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Schizophrenie

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ich möchte mal mein drama da raus nehmen 😉

ich glaube einfach das es wie bei vilen krankheiten eben nicht" den schizophrenen " gibt. bei jedem menschen äusert sich glaube ich die krankheit anders. und das was ich erlebte war krass, ja, doch es muss nicht immer so werden. es gibt ja auch wohl verschiedene symptome bei dieser krankheit und das wichtigste wäre mir, das wenn ich einen solch erkrankten menschen in meiner umgebung hätte,das er selbst sich gut im griff hat und in behandlung ist.also das er gut über sich und der krankheit aufgeklärt ist und mir auch davon erzählt.

das würde ich eben von jedem menschen,egal welche krankheit er hat,erwarten-ehrlichkeit.

ich bin auch garnicht mal gut aufgeklärt über diese krankehiet und ich glaube das das stigma auch daher kommt,mangelndes wissen.derjenige müsste eben offen mit der krankheit umgehen,was jedoch sicherlich schwer ist,weil ....und da beginnt der teufelskreis...

Genau, da beginnt der Teufelskreis. Über diese Erkrankung haben die meisten Menschen wohl so etwas wie "gespaltene Persönlichkeit" im Kopf. Das trifft aber so nicht in jedem Fall zu.

Manche hören und sehen Dinge oder Personen, die andere nicht sehen oder hören können. Andere fühlen sich verfolgt, andere haben plötzlich ganz viel Angst......

Ich denke, es ist unheimlich schwer mit einer Erkrankung offen umzugehen, wenn man damit rechnen muss, dass man anschließend abgelehnt wird.........
 

Hallo Sisandra,

schau mal hier: Schizophrenie. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Liebe Sisandra,

ich finde Deine Frage interessant, da ich auch gerade merke, dass ich da sehr ambivalent bin.
Ich weiß um die Tatsache, dass Schizophrenie häufig mit Psychosen oder multiplen Persönlichkeiten verwechselt werden. In meinem Leben hatte ich drei mehr oder weniger intensive Begegnungen mit Schizophrenen. Bei einem Mann, den ich durch eine Selbsthilfe kennenlernte, war mir anfänglich gar nicht bekannt, dass er erkrankt war. Irgendwann wurde mir aber sehr schnell klar, dass er wohl ein Problem hatte, dass mir nicht so geheuer war, weil ich wusste, dass es kein rein psychisches war. Ich merkte, dass ich ihn nicht erreichen konnte, nicht intervenieren konnte. Als wir einmal durch die Fußgängerzone gingen, hatte er dann wohl einen "Schub(?)" und ich selber bekam solche Angst, dass ich die Polizei informieren wollte, weil ich Angst hatte, dass er sich gleich was antut.
Ich hatte keine Ahnung, was da passiert. Später habe ich mich dann informiert, aber der Kontakt zu ihm brach ab, weil er sehr schwer erkrankte und in eine Klinik einer anderen Stadt kam. 5 Jahre später habe ich ihn auf der Straße wieder gesehen, aber er ignorierte mich.

Die andere Begegnung hatte ich dann später mit einer Frau, von der ich wußte, was sie hatte. Wir begegneten uns im Bus und ich wollte mich ganz normal mit ihr unterhalten. Ich bin sehr vorsichtig und sensibel gewesen und habe ihr zugehört. Nur sie hatte gerade Stimmen im Kopf und erzählte mir immer wieder, dass sie jetzt 5 Jahre alt wäre (erst dachte ich: Oooops, ist sie jetzt auch noch multipel?).
Als ich aus dem Bus ausstieg merkte ich, dass alle Leute mich anstarrten. Eine Bekannte, von der ich gar nicht wußte, dass sie im Bus sitzt, erzählte dann später einer Freundin davon, wie Leid ich ihr tat, weil jeder im Bus konzentriert zuhörte. Wie peinlich das doch für mich gewesen sein musste.

Ich empfand es nicht als peinlich, sondern ärgerte mich über das Verhalten der anderen Menschen. Aber als ich die Frau dann das nächste Mal im Bus sah, suchte ich selber nicht mehr den Kontakt, da ich selber manchmal unter Ängsten leide und in dem Moment nicht im Mittelpunkt stehen konnte. Danach hatte ich ein sauschlechtes Gefühl.
Es ist schwierig, wenn die Menschen ihre Medikamente nicht nehmen. Das soll ja so ähnlich wie bei der Psychose häufig der Fall sein. Es kann dann schon mal Angst machen.

