naja, aber die Argumentation, dass man kein Sport kann, zieht ja nicht wirklich.
Wie viele können denn kein Mathe? Für die der Gedanke an die nächste Mathestunde die Hölle ist? Weil man weiß, dass man es eh wieder nicht verstehen wird und vll. an die Tafel soll. Oder sich in einer Gruppenarbeit blamiert?
Oder das man Stunden für die nächste Arbeit paukt und trotzdem ne 5 schreibt, weil es einfach nicht klappt?
Andere Fächer genauso.
Soll man die alle abschaffen oder nicht mehr bewerten?
Es ist eben so, dass man nicht alles können kann und es auch immer Sachen gibt, in denen man versagt.
Und Sport halte ich für sehr wichtig, weil es eben nicht funktioniert, wenn man es in die Eigenverantwortung der Schüler, bzw. Eltern gibt. Weil viele offensichtlich nicht in der Lage sind, diese Verantwortung zu übernehmen.
Ich halte also die Forderung nach einer Abschaffung für ziemlich doof.
Und offensichtlich müssen auch Noten sein, weil ja sonst kein Mensch hingehen würde (oder eben doch nur die, die es gern machen)
Wo ich Euch natürlich Recht gebe, ist die Tatsache, dass der Sportunterricht definitiv verbesserungswürdig ist.
Meine Vorschläge wären:
- bei der Sportnote auch Fachwissen (Tests) und Anwesenheit/Bemühung einfließen lassen
- den Schülern Alternativen bieten im Angebot:
* Joggen
* Schwimmen
* Tanz
* Akrobatik
* Radfahren
* ....
eben abwechslungsreich, aber so das für jeden was dabei ist.
- neben den strengen Mannschaftsspielen auch Spiele organisieren, wo auch Schwächere Erfolge haben..
- die Schüler aufteilen nach Können/Interessen
- sich eben Gedanken machen, wie ein Sportunterricht für alle sinnvoll sein kann
Ich war auch jahrelang Außenseiter und fand den Sportunterricht ebenfalls ätzend und Horror. Hatte halt das Glück, dass ich bis auf wenige Ausnahmen mit einer 4 durchgekommen bin. Mobbing, etc. war natürlich trotzdem da.
Aber auch damit muss man umgehen, dann müssen eben Sachen in den Sportunterricht eingebunden werden, die das Gemeinschaftsgefühl stärken. Das geht. Läuft auch schon an vielen Grundschulen, aber bei den Sek-Leuten dauert der Lernprozess eben immer ein bisschen länger.
Weglaufen vor den Problemen und sich drücken halte ich auf jeden Fall für den falschen Weg.
Und mit solchen Parolen kommt man meist auch nciht weiter, weil einen keiner wirklich ernst nimmt.
Dann lieber zusammensetzen und überlegen, wie man die Sache besser gestalten kann...