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Schwägerin hört nicht auf mit Kinderwunsch

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Du wirst es nicht ändern können, wenn dein Bruder die Beziehung abbricht oder weitermacht. Es ist sein Leben. Er muss merken, wie weit er geht.
 
Die Konsequenzen für die Hormone trägt sie in erster Linie selbst. Dass man etwas akzeptieren soll, sagt sich viel leichter, wenn man selber nicht betroffen ist.

Das mit den zwei weiteren Versuchen war völlig ernst gemeint. Sie wird ohne mindestens einen Versuch mit einer Eizellenspende innerlich nicht damit abschließen können. Sie wird sich sonst für den Rest ihres Lebens vorwerfen, eben nicht alles probiert zu haben. Das wird auch die Ehe zu deinem Bruder zerstören, denn der Vorwurf "wegen dir haben wir kein Kind, weil du nicht bereit warst, es nochmals zu probieren" wird immer zwischen ihnen stehen. Da kann er auch direkt die Scheidung einreichen.

Genau das ist nämlich bei einer Verwandten passiert - er wollte nicht alles versuchen, dass es mit dem Kind klappt und mit demselben Wahn, mit welchem sie einst den Kinderwunsch verfolgte, tut sie nun alles, dass sein Leben mindestens genauso zerstört ist wie sie das ihre wegen der Kinderlosigkeit empfindet. Gewissermaßen lässt sie sich nur deshalb nicht scheiden, weil sie sonst nicht mehr so gut auf ihm herumhacken könnte (er dagegen will das Haus nicht hergeben, das bei einer Scheidung unweigerlich draufginge, nichts verbindet besser als gemeinsamer Besitz). Sie sagt dabei selbst, dass sie damit hätte leben können, wenn es nach allen versuchten Möglichkeiten nicht geklappt hätte (wie es bei einem anderen verwandten Ehepaar der Fall war, das wirklich um die halbe Welt tingelte in der Hoffnung, doch noch schwanger zu werden und am Ende damit abschließen konnte, da nun mal selbst in Amerika kein Mediziner helfen konnte).
Aber sie kann nicht damit abschließen, weil diese kleine Stimme von wegen "hättet ihr nur das oder das nochmal versucht, dann hättet ihr jetzt ein Kind" einfach nicht aufhört. Sie kann es sich schlicht selbst nicht verzeihen, nicht alles versucht zu haben. Da hilft auch keine Therapie, zu tief war der Wunsch nach einer eigenen Familie.

Und genauso wird es deiner Schwägerin denke ich auch ergehen. Sie steckt da zu tief drin, um einfach so damit abzuschließen. Das wird sie wohl erst können, wenn auch im Ausland die Ärzte sagen, dass auch eine Spendereizelle sich einfach nicht in der Gebärmutter festkrallen will.

Das einzige was dein Bruder außer mitzumachen noch tun kann ist sich zu überlegen, ab welchem Punkt er tatsächlich lieber die Scheidung einreicht.
 
Die Konsequenzen für die Hormone trägt sie in erster Linie selbst. Dass man etwas akzeptieren soll, sagt sich viel leichter, wenn man selber nicht betroffen ist.

Das mit den zwei weiteren Versuchen war völlig ernst gemeint. Sie wird ohne mindestens einen Versuch mit einer Eizellenspende innerlich nicht damit abschließen können. Sie wird sich sonst für den Rest ihres Lebens vorwerfen, eben nicht alles probiert zu haben. Das wird auch die Ehe zu deinem Bruder zerstören, denn der Vorwurf "wegen dir haben wir kein Kind, weil du nicht bereit warst, es nochmals zu probieren" wird immer zwischen ihnen stehen. Da kann er auch direkt die Scheidung einreichen.