Aber mir fällt gerade noch ein, dass ich mal mit einer schizophrenen Frau befreundet war, die aber keine Stimmen mehr hörte. Deshalb ist es mir jetzt entfallen. Ja, und wir hatten keine Probleme miteinander. Sie hatte manchmal etwas schräge Ansichten, aber das habe ich bisweilen auch ab und zu.
Ja, soweit meine Erfahrungen.
Hoffe, ich konnte DIr weiterhelfen!
Lieben Gruß
 
Liebe Sisandra,

ich finde Deine Frage interessant, da ich auch gerade merke, dass ich da sehr ambivalent bin.
Ich weiß um die Tatsache, dass Schizophrenie häufig mit Psychosen oder multiplen Persönlichkeiten verwechselt werden. In meinem Leben hatte ich drei mehr oder weniger intensive Begegnungen mit Schizophrenen. Bei einem Mann, den ich durch eine Selbsthilfe kennenlernte, war mir anfänglich gar nicht bekannt, dass er erkrankt war. Irgendwann wurde mir aber sehr schnell klar, dass er wohl ein Problem hatte, dass mir nicht so geheuer war, weil ich wusste, dass es kein rein psychisches war. Ich merkte, dass ich ihn nicht erreichen konnte, nicht intervenieren konnte. Als wir einmal durch die Fußgängerzone gingen, hatte er dann wohl einen "Schub(?)" und ich selber bekam solche Angst, dass ich die Polizei informieren wollte, weil ich Angst hatte, dass er sich gleich was antut.
Ich hatte keine Ahnung, was da passiert. Später habe ich mich dann informiert, aber der Kontakt zu ihm brach ab, weil er sehr schwer erkrankte und in eine Klinik einer anderen Stadt kam. 5 Jahre später habe ich ihn auf der Straße wieder gesehen, aber er ignorierte mich.

Die andere Begegnung hatte ich dann später mit einer Frau, von der ich wußte, was sie hatte. Wir begegneten uns im Bus und ich wollte mich ganz normal mit ihr unterhalten. Ich bin sehr vorsichtig und sensibel gewesen und habe ihr zugehört. Nur sie hatte gerade Stimmen im Kopf und erzählte mir immer wieder, dass sie jetzt 5 Jahre alt wäre (erst dachte ich: Oooops, ist sie jetzt auch noch multipel?).
Als ich aus dem Bus ausstieg merkte ich, dass alle Leute mich anstarrten. Eine Bekannte, von der ich gar nicht wußte, dass sie im Bus sitzt, erzählte dann später einer Freundin davon, wie Leid ich ihr tat, weil jeder im Bus konzentriert zuhörte. Wie peinlich das doch für mich gewesen sein musste.

Ich empfand es nicht als peinlich, sondern ärgerte mich über das Verhalten der anderen Menschen. Aber als ich die Frau dann das nächste Mal im Bus sah, suchte ich selber nicht mehr den Kontakt, da ich selber manchmal unter Ängsten leide und in dem Moment nicht im Mittelpunkt stehen konnte. Danach hatte ich ein sauschlechtes Gefühl.
Es ist schwierig, wenn die Menschen ihre Medikamente nicht nehmen. Das soll ja so ähnlich wie bei der Psychose häufig der Fall sein. Es kann dann schon mal Angst machen.

Aber mir fällt gerade noch ein, dass ich mal mit einer schizophrenen Frau befreundet war, die aber keine Stimmen mehr hörte. Deshalb ist es mir jetzt entfallen. Ja, und wir hatten keine Probleme miteinander. Sie hatte manchmal etwas schräge Ansichten, aber das habe ich bisweilen auch ab und zu.
Ja, soweit meine Erfahrungen.
Hoffe, ich konnte DIr weiterhelfen!
Lieben Gruß


Liebes Gefühl,

danke für deinen Beitrag.

In einem Punkt allerdings hast du nicht Recht. Schizophrenie wird nicht häufig mit einer Psychose verwechselt, Schizophrenie ist eine Psychose. Psychose ist der Oberbegriff für eine Reihe psychischer Störungen, die mit einem zeitweiligen Realitätsverlust einhergehen.

Und ja, es stimmt, wenn die Betroffenen keine Krankheitseinsicht haben und ihre Medikamente nicht nehmen, dann kann das sehr schwierig sein.

