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Schicksalsschläge in ausführlichen Lebenslauf?!

Yukmaus

Aktives Mitglied
Hallo zusammen!
Ich habe gerade ein doofes Problem: für meine Bewerbung als Rechtspflegerin (Ausbildung) soll ich einen ausführlichen handgeschriebenen Lebenslauf schreiben.
Jetzt hatte ich aber schon ein bewegtes Leben und nun die Frage ob das da alles reinmuss?
Ich habe einiges an Mustern gelesen, aber die sind alle so arg kurz! Ich war allein schon an 3 verschiedenen Grundschulen und in dem Stil geht es weiter. Zerrüttete armselige Familienverhältnisse, unbekannte Geschwister, eine lange Auszeit wegen eines Angriffs und folgende Krankheit. Ich kann zwar einiges weglassen, dann werden aber gewisse Entscheidungen die ich getroffen hab nicht klar. Beispiel: habe nach meinem Realschulabschluß erst eine Lehre angefangen und die dann abgebrochen weil ich lieber das Abi machen wollte.
Da ist es doch nützlich zu erklären, dass es in der Stadt keine Gymnasien ab Klasse 7 (wie normal) sondern erst ab Klasse 11 gab und somit ALLE Kinder erst ihren Realschulabschluß machen mußten? Ansonsten denken die ja vielleicht ich war einfach zu schlecht in der Schule fürs Gymnasium?
Und wenn ich von meinem krankheitsbedingten Ausfall (immerhin 5 Jahre Lücke!) anfang, dann muß ich doch auch sagen was genau dazu führte?
Andererseits wird dann der Lebenslauf seitenlang.
Und kommt es nicht schlecht lauter Schicksalsschläge aufzuzählen, dann denken die ja da kommt eine richtige Krücke?
Bin etwas ratlos!
 
In einen Lebenslauf gehören keine zerrütteten Familienverhältnisse und keine Schicksalsschläge.

Die 5 Jahre Lücke wären zu erklären, klar, bin mir aber nicht sicher, inwiefern man das tatsächlich mit Krankheit erklären sollte/muss, denn 5 Jahre "nix" macht ja keinen besonders guten Eindruck, zumal nicht jeder Bewerber 5 Jahre Lücke hat, da droht doch schnell eine Aussortierung.

Sicher weiß da aber ein anderer user besser Rat.
 
ok, keine Schicksalsschläge. Also Eltern dann besser rauslassen? Oder nur Namen (Wohnort, Arbeit, Geburtstag meines Vaters kenn ich nicht). Geschwister nur die ich kenne oder ganz raus? Schreibt man ja in den tabellarischen auch nicht rein.
 
Habe schon Bewerbungen für Ausbildungsstellen gesehen (von Teenagern), die da ihre Eltern und Geschwister aufführen. Ob das allerdings nötig und korrekt ist, weiß ich nicht.

Konntest du beim Googlen nicht rausfinden, wie das aktuell gehandhabt wird?

Hab so einen Link in Erinnerung; bewerbungsmappe.de müsste er lauten. Da gabs jeeeede Menge Muster.

Sonst kann ich dir leider nicht nützlich sein, ich persönlich würde halt googlen, inwiefern man Familienmitglieder im LL erwähnt.
Bei jüngeren Leuten. Ältere tun das eh nicht, macht nicht wirklich Sinn. 🙂

Aber ganz sicher: keine Schicksalsschläge, du musst dich im LL nicht nackich machen, das geht keinen potentiellen Arbeitgeber etwas an, was in euerer Familie los war/ist. Das will auch niemand wissen, im Gegensatz zu deiner Qualifikation, Motivation usw.
 
Hallo,
wie du bereits richtig erkannt hast, sind viele (nicht alle) Arbeitgeber charakterliche Krücken. Darum versuche das ganze schlüssig zu kaschieren und bringe die Dinge so nüchtern wie möglich rüber.

Für deine Schicksalsschläge kannst du nichts. Und wegen der diskrimminierenden Einstellung und den Vorurteilen vieler Arbeitgeber ist es wohl am besten, mögliche Lücken oder ungewöhnliche Dinge zu überspielen.
Ein schlechtes Gewissen musst du nicht haben, du tust niemandem weh damit.
 
Klingt zwar hart ,aber ich würde die ganzen Schicksalsschläge nie einem Lebenslauf schreiben. Da stehen nur formelle Dinge dring, wie der Zeitraum deiner Arbeit, deines Hochschulabschlusses, deine persönlichen Daten und auch deine Interessen und Freizeitaktivitäten. Wenn es sein muss, dann kannst du es im Anschreiben erwähnen- aber nur die Dinge, die deine Person betreffen. Zu Karrierethemen und anderen nützlichen Wissensseiten empfehle ich auch diese Seite : Flexbrain - wer mehr Wissen will als alle anderen ließt bei Flexbrain
 
