Werner
Sehr aktives Mitglied
meine Tiere brauchen mich bzw. ihr Futter und ein sauberes Gehege
und jeder Morgen ist einer näher am Op Termin, wieder ein Tag geschafft
Okay, verstehe. Wie lange musst du noch durchhalten, bis du es geschafft hast?
Hast du schon jemand, der deine Tiere versorgt, wenn du im Krankenhaus bist?
Nachbarn die ich zufällig treffe oder die Verkäuferin beim Bäcker die mch neulich fragte wie es mir geht und geantwortet hat , es ginge ihr auch so sehr schlecht.
Viele Menschen habe selbst nur wenige Kontakte. Die sind dann froh, wenn sie jemand anspricht. Vielleicht kannst du ja damit anfangen, diese Verkäuferin zu fragen, wie es ihr geht. Oder die Nachbarn bewusst anzusprechen. Das muss ja nicht immer ein langes Gespräch sein, schon ein paar freundliche Worte kommen zu dir zurück, da bin ich sicher.
Ja ab und an ergibt sich dabei auch ein Smalltalk, aber nichts was Bestand hätte.
Letztlich hat nichts "Bestand". Ich bin heute morgen über den Friedhof gelaufen und habe mich gewundert, wie viele Namen ich kenne. Klar, je älter man wird ... Also hilft es wohl nur, das Unbeständige zu lieben und zu akzeptieren. Wie schrieb Camus es so schön: Wir müssen uns Sysiphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Das klingt für mich alles nach erstrebbaren Zielen ... aber wenn ich dich richtig verstehe, braucht es länger, auch nach der OP, bis du wieder belastbar bist. Können wir hier noch etwas tun, um dich bis dahin zu unterstützen? Hier gibt es ja viele Menschen, die selbst schon harte Zeiten durchgestanden haben und dadurch etwas Erfahrung mitbringen, die dir womöglich auch hilft.Lebensmut ist in erster Linie das Wissen für mich das alles wieder einen Sinn macht,
das ich meine Vorstellung von der Zukunft realisieren kann.
Ich möchte meinen besten Freund besuchen können , der in einem anderen Bundesland lebt ,
wieder einen Hund haben und mich an einem Ehrenamt und/oder Minijob versuchen.
Nur dazu muss ich erst einmal wieder belastbar sein / werden.