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Schematherapie - Erfahrungen? Funktioniert das?

Schutzhuette

Aktives Mitglied
Meine Therapeutin hat mir, nachdem ihr jetzt sagte, dass ich im Grunde nicht wieder an den Ort vor ein paar Jahren zurück möchte, vorgeschlagen, manche tief sitzenden Dinge mit einer Schematherapie anzugehen anstatt nochmal ins Trauma zu gehen.

Habt ihr mit sowas schonmal Erfahrungen gemacht? Wie genau läuft das ab? Hat es tatsächlich geholfen? Was oder wie werden da Dinge bearbeitet? War es wirklich hilfreich? Was ist der Unterschied zur Traumatherapie?

Danke für eure Antworten.
 
Naja, die Schematherapie betrachtet frühkindliche Erziehung, alte Glaubenssätze, Körper-
Reaktionen, Scham, emotionale Ausgrenzungen die Entstanden sind, Schrecken, Leiden
und auch Wünsche die man hatte oder Dinge die man gebraucht hätte.
Das Recht auf eine schöne Kindheit.
Wenn deine Therapeutin zur Schematherapie rät, würde ich dem Vertrauen.
Ich selbst kenne die tiefenanalytische Traumatherapie , wo es auch schnell re-traumatisiern kann, wenn die Wunden noch zu Groß sind und man noch keine Vogelperpektive einnehmen kann/konnte.

Ich würde die Schmematherapie als gute Vorarbeit betrachten, quasi einzelne Gefäße erkennen in die du wie in eine Backform hineingeformt wurdest, durch äußere Umstände und deine heutige Haltungen zeigen. Es tut auch gut in die kleinen Einzelheiten hinein zu gehen um zu verstehen, warum man heute so reagiert, wie man reagiert. Man lernt sich selber also besser kennen.

In der analytischen Traumatherapie geht man direkt ins Geschehen und nicht immer ist das schon ertragbar. Dort geht man in die nä. Therapiestunde und fängt dort wieder an, wo man das letze mal aufgehört hat. Das ist Tief und schnell, weiterführend. Nicht so einfach, es muss ein Belastungsgrad erreichtsein. Man gibt und läßt wieder los,daraus zieht man die Lücken, die blieben und ein das Leben lang begleiten.
So meine Gedanken dazu.^^
Ich wünsche dir alles Gute.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin verwundert, dass dir das deine Therapeutin nicht genau erklärt hat.
Hast du Vertrauen in deine Therapeutin?
Wie lange bist du bereits in Therapie?
 
Naja, die Schematherapie betrachtet frühkindliche Erziehung, alte Glaubenssätze, Körper-
Reaktionen, Scham, emotionale Ausgrenzungen die Entstanden sind, Schrecken, Leiden
und auch Wünsche die man hatte oder Dinge die man gebraucht hätte.
Das Recht auf eine schöne Kindheit.
Wenn deine Therapeutin zur Schematherapie rät, würde ich dem Vertrauen.
Ich selbst kenne die tiefenanalytische Traumatherapie , wo es auch schnell re-traumatisiern kann, wenn die Wunden noch zu Groß sind und man noch keine Vogelperpektive einnehmen kann/konnte.

Ich würde die Schmematherapie als gute Vorarbeit betrachten, quasi einzelne Gefäße erkennen in die du wie in eine Backform hineingeformt wurdest, durch äußere Umstände und deine heutige Haltungen zeigen. Es tut auch gut in die kleinen Einzelheiten hinein zu gehen um zu verstehen, warum man heute so reagiert, wie man reagiert. Man lernt sich selber also besser kennen.

In der analytischen Traumatherapie geht man direkt ins Geschehen und nicht immer ist das schon ertragbar. Dort geht man in die nä. Therapiestunde und fängt dort wieder an, wo man das letze mal aufgehört hat. Das ist Tief und schnell, weiterführend. Nicht so einfach, es muss ein Belastungsgrad erreichtsein. Man gibt und läßt wieder los,daraus zieht man die Lücken, die blieben und ein das Leben lang begleiten.
So meine Gedanken dazu.^^
Ich wünsche dir alles Gute.
Danke für deine ausführliche Erklärung. Ich gehe später genauer darauf ein.
 
