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Schule/Arbeiten gehen mit Kind - Egoistisch?

M

MomY

Gast
Ich werde dieses Jahr 20 und habe eine 2 Monate alte Tochter. Nun habe ich mein Abi aufgrund der Schwangerschaft (es gab Komplikationen) abgebrochen und würde gerne einen zweiten Anlauf starten (Akademie oder Abendgymnasium) Ich bekomme aktuell Kinder- und Elterngeld sowie ausreichend Unterhalt, sodass ich kein Harz IV beziehe. Wir stehen finanziell gut da. Ich möchte jedoch beruflich etwas erreichen um mich selbstzuverwirklichen und nicht auf das Geld des Kindesvaters angewiesen zu sein.
Ich frage mich nur, ob es egoistisch meinem Kind gegenüber wäre früh wieder zur Schule zu gehen. Beispielsweise weiß ich nicht, ob ich bereits dieses Jahr wieder mit der Schule anfangen oder erst 2022 starten soll. Im Sommer ist meine Tochter knapp 9 Monate alt, nächstes Jahr im Sommer 21 Monate. Die Abendschule wäre von 17-22 Uhr, an der Akademie hätte ich Unterricht von 9-16 Uhr. Ich hätte mein Abi am AG nach 3 Jahren (4 Tage pro Woche Unterricht, maximal 26h pro Woche) Mache ich mein Abi an der Akademie wäre ich bereits nach 2 Jahren fertig, hätte dafür 5 mal in der Woche 8h lang Schule.
Hmm.. Wenn ich diesen Sommer starten will, müsste ich mich bald anmelden und ich weiß echt nicht, ob ich meine Tochter schon so früh abgeben soll. Es gibt in meiner Stadt viele ganztägige Kitas die einen guten Ruf haben.
Ich könnte mir auch eine private Kita mit einer sehr kleinen Gruppe leisten. Eine Tagesmutter wäre auch eine Option, eine Nanny wäre zu teuer (40h Woche soll 3500€ kosten ..)
Was meint ihr? Soll ich 1 Jahr zu Hause bleiben? Oder gar länger? Ich möchte meiner Tochter vorleben, dass man als Frau beruflich erfolgreich sein und gut verdienen kann. Aber ich möchte sie nicht vernachlässigen etc. Aktuell tendiere ich dazu erst nächstes Jahr zur Schule zu gehen und mein Abi an der Akademie in 2 Jahren zu machen. Mit 21 Monaten kann sie bestimmt schon laufen und hat sicherlich mehr von der Kita. In der Zeit von 17-22 Uhr wird es schwieriger sein eine Betreuung zu finden, sodass ich das AG eher ablehne.
Ist das ein Plan? Natürlich könnte ich auch dieses Jahr schon zur Schule gehen, aber ein 9 Monate altes Kind für 40h pro Woche fremdbetreuen lassen?? Ich glaub nicht dass das so gut ist.. Ich will aber auch nicht, dass man von mir denkt ich sei faul oder hätte keine Lust zu arbeiten. Was meint ihr?
 

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Schokoschnute

Aktives Mitglied
Nicht umsost gibt es bis zu 3 Jahren Elternzeit.
Ein Baby bekommt von dein "Vorleben"kaum was mit,außer das es einen Mutterentzug hat.
Ein Baby braucht ganze Aufmerksamkeit und Fürsorge und das am besten 3 Jahre, damit sich das Urvertrauen gesund entwickelt.
So schnell,auf zwei Hochzeiten tanzen finde ich nicht Gut ,zumal du nicht mal Geldsorgen hast.

Sicherlich wenn Sie/Er erstmal 2 Jahre ist und du siehst wie sich es Entwickelt und es Vormittags mit anderen Kindern in einer kleinen privaten Betreuung ist, kannst du etwas aufbauen.
Du bist jung genug für eine Karriere und was andere denken sollte dir nicht Wichtiger sein.
Mit einem Baby kann man kaum Faul sein,tzzz.
Es sei denn man gibt es ab, aber wozu dann ein Kind zur Welt bringen?
Du und dein frisch geborenes Baby brauchen erstmal Zeit, meiner Meinung nach.
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt und deinem kleinen Wunder.
Geniesse es, die Zeit geht so schnell um.
Alles andere findet sich nach und nach.
 
Zuletzt bearbeitet:

Winternebel74

Mitglied
Auf jeden Fall machen. Mach Dein Abi, versuche dich weiterzubilden so gut es nur geht. Von einer deprimierten, armen Mutter, die den ganzen Tag grübelt „ach hätte ich doch!“ hat Dein Kind später auch nichts. Mit einem guten Job kannst Du ihm was bieten. Ich hab das leider nicht so gemacht und rückblickend war das ein Fehler. Viel Erfolg auf Deinem Weg!
 

Bücherpuppe

Aktives Mitglied
Hallo MomY!

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!

Wenn es finanziell wirklich passt, dann genieße doch die Zeit mit deinem Kind zuhause.

Ich kenne ein paar Frauen, die das finanziell nicht stemmen konnten und teilweise nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen sind und es hinterher bereut haben.

Du hast gerade ein Kind zur Welt gebracht und dies hat nichts mit Faulheit oder kein Bock zu arbeiten zu tun.

