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Schwere Depression & kleine Kinder

Ein liebloser Mann kann Depressionen verursachen.

Hast du eine Familie, welche dich in der Schweiz unterstützt?

Er will die Trennung.
Wenn er dies wirklich will ist eure Beziehung zu Ende.

Ich würde mich trennen und mit den Kindern in die Heimat zurück kehren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte bereits vor einigen Jahren eine Depression, da war ich aber in einer Tagesklinik und noch kinderlos.

Hallo Sissina,
was spricht denn dagegen, dass du dich wieder nach einer Tagesklinik umschaust bzw. dir eine Überweisung dafür von deiner (Frauen)Ärztin geben lässt? Wenn es dir so schlecht geht, wie schreibst, wäre es ja wichtig, rasch etwas zu unternehmen.

In der psychologischen Fachliteratur heißt es oft, man solle in depressiven Phasen keine existenziellen Entscheidungen treffen (Trennungen, Kündigungen etc.) – aber vielleicht wäre es gut, wenn ihr einmal die "Pausetaste" für eure Paarbeziehung drückt und einfach nur Eltern für eure Kinder seid, bis es dir wieder besser geht und ihr eure Probleme klären könnt.

Noch ein ganz anderer Hinweis: Depressionen können auch durch Mangelernährung entstehen bzw. dadurch verstärkt werden – und während der Schwangerschaft "klaut" dein Kind dir ja alle möglichen Nährstoffe (Eisen, Zink, Calcium, Jod, B-Vitamine etc.). Hast du hier mal nachmessen lassen, wie dein Status so ist/war? Es gibt ja inzwischen gute Präparate, die speziell die in der Schwangerschaft benötigten Nährstoffe wieder auffüllen helfen.

Alles Gute!
 
Ein liebloser Mann kann Depressionen verursachen.

Hast du eine Familie, welche dich in der Schweiz unterstützt?

Er will die Trennung.
Wenn er dies wirklich will ist eure Beziehung zu Ende.

Ich würde mich trennen und mit den Kindern in die Heimat zurück kehren.
Nein, habe leider in der Schweiz nicht wirklich Unterstützung, daher sind wir in die Nähe seiner Familie gezogen.

Was war der Auslöser dafür?
War er in der Schweiz anders?

Warum?
Ich weiss, dass ihn die ganze Situation überfordert und er ebenfalls am Limit ist.

Vielleicht nicht nur die Übersiedlung und der Hauskauf.
Die Depression fing schon vor der Schwangerschaft an. Kann es sein, dass euer jüngstes Kind der Versuch sein sollte, eine schon zu dieser Zeit angeknackste Beziehung zu retten?
Nein, unser Jüngster war nicht geplant. Auch wenn es rational am besten gewesen wäre, die Schwangerschaft abzubrechen, war es emotional nicht so leicht möglich. Er war auch der Grund nach Deutschland zu ziehen, sonst wäre ich in der Schweiz geblieben. In der Schweiz hätten wir ein 3. Kind auch finanziell nicht wirklich wuppen können, ohne dass beide voll arbeiten. Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass die Depression nach der Schwangerschaft wieder abflacht. Mir ging es bis vor Kurzem zeitweise auch besser, aber die Tiefs, die ich zwischendurch hatte, waren wirklich schlimm. Aber er versteht es nicht. Er denkt, ich manipulieren ihn usw.
 
seit kurz vor Schwangerschaft mit Depressionen zu kämpfen

Bist du dir der Hintergründe, Auslöser bewusst?

Wie kam es zur Entscheidung für eine Schwangerschaft während dieser Depression?

im Dezember ein Haus gekauft.

Im Februar kam unser 3. Kind zur Welt


Depressiv, hochschwanger, 2 Kleinkinder, Umzug - du mutest dir sehr viel zu.

Eine mehrwöchige Trennung von den Kindern ist schwer, ich verstehe dich, auch deine Sorge bezüglich eurer Bindung, aber:

Gerade auch wegen deiner Kinder steht jetzt an erster Stelle, daas du dich schnellstmöglich um deine Gesundheit kümmerst!
Wenn du das tust, handelst du verantwortungsbewusst und in ihrem Sinne, in deinem Sinne, und auch im Sinne deiner Beziehung.

Dein Partner ist vermutlich ebenso belastet, überfordert und ausgebrannt wie du; gut, dass er sich kümmert und sich Hilfe sucht!

Macht euch bewusst, dass ihr keine Feinde seid, sondern im selben Boot sitzt, unter vergleichbarem Wellengang zu leiden habt.
Ihr seid euch gerade nicht so nah, doch könntet beide versuchen, das vorerst zu akzeptieren und euch gegenseitig zu Verständnis zu bemühen.

Jetzt ist wichtig, dass du wieder Kraft tanken kannst, das hat oberste Priorität.

Kontakt zur Krankenkasse, Hilfe beantragen?
Mitgliedschaft Sozialverband für Unterstützung bei solchen Anträgen?
SPDI bietet evtl. auch kleine Hilfsangebote.

