Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Schwierige Familiendynamik

Deine Schwiegermutter scheint gravierende psychische Probleme zu haben.
Sie scheint aber nicht daran interessiert zu sein, sich professionelle Hilfe zu suchen, um an diesem Zustand irgendetwas zu ändern.

Es ist für sie bequemer, ihre Launen an ihrer eigenen Tochter auszulassen.

Mein Eindruck ist, dass sie durch ihr manipulatives Verhalten und ihren bösartigen Aussagen versucht, dass ihr komplett nach ihrer Pfeife tanzt.

Klappt ja auch zum Teil, ihr habt alles mögliche getan, damit es ihr möglichst gut geht und sie sich wohl fühlt.

Und trotzdem war für sie alles nicht gut genug und damit ihr euch noch schlechter fühlt, haut sie diesen unerträglichen Spruch mit dem KZ raus…

Einfach so den Kontakt abbrechen würde ich nicht.
Wahrscheinlich würde ich ihr einen Brief schreiben und ihr darin mitteilen, dass ihr verstanden habt (😉), dass sie sich bei euch so dermaßen fehl am Platz fühlt, dass ihr auf weiteren Besuch von ihr bei euch absehen werdet.

Dann weiß sie wenigstens Bescheid und ihr spiegelt sie mit ihrem Verhalten.
Falls deine Frau zusätzlich nicht mehr zu ihr fahren möchte, könnt ihr ja noch erwähnen, dass ihr auf Besuche bei ihr daheim auch verzichten werdet, schließlich könnt ihr es nicht verantworten, dass es dadurch bei ihr zu weiteren Herzproblemen kommen könnte…

Oder was auch immer für euch passend wäre.

So wie du sie beschreibst, wird sie aber trotzdem versuchen, euch weiterhin zu manipulieren.

Ihr müsst da echt stark sein, am gleichen Strang ziehen und konsequent Grenzen setzen.
Ist anstrengend, aber anders wird es nicht funktionieren.

Deine Schwiegermutter hat seit Jahrzehnten Übung darin, ihre Tochter klein zu halten, sie wird damit nicht aufhören können…

Aber du kannst deiner Frau helfen und sie unterstützen.
Viel Glück 🍀
👍
Dieser Text trifft den wichtigen Punkt...
 
Hallo zusammen,
ich hoffe, ich finde hier neutrale Meinungen, weil ich aktuell mit einer schwierigen Familiensituation zu kämpfen habe. Es geht um meine Schwiegermutter (über 70), die in vielerlei Hinsicht ein komplizierter Mensch ist. Meine Frau und ich haben ihr Weihnachten bei uns ermöglicht, obwohl die Beziehung schon seit Jahren von Spannungen geprägt ist.

Während ihres Aufenthalts kam es immer wieder zu kleineren Sticheleien und respektlosen Aussagen, die wir jedoch versucht haben zu ignorieren, um den Frieden zu wahren. Doch eine Aussage hat für uns alles überschritten: Sie äußerte, dass sie sich während unseres Weihnachtsfests „wie in einer Gaskammer“ gefühlt hätte.

Wir glauben, dass ihre Intention war, damit auszudrücken, dass sie sich bei uns unwohl und emotional stark belastet gefühlt hat, vielleicht sogar wie in einer beklemmenden Situation, aus der es kein Entrinnen gibt. Dennoch ist die Wortwahl für uns zutiefst verletzend und grenzüberschreitend, besonders angesichts der historischen und emotionalen Tragweite dieses Vergleichs.

Was uns zusätzlich schwerfällt, ist, dass sie diese Aussage hinterher nicht relativierte. Sie erklärte lediglich, dass das halt ihr Gefühl gewesen sei und man doch seine Gefühle äußern dürfe. Es gab weder eine Entschuldigung noch den Versuch, die Tragweite der Worte zu erkennen. Stattdessen schien sie der Meinung zu sein, dass wir ihre Gefühle akzeptieren müssten, ohne Rücksicht darauf, wie verletzend diese für andere sein könnten.

Für uns fühlte sich diese Aussage wie ein Schlag ins Gesicht an. Wir hatten uns große Mühe gegeben, eine gemütliche und liebevolle Atmosphäre zu schaffen, die weit entfernt von irgendeiner Form von Stress oder Druck sein sollte. Wir haben sie aktiv in unsere Aktivitäten eingebunden, besonders am ersten Tag, als die Stimmung noch entspannter war. Ein Beispiel: Sie schenkte unserer Tochter zu Weihnachten eine große Malmatte, die speziell dafür gedacht ist, auf dem Boden ausgebreitet zu werden, um darauf zu malen und zu spielen. Wir breiteten die Matte gemeinsam aus und begannen, mit unserer Tochter darauf zu malen. Doch schon nach wenigen Minuten stand sie auf und sagte, dass sie auf dem Boden nicht spielen könne.

