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Schwester informieren?

Vielen Dank, an Euch alle....der Tenor ist bei mir angekommen.
1. Es gab tatsächlich nie wieder irgendeine Art von Kontaktaufnahme.
2. Meine Mutter hat u.a. eine fortgeschrittene Demenz; mich erkennt sie noch, ihren Ex-Mann, mit dem sie ihr halbes Leben verheiratet war, erkennt sie nicht mehr. Habe ihr diese Woche alte Fotos gezeigt...sie meinte, er sei ihr Vater...
3. Durch meine Unterstützung der Mutter hat mein Vater seinerseits den Kontakt zu mir abgebrochen, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich dasselbe für ihn gemacht hätte.
4. Ich habe alle Vollmachten, Gott sei Dank. Meine Schwester kann gar nichts bestimmen.
5. Die Mutter hat vor Jahren beim Notar ein Testament verfassen lassen, das liegt beim Amtsgericht vor. Darin verfügt sie ausdrücklich die "Enterbung" meiner Schwester exclusive dem Pflichtteil. Auch hat sie mir gegenüber erwähnt, dass sie nicht will, dass ihre zweite Tochter jemals an ihrem Grab steht.

By the way....zu erben gibts nix mehr: alles geht für die Pflege drauf. Es reicht noch für 4-5 Monate, danach stehe ich mit dem Rücken zur Wand. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich tendiere nach Euren Antworten zu der kurzen, nüchternen, schriftlichen Version. Dann kann sie machen, was sie will.... und ich bin "raus".

Danke an Alle und ich wünsche Euch ein gutes Wochenende!
Mary
 
A

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Re: Schwester informieren?
Es wurde sie schon informieren. Du musst ja nicht gleich mit einen Kuchen zu ihr fahren. Aber eine Info per WhatsApp oder Mail muss schon drin sein. Auch wenn du wütend und verletzt bist, geht es hier doch auch um deine Mutter.
Und wenn es umgekehrt wäre würdest du doch auch wollen das sie dich informieren würde. Oder etwa nicht?
 
Habt Ihr Gedanken dazu?

Wenn sie euch die Schuld für etwas geben sollte, dann versuche ihr vielleicht klarzumachen, dass das nicht nur eure Schuld sein muss wie sich etwas entwickelt haben muss, sondern die Ursachen teilweise komplexer oder verborgener sein können als man auf den ersten Blick denkt, sofern man so denken mag und es als sinnvoll ansieht. Wie auch immer, vielleicht sollte man mal genauer darüber nachdenken. Und deine Schwester praktiziert den christlichen Glauben? Dann müsste sie eigentlich schon etwas von Vergebung gehört haben etwa. Oder von den sieben Todsünden, wo man sicher auch etwas mitnehmen, davon lernen kann davon etc. etc. Und wenn sie für dich gestorben ist und du sie heuchlerisch oder schlimm oder sie auch was als immer sehen solltest, was ihren christlichen Glauben anbelangt, steht es dir frei ihr ebenfalls mit Vergebung gegenüberzutreten, etwa in Form eines Briefes erstmal. Aber wenn du das nicht können solltest, das könnte ich schon irgendwo verstehen, manchmal hat man halt zu schlimme Dinge erlebt etwa, sodass das kaum mehr machbar sein könnte für einem. Aber das würde vielleicht einiges leichter machen für dich, könntest du dich da durchringen.
 
5. Die Mutter hat vor Jahren beim Notar ein Testament verfassen lassen, das liegt beim Amtsgericht vor. Darin verfügt sie ausdrücklich die "Enterbung" meiner Schwester exclusive dem Pflichtteil. Auch hat sie mir gegenüber erwähnt, dass sie nicht will, dass ihre zweite Tochter jemals an ihrem Grab steht.
Warum sollte sie dann informiert werden?
 
Spätestens, wenn der Erbfall eingetreten ist, muss sie sowieso informiert werden. Egal, ob es etwas gibt oder nicht. Den Erbschein könnt Ihr nur gemeinsam beantragen.

Ich verstehe Deine Verbitterung total. Nur, wenn ich auch lese, dass Euer Vater den Kontakt zu Dir abgebrochen hat, weil Du Dich um die kranke Mutter gekümmert hast, dann ist es in Eurer Familie sowieso sehr lieblos, zänkisch und nicht gerade normal zugegangen.

Oder, dass die Tochter nicht am Grab stehen möge.

Für solche Schritte wie diesen rigorosen gibt es immer eine Vorgeschichte, unter der ganz sicher auch Du gelitten hast. Nur bist Du anders damit umgegangen.

Bestimmt hast Du Dir Unterstützung und Zusammenhalt von Deiner Schwester gewünscht. Dich allein gelassen gefühlt.

Trotzdem, das war Dein Weg und ihrer war ein anderer. Versuch, diesen fiesen Umgang miteinander nicht auch noch zu multiplizieren und fortzusetzen.
 
Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Du betonst, dass sie den christlichen Glauben vertritt, ich gehe mal davon aus, dass Du christliche Werte meinst.

Unter den Christen gibt es viele Gruppierungen, darunter die Bibeltreuen, die das Wort eins zu eins nehmen, das würde dann ja passen "Auge um Auge, Zahn um Zahn". - "Ich wurde enterbt. Also soll sie mal sehen." (oder so ähnlich).

Wenn Du selbst christliche Werte wie Nächstenliebe vertrittst oder sogar "Du sollst deine Feinde lieben"..., dann wüsstest Du ja eigentlich schon, was zu tun ist.

Vergebung ist ein christlicher Wert. Nicht nur den anderen, sondern auch sich selbst. - Dass man sich hat vor den Karren spannen lassen, dass man Erwartungen hatte, die enttäuscht werden mussten, dass Anerkennung trotz aller Mühen ausgeblieben ist.

Es gibt so ein schönes Bilderbuch, das ich manchmal auch gerne Erwachsenen unter die Nase reiben würde, aber die würden mich wahrscheinlich für verrückt erklären ^^

Es sind zwei Monster und es trennt sie ein Berg.
Der eine wohnt auf der linken Seite des Berges, der andere auf der rechten. Sie können sich nur hören und rufen sich nach einer Weile zu, was sie so sehen. Bei dem einen geht die Sonne auf, während sie bei dem anderen gerade untergeht. Doch sehen kann das niemand von beiden, weil der Berg dazwischen ist. Ein Streit entbrennt und sie beginnen wütend mit dicken Steinen auf den Berg zu werfen, in der Hoffnung, den anderen zu treffen. Irgendwann aber bricht der Berg unter dieser Einwirkung zusamme, können sich besuchen und sie sehen sich zum ersten mal. Sie sind bass erstaunt, dass der jeweils andere doch recht hatte.


Die Wahrnehmung kann von verschiedenen Perspektiven aus betrachtet eine jeweils andere Realität erzeugen.
 

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