Naja, die Schematherapie betrachtet frühkindliche Erziehung, alte Glaubenssätze, Körper-
Reaktionen, Scham, emotionale Ausgrenzungen die Entstanden sind, Schrecken, Leiden
und auch Wünsche die man hatte oder Dinge die man gebraucht hätte.
Das Recht auf eine schöne Kindheit.
Wenn deine Therapeutin zur Schematherapie rät, würde ich dem Vertrauen.
Ich selbst kenne die tiefenanalytische Traumatherapie , wo es auch schnell re-traumatisiern kann, wenn die Wunden noch zu Groß sind und man noch keine Vogelperpektive einnehmen kann/konnte.

Ich würde die Schmematherapie als gute Vorarbeit betrachten, quasi einzelne Gefäße erkennen in die du wie in eine Backform hineingeformt wurdest, durch äußere Umstände und deine heutige Haltungen zeigen. Es tut auch gut in die kleinen Einzelheiten hinein zu gehen um zu verstehen, warum man heute so reagiert, wie man reagiert. Man lernt sich selber also besser kennen.

In der analytischen Traumatherapie geht man direkt ins Geschehen und nicht immer ist das schon ertragbar. Dort geht man in die nä. Therapiestunde und fängt dort wieder an, wo man das letze mal aufgehört hat. Das ist Tief und schnell, weiterführend. Nicht so einfach, es muss ein Belastungsgrad erreichtsein. Man gibt und läßt wieder los,daraus zieht man die Lücken, die blieben und ein das Leben lang begleiten.
So meine Gedanken dazu.^^
Ich wünsche dir alles Gute.
So, jetzt habe ich etwas Zeit.
Erstmal danke nochmal für deinen ausführlichen Beitrag.

Tatsächlich ist es bei mir aktuell so, dass ich ja nun sämtliche Verfahren abgeschlossen habe. Ich hatte mir sehr gewünscht, dass diese bis zum bitteren Ende geführt werden, um "zu beweisen", dass ich in den Dingen die Wahrheit sage und um die falschen Aussagen anderer zu entlarven. Dazu kam es ja jetzt nicht mehr. Und um ehrlich zu sein, hinterlässt das ein ganz schreckliches Gefühl. Ich fühle mich nicht gehört und gesehen, gewissermaßen hilflos.
Und genau diese Hilflosigkeit ist etwas, das mich schon sehr lange begleitet und sich immer wieder, wenn auch anders getarnt, wiederholt. Dieses Gefühl sitzt so tief und ist so vernichtend, dass es mir nur sehr schwer bis kaum gelingt, dies zu kontrollieren. Es bestimmt aktuell mal wieder mein Leben und zeigt sich völlig unterschiedlich. Mal bin ich wütend, dann wieder traurig oder auch resigniert. Immer mit dem tiefsten Bedürfnis, endlich gehört zu werden, endlich alles richtig stellen zu können... Aber dies ist mir nun erneut nicht gelungen, durch die Einstellungen wird es keine Aufklärung mehr geben. Ich stehe da, wo ich vor Jahren begonnen habe...
Mir ist bewusst, dass ich dieses Gefühl nicht über den juristischen Weg Weg bekommen werde. Ich muss dieses Gefühl anders angehen, um es los zu werden...
Und an diesem Punkt schlug mir meine Therapeutin eine Schematherapie vor. Sie soll wohl anders sein, als eine Traumatherapie.

Ich weiß, was ich gebraucht hätte. Erklärungen. Gerade aber dass dies mir verwehrt geblieben ist, frisst mich bis auf die Knochen an.

Ich habe diesen Satz, der mir hier entgegen gebracht wurde, mit in die Therapie genommen, weil er mich sehr beschäftigt hatte. "Warum gehst du nicht einfach weiter und gibst ihm noch so viel Macht".
Meine Therapeutin konnte mir diesbezüglich etwas meine Schuldgefühle, das nicht hinzubekommen nehmen. Es ist eben nicht so einfach, wie bei "gesunden" Menschen. Gerade auch, weil diese gesamte Situation viel altes berührt, das wohl noch immer nicht richtig verarbeitet ist.