Wir boten ihr alternative Sitzmöglichkeiten an, wie Hocker oder Kissen, aber auch diese lehnte sie ab. Stattdessen zog sie sich zurück oder beobachtete, während wir spielten. Später warf sie uns jedoch vor, wir hätten den Kontakt zwischen ihr und unserer Tochter bewusst verhindert. Das empfinde ich als ungerecht, da wir wirklich versucht haben, sie einzubinden, ihre Ablehnung jedoch respektierten.

Besonders schwer fällt uns, dass sich diese angespannte Stimmung auch auf unsere kleine Tochter ausgewirkt hat. Sie hat dieses Jahr die negative Atmosphäre deutlich gespürt, und das hat ihre Offenheit gegenüber ihrer Oma sichtbar beeinflusst. Unsere Tochter braucht generell Zeit, um sich auf Menschen einzulassen, die sie nicht regelmäßig sieht. Doch in diesem Fall haben wir bemerkt, dass sie bewusst Abstand gehalten hat.

Statt sich zu fragen, wie sie das Verhältnis zu unserer Tochter verbessern könnte, hat meine Schwiegermutter jedoch unser Verhalten kritisiert. Sie behauptete, wir hätten unsere Tochter bewusst manipuliert, damit sie sie ablehnt. Diese Aussage hat uns zutiefst verletzt, da wir uns im Gegenteil immer wünschen, dass unsere Tochter eine gute Beziehung zu ihren Großeltern hat. Doch unter den aktuellen Umständen sehen wir, wie belastend die Situation für sie ist, und wir wollen verhindern, dass sie diese negativen Assoziationen und Spannungen übernimmt.

Zusätzlich zu solchen Aussagen wie dem Weihnachtsvergleich wirft sie meiner Frau regelmäßig Dinge vor, die nicht der Wahrheit entsprechen, wie beispielsweise, dass sie sich früher bestimmte Vorfälle ausgedacht hätte (was meiner Frau sehr wehtut, da sie sich mit solchen Traumata auseinandersetzen musste). Sie stellt ihre Wahrnehmung oft als „die einzige richtige“ dar und hat wenig Einsicht in ihr eigenes Verhalten.

Wir sind empathische Menschen und wissen, dass sie selbst eine schwierige Vergangenheit hatte und mit Traumata kämpft. Aber der Kontakt kostet uns so viel Kraft, dass wir uns derzeit schützen müssen. Ich selbst bin an dem Punkt, wo ich sie nicht mehr in unser Haus einladen möchte, weil ihre Worte und ihr Verhalten mich verletzen.

Meine Fragen:

Habt ihr in ähnlichen Situationen schon einmal Kontakt reduziert oder pausiert?

Wie geht man mit solchen Grenzüberschreitungen um, ohne in den eigenen Werten von Respekt und Mitgefühl zu wanken?

Und wie habt ihr solche schwierigen Dynamiken zum Wohle der Kinder gelöst?


Ich bin für jede Perspektive dankbar, da ich wissen möchte, ob wir überreagieren oder ob ihr ähnlich gehandelt hättet.

Danke vorab für eure Meinungen!

Wenn ich nur von der Weihnachtsfeier ausgehen, war es ein Reinfall. Ich gehe davon aus, dass ihr lange mit euch gerungen habt, bevor ihr die Einladung ausgesprochen habt. Ihr habt es ihr ermöglicht, klingt schon sehr entlarvend.

Und so richtig glücklich war keiner damit.

Ihre Aussage war daneben, aber ich finde die jetzt nicht so dramatisch wie du. Es ist eine dumme Aussage und wenn sie es nicht kapiert, dann ist es eben so.

Dass sie nicht lange auf dem Boden sitzen wollte, kann ich nachvollziehen, das ist halt irgendwann nicht mehr bequem. Und ob das für sie so toll war, dass sich dann alle mit dem Kind beschäftigen, weiß ich nicht. Sie hätte sich vielleicht auch einen erwachsenen Abend gewünscht und nicht so auf das Kind fixiert.

Dass sie deine Frau nicht ernst nimmt und ihr Dinge anspricht, kenne ich auch und es hilft nur, da Grenzen zu setzen und den Kontakt einzuschränken.

Ich verstehe auch nicht, wie sie darauf kommt, dass ihr die Tochter manipuliert haben wollt.

Ich gehe aus der Ferne mal gewagt davon aus, dass deine Frau sich von der Mutter emotional noch abnabeln muss. Schlechte Stimmung an Weihnachten ist natürlich doof, aber es war fast vorhersehbar.
 
Nur damit das Wort Gaskammer in den richtigen Kontext kommt - die erweiterte Aussage war "ich fühle mich hier genauso behandelt wie im KZ, wie in der Gaskammer!"

