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Schwere Entscheidung

@Amory Danke! 🙂
Meine Freundin meinte sie hätte keine Wahl. Sie müsste dort einziehen, weil es ihrer Schwester so schlecht geht und ihre Schwester sonst auch noch das Haus verliert. Sie versteht sich extrem gut mit ihrer Schwester und kann sie nicht leiden sehen. Für ihre Schwester wäre es sehr schwer auch noch das Haus zu verlieren, dass sie selbst mitgebaut hat. Dazu kann sie jetzt helfen die Wohnung zu putzen und bei der Pflege. Ich sehe irgendwie ein, dass sie keine Wahl hat. Deswegen finde ich es nicht verwerflich, dass sie mich da quasi vor vollendete Tatsachen gestellt hat. Zudem alle gerade ein bisschen durch den Wind sind.

Nein wir wollen keine Familie Gründen, aber wir wollten trotzdem beide schon immer zusammen wohnen. Wir beide wünschen uns das schon seit Jahren! Ich fänd es schon sehr traurig niemals zusammen zu ziehen. Gerade weil ich sie Liebe. Klar gibt es viele logische Nachteile, dort nicht einzuziehen. Aber Liebe ist nicht immer logisch und ich wäre auch unglücklich niemals mit ihr zusammen zu ziehen. Aber es ist wie du sagst, ich habe Angst, dass es nicht funktioniert. Meine Wohnung weg ist und wir uns plötzlich anfangen zu streiten. Das ist alles so ein Dilemma.
Egal wie ich mich entscheide, ich bin gerade mit beiden Möglichkeiten unglücklich.

Danke auch für deine Antwort.
Ich glaube ihr habt alle recht, ich sollte meine Wohnung behalten. Aber wie schon gesagt, dass macht mich auch unglücklich. Und ich könnte mir vorstellen, dass ich dann fast immer hin fahren muss, weil die Schwester ja Hilfe braucht und so. Und ich wette sie wird wenig Zeit haben. Ich wünschte so sehr das alles wäre nicht passiert. Die Situation macht mich richtig unglücklich, ich habe ständig Magenschmerzen.

Liebe Grüße
Hilfe85
 
Ich meine wenn ich mich jetzt dagegen entscheide, wird sich die Situation ja nicht ändern. Könntet ihr das denn? Niemals mit eurem Partner zusammen ziehen? Und den Partner auf Dauer selten sehen. Ist das dann wirklich eine richtige Beziehung? :-( Oder stell ich mir das vielleicht schlimmer vor als es ist?

Liebe Grüße
Hilfe85
 
Könntet ihr das denn? Niemals mit eurem Partner zusammen ziehen? Und den Partner auf Dauer selten sehen.
Ich kann das, ich finde das sogar angenehmer und für mich passender, als mit meinem Partner zusammen zu wohnen. Das ist für dich aber völlig irrelevant.

Du hast dich aufs Zusammenwohnen gefreut und nun ist euch dieser Schicksalsschlag - der ja zunächst mal ihre Schwester erwischt hat - dazwischengekommen.

Wie du selber schreibst, gibt es jetzt nur 2 Möglichkeiten:
Du behältst deine Wohnung oder du ziehst in dieses Haus.
Nach dem was du schreibst, wirst du dich bei einem Umzug deutlich schlechter fühlen als wenn du in deiner Wohnung bleibst.

Die Frage ist dann, wie es später weitergeht. Das kannst du jetzt nicht voraussehen, und das musst du auch nicht, solange du jetzt keine Entscheidung triffst, die DU nicht mehr rückgängig machen kannst (wie zB deine Wohnung kündigen).
Deine Freundin sieht jetzt im Moment hauptsächlich ihre Schwester. Das ist verständlich, und du verstehst das ja auch. Wenn sie aber ihr künftiges Leben an der Schwester ausrichtet, wird in ihrem eigenen Leben gar kein Platz mehr für einen Partner sein. Das wird sie aber selber erkennen müssen. Wenn du ihr etwas in der Richtung sagst, wird sie das als egoistisch betrachten.

Ich finde, du solltest deine Wohnung keinesfalls kündigen und schauen wie das für euch alle funktioniert, wenn sie sich um die Schwester kümmert. Nachdem du die Schwester nicht leiden kannst, kann vielleicht eher sie dich besuchen als umgekehrt.

Und du solltest ihr nun wirklich sehr rasch sagen, dass du dachtest, du könntest dort leben, aber jetzt leider feststellen musstest, dass das nicht geht.
 
Das klingt böse.

Nein, tut es nicht.

Ich liebe meine Freundin über alles. Ich könnte nicht einfach 6 Jahre weg schmeißen. Ich würde es emotional schon gar nicht schaffen mich zu trennen. Bevor ich sie kennen gelernt habe, hatte ich nur schlechte kurze Beziehungen, in denen ich sehr unglücklich war.

