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Scheidungskinder

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@ diabolo:

Du schreibst:

"ich habe dir eine differenzierte Antwort auf deine gewünschte "Diskussionsmöglichkeit" gegeben.
Beantwortet wurde mir diese mit reiner Polemik.

Es ist kein guter Stil eine angebliche Diskussion anzubieten um nur seine eigene undifferenzierte Sichtweise ins Volk bringen zu wollen."

Sorry, aber ich kann nichts dafür, dass dich Männer schon angekratzt haben. Dafür bin ich nicht dein Prellbock und was Stilfragen angeht, lasse ich mich ungern belehren.

H.
 
@ diabolo:

Du schreibst:

"ich habe dir eine differenzierte Antwort auf deine gewünschte "Diskussionsmöglichkeit" gegeben.
Beantwortet wurde mir diese mit reiner Polemik.

Es ist kein guter Stil eine angebliche Diskussion anzubieten um nur seine eigene undifferenzierte Sichtweise ins Volk bringen zu wollen."

Sorry, aber ich kann nichts dafür, dass dich Männer schon angekratzt haben. Dafür bin ich nicht dein Prellbock und was Stilfragen angeht, lasse ich mich ungern belehren.

H.

Auch diese Antwort zeugt von schlechtem Stil.

Falls du meine Antwort einigermaßen ernsthaft gelesen hast, würde dir auffallen, dass ich von "Elternteilen" geschrieben habe. Du aber, schreibst gleich davon, dass "Frauen" dieses Argument benutzen würden um Kinder zu "entziehen". Sorry, das ist nun mal Polemik.

Eher kommt es mir so vor, als würdest du Prellböcke suchen für deine eigene Geschichte, die dich, wie du schreibst, traumatisiert hat.
 
....
Die Väter, die sich wirklich kümmern wollen, sind, und da muß man einfach mal ehrlich sein, die absolute Ausnahme.

Und deshalb werden sie leider oft übersehen.
- Fiel mir gerade so ein.
Finde es nicht unwichtig an zu merken, dass es eben diese Väter auch gibt!

Und diese Väter können sich evtl. auch etwas hilflos fühlen: Da sitzt eine SozialpädagogIN, eine LehrerIN, eine ErzieherIN...... .
Und sie haben evtl. selber für sich das Gefühl, es sei alles schon sozusagen "beschlossene Sache". Unter Frauen eben.... .
Kann vorkommen.



LG
Landkaffee
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

jetzt gibt`s also doch diese Diskussion, und das begrüße ich ausdrücklich. Natürlich hat mich das Auseinanderbrechen meiner eigenen Familie beschäftigt, und es beschäftigt mich noch.

Es war und bleibt der Albtraum meines Lebens. Das hatte nicht zuletzt zu tun mit der Art und Weise, wie meine Ehe auseinanderbrach. Ich war und bin kein Simpel und wusste schon um unsere Sollbruch-Stellen.

Als wir uns kennenlernten, studierte ich gerade. In meiner Heimat hatte ich mich zudem politisch engagiert und war auf dem Weg in eine politsche Karriere. Meine junge Freundin signalisierte mir schnell, sie wolle einen Mann für sich und mich nicht mit der Politik teilen.

Ich gab nicht nur meine politischen Ambitionen auf, sondern verließ um meiner Partnerin willen auch meine angestammte Heimat.

Das war ein schwerer Fehler, hatte ich doch damit signalisiert, dass ich in zentralen Fragen meines Lebens nachgab.

Eine Ehe ohne Kinder konnte ich mir nicht vorstellen. Meine junge Frau bekundete, sie wolle Mutter sein, attackierte andere Frauen, die trotz ihrer Mutterschaft weiterhin ihren Beruf ausübten. Kinder brauchten ihre Mutter, so ihr Credo.

Mit 27 wurde ich zum ersten Mal Vater, mit 28 zum zweiten Male. Da brach die Mutter unserer Kinder auf. Ich arbeitete und gab teilweise Vater und Mutter. Ging nicht lange gut, wir kauften ein Haus. Andere Umgebung, andere Menschen. Neubeginn. Unser drittes Kind kam zur Welt.
Ich war 38, als ich zum vierten Mal Vater wurde.