Genau das ist nämlich bei einer Verwandten passiert - er wollte nicht alles versuchen, dass es mit dem Kind klappt und mit demselben Wahn, mit welchem sie einst den Kinderwunsch verfolgte, tut sie nun alles, dass sein Leben mindestens genauso zerstört ist wie sie das ihre wegen der Kinderlosigkeit empfindet. Gewissermaßen lässt sie sich nur deshalb nicht scheiden, weil sie sonst nicht mehr so gut auf ihm herumhacken könnte (er dagegen will das Haus nicht hergeben, das bei einer Scheidung unweigerlich draufginge, nichts verbindet besser als gemeinsamer Besitz). Sie sagt dabei selbst, dass sie damit hätte leben können, wenn es nach allen versuchten Möglichkeiten nicht geklappt hätte (wie es bei einem anderen verwandten Ehepaar der Fall war, das wirklich um die halbe Welt tingelte in der Hoffnung, doch noch schwanger zu werden und am Ende damit abschließen konnte, da nun mal selbst in Amerika kein Mediziner helfen konnte).
Aber sie kann nicht damit abschließen, weil diese kleine Stimme von wegen "hättet ihr nur das oder das nochmal versucht, dann hättet ihr jetzt ein Kind" einfach nicht aufhört. Sie kann es sich schlicht selbst nicht verzeihen, nicht alles versucht zu haben. Da hilft auch keine Therapie, zu tief war der Wunsch nach einer eigenen Familie.

Und genauso wird es deiner Schwägerin denke ich auch ergehen. Sie steckt da zu tief drin, um einfach so damit abzuschließen. Das wird sie wohl erst können, wenn auch im Ausland die Ärzte sagen, dass auch eine Spendereizelle sich einfach nicht in der Gebärmutter festkrallen will.

Das einzige was dein Bruder außer mitzumachen noch tun kann ist sich zu überlegen, ab welchem Punkt er tatsächlich lieber die Scheidung einreicht.

Was heißt vorwerfen? Jemand im Wahn kann doch überhaupt nicht mehr rational denken, dass er sich irgendetwas vorwerfen könnte.
Ich gebe der Beziehung eh nicht mehr lange, denn wenn jemand nur als Mittel zum Zweck genutzt wird und das auch merkt, wie soll das denn noch werden?
Kinderwunschbehandlungen sind gut und schön. Wenn einer aber nicht mehr will oder kann, sollte der andere aus Rücksicht eben auch in der Lage sein, einzusehen, dass es reicht.

Ich kenne keine Beziehung oder Ehe, bei der die Kinderwunschbehandlung gut ausgegangen ist, sodass alle harmonisch miteinander leben. Ich korrigiere mich. Bei einer Bekannte, hat es funktioniert. Mit der reden aber die Schwiegereltern nicht mehr, weil sie nie überwunden haben, dass das Kind nicht ihr genetisches ist, nur seins.
Die anderen 2 Paare, die ich kenne sind kläglich gescheitert. Beide haben dann zwar tatsächlich ein Kind bekommen, aber die Beziehungen sind an der ganzen Kinderwunschsache zerbrochen. Da war das Kind dann zwar da, aber danach gab es nur Krach und Unfrieden. Könnte man behaupten, wenn sie es gelassen hätten, wären sie vielleicht heute noch zusammen. Bei einer Familie hat sich der Vater dann komplett mit der Mutter überworfen und gar keinen Kontakt mehr zum Kind. Bei der anderen gibts auch nach der Scheidung nur Probleme. Ich halte diese Kinderwunschbehandlungen auch für eine Bewährungsprobe für eine Beziehung oder Ehe.
Je länger es dauert. Oftmals war die Beziehung dann vorher schon im Eimer. Das liegt nicht am Kind an sich, sondern der ewigen Rumprobiererei vorher.
Ich würde behaupten, zu wissen, an wem es liegt, weshalb es nicht klappt, kann eine Partnerschaft schon extrem belasten.
Ich sehe das an meinen Ex Nachbarn. 12 Jahre zusammen. Kinderwunsch nach 5 Jahren. Jahrelang rumprobiert. Kind war 2 Jahre alt, als die Scheidung eingereicht wurde.
Genauso gefährlich ist es, wenn sich alles aufs Kind konzentriert. Deshalb sind die Scheidungsraten deshalb so hoch, wenn die Kinder ganz klein sind oder eben dann, wenn sie aus dem Haus gehen.
 
Das erinnert mich teils an die Tante meines Ex-Partners. Sie war auch Anfang 40 und total versessen darauf, ein Kind kriegen zu wollen. Bei jeder Gelegenheit ist sie auf ihrem Mann rumgejuckelt, bei dem es dann irgendwann nicht mehr geklappt hat mit der Erektion, da er sich nur noch als Mittel zum Zweck gefühlt hat.
Daraufhin mussten sie zur Paartherapie. Ihr Gyn hat ihr übrigens davon abgeraten, ein Kind zu bekommen, weil wohl eine große Chance bestand, dass dieses behindert zur Welt kommt, was ihr aber wurscht war.