Genau das solltest Du ihr sagen, wie sehr Du sie liebst, dass Du vorher nie so fühltest in einer Beziehung.

eigentlich wollte ich UNBEDINGT zu meiner Freundin, das pro öfter bei meiner Freundin zu sein hat sehr viel Gewicht und

Doch es gibt ein uneigentlich...

Du möchtest, dass sie mit Dir zufrieden und glücklich wird, so wie Du denkst, dass Du es an ihrer Seite wärst.

Mit ihr.
Nicht mit Schwester und Verwandtschaft, die zu häufig da aufschlägt.
Ein Paarleben.
Keine Großfamilie mit belastenden, kraftraubenden Zusatzaufgaben.

Naja es ist halt nur entweder oder. Entweder ich ziehe wahrscheinlich gar nicht mit meiner Freundin zusammen. Diese Aussicht finde ich auch blöd oder ich fühle mich unwohl in meinem eigenen Zuhause. Das ist doch beides echt traurig....

Mir fehlt da etwas:
Statt einer einsamen Entscheidung über den Kopf Deiner Freundin hinweg, wie wäre es mit: REDEN?

Zeige ihr auf, dass sie Gefahr läuft, zuviel für ihre Schwester aufzugeben, dass sie im Begriff ist Eure (!) Zukunft so zu gestslten, dass das zur Belastung für die Beziehung wird.

Meine Freundin meinte sie hätte keine Wahl. Sie müsste dort einziehen, weil es ihrer Schwester so schlecht geht und ihre Schwester sonst auch noch das Haus verliert.

Natürlich hat sie Wahl. Sie wählt gerade eine Samariterrolle.
Die Wohnung zu vermieten wäre keine ausreichende Option?
Oder vorübergehend das Haus zu vermieten und selbst bescheidener zu leben?

Was der Schwester wohl lieber wäre? Dass Deine Freundin sich edelmütig aufopfert und das Haus erhalten wird, Eure Beziehung dabei aber zerbricht?
Oder sich selbst einschränken und auf das Haus verzichten, jedoch so nicht zur Last für ihre Schwester zu werden und Eure Beziehung nicht zu belasten?

Dazu kann sie jetzt helfen die Wohnung zu putzen und bei der Pflege.

Puh...neben dem Vollzeit-Job.
Wie sehen die Pläne für Paarzeit, Freizeit, aus?
Eng getaktet dazwischengeschoben?

wir wollten trotzdem beide schon immer zusammen wohnen. Wir beide wünschen uns das schon seit Jahren! Ich fänd es schon sehr traurig niemals zusammen zu ziehen. Gerade weil ich sie Liebe.

Vielleicht sollte Euch das dann ein ehrliches, tiefgehendes Gespräch wert sein.

Aber Liebe ist nicht immer logisch und ich wäre auch unglücklich niemals mit ihr zusammen zu ziehen. Aber es ist wie du sagst, ich habe Angst, dass es nicht funktioniert. Meine Wohnung weg ist und wir uns plötzlich anfangen zu streiten. Das ist alles so ein Dilemma.
Egal wie ich mich entscheide, ich bin gerade mit beiden Möglichkeiten unglücklich.

Liebe alleine reicht nicht.
Du bist vernünftig, logisch, realistisch.
Und da sie eine emotionale Kurzschlussentscheidung trifgt zerreist Dich das innerlich.
 
Das du mit deiner Freundin in eine kleinere Wohnung ziehst und dann auch noch ins Haus zu einer Person mit der du nicht kannst... das kann man sich nicht schönreden. Und so war es ja auch nicht geplant und besprochen.

Auf Dauer werdet ihr so nicht glücklich, das endet in Frust, Vorwürfen und letzendlich in Trennung.

Behalte deine Wohnung.
 
Du könntest deine Wohnung auch untervermieten, zB erstmal für ein halbes Jahr. Dann kannst du sie in dem Fall trotzdem behalten, wenn das zusammen wohnen mit der Schwester so gar nicht klappt. Falls es doch gut klappt, kannst du die Wohnung immer noch kündigen bzw. Nochmal untervermieten.
 
Ich meine wenn ich mich jetzt dagegen entscheide, wird sich die Situation ja nicht ändern. Könntet ihr das denn? Niemals mit eurem Partner zusammen ziehen? Und den Partner auf Dauer selten sehen. Ist das dann wirklich eine richtige Beziehung? :-( Oder stell ich mir das vielleicht schlimmer vor als es ist?

Liebe Grüße
Hilfe85
Wenn du eine Familie gründen willst, wird das mit dem getrennten Wohnen schwierig.
Ansonsten hat sie ihre Prio klar definiert.
Du bist es nicht.
Tut mir leid, aber du wirst immer die zweite oder dritte Geige spielen.
Ziehst du zu den zwei Frauen, bist du ruiniert.
Lass sie mit ihrer Schwester glücklich werden.
Vielleicht findet sie ja einen neuen Partner, der praktischerweise auch noch Pfleger ist.
Eure Beziehung hat keine Zukunft.
 
