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Schule nach Corona

gigi2

Aktives Mitglied
Meine Meinung: Die Abschlussklassen heuer hatten es noch ganz gut erwischt. Der Stoff war größtenteils durch, dann konnten die Kids die freie Unterrichtszeit nutzen um den Stoff zu wiederholen und bei der Prüfungskorrektur kamen sie Corona bedingt auch ganz gut weg.

Die Eltern sind zufrieden, die Kinder auch und das Ministerium umging einer Klageflut.

Die jüngeren Jahrgänge rücken alle probeweise in die nächsthöhere Klassenstufe vor, ganz egal wie schlecht das Zeugnis ausfällt.

Auch alles gut, Schüler und Eltern sind zufrieden und die Lehrer werden nicht angefeindet.
Viele Schüler befanden sich seit März im Ferienmodus. Als der Unterricht wieder los ging und die Klassen geteilt wurden, waren manchmal nur 1 oder 2 Schüler anwesend, der Rest glänzte durch Abwesenheit.

Nur wie sieht es im nächsten Schuljahr aus?
Mir tun die Schüler leid, die ihren Abschluss schreiben müssen. Viele der Schüler haben solche eklatante Defizite, dass ein normaler Schulbetrieb gar nicht durchführbar sein wird.
Bis Weihnachten gibt es das große Chaos. Dann werden viele in die niedrigeren Klassenstufen wechseln müssen, was überfüllte Klassen bedeutet und die Schüler, die Abschlussprüfung schreiben müssen, hinken hoffnungslos hinterher, weil man monatelang "die Nichtskönner" mitschleifen musste.

Wie seht ihr das? Eure Meinung als betroffene Eltern würde mich interessieren. Wird euch nicht Angst und Bange?
Auf die Lehrer wird eine wahnsinnige Belastung warten, unzufriedene Eltern, die heuer besänftigt wurden, werden nächstes Jahr auf der Matte stehen.
 

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Sadie02

Aktives Mitglied
Hi!

Ich bin jetzt nicht die Zielgruppe, weil weder Lehrerin noch Mutter, aber als Schülerin einer Abschlussklasse dieses Jahr betroffen.

Ich will nur anmerken, dass dieses "die Schüler hatten ab März Zeit, alles zu wiederholen vor den Prüfungen" nur die eine Seite betrifft. Nämlich die Schüler, die daheim Platz, Ruhe und die richtigen Nachbarn zum Lernen haben. Für mich als Betroffene war es eine Katastrophe, weil ich sehr oft in Bibliotheken gelernt habe, und die bis heute offenbar nicht wichtig genug fürs System sind, um sie wieder zu öffnen - ist ja nur Bildung ;) .

Zweitens war von Seiten der Medien und der Entscheidungsträger schon auch Psycho-Terror dabei. Die Prüfungen in meinem Bundesland wurden mehrfach verschoben, dann hieß es, sie fallen ganz aus, dann wurde mit Klage gedroht, es wurde wieder zurück gezogen. Mit so einer Unklarheit im Kopf ist Lernen schwer, weil man sich schon die Sinn-Frage stellt. Im Ferienmodus war ich keine Sekunde. Und auch meine zehnjährige Schwester nicht, da für sie Schule nichts Negatives ist, sondern ein Ort, an dem sie Freunde treffen kann, was auch Monate lang nicht möglich war.

Drittens kann ich froh sein, meinen Ausbildungsplatz bereits vor Corona sicher gehabt zu haben. Welche Firma stellt jetzt noch ein? Wer bildet noch aus? Im Herbst kommt sowieso die große Pleitewelle und viele werden staunen, dass man eben nicht so einfach mal alles schließt, ohne es hinterher büßen zu müssen. Die jetzigen Abschlussklassen sind also ebenfalls bereits Verlierer.

Merin Ansicht nach wird man sich gefälligst im September um einen normalen Schulbetrieb bemühen müssen, wie es ja auch eigentlich Pflicht des Staates ist. Die überstürzte Schließung der Schulen im März wurde ja vor allem von einem einzigen Virologen forciert, der mittlerweile selbst zurück genommen hat, dass Kinder und Jugendliche die bösen Virenschleudern sind, obwohl er das ursprünglich behauptet hat.
Man muss endlich mit dem Virus leben, kapieren, dass Infektionszahlen nicht gleich bedeutend mit Kranken und Symptomen ist. Denn man wird kaum Jahre lang keinen richtigen Unterricht machen können, nur um zu warten, bis vielleicht irgendwann mal ein Impfstoff da ist.
 

gigi2

Aktives Mitglied
Guten Morgen,

ich frage mich, ob aus hygienischer Sicht ein Normalbetrieb möglich ist.
Offiziell ist ein normaler Unterrichtsbetrieb geplant, nichts mehr mit Klassenteilung und Platz ohne ende. Nur Masken.
Die Frage ist, wie sehen die Corona Zahlen nach den Ferien aus. Noch so ein Schulhalbjahr, wie das letzte, kann sich das Schulsystem meiner Meinung nach nicht leisten.
Aus Sicht der Kids ist das alles toll, viel Freizeit und kein Notenstress. Wir wären vermutlich nicht anders gewesen.
Ich sehe aber auch ganz klar die Sicht der willigen Kids, die möchten aber an ihre Grenzen gestoßen sind. Nicht jeder ist Einstein und nicht jeder kann sich den Stoff auf Grund von Unterrichtsmaterialien selbst erschließen. Deshalb verstehe ich auch die Kids, die total überfordert sind und aufgeben.
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Aus meiner Sicht hätte man das ganze Schuljahr wiederholen müssen.
Komplett. Für alle.
Mein Kind hat Abschluss gemacht.
Super sogar angesichts der Situation.
Aber er tut mir so leid, weil seine Leistung Jahrgangsbester zu sein dieses Jahr gar nicht richtig gewürdigt wird und weil der Abgang von der Schule so sang uns klanglos stattfindet.
Und nächstes Schuljahr auf der FOS wird auch nicht leicht werden, wenn kein geregelter Unterricht stattfinden kann. Und davon gehe ich aus nach den Sommerferien, wenn die Urlauber den Virus wieder einschleppen und verbreiten. Und das werden sie tun!
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Aus Sicht der Kids ist das alles toll, viel Freizeit und kein Notenstress. Wir wären vermutlich nicht anders gewesen.
Die meisten kids finden/fanden das alles andere als toll.
Schule bedeutet nicht nur Noten und lernen sondern auch sozialleben, Freunde treffen, sich Asutauschen...
Ganz viele Schüler hätten gern auf diese 'Coronaferien' verzichtet.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
In NRW sollen Lehrer sich mit Schulstart alle 14 Tage auf Corona testen lassen...
Wer was zu lachen haben will, möge sich mal die "Schulmails" seines Kultusministeriums zu Gemüte führen...
 
G

Gelöscht 114478

Gast
Grad trifft das auch meine älteste Enkelin. Sie macht nächstes Jahr ihren Abschluss und wollte dann an eine Berufsfachschule für Musik gehen. Dafür braucht sie einen guten Notendurchschnitt.
Wenn ich bedenke, wie viel an Unterricht bereits allein in den letzten Monaten ausgefallen ist, wird mir da bange, wenn ich an das nächste Jahr denke...
Zumal sie in Bayern lebt, wo alles in Sachen Corona noch viel krasser abläuft als hier im Norden.
Mir tun die Kinder - alle - unendlich Leid.
 

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