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Schluss machen trotz Liebe

Ich verstehe Deinen Zwiespalt. Jemanden zu lieben und doch das Gefühl zu haben, gehen zu müssen, kann einen zerreißen.

Wäre es für Dich eine Möglichkeit, dass Du Dir erstmal für Dich genau aufschreibst, was Du möchtest und was nicht mehr. Wie Du Dir ein Zusammenleben mit ihr in Zukunft vorstellen könntest, wenn es für Dich möglich ist mit einigen Änderungen und ihr das erstmal sagst und guckst, wie sie das sieht.

Und wenn Ihr einen Kompromiß findet, dass Du Dir für Dich innerlich einen Zeitrahmen setzt, z.B. es noch 3 Monate oder 6 Monate z.B. es auszuprobieren mit Änderungen und wenn es dann nicht geht, dann aber auch wirklich Schluss zu machen.

Schluss machen tut immer weh - dem Partner, einem selbst. Aber andererseits tut es auch Dir weh, wenn Du ein Leben führst, dass nicht mehr deins ist, dem Du entwachsen bist und in das Du Dich eingezwängt fühlst, obwohl Du lieber ausbrechen möchtest.

Was überwiegt für Dich? Die Liebe zu ihr, zu bleiben, einen neuen Versuch mit Änderungen zu starten oder die Sehnsucht nach einem neuen Leben, nach Freiheit?
 
Wir haben nun etwas Klartext gesprochen.
Es war ein sehr emotionales Gespräch.

Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich habe erklärt wieso ich aktuell auf bestimmte Dinge reagiere und handel und dass ich mehr auf mich achten will das in letzter Zeit zu kurz gekommen ist.
Ich habe gesagt dass ich gerne mehr Unterstützung und Verständnis haben möchte, weil ich momentan viel im Kopf habe. Sie hat gemerkt dass ich mich kälter verhalten habe und war nicht im Klaren wieso das so ist.
Mir sind viele (Zukunfst)Szenarien durch den Kopf gegangen die von beiden Seiten angesprochen wurden und wir wissen beide wie verletzend sich das ganze anfühlt, aber trotzdem liebt man sich. Man will auch nicht die ganzen schönen Momente wegwerfen. Wir haben auch darüber gesprochen dass an der Kommunikation gearbeitet werden muss, da man doch recht viele angesprochene Sachen falsch aufnimmt und das nicht gesund für die Beziehung ist.

Eine weitere Sache ist dass ich gerne positiver durchs Leben gehen will, wobei ich aber von meiner besseren Seite runtergezogen werde, da jede doofe Kleinigkeit negativ aufgefasst wird. Ich versuche es schon garnicht in mich aufzunehmen, aber ich will ja auch dass es Ihr gut ergeht und helfe so gut ich kann. Jedoch wird mir hier die Energie geraubt und ich erwische mich dann doch in einer negativen kleinen Bubble wieder.

Also, man liebt sich, aber die Entwicklung von uns beiden für unsere Kompatibilität ist irgendwie außeinander gegangen und das macht mich traurig. Ich denke echt der beste Weg ist sich zu trennen, aber wir geben uns noch etwas Zeit mit den neuen Erkenntnissen und schauen was passiert. Ich habe gemerkt dass Sie sich jetzt wieder mehr bemüht, aber ich fühle es irgendwie als eine Falsch erzwungene Reaktion und so eine Dynamik fühlt sich nicht richtig an. Ich habe Angst dass es von kurzer Dauer ist und es nach der „Testzeit“ wieder in ein altes Muster rutsch.. Ich will aber nicht die Person sein, die im Kopf schon gefühlt abgeschlossen hat, es aber wirklich noch auf Anstrengung geradebiegen will.
 
Was hat sie denn zu allem gesagt?

Für mich klingt es weiterhin ganz schön selbstbezogen. Natürlich sollte man sich in einer Beziehung nicht nur ständig runterziehen, aber schlechte Momente und Phasen gehören ja auch dazu und ich fände auch wichtig, dass schwierige Gefühle da sein dürfen und zusammen durchgestanden würden. Ich fände sehr schlimm, wenn mein Partner so wäre, wie du dich hier beschreibst, weil ich das Gefühl hätte, meine Gefühle verbergen und wegdrücken zu müssen und ich dadurch auch nicht ich selbst sein könnte.
Ich muss dabei an den Begriff "toxische Positivität" denken, in dem Sinne, dass es auch schaden anrichten kann, wenn ständig alles unangenehme weggedrängt wird.

Leider ist das auch eine häufige Dynamik zwischen Männern und Frauen, dass die Gefühle von Frauen als zu viel, zu anstrengend, nicht leicht genug gelabelt werden.
 
Für mich klingt es weiterhin ganz schön selbstbezogen. Natürlich sollte man sich in einer Beziehung nicht nur ständig runterziehen, aber schlechte Momente und Phasen gehören ja auch dazu und ich fände auch wichtig, dass schwierige Gefühle da sein dürfen und zusammen durchgestanden würden.

Ich denke, dass wir das nicht objektiv beurteilen können, da wir nicht dabei sind. So wie Du das alles bisher beschrieben hast, finde ich es vernünftig, dass Du Dich mehr um DIch kümmern willst.

Menschen, die sehr oft sehr negativ sind, sind oft schwierig. Wenn es aufgrund einer Depression ist, dann sollte man versuchen, daran zu arbeiten. Natürlich sollen auch negative Gefühle möglich sein, aber es ist ein Unterschied, ob jemand ab und zu mal was negativ ist oder jemand ist, der einfach als Einstellung hat, fast alles erstmal negativ zu sehen. Sowas zieht einen runter und daran kann man aber auch arbeiten. Gedanken kann man ändern lernen. Wenn Deine Freundin dazu bereit ist, fände ich das gut. Es muss sich aber für beide richtig anfühlen, sie sollte es selbst wollen und nicht nur Dir zuliebe machen.
 
Nur Gutmütigkeit macht eine Beziehung zu einem guten Ort. Wenn einer dabei ist, der sich gern reibt, dann ist das doch blöd, dann machts doch keine Freud mehr.
Ich habe bemerkt, dass alleine der Vorsatz reicht, zu ehren, zu schätzen, zu mögen, statt anzufeinden die Beziehung gut verlaufen lässt. Entweder wir machen es so, oder sonst lassen wir es.
 
Menschen verändern sich mit den Jahren. Die etappenweise Selbstfindung ist ein Prozess, der die eigene Persönlichkeit durchleuchtet und immer mehr herauskristallisiert, was und wer man ist und was man wirklich will. Sich selbst soweit zu stabilisieren, dass man sich selbst vertrauen kann, ohne an sich selbst zu zweifeln - das ist der Weg und das Ziel.
Dein Schritt in dieses Forum heißt, dass Du eigentlich schon eine Entscheidung getroffen hast.
 
Ich denke echt der beste Weg ist sich zu trennen, aber wir geben uns noch etwas Zeit mit den neuen Erkenntnissen und schauen was passiert.
Hallo SMTSOD! Ein Gespräch erst sacken zu lassen bevor unbedachte Schritte gemacht werden, ist natürlich gut. Ob das aber in deiner Situation noch sinnvoll ist? Du erwartest doch bereits schon, dass keine dauerhafte Änderung eintritt. Und es werden auch wieder Momente kommen, die du als negativ empfindest. Eine Änderung braucht Zeit und kleine Einbrüche gehören auch dazu. LG
 

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