Eigentlich hatte ich schon abgeschlossen. Langsam sahen wir Licht am Ende des Tunnels. Unsere Großen waren sehr selbständig. Doch, das müsse so sein, bekundete meine "bessere Hälfte". Das sei nochmal ein Kind für sie, so zum Knubbeln.

Sie knubbelte nicht lange. Unser Jüngster war gerade ein halbes Jahr alt, als die Mutter erneut aufbrach, Abitur macht und studierte. Ich kam nachmittags vom Dienst und übernahm im fliegenden Wechsel Kinder und Haushalt. Es ist für mich heute noch mehr als ein Zufall, dass unsere beiden Töchter in einem Abstand von fünf Jahren ihre Tage bekamen und ich mich auf den Weg machte, um die einschlägigen Mittelchen und Utensilien zu organisieren.
Beide Male war die Mutter gerade in Sachen Selbstverwirklichung unterwegs.

Examen machte sie nie. Als sie dann eine verantwortungsvolle Position in einem Unternehmen innehatte, brach sie wirklich auf, zog aus. Sie gehe davon aus, dass sie bei mir bleiben möchten, verkündete sie unseren Kindern. Nicht nur ich, auch unsere Kids zeigten sich mehr als empört. Drama, Trauma pur.

Wäre ihre Mutter ihren Verpflichtungen gegenüber den Kindern auch nur ansatzweise nachgekommen, die Kinder hätten sich mit ihrem Abflug abgefunden. Doch da gab ihre Mutter auf, brachte sich in den Zustand, nicht mehr leistungsfähig zu sein. Sie hatte eben den besseren Anwalt. Gezahlt hat sie nie.

Aus der Powerfrau wurde die Verweigerin. Gezielt, strategisch. Und gnadenlos.

Natürlich habe ich Fehler gemacht, riesige Fehler. Wie sagte meine Ex gegen Ende unserer Ehe. Wenn sie einen Schritt vor gehe, gehe ich einen zurück. Lächelnd sah sie mich an: "Warum soll ich den Raum, den Du aufgibst, nicht einnehmen?"

Das kam nicht nur zynisch rüber, war auch so gemeint.

Ja, ich habe Fehler gemacht und permanent falsche Signale gegeben. Wo ich denn gewesen sei, nahm mich ein Freund, ein Therapeut, ins Visier. Wo eigentlich mein männliches Ego sei, dass ich mir all das gefallen lasse.

Und er hatte recht, absolut recht. Meine Ex hatte eben gelernt, dass ich mit mir machen ließ, was sie sich ausgedacht hatte. Fast bis zum Schluss. Das war mein Anteil. Ich war ihr wohl kein ebenbürdiger Partner, aus ihrer Sicht.

Nach ihrem Auszug änderte sich das. Ich nahm sie an, heftig. Ihren Verpflichtungen entzog sie sich. Die Powerfrau gab sich leidend. Mit gerade mal 55 ging sie in Frühverrenntung. Wo nichts ist, ist nichts zu holen. Sie war nicht mehr leistungsfähig.

Das ist auch eine Geschichte, die Geschichte eines Mannes. Sie passt eben nicht zu einem liebedienernden Zeitgeist-Feminismus.

Ich gehörte eben zu jener Generation von Nachkriegs-Männern, die anders sein wollten, als unsere Väter. Gebracht hat es mir nichts. Das ist der Preis, den ich zahle.

H.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

jetzt gibt`s also doch diese Diskussion, und das begrüße ich ausdrücklich.

Das ist auch eine Geschichte, die Geschichte eines Mannes. Sie passt eben nicht zu einem liebedienernden Zeitgeist-Feminismus.

Das ist der Preis, den ich zahle.

H.

Da ich etwas ähnliches in ungekehrter Version erlebe, fehlt mir jegliches Verständnis bezüglich deines Feminismus-Frauen-Gesellschafts-Frustes.

Sind jetzt alle Männer ******, weil ich das erlebe?
Ist mein EX-Mann jetzt deswegen einer?
Sind deswegen Scheidungen grundsätzlich schlecht?