Klar, gibt es immer Menschen, die meinen alles besser zu wissen und blöd reden.

Aber es kommt nicht auf anderen Menschen drauf an, was sie sagen, denken und reden.

Wenn es gut läuft, kannst du deine Elternzeit immer noch früher beenden.
Lg
 
Liebe MomY,

zunächst herzliche Glückwünsch zur Geburt.

Ich (27) hatte vor knapp vier Jahren mein Kind während meines Masters bekommen. Alles nur möglich, weil der Kindesvaters fast komplett die Betreuung übernahm, damit ich den Kopf frei fürs Studium hatte. Gern wird uns verkauft, dass man 100% im Beruf, 100% in der Familie etc geben kann. Eine zeitlang habe ich versucht dieser Anforderung gerecht zu werden...und bin gescheitert. Die Wahrheit ist: Du kannst nicht 100% dich im Beruf verwirklichen und dann noch 100% für das Kind da sein. Wenn man viel Zeit in eine Sache steckt, hat man weniger Zeit für das andere. Masterzeugnis hatte ich in der Tasche, aber dafür hatte ich wirklich wenig von meinem Kind in der Zeit. Im Beruf auf Vollzeit ist es auch nicht anders. Ich sehe morgens meine Tochter, wenn sie aufsteht und abends ist sie bereits im Bett . U.a. deswegen reduziere ich auf Teilzeit. Mehr Zeit mit meiner Familie hat für mich eine höhere Lebensqualität als mehr Geld.

Ich würde daher empfehlen, den Fokus nicht gleichzeitig auf Abi und Kind zu legen, sondern dies nacheinander zu machen. Macht es wirklich einen großartigen Unterschied, wenn du nächstes Jahr anfangen würdest? Nächstes Jahr wäre doch entspannter, da du das Abitur nicht unter Corona-Maßnahmen anfangen müsstest. Gerade weil du es dir finanziell leisten kannst, würde ich bis zum 12 Lebensjahr Zuhause bleiben. Und danach mehr Zeit für die Weiterbildung nehmen.

Dir noch viel Glück!
 
D

Die Queen

Gast
Ich denke, dass es für ein Kind wichtiger ist eine ausgeglichene und mit sich zufriedene Mutter zu haben als die Frage wie schnell du wieder ins Arbeitsleben einsteigt.

Denn weder eine Frau, die andauernd mit schlechten Gewissen zur Arbeit geht, noch eine Frau, die zwar beim Kind bleibt, aber ihm eventuell später vorwirft die "Karriere versaut zu haben" ist gut.
 

Sofakissen

Aktives Mitglied
Auf das eine Jahr kommt es nicht an. Ich würde nochmal ein Jahr warten (ggf. auch bis sie in den regulären Kindergarten kommt), dann kommt die Kleine in ein Alter, in dem sie den Kontakt zu anderen Kindern von sich aus will und du sie guten Gewissens vormittags stundenweise abgeben kannst.

In der Zwischenzeit könntest du dir diese Lernhilfe Bücher für die Abifächer kaufen und allein etwas üben während dein Kind z.B. schläft. Dann kommst du später in der Schule besser mit. Abi nachholen nutzt dir nämlich nix, wenn du kaum mitkommst und es am Ende so schlecht ausfällt, dass du damit ohnehin keinen Studienplatz bekommst. Dann könntest du nochmals 1 Jahr (oder mehr) Zeit mit deinem Kind verbringen und die Zeit wäre trotzdem gut fürs Abi genutzt.
 

Portion Control

Urgestein
Hallo,
ich finde deine Einstellung super und richtungsweisend für andere. Viele in deiner Situation leben eher vor das das Geld auch von überall anders herkommen kann...

Ich schließe mich dennoch dem Beitrag von Schokoschnute an, da ich ebenfalls der Meinung bin das du mit deiner vorbildlichen Ambition etwas über das Ziel hinaus schiesst.

Versuche das gesunde Mittelmaß im Auge zu haben und zunächst ausschließlich die Mutterrolle anzunehmen. Du schaffst das schon.

Du bist in 2 Jahren lediglich 2 Jahre älter. Bei deinem fast neugeborenen sind 2 Jahre allerdings ein Quantensprung. Und die Zeit kommt auch nicht mehr zurück.
 

momo28

Moderator
Teammitglied
Hallo MomY,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter.

Wie fühlt sich die Situation denn für dich an? Wohin würdest du denn selbst tendieren?

Deine Tochter ist erst zwei Monate und sicher hat sich euer gemeinsames Leben noch gar nicht richtig eingespielt. Schläft sie denn schon durch? Bekommst du jetzt schon Ruhezeiten für dich?
In einigen Wochen geht es wahrscheinlich mit dem Zahnen los. Das können auch noch einmal höchst unangenehme Zeiten sein. Sie wird lebhafter, munterer und fordert mehr Zuwendung.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit meinen Kindern würde ich dir empfehlen, lege nächstes Jahr los. Informiere dich bis dahin über das Lernmaterial und besorge dir, was du kannst. Frische deine Fremdsprachen auf. Versuche jetzt schon immer mal die eine oder andere Stunde mit Lernstoff zu verbringen. Du musst ja auch wieder in den Lernprozess reinkommen.
In welcher Klasse warst du übrigens bevor du schwanger wurdest?
 

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