Irgendwann hat es dann wider Erwarten tatsächlich geklappt. Nach kurzer Zeit stellte sich raus, dass der Kleine nicht nur unterentwickelt war für sein Alter, sondern generell eine Art geistige Behinderung hatte, was sich bereits im Kindergarten rauskristallisierte, da er "anders" war als andere Kinder und diese ihn daraufhin gemobbt haben.

Inzwischen ist er auf einer Art Förderschule, und er hat wohl lebenslang einen Schlauch im Kopf, durch den Hirnwasser abgeleitet wird oder so ähnlich, ich weiß leider nicht mehr, was genau er hat. Auf jeden Fall -zig Wehwehchen und anderes und er verbrachte und verbringt immer wieder lange Episoden im Krankenhaus. Alles nicht sehr schön, am wenigsten wohl für das betroffene Kind, um das die Mutter natürlich wie ein Helikopter kreist und es komplett zur Unselbstständigkeit erzieht.

Ich denke, wenn es halt nicht sein soll mit einem Kind, hat das manchmal vielleicht auch eine (höhere) Ursache, warum es partout nicht klappen will und dann ist das eben so. Aber ich kann auch leicht daherreden, da ich zwar eine Frau bin, aber nie einen Kinderwunsch hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das mehrfach schon beobachten können, dass Frauen, bei denen es einfach nicht klappen will, sich völlig verbeißen. Das ganze Leben ist diesem Wunsch untergeordnet, sie können kaum noch etwas genießen, weil sie sich völlig verrannt haben in diesen einen Gedanken: ICH MUSS SCHWANGER WERDEN!

Und ja, ich habe auch schon mehrfach Frauen gesehen, die sich daran wirklich kaputt gemacht haben. Die waren psychisch völlig zermürbt - und der Mann gleich mit. Während er irgendwann nicht mehr wirklich wollte, verrannte sie sich noch mehr in diese fast schon fixe Idee. Sie wurden z.T. völlig verbittert, neidisch, gönnten niemandem mehr was, weil "Wieso hat die ein Kind und ich nicht. Das ist unfair".
Und tatsächlich war es auch bei all diesen Frauen so, dass Adoption auf gar keine Fall eine Option war. Da ging es nicht darum, ein Kind aufzuziehen, sondern darum, eines selbst zu bekommen. Der Trieb war da so stark und wurde eben aufgrund der Tatsache, dass es nicht klappte, noch angefacht.

Was man da tun konnte? Ich habe keine Ahnung... ehrlich. Bei zweien hat es dann irgendwann doch geklappt (allerdings nach weniger Anläufen als in deinem Beispiel), bei anderen schaue ich mir das Trauerspiel leider immer noch an und frage mich selbst, wie das weitergeht.

Was ich sagen will: Das scheint nicht SO selten zu sein!
 
Das erinnert mich teils an die Tante meines Ex-Partners. Sie war auch Anfang 40 und total versessen darauf, ein Kind kriegen zu wollen. Bei jeder Gelegenheit ist sie auf ihrem Mann rumgejuckelt, bei dem es dann irgendwann nicht mehr geklappt hat mit der Erektion, da er sich nur noch als Mittel zum Zweck gefühlt hat.
Daraufhin mussten sie zur Paartherapie. Ihr Gyn hat ihr übrigens davon abgeraten, ein Kind zu bekommen, weil wohl eine große Chance bestand, dass dieses behindert zur Welt kommt, was ihr aber wurscht war.

Irgendwann hat es dann wider Erwarten tatsächlich geklappt. Nach kurzer Zeit stellte sich raus, dass der Kleine nicht nur unterentwickelt war für sein Alter, sondern generell eine Art geistige Behinderung hatte, was sich bereits im Kindergarten rauskristallisierte, da er "anders" war als andere Kinder und diese ihn daraufhin gemobbt haben.

Inzwischen ist er auf einer Art Förderschule, und er hat wohl lebenslang einen Schlauch im Kopf, durch den Hirnwasser abgeleitet wird oder so ähnlich, ich weiß leider nicht mehr, was genau er hat. Auf jeden Fall -zig Wehwehchen und anderes und er verbrachte und verbringt immer wieder lange Episoden im Krankenhaus. Alles nicht sehr schön, am wenigsten wohl für das betroffene Kind, um das die Mutter natürlich wie ein Helikopter kreist und es komplett zur Unselbstständigkeit erzieht.

