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Schwimmen

B

blegtor

Gast
Hallo,

meine 13 jährige Tochter möchte einfach nicht schwimmen lernen.

Sie war schon in einigen Schwimmkursen angemeldet, doch schwimmen gelernt hat sie dort nicht.
Auf meine Frage hin, warum sie partu nicht schwimmen will, meinte sie, dass sie angst hat zu ertrinken.

Ich weiß nicht woran das liegt.

Als sie Baby war, waren wir oft im Schwimmbad und auch noch später etwa bis zum 3. Lebensjahr..sie hat gerne geplanscht hatte keine angst oder so

Im Kiga fand dann der erste Schwimmkurs statt. Sie lernt es nicht. Auch ein anderes Kind lernte es nicht. Ich dachte mir nichts dabei, dachte, dass sie vllt noch nicht so weit ist.

Dann kam die Grundschule, auch hier gab es einen Kurs. Sie lernte es nicht.
Danach woltle sie plötzlich auch nciht mehr ins Schwimmbad. Weder mit uns noch imSchwimmunterricht.

Irgendwann kam dann die AUssage, dass sie angst hätte zu ertrinken.

Dann gabs in jedem Jahr ein Schwimmkurs. 5. Klasse, 6. KL, 7 Kl.
Also sie hat insgesamt 5 Schwimmkurse mit gemacht und es einfach nicht lernen wollen.
Sie sagt, dass sie so schwimmen könne.. am RAnd entlang aber tauchen möchte sie keinesfalls und sie möchte auch nicht im Schwimmunterricht mitmachen müssen, weil diese Kopper machen und tauchen müssten.
Davor hat sie einfach angst.

Wir haben jedes Jahr DIskussionen mit den Lehrern aber irgendwie will es keiner verstehen.

Wir können sie doch nicht zwingen. Wenns sie doch so eine angst hat.

Haben es auch vor ein paar Jahren mal selbst versucht es ihr beizubringen, aber es funzt nicht.
Jetzt geht sie erst gar nciht mehr mit ins Schwimmbad.

Aber jedes Mal wenn Schwimmunterricht stattfindet, dann weint sie.

Was können wir tun?
Sie vom Schwimmunterricht freistellen lassen?
 

Hallo blegtor,

schau mal hier: Schwimmen. Hier findest du vielleicht was du suchst.

blegtor,

ich glaube nicht, dass man Eure Tochter vom Schwimmunterricht freistellt, und ich fände das auch nicht gut.
Gerade, wenn die junge Dame Angst vorm Wasser hat, wäre es angezeigt, ihr dazu zu verhelfen, dass sie das Schwimmen erlernt.
Es gibt zudem immer wieder besondere Kurse, etwa vom DRLRG, für Menschen mit Schwimmangst. Vielleicht erkundigt Ihr Euch mal bei der DLRG-Ortsgruppe, ob man Euch da weiterhelfen kann.

Burbacher
 
Je nachdem, was du mit Freistellenlassen meinst, ist es in meinen Augen der falsche Weg. Sprich: Frei haben sollte sie in dem Zeitraum des Schwimmunterrichts nichts. Das wäre eine Belohnung.
Wenn du sie jedoch lediglich vom Schwimmen entbinden willst, und sie in der Zeit in der Schwimmhalle sitzt und sich ruhig beschäftigt oder beim Sportunterricht einer anderen Klasse mitmacht, fände ich das vertretbar.

Der vernünftige Weg wäre es, euer Kind beim Hausarzt und anschließend beim Therapeuten vorbeizuschicken, die ihr eine Panik, Phobie oder Angststörung bescheinigen, je nachdem, was halt bei ihr der Fall ist. Das ist etwas, was die Schule nicht ignorieren kann und darf.

Mit vernünftigen Argumenten (man ertrinkt viel eher, wenn man nicht schwimmen kann) kommt man bei ihr vermutlich nicht besonders weit, das dürfte einfach zu tief sitzen.
 
Duine,

Du schreibst:

"Der vernünftige Weg wäre es, euer Kind beim Hausarzt und anschließend beim Therapeuten vorbeizuschicken, die ihr eine Panik, Phobie oder Angststörung bescheinigen, je nachdem, was halt bei ihr der Fall ist. Das ist etwas, was die Schule nicht ignorieren kann und darf."

Dieser Ratschlag, bedenkt man die Konsequenzen, wäre in weiten Bereichen das Ende manchen Schulunterrichts.
Da fürchtet sich ein Youngster vor den Gerüchen im Chemie-Unterricht, fürchtet Stürze und Verletzungen beim Sport, äußert überhaupt immer wieder Angst vor der Schule und ein Therapeut gibt dazu dann auch noch seinen Segen, dann sind in Deutschland bald flächendeckend tausende von Klassenzimmern leer.

Lässt sich die Schule auf solche Mätzchen ein, kann sie bald dichtmachen. Und genau ein solcher überbehüteter junger Mensch wird sich dann alsbald scheuen, zu arbeiten und für sich selbst aufzukommen.

Das ist der Einstieg in die gesellschaftliche Vollversorgung von der Wiege bis zur Bahre.
Wer soll und wer vor allem will das bezahlen?

Ich bin verdutzt.

Burbacher
 
Mh, kann es sein, das sie diesbezüglich mal ein schlimmes Erlebnis hatte, sozusagen ein Trauma? Das kann einen Menschen schon derart blockieren, das es einfach nicht geht.....auch dann nicht, wenn sie es selber eigentlich möchte.
Ich würde da mal nachhaken und mir in der Richtung mal Hilfe holen, denn möglich ist alles.
Zwingen macht da nur alles noch schlimmer...