Hallo, ich würde zwar nicht zu ihr und Schwester ziehen, aber noch eine Zeitlang abwarten, ob ihr nach einiger Zeit die Pflege der Schwester selbst zuviel wird und sich eine andere Lösung ergibt. Aber ich würde auch nicht ewig warten. Letztlich wird sie sich zwischen ihrer Schwester und einer gemeinsamen Zukunft mit dir entscheiden müssen.
 
Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
Je mehr du fragst, desto mehr >dafür, >dagegen wirst du erfahren.
Es gibt Ereignisse im Leben, die begleiten uns das ganze Leben.
Ob man will oder nicht.
So wie unser eigener Schatten.
Nur wenn Du bereit bist, über Deinen Schatten der Zweifel und Angst zu springen, kannst Du in Deinem Leben wirklich etwas verändern.
Ein mutiges "NEIN" ist manchmal sinnvoller als ein ängstliches "JA".
Manchmal kann man nur noch loslassen, obwohl man doch lieber festhalten wollte.
Das gilt besonders für Beziehungen.
 
Man könnte die ganze Sache auch mal nach Prioritäten der Personen aufteilen, so dass keiner zu kurz kommt.


Die Schwester hat ein nicht abbezahltes Haus , dass sie nicht mehr finanzieren kann Auch nicht nach Rücksprache mit der Bank zwecks Änderung der Raten?
In solchen Situationen kümmert man sich eigentlich um Einnahmen, um Ausgaben zudecken. Das wäre also die Vermietung des überflüssigen Wohnraumes an Andere, die natürlich - da sie Mieter werden- nichts eigenes anschaffen können. Warum soll Deine Freundin diese Mieterin sein?

Die Schwester benötigt Hilfe zur Pflege oder im Haushalt. Pflege wird über Krankenkassen finanziert, Haushaltshilfe nach Pflegegrad. Bekommt man keinen Pflegegrad, so muss oder kann man man den Haushalt einschränken. Man muss aber nicht zwangsläufig mangels öffentlicher Gelder einen persönlichen Ersatz suchen oder gar beanspruchen.
Mit Pflegegrad könnten Umbauten bewilligt werden, die das Leben mit Behinderung ermöglichen.
Können oder wollen im Haus keine Umbauten vorgenommen werden so kann dort auf Dauer kein behindertengerechtes Wohnen stattfinden.

Was das Haus betrifft so kann die Schwester sich auch Mieter suchen, die den Garten nutzen - und deshalb auch pflegen müssen. Dasselbe bzgl. Treppenhaus. So bleiben nur noch 55qm, die die pflegebedürftige Person nicht wirklich beansprucht also auch nicht intensiv zu pflegen braucht.

Sicher kann Deine Freundin auch die Schwester unterstützen. Sie müsste dazu mit Dir in Deine ausreichende Wohnung ziehen und die 40km zur Schwester fahren.
Da dies aufwändig ist, erübrigt es sich , zur Schwester zu fahren, nur um ihr "die Langeweile" zu vertreiben.
Also bekommt die Schwester zwar notwendige und nützliche Hilfe zu Ihrem Leben aber keine "Bespaßung". Ginge es der Schwester tatsächlich auch darum, so würde sie der Freundin die Gründung einer eigenen Familie absprechen, denn die benötigt spätestens bei Nachwuchs einen erheblichen Zeitaufwand. Abgesehen davon wird man auf 55qm keine Familie gründen wollen und können.

Eines noch!
Meine Mutter ist pflegebedürftig, da alt. Offensichtlich war sie aber nicht alt genug, um sich über Eigenheiten von Pflegepolinnen aufzuregen, bis ich ihr klar gemacht habe, dass die Personen, die dann plötzlich mit im Haus wohnen, die Engel sind die sie vor dem Altersheim bewahren.
Gegen solche Leute stellt man sich nicht - oder sie gehen einfach. Was dann die Alternative ist braucht man nicht zu besprechen.
Tatsächlich hat Mutter entgegen aller Erwartungen einen Sinneswandel hingelegt, der erstaunlich ist. Auf einmal begrüßt sie die Pfleger, die sie anfassen und waschen und ist froh, dass sie der Mittelpunkt ist, und nicht als Nummer in ein anonymes Zimmer abgeschoben wurde.

Falls Du die Gelegenheit hast, könntest Du derartige Andeutungen der Schwester gegenüber machen: Die wird sich dann überlegen müssen, ob sie gegen dich hetzt weil Du am PC sitzt oder Deine Lebensmittel so kaufst wie Du es möchtest.
Auf deutsch: die Schwester hat noch nicht begriffen, dass sie jetzt ganz ganz weit unten ist und vergrault Leute, auf die sie angewiesen ist; nicht umgekehrt.
 
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