Ich denke, wenn es halt nicht sein soll mit einem Kind, hat das manchmal vielleicht auch eine (höhere) Ursache, warum es partout nicht klappen will und dann ist das eben so. Aber ich kann auch leicht daherreden, da ich zwar eine Frau bin, aber nie einen Kinderwunsch hatte.

Das denke ich auch immer, aber wenn du das mit der höheren Ursache schreibst, wirst du hier sicher halb gesteinigt, Ich vertrete aber eine ähnliche Auffassung. Vielleicht hat es dann einfach nicht sollen sein. Man sieht an dem Beispiel ja, dass es nicht immer gut ist auf biegen und brechen ein Kind zu kriegen.

Ich habe das mehrfach schon beobachten können, dass Frauen, bei denen es einfach nicht klappen will, sich völlig verbeißen. Das ganze Leben ist diesem Wunsch untergeordnet, sie können kaum noch etwas genießen, weil sie sich völlig verrannt haben in diesen einen Gedanken: ICH MUSS SCHWANGER WERDEN!

Und ja, ich habe auch schon mehrfach Frauen gesehen, die sich daran wirklich kaputt gemacht haben. Die waren psychisch völlig zermürbt - und der Mann gleich mit. Während er irgendwann nicht mehr wirklich wollte, verrannte sie sich noch mehr in diese fast schon fixe Idee. Sie wurden z.T. völlig verbittert, neidisch, gönnten niemandem mehr was, weil "Wieso hat die ein Kind und ich nicht. Das ist unfair".
Und tatsächlich war es auch bei all diesen Frauen so, dass Adoption auf gar keine Fall eine Option war. Da ging es nicht darum, ein Kind aufzuziehen, sondern darum, eines selbst zu bekommen. Der Trieb war da so stark und wurde eben aufgrund der Tatsache, dass es nicht klappte, noch angefacht.

Was man da tun konnte? Ich habe keine Ahnung... ehrlich. Bei zweien hat es dann irgendwann doch geklappt (allerdings nach weniger Anläufen als in deinem Beispiel), bei anderen schaue ich mir das Trauerspiel leider immer noch an und frage mich selbst, wie das weitergeht.

Was ich sagen will: Das scheint nicht SO selten zu sein!

Na, ja man muss arg aufpassen, dass dann nicht irgendwann der Mann weg ist. Ich würde es meinem Bruder nicht für übel nehmen und bin immer wieder fasziniert wie viel Geduld und Durchhaltekraft er im Umgang mit der Thematik hat, behutsam auf seine Partnerin einzureden, deren gesamtes Leben sich seit Jahren nur um das eine dreht.
Ich sag es direkt. Ich hätte das nicht durchgehalten. Hätte sich meine Freundin so aufgeführt, ich hätte schon vor 2 Jahren die Segel gestrichen. 5 künstliche Befruchtungen hätte ich mitgemacht, aber dann wäre Ende gewesen. Ob ich diese Eizellenspende mitgemacht hätte, weiß ich nicht. Ich hätte da Konflikte auf mich zukommen sehen, wenn wir unserem Kind erklären müssten, dass ich der leibliche Vater bin, aber sie nicht die leibliche Mutter, sie das Kind aber ausgetragen hat. Ich stelle mir das schwer vor, einem Kind begreiflich zu machen.
Irgendwie käme ich mir auch als Mann sehr benutzt vor. Ich hätte dann nur noch das Gefühl eben da zu sein, weil sie meinen Samen zur Erfüllung ihrer Wünsche braucht.
So als drittes Rad am Wagen.
Kinderwunsch an sich finde ich normal. Beim einen mehr, beim anderen weniger, aber wenn das so ausufert ist es nicht mehr gesund.
Ich hätte dann eher interveniert, dass wir uns ein Kind annehmen. Wir haben das damals auch mal so ganz locker gesagt. Irgendwann hat sie die Pille weggelassen und wir haben auch gut ein Jahr probiert. Wir haben uns dann immer gesagt, sollte es nicht funktionieren, gibt es ja noch andere Varianten oder es wird eben nichts, wir leben so weiter wie bisher und wir kaufen uns irgendwann einen Hund.
Dadurch, dass wir den Druck raus genommen haben, klappte es dann.
Das soll jetzt nichts heißen, aber ich will damit sagen, ich verstehe nicht ganz, warum sie der Adoption so abgeneigt ist. Mein Bruder gar nicht so, aber wenn meine Mutter das auch nur angesprochen hat, ist sie ihr fast ins Gesicht gesprungen.
 
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