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Schweigen im Job

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 60056
  • Datum Start Datum Start
G

Gelöscht 60056

Gast
Hallo,
mein Teamleiter spricht mich oft darauf an, daß ich ruhig bin und wenig rede. Ich arbeite in einem handwerklichen Beruf und habe innerhalb des Teams eine selbständige Arbeit.
Mein Teamleiter ist ein kumpelhafter Typ, der sehr viel redet (auch über Sex). Natürlich gehört das Wort Sch.... auch zu seinem Grundwortschatz.
Fast immer wenn ich in seine Nähe komme, fängt er an mit mir zu reden, zu fragen wie gehts dir usw.
Meistens gebe ich dann eine laute, aber kurze Antwort und dann gibt er auch meistens Ruhe.
Vielleicht schweige ich, weil ich nicht auf sein Niveau runterkommen möchte.
Immerhin ist er mein Vorgesetzter und ich möchte freundlich zu ihm bleiben.
Was würdet ihr machen oder sagen?
 
Ist jetzt zwar nicht einfallsreich, aber "Bleib so wie du bist" 🙂

Wozu viele Worte verlieren, das hält einem nur von der Arbeit ab, und raubt die Konzentration.

Oder fühlst du dich in deiner Rolle unzufrieden?

Liebe Grüße Pecky
 
Wenn du anfängst ernsthaft mit ihm zu reden, realisiert er daß er auf einem ganz anderen Niveau ist als du. Eventuell irre ich mich, aber meiner Erfahrung nach mit "solchen Leuten" sind die dann meist verärgert. Daher mach es weiter so daß du "den schweigsamen" gibst...
 
Ich finde dich (TE) ziemlich arrogant, Sex ist nichts schlimmes, du musst ja nicht mit ihm darüber reden und selbst den klügsten Menschen entfährt mal ein “schei*e“. Warum genau meinst du jetzt, dass du so weit über seinem Niveau bist?

Ich könnte mir eher vorstellen, dass du ein introvertierter Mensch bist, ist völlig okay, dass solltest du dir dann aber auch eingestehen. Introvertierte neigen leider dazu, zu denken, dass die anderen nur über belangloses Reden oder nicht intelligent sind, so lebt man auf Dauer aber auch nicht glücklich.
Ich finde es übrigens nett, dass dein Teamleiter versucht dich etwas zu integrieren und das du etwas aus dir raus kommst!
 
Zu viel reden, wenig schweigen
ist allen Deppen eigen.
In diesem Sinne: Schweige doch, wenn du sonst fürchtest unfreundlich zu werden 😉

Aber... beschmutzt fühle ich mich persönlich in kleinster Weise, wenn sich Jemand vulgär ausdrückt - weder meine Seele, noch mein Geist, noch sonst irgendwas von mir.
 
Ich sehe so, michahb64, wenn du dich auf das Reden mit deinem Vorgesetzten einläßt mußt du viel beachten, und eventuell seine "Weisheiten über Sex und logischerweise Frauen und so weiter aushalten und sogar noch mitreden.
So wi ich mir das vorstelle, könnte das unangenehm werden.
Mag sein das es manchen leicht fällt mit solchen Gesprächen, mir persönlich würde das alles zu privat werden.
Zumal ich weiß, wohin solche Gespräche führen.
Das ist auch der Grund, warum ich mich nicht auf dieses Geschwatze einlassen würde.

Dadurch, daß du dich nicht auf solche Gespräche einläßt, bist du eher uneinschätzbar für manche Menschen, die sich nur nach dem Außen richten.
Aber vernünftige Menschen mit klarem Blick, die dich auf der Arbeit erleben, wissen deine Arbeit zu schätzen.
Dein Vorgesetzter will mehr über dich wissen, über deine Schwächen auf der persönlichen Seite.
Wenn du nicht wortgewandt bist, wirst du den kürzeren ziehen, oder verdammt sein ewig Geschwatze mitzumachen, obwohl dir nicht danach ist.

Es ist deine Entscheidung. Auf jeden Fall ist es eine Kette ohne Ende aus meiner Sicht.
Es hätte auch Vorteile, du würdest dich im Reden üben und mal ein Späßchen machen.
Es hat immer 2 Seiten.
 
Also solange du deine Arbeit gut machst, würde ich mich an deiner Stelle nicht ändern oder zwanghaft versuchen Gespräche aufzubauen.
Er kann sich glücklich schätzen, dass du so unkompliziert bist. 🙂
 
Hallo,

es könnte bei intensiveren Gesprächen die Schwierigkeit auftauchen, daß Dein Vorgesetzter ziemlich bald bemerkt, daß er Dir intellektuell nicht gewachsen ist. Nach Deiner kurzen Beschreibung sind die wenigsten Menschen seines Schlages danach geneigt, das Gegenüber zu mögen. Ablehnung trifft öfter zu - ist mir auch schon passiert.
Der Grund: wenn der Gesprächspartner Dir nicht mehr folgen kann, bemerkt er das wohl, schämt sich aber meistens nachzufragen - zumal als Vorgesetzter. Die Folge ist oft eigenes Nachdenken über das, was Du gesagt hast frei nach dem Motto: "War das jetzt was gutes oder was schlechtes, was er gesagt hat?" Und wohin tendiert der Mensch meistens? - genau.
Wenn es Dir nicht zuviele Skrupel bereitet, Dich seinem Niveau anzupassen, dann kannst Du ein kollegialeres Verhältnis anzustreben versuchen. Mußt Du Dich allerdings selbst verleugnen oder bist Dir unsicher, nicht doch wieder auf Dein Niveau "hoch zu rutschen", dann gib weiter den Wortkargen.

Viele Grüße
 

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