LG
 

Den Tipp mit der DLRG kann ich nur unterstreichen.

Habe dort selbst den Lehrschein (goldenes Abzeichen) erworben, nachdem ich 2 Jahre lang Kindern Unterricht gegeben hatte. Und zwar: alles OHNE Schwimmhilfen und OHNE Eltern in der Nähe.

Alle Kinder haben die Angst verloren und das Schwimmen erlernt.
(Einschließlich mein ängstlicher Sohn.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Duine,


Lässt sich die Schule auf solche Mätzchen ein, kann sie bald dichtmachen. Und genau ein solcher überbehüteter junger Mensch wird sich dann alsbald scheuen, zu arbeiten und für sich selbst aufzukommen.

Das ist der Einstieg in die gesellschaftliche Vollversorgung von der Wiege bis zur Bahre.
Wer soll und wer vor allem will das bezahlen?

Ich bin verdutzt.

Burbacher

Ich denke, da sollte man ein wenig unterscheiden.
Wenn ich das richtig verstanden habe, besteht hier eine extreme Angst. Diese sollte man nicht ignorieren.
Ich denke, der richtige Weg wäre eine Therapie, damit das Kind lernen kann, damit umzugehen. So lange würde ich sie definitiv vom Schwimmunterricht befreien lassen.
Ein Zwingen würde eher dazu führen, dass die Ängste noch größer werden.
 
Da fürchtet sich ein Youngster vor den Gerüchen im Chemie-Unterricht, fürchtet Stürze und Verletzungen beim Sport, äußert überhaupt immer wieder Angst vor der Schule und ein Therapeut gibt dazu dann auch noch seinen Segen, dann sind in Deutschland bald flächendeckend tausende von Klassenzimmern leer.

Lässt sich die Schule auf solche Mätzchen ein, kann sie bald dichtmachen. Und genau ein solcher überbehüteter junger Mensch wird sich dann alsbald scheuen, zu arbeiten und für sich selbst aufzukommen.

Das ist der Einstieg in die gesellschaftliche Vollversorgung von der Wiege bis zur Bahre.
Wer soll und wer vor allem will das bezahlen?

Ich bin verdutzt.
Ich bin ebenso verdutzt. Und finde deine Argumentation und vor allem deine Vergleiche ehrlich gesagt lächerlich.

Wenn ein Kind sich 10 Jahre lang mit Händen und Füßen unter Tränen weigert, etwas zu tun, woran sie vorher Spaß hatte, und woran andere Kinder in ihrem Alter Spaß haben, und das eben nicht nur in der Schule, sondern auch in der Freizeit - dann gehe ich ehrlich gesagt nicht davon aus, dass das aus Jux und Dollerei geschieht, sondern dass eine Panik oder ein Trauma vorhanden sind.

Würdest du das Kind wortwörtlich einfach ins Wasser werfen, dann wird es schon schwimmen? Würdest du deine Kinder dazu zwingen, körperlich?
Ohnen ihnen sagen, dass es schon nicht so schlimm sein kann und sie die Zähne zusammenbeißen sollen, wie eine gewisse Generation das so gerne bei Depressionen und ähnlichem tut?
Das wäre für mich Misshandlung.

Ich halte es dazu für absolut unmöglich, dass sie mit einem Sportlehrer, der sich um 30 Kindern kümmern muss, in einer lauten, lebhaften Schwimmhalle ihre Angst vor dem Schwimmen verlieren KANN.

Und wenn du meinen Post richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich DAGEGEN bin, sie vom Unterricht zu befreien.
 
Duine,

ich lese:

"Und wenn du meinen Post richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich DAGEGEN bin, sie vom Unterricht zu befreien.
Ich halte es dazu für absolut unmöglich, dass sie mit einem Sportlehrer, der sich um 30 Kindern kümmern muss, in einer lauten, lebhaften Schwimmhalle ihre Angst vor dem Schwimmen verlieren KANN."

Von welchem Schwimmunterricht redest Du?
Zunächst geht bei einem Schwimmunterricht nie nur ein Lehrer, eine Lehrerin alleine mit den Kindern ins Schwimmbad, sondern in der Regel sind sowohl eine Lehrerin und ein Lehrer anwesend. Ich habe es über Jahre mitbekommen, dass der Schwimmunterricht abgesagt wurde, fehlte etwa ein Kollege oder eine Kollegin.

Zudem findet der Schwimmunterricht für Schulen überwiegend zu Zeiten statt, in denen das Schwimmbad für die übrigen Badegäste gesperrt ist, oder aber der Schwimmunterricht in einem besonders für diese Zwecke vorgesehenen Bereich stattfindet.

Da gibt es feste Bestimmungen und keine Kollegin, kein Kollege wird sich in Gefahr begeben, gegen solche Regeln zu verstoßen, geht es für sie doch um Kopf und Kragen.
Eine Schulleitung, die dies dulden würde, geriete in Teufels Küche, wenn etwas geschähe.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was ändert das nun?
Dann kommt halt ein Lehrer auf 15 Kinder, macht es das für ein einzelnes, verstörtes Kind besser?
Dass das Schwimmbad nicht für die Öffentlichkeit freigegeben ist, ist mir klar, aber zumindest bei den Trainingsbädern hier in meiner Stadt hast du ein Becken mit vielleicht 5 Bahnen. 30 Kinder in dem einen Becken ergeben alles andere als ein ruhiges Wasser oder entspannte Atmosphäre.
 

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