Es geht dir doch nur um deine eigene unaufgearbeitete Geschichte.
Was hältst du davon, wenn du einen neuen Thread aufmachst in dem dein ureigenes Problem besprochen wird, als uns mit Standardaussagen über Frauen, Scheidungen und den bösen Feminismus zu quälen, die eigentlich nur mit dir zu tun haben?
Damit wäre jedem mehr geholfen.
 
Hallo Diabolo,


natürlich weiß ich, dass Frauen auch solche Erfahrungen machen. Auch das habe ich als Pädagoge viele Jahren und nicht zuletzt auch an den Kindern beobachten können.


Mir ging es um die Geo-Studie, zu der ich einen Link eingestellt habe, die die Folgen von Scheidungen gerade auch auf die Kinder untersucht. Mein Bewegunggrund dafür ist einfach: Ich habe seiner Zeit erlebt, dass bis hinein in kirchliche Kreise argumentiert wurde, eine Scheidung sei besser, wenn es nicht mehr gehe.


Gut noch erinnere ich mich darin, wie uns eine katholische Eheberaterin in einer katholischen Beratungsstelle gegenüber saß und auf die Eröffnung meiner Frau, sie werde ausziehen, mit Zustimmung reagierte. Ja, das sei auch wichtig, das heute Frauen ihren Weg gingen, hörte ich die ältere Dame mit Doktor-Titel vorm Namen.


Nach unseren Kindern fragte sie nicht. Mein Bezug auf die angegebene Studie darfst Du gerne als Reaktion darauf verstehen, dass oft im Zusammenhang mit Scheidung und Kindern dahingehend argumentiert wird, es sei für die Kinder besser, wenn Eltern sich trennten. Wenn ich es richtig sehe, dann bedienen sich Frauen gerne dieses Arguments.


Das Gegenteil ist der Fall. Das belegt die Studie für mich, und meine eigenen Erfahrungen gerade auch mit jungen Menschen über viele Jahre bestätigten diese Feststellung immer wieder.


H.
 
dass oft im Zusammenhang mit Scheidung und Kindern dahingehend argumentiert wird, es sei für die Kinder besser, wenn Eltern sich trennten.

Das Gegenteil ist der Fall.
H.

Aber das kann man doch weder in die eine noch in die andere Richtung pauschalisieren.

Das ist doch von so vielen Faktoren abhängig.

Zum ersten stellt sich die Frage, wie belastend die Ehe (vor allem der Umgang der Eltern miteinander) für die Kinder war bzw. hätte werden können.
Danach stellt sich der Faktor ein, wie gut es den Beteiligten nach der Trennung geht (emotional wie finanziell) und wie gut sie miteinander können, ob sie sich in Kämpfen verlieren oder noch die Kinder im Blickfeld haben.

Wie könnte man da eine pauschale Aussage treffen? Oder auch nur eine, die den Großteil der Fälle einschließt?

Stell dir vor der Mann demütigt und schlägt die Frau (auch vor den Kindern). Fälle davon haben wir ja genug hier im Forum. Bist du da immer noch der Meinung, die Ehe wäre besser für die Kinder?

Stell dir vor der Umgangselternteil (ist jetzt egal ob Mann oder Frau) hat das Kind regelmäßig geschlagen und misshandelt. Wärst du dann immer noch dafür, dass regelmäßiger, unbegleiteter Umgang stattfinden soll?

Es reicht ja schon der minderschwere Fall... was, wenn das Kind jeden Tag mitanhören muss, wie die Eltern sich anschreien, beleidigen, verbal zerfleischen? Besser für das Kind?
Vielleicht. Vielleicht besser als jahrelanger Scheidungskrieg danach.
Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht kehrt dann nach der Trennung endlich Ruhe ein.

Verstehst du, worauf ich hinaus will?
Wer kann sich hier Pauschalaussagen anmaßen?

Edit:
Deine Frau wollte offensichtlich die Ehe beenden.
Was hätten Außenstehende dazu sagen sollen? Bleiben sie doch, obwohl sie nicht wollen? Nein, sie dürfen das nicht?
Was hättest du noch gewollt mit einer Frau, die dich nicht mehr will?
 
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