch einen Kopf, der dich leitet, mit dem du im Ausstausch bist. Du denkst und zugleich hörst du zu, was du denkst. Ist wahr, was du denkst? Gedanken kann man austauschen, verwerfen, neue ausdenken.
Mir gelingt, aufzuhören mit Gedanken, die hoffnungslos fühlen lassen und umschwenken zu Gedanken, wo ich wieder aufgerichtet bin.
Ich glaub, das kann jeder, ohne Zweifel ist das eine Übung, die jeder kennen muss und sollte.
 
Es ist wirklich am besten raus zu gehen ,ja dein Alter wäre gut zu wissen dann können wir für bessere Vorschläge machen.

Sich kirchlichen Unternehmungen anzuschließen ist keine schlechte Idee von @Marisol
 

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