Das Problem wäre praktisch, daß sich die Erwähnung dieser Probleme von selbst ergibt, wenn man ein gewisses Maß an Information reinbringen will. Wie zb könnte ich nur den Beruf meiner Mutter nennen, oder ich laß die Eltern ganz raus.
Oder die Grundschulen: schreib ich sie rein, sieht man daß es 3 waren, was dann ja die Frage aufwirft warum so viele. Wenn ich das nicht rausstellen will, dann kann ich die Grundschule nur komplett weglassen.
Oder die fünf Jahre Lücke. Irgendwas muß ich da ja schreiben, wenn ich sag es war die Krankheit, müßte ich denke ich zumindest sagen, was es war, damit man abschätzen kann ob ich überhaupt arbeitsfähig bin/sein werde. Kann aber auch sein, daß ich das falsch sehe und einfach "Familienarbeit" reinschreiben sollte.
Dann komm ich aber wieder in Erklärungsnot warum ich 14 Semester fürs Studium gebraucht habe.
Es ist eben so, daß ich keinen schnurgeraden Lebenslauf habe und die meisten Dinge unter erheblich erschwerten Bedingungen nur geschafft. Nenne ich diese Bedingungen nicht, dann sieht der Lebenslauf aus wie der einer faulen, unentschlossenen Person.
Nenne ich sie, sieht man aha die hats trotz größter Schwierigkeiten weit gebracht (relativ) aber dann stehen halt solche "Schicksalsschläge" drin.
Man geht ja normalerweise von einem normalen Leben aus, mit hilfreichen Eltern, Förderung und voller Konzentration auf den Lernstoff. Und daran gemessen hätt ich nicht viel geleistet 🙁
 
Das Problem wäre praktisch, daß sich die Erwähnung dieser Probleme von selbst ergibt, wenn man ein gewisses Maß an Information reinbringen will. Wie zb könnte ich nur den Beruf meiner Mutter nennen, oder ich laß die Eltern ganz raus.
In einen Lebenslauf kommen keine Schicksalsschläge rein. Auch die Namen und Berufe der Eltern ist unüblich. Also weglassen. Das interessiert nicht.
Oder die Grundschulen: schreib ich sie rein, sieht man daß es 3 waren, was dann ja die Frage aufwirft warum so viele. Wenn ich das nicht rausstellen will, dann kann ich die Grundschule nur komplett weglassen.
Persönliche Daten, Grundschulen bzw. alle Schulen, Praktika, und weiteres berufsrelevantes (!) müssen in den Lebenslauf rein. Es wird dich niemand fragen, warum du so oft die Grundschule gewechselt hast, denn es gibt viele Familien, die häufig umziehen.
Oder die fünf Jahre Lücke. Irgendwas muß ich da ja schreiben, wenn ich sag es war die Krankheit, müßte ich denke ich zumindest sagen, was es war, damit man abschätzen kann ob ich überhaupt arbeitsfähig bin/sein werde. Kann aber auch sein, daß ich das falsch sehe und einfach "Familienarbeit" reinschreiben sollte.
Familienarbeit ist eine gute Idee. Du musst niemandem auf die Nase binden, dass du krank warst und schon gar nicht, welche Krankheit du gehabt hast.
Dann komm ich aber wieder in Erklärungsnot warum ich 14 Semester fürs Studium gebraucht habe.
14 Semester kommen häufiger vor, als du glaubst. Keine Sorge, wenn sonst alles stimmt, ist das bestimmt kein Hinderungsgrund, dich einzustellen.

Nenne ich sie, sieht man aha die hats trotz größter Schwierigkeiten weit gebracht (relativ) aber dann stehen halt solche "Schicksalsschläge" drin.
Schicksalsschläge haben nichts in der Bewerbung zu suchen! kein Arbeitgeber ist so sozial eingestellt, dass er dir auf Grund deiner Schicksalsschläge den Job gibt. Er wird dich deswegen auch nicht bewundern.
Man geht ja normalerweise von einem normalen Leben aus, mit hilfreichen Eltern, Förderung und voller Konzentration auf den Lernstoff. Und daran gemessen hätt ich nicht viel geleistet 🙁
Ganz ehrlich: Das haben andere auch. Zeig mir die Familien, in denen es so harmonisch zugeht.
 
Guten Abend, Yukmaus,
ich gebe dem letzten Eintrag von "GAst" recht, alles irgendwie "menschliche" raus aus dem CV, dass will keiner hören, wenngleich wohl jeder irgendwie Schicksalsschläge verarbeiten muss. Bei den Grundschulen, könnte man da nicht schreiben:
Grundschule verlassen /absolviert am................... Dann hast Du was weggelassen, was wohl eh heute niemanden mehr so wirklich interessiert aber auch nix erlogen.

Die 5 Jahre hat Gast auch prima begründet mit Familienzeit, vielleicht Betreuung eines nahen Angehörigen........ musst Du nicht näher drauf eingehen, allein merke Dir selbst, was du laut CV gemacht hast. Da gibst ja auch die Bücher mit den bekannten Fragen für Bewerbungen, übe das für Dich. Und nat. hat die Familie- wie auch immer - nix mit deinem zukünftigen Job zu tun.

Ach ja, das Du das handschriftlich machen sollst, könnte darauf hinweisen, dass man dort an grafologischen Dingen interessiert ist- pers. weiss ich bis heute nicht so recht, was man davon halten sollte, könnte, möchte.........


Aber hier mal zum Trost: hatte mal ein Bewerbungsgespräch vor Jahren, lief alles ganz gut, dann sagte der "Chef": ja und was sagt Ihre Mutter dazu................
Nun, ich war etwas verdattert und hab dann drauf geantwortet, was sie dazu sagt..........kannst Dir denken, den Job bekam ein anderer.😀.............sowas passiert halt..........nobody is perfect...............

SEINE Mutter hätte IHM sicher die Ohren für diese Frage lang gezogen .......grins..........😎
 
Aber hier mal zum Trost: hatte mal ein Bewerbungsgespräch vor Jahren, lief alles ganz gut, dann sagte der "Chef": ja und was sagt Ihre Mutter dazu................
Nun, ich war etwas verdattert und hab dann drauf geantwortet, was sie dazu sagt..........kannst Dir denken, den Job bekam ein anderer.😀.............sowas passiert halt..........nobody is perfect...............

SEINE Mutter hätte IHM sicher die Ohren für diese Frage lang gezogen .......grins..........😎

Und was sagte sie dazu? ;-)
 

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