LG Sisandra
 
Mir fiel gerade noch ein, dass eine Gutachterin (Psychiaterin) vor zwei Jahren zu mir sagte: "Wie, ich soll sie berenten? Ich habe hier zwei Schizophrene laufen, die noch nicht mal berentet sind." Ich war so sprachlos, weil ich nur dachte, was hat das jetzt mit mir zu tun. Und darauf sagte ich dann zu ihr: "Erstens habe ich überhaupt kein Wort von Rente gesagt und zweitens müssten sie als Psychiaterin ja wissen, das verschiedene Krankheitsbilder unterschiedliche Auswirkungen haben." Worauf hin sie mich anlächelte und meinte, dass sie das mit der Schizophrenie jetzt auch als Extrem benutzt hätte.
Fand ihre Einstellung schon recht krass, so als Psychiaterin.
LG
 
Mir fiel gerade noch ein, dass eine Gutachterin (Psychiaterin) vor zwei Jahren zu mir sagte: "Wie, ich soll sie berenten? Ich habe hier zwei Schizophrene laufen, die noch nicht mal berentet sind." Ich war so sprachlos, weil ich nur dachte, was hat das jetzt mit mir zu tun. Und darauf sagte ich dann zu ihr: "Erstens habe ich überhaupt kein Wort von Rente gesagt und zweitens müssten sie als Psychiaterin ja wissen, das verschiedene Krankheitsbilder unterschiedliche Auswirkungen haben." Worauf hin sie mich anlächelte und meinte, dass sie das mit der Schizophrenie jetzt auch als Extrem benutzt hätte.
Fand ihre Einstellung schon recht krass, so als Psychiaterin.
LG

Ich glaube mit manchen Psychiatern ist das wie mit manchen Chirurgen. Bei denen könnte man auch meinen es sei ein Metzger an ihnen verloren gegangen.

Ich stelle mir vor, dass man in solchen Berufen viel zu sehen bekommt, was nicht leicht zu verkraften ist. Wenn man sich da kein dickes Fell zulegt kann man wahrscheinlich seinen Beruf vergessen. Das macht es allerdings für den Patienten der dann gerade gegenübersitzt auch nicht leichter.

Aber eines ist mir auch klar. Schizophrenie ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung des Gehirns. Nur ein Drittel der Patienten kann einem schizophrenen Schub geheilt werden. Es gibt auch Statistiken, die sprechen lediglich von 15 Prozent. Die anderen müssen lernen mit ihrer Erkrankung und den damit verbundenen Einschränkungen zu leben.
 
schuldigung,ist wohl unpassend für den Fortlauf der Diskussion, weil:

habe eigentlich gar keine Ahnung, aber könnte man nicht jedem (gesunden) sowas nachweisen?
Wenn ich mich so umschaue, ist doch jeder mal recht wechselhaft
... und Sachen sehen, die andere nicht sehen - also das kann ich auch🙂.

Ich will das Thema nicht ins lächerliche ziehen! "Krank" und "krank", liegen da nicht Welten dazwischen beziehungsweise: ist der Übergang nicht fließend?

FG Gelinda
 
schuldigung,ist wohl unpassend für den Fortlauf der Diskussion, weil:

habe eigentlich gar keine Ahnung, aber könnte man nicht jedem (gesunden) sowas nachweisen?
Wenn ich mich so umschaue, ist doch jeder mal recht wechselhaft
... und Sachen sehen, die andere nicht sehen - also das kann ich auch🙂.

Ich will das Thema nicht ins lächerliche ziehen! "Krank" und "krank", liegen da nicht Welten dazwischen beziehungsweise: ist der Übergang nicht fließend?

FG Gelinda

Na ja, wenn du auch Menschen siehst die nicht da sind, oder Stimmen hörst wo niemand ist, dann wäre das schon bedenklich. Das betrifft aber nur eine ganz bestimmte Form der Schizophrenie.

Am einschneidendsten bei dieser Erkrankung ist aber wohl, dass nicht nur solche Symptome vorhanden sein können, sondern dass die davon betroffenen Menschen mindestens vorübergehend viele aber eben dauerhaft in ihrer Leistungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit massiv eingeschränkt sind. UND je häufiger es zu einem Schub kommt, desto krasser sind die Einschränkungen die von Dauer sein können.
 
Ich hatte mal eine Freundin, eine Kollegin und einen Nachbarn jeweils mit dieser Diagnose .
Der Umgang mit ihnen gestaltete sich als ausgesprochen schwierig.
Damit kann man als wohlmeinender Laie schlicht überfordert sein.
Die Zusammenarbeit im Berufsleben kann verheerende Züge annehmen. Die Kollegin machte sehr viele Fehler und war in der Regel aggressiv, da sie mit anspruchsvollen Aufgaben nicht betraut werden konnte.
 
Ich hatte mal eine Freundin, eine Kollegin und einen Nachbarn jeweils mit dieser Diagnose .
Der Umgang mit ihnen gestaltete sich als ausgesprochen schwierig.
Damit kann man als wohlmeinender Laie schlicht überfordert sein.
Die Zusammenarbeit im Berufsleben kann verheerende Züge annehmen. Die Kollegin machte sehr viele Fehler und war in der Regel aggressiv, da sie mit anspruchsvollen Aufgaben nicht betraut werden konnte.


Was hätte dir als wohlmeinendem Laien denn den Umgang mit diesen Menschen erleichtert?
 
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