 
Hallo Sissina,
was spricht denn dagegen, dass du dich wieder nach einer Tagesklinik umschaust bzw. dir eine Überweisung dafür von deiner (Frauen)Ärztin geben lässt? Wenn es dir so schlecht geht, wie schreibst, wäre es ja wichtig, rasch etwas zu unternehmen.
Ich habe bereits eine Überweisung vom Hausarzt. Aber so wie ich es verstanden habe, muss die Krankenkasse dem zuerst auch noch zustimmen. Das ist momentan so kompliziert, da ich bis 01.06.2026 noch in der Schweiz versicherungspflichtig bin. Ich habe zwar eine deutsche Krankenkasse, aber die hilft derzeit nur aus.

In der psychologischen Fachliteratur heißt es oft, man solle in depressiven Phasen keine existenziellen Entscheidungen treffen (Trennungen, Kündigungen etc.) – aber vielleicht wäre es gut, wenn ihr einmal die "Pausetaste" für eure Paarbeziehung drückt und einfach nur Eltern für eure Kinder seid, bis es dir wieder besser geht und ihr eure Probleme klären könnt.

Noch ein ganz anderer Hinweis: Depressionen können auch durch Mangelernährung entstehen bzw. dadurch verstärkt werden – und während der Schwangerschaft "klaut" dein Kind dir ja alle möglichen Nährstoffe (Eisen, Zink, Calcium, Jod, B-Vitamine etc.). Hast du hier mal nachmessen lassen, wie dein Status so ist/war? Es gibt ja inzwischen gute Präparate, die speziell die in der Schwangerschaft benötigten Nährstoffe wieder auffüllen helfen.

Alles Gute!
Ich bin tatsächlich kürzlich anderweitig auf dieses Thema gestossen und werde es mal checken lassen. Vielen Dank für den Tipp.
 
Wenn sich dein Zustand weiter verschlechtert, wird die Bindung zum Kind ebenfalls leiden. Ich würde hier erst einmal auf dich schauen und den stationären Aufenthalt machen. Man muss deinem Mann zutrauen, dass er das auch alleine hinkriegt. Vielleicht ist ihm das auch eine wertvolle Lektion, was du leistest.
 
Kannst du das Jugendamt um Hilfe bitten..?
Du brauchst eine Entlastung.

Vielleicht wären ein Au pair Mädchen und eine Haushaltskraft und eine Therapie hilfreich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe bereits eine Überweisung vom Hausarzt. Aber so wie ich es verstanden habe, muss die Krankenkasse dem zuerst auch noch zustimmen.

Bitte weise auf die Dringlichkeit hin, du darfst ruhig das Wort "Suizidgedanken" verwenden, wenn die zeitweise da sind.

Du schreibst, dass es dir zeitweise besser ging – weißt du noch, was du in der Zeit anders gemacht hast?
 
Hallo Sissina,
Mir tut es sehr leid zu lesen, in was für einer Situation du bist und es erinnert mich schmerzlich an eigene Erfahrungen.

Ich finde es schwer, dir einen Rat zu geben, aber kann dir vielleicht von meinen Erfahrungen berichten. Auch ich kämpfe seit Jahren mit Depressionen und ("nur") 2 kleinen Kindern. Für mich kam es nie infrage, stationär zu gehen, das wäre für mich die letzte Option gewesen, aber es kann und darf bei dir anders sein. Was mir sehr geholfen hat war, einen Psychiater aufzusuchen und medikamentös eingestellt zu werden. Das ist allerdings auch keine leichte Entscheidung und nicht für jede:n etwas, aber es hat meine Stimmung und meinen Antrieb sehr verbessert. Vielleicht ist es so, dass du dir sagst, die Situation ist gerade so hart, so herausfordernd, 3 sehr kleine Kinder, Schwierigkeiten in der Ehe, Umzug, wenig Unterstützung, da nehme ich erstmal alle Unterstützung die ich bekommen kann, aber letztendlich musst du das entscheiden bzw. könnte das eine Option sein, da mit einem Psychiater oder einer Psychiaterin zu schauen.

Ich hatte auch eine Tagesklinik angerufen, allerdings meinten die, ich muss dann von Anfang bis Schluss durchgehend da sein und das war auch keine Option für mich. Kliniken, wo man die Kinder mitnehmen kann, sind wohl sehr(!) Schwer zu finden bzw. da einen Platz zu bekommen.

Wenn du beschreibst, wie dein Mann sich verhält, läuten bei mir die Alarmglocken. Du könntest auch parallel mal zu einer Frauen- oder Familienberatungsstelle gehen, vielleicht haben die auch noch Ideen wo und wie du dir Unterstützung holen kannst.
 
Bin gerade fast in der genau gleichen Situation mit einem Kind. ich kann Dir nur alles Gute wünschen und ich hoffe, Du findest einen für alle annehmbaren Weg raus aus dem allen.
 

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