Ich habe Angst davor, dass diese Art der Therapie keine Wirkung zeigen könnte und ich am Ende genauso raus komme, wie jetzt. Was soll man auch gegen das Gefühl tun? Die Ungerechtigkeit, die Hilflosigkeit und das Machtgefälle, nichts wird ja ungeschehen.

Ich habe ein so tiefes Bedürfnis in mir, der Welt zu zeigen: hier, da ist ganz viel Unrecht geschehen und das hier sind die Verantwortlichen. Stattdessen aber laufen diese ungestraft herum und tun so, als hätten sie nichts verbrochen. Lügen sich eines zum anderen zurecht und keinen interessiert das.

Ob ich das, diese Hilflosigkeit und Wut mit einer Schematherapie aufgelöst bekomme...
 
Also ich hab von Schematherapie zum ersten Mal 2002 gehört, da wurde das in einem
anthroposophischen Krankenhaus angeboten, obwohl Antroposophie damit nichts zu tun hat.
Ich hatte aber eine andere Therapie. Ich weiß nur noch, dass in dieser Therapieform die therapeutische Beziehung sehr wichtig ist. So wurde uns das erklärt.

Bei Google bzw. KI fand ich gerade eine ähnliche Erklärung dazu:

Aktiv und emotional wärmer
    • Mehr Nähe und Echtheit: Im Gegensatz zur oft eher neutralen oder distanzierten Haltung in der klassischen Verhaltenstherapie agieren schematherapeutische Therapeuten wesentlich wärmer, aktiver und authentischer. [1, 2]
    • Korrektive Beziehungserfahrung: Patienten erleben im direkten Kontakt mit dem Therapeuten, dass man ihnen wohlwollend, verlässlich und grenzachtend begegnet – ganz im Gegensatz zu alten, schmerzhaften Verletzungen aus ihrer Biografie. [1, 2]
Empathische Konfrontation
    • Grenzen setzen mit Feingefühl: Therapeuten konfrontieren den Patienten liebevoll, aber klar mit dysfunktionalen oder schädlichen Verhaltensweisen (z. B. wenn sich der Patient im Schutzmodus wegduckt oder andere abwertet). [1, 2]
    • Förderung des gesunden Anteils: Das Vorgehen zielt darauf ab, den inneren „Gesunden Erwachsenen“ zu stärken, während verletzte oder wütende Anteile („Innere Kinder“) geschützt und versorgt werden. [1]
Klingt ganz gut finde ich, wobei diese Therapieform wohl aber keine Kassenleistung ist.
 
Ich finde das klingt schrecklich. Insbesondere das mit der Nähe. Ist es doch genau das, was mich in die schlimme Situation brachte. Ich hoffe, dass meine Therapeutin nicht darauf abzielt.

Habe noch nie zuvor von Schematherapie gehört. In der Wikipedia steht, dass sie aus der kognitiven Verhaltenstherapie entwickelt wurde.

Ist ein recht langer Artikel:

Da darin steht, dass Schematherapie Elemente von anderen Therapieformen enthält, denke ich, dass es auch stark von der Therapeutin abhängt, wie genau Schematherapie aussieht.

Für mich klingt es so, als würde das Ziel der Therapie sein, die Muster zu erkennen und zu verändern, die durch seelische Verletzungen entstanden sind.

Vielleicht findet sich hier ja noch jemand mit persönlichen Erfahrungen dazu.
 
Ich finde das klingt schrecklich. Insbesondere das mit der Nähe. Ist es doch genau das, was mich in die schlimme Situation brachte. Ich hoffe, dass meine Therapeutin nicht darauf abzielt.
Ist Therapie nicht immer damit verbunden, an den wunden Punkten zu arbeiten ? Meiner Erfahrung nach schon.

Wenn du Sorge bezüglich der Therapieform hast, wäre es sinnvoll, das mit ihr zu besprechen.
 

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