Wir rauchen nicht mal, haben keine Aroma Kerzen an, dass hatte nichts mit dem Geruch zu tun, sondern mit unserem Verhalten... Das schockt mich so

Hängt die Aussage nicht so hoch. Jeder, der so einen Vergleich bringt, hat sich aus meiner Sicht schon disqualifiziert, das Niveau ist erbärmlich.
 
Mich erinnert die Beschreibung ein wenig an meine eigene Mutter. Sie hat zwar andere Eigenschaften, aber auch sie hat es häufig geschafft, andere Menschen unter Druck zu setzen oder negativ zu bewerten. Einige Leute in ihrem Umfeld haben deswegen schon den Kontakt reduziert oder abgebrochen.

Um mich selbst zu schützen, versuche ich daher, immer eine gewisse Distanz zu wahren. Längerfristige gemeinsame Zeiträume habe ich seit vielen Jahren vermieden. Selbst zu Weihnachten waren wir höchstens einen Tag lang zusammen. Zwar würde sich meine Mutter mehr Nähe zu mir wünschen, aber sie übt diesbezüglich immer einen Druck aus, der für mich unangenehm ist und mich eher dazu bringt, mich stärker zu distanzieren.

Was mir an dem beschriebenen Verhalten nicht gefallen hätte, wäre die Art, wie die Kritik geäußert wurde. Sie hätte ja ggf. auch sachlich mitteilen können, wobei sie sich unwohl gefühlt hat bzw. was sie gern anders gehabt hätte. Aber wenn ständig Vorwürfe kämen, da würde ich persönlich schnell allergisch reagieren.
 
Hey @Okami
hast du Mariana Leky gelesen, wegen deines Nicknamen? 🙂

Du sagst selbst, du bist ein empathischer Mensch. Ich kann dich verstehen, denn ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich überlege auch gerade, den Kontakt zu meiner Familie abzubrechen, bin der "Sündenbock". Guck mal nach der psychologischen Theorie der "dysfunktionalen Familie", des "Sündenbocks", eventuell findest du da Antworten.

Ganz wichtig ist für deine Frau und dich, sich kein schlechtes Gewissen einreden zu lassen. Die Kritikpunkte deiner Schwiegermutter haben keine reale Grundlage. Sie überträgt ihre schlechten Gefühle, ihre Unzufriedenheit, ihren Stress, ihre Einsamkeit, Traurigkeit auf euch. Ihr könnt das durch anderes Verhalten nur schwer ändern. Ihr seid nicht für ihre Gefühle verantwortlich. Sie müsste diese selbst regulieren, sie ist erwachsen.

Vermutlich realisiert sie das jedoch selbst nicht. Sie denkt wirklich, ihr seid schuld. Ist sie schon ein bisschen älter auch, oder? Gerade diese Generation hat da kaum Zugang zu ihren Gefühlen, hat alles fein säuberlich unterdrückt.

Ich versuche jetzt, auf der Grundlage dieser Erkenntnis noch einmal das Gespräch zu suchen. Deutlich zu sagen, ich möchte so nicht weitermachen. Wenn ihr das nicht schafft, da zurückzufahren in eurer Kritik, in euren Angriffen, in euren Schuldzuweisungen, dann möchte ich gerne den Kontakt abbrechen, zu meinem eigenen Schutz. Eventuell auch zu fragen, wie kann ich euch helfen, dass ihr euch besser fühlt, damit ihr nicht mehr so austeilen müsst.

Ihr könnt da trotzdem mitfühlen, versuchen das mit Empathie zu lösen, aber ihr solltet euch nicht für sie kaputt machen. Es tut mir sehr leid, dass die Situation bei euch so ist, wie sie ist, verstehe die Zwickmühle und drücke die Daumen, dass sich das noch auflösen lässt. 🍀
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hätte sie gefragt, woher sie wissen will wie es in einer Gaskammer ist und dann hätte ich sie rausgeworfen, aber sofort. So etwas unverschämtes zu sagen ist unmöglilch. Soll sie sehen wo sie an Weihnachten unterkommt.
Deine SchwMu will offensichtlich immer im Mittelpunkt stehen und wenn das nicht der Fall, dann wird sie zickig. Die Frau wirst du nicht mehr ändern können und sie macht sich darüer auch keine Gedanken. Schränke den Kontakt so viel wie möglich ein. Meistens ist es ja so, dass zu Anfang noch alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Nutze diesen Zeitpunkt und verabschiede dich nach 1 Stunde oder wenn sie anfängt herumzicken gehe sofort. Ich würde sie garnicht mehr in die Wohnung/Haus lassen. Deine Tochter vermmisst sie ja auch nicht.
 
Bei vielen Leuten von der älteren Generation war nur das Arbeiten zum Überleben wichtig.

Gefühle wurden unterdrückt und auf ein gutes und faires Sozialverhalten wurde nicht geachtet.
Diese Leute können auch nicht auf die Gefühle von Anderen achten.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben