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Scheidung von Partner wenn dieser Psychisch krank ist ?

Ich möchte mal eine ähnliche, wenn auch vielleicht weniger schwerwiegende Situation aus der anderen Perspektive schildern:

in den Jahren 2003, 2004 war ich aus verschiedenen Gründen immer tiefer in eine Depression gerutscht. Ich war nur noch am Jammern, war ständig niedergeschlagen, fühlte mich einsam und missverstanden. Klar, dass mein Verhalten zunehmend auch für meine unmittelbaren Mitmenschen zur Belastung geworden war.

Mitte 2004 spitzte sich die Situation immer weiter zu, mir ging es wirklich elend. Und dann, als ich innerlich kurz vor dem Zusammenbruch stand verließ mich auch noch mein damaliger Partner. Er konnte es einfach nicht mehr mit mir aushalten.

Zunächst mal stürzte ich natürlich in ein noch tieferes Loch. Ich meldete mich krank, verkroch mich zuhause, lag wochenlang fast nur noch im Bett, alles schien zu Ende.

Doch nach einiger Zeit erwachte mein Überlebenswillen. Ich kontaktierte Freunde, fragte sie um Rat. Ich suchte einen Psychiater auf und ließ mich in eine psychosomatische Klinik überweisen. Und das war der Anfang eines Neubeginns.

Kurz gesagt: ich konnte mich nach einigen Monaten wieder aufrappeln und ich fühle mich seitdem viel besser als damals. Ich treibe viel Sport, treffe viele Menschen, unternehme viele interessante Aktivitäten, genieße mein Leben mehr als zuvor.

Zumindest in meinem Fall war die Trennung eine Art von Warnschuss, der mich zurück ins Leben geholt hat.

Ich weiß natürlich nicht, ob man meinen Fall verallgemeinern kann, aber ich wollte zumindest schreiben, dass so ein Ereignis auch positiv ausgehen kann.

Ich wünsche Euch alles Gute...
 
Hallo,ich bin neu hier und brauche Rat und Hilfe.

Ich bin 20 Jahre mit meinem Mann zusammen und wir hatten auch viele gute Jahre. Doch seit 8 Jahren ist er Krank. Erst Körperlich und seit 5 Jahren auch Psychisch. Inzwischen ist er Frührentner und wird in einer Werkstatt für Psychisch Kranke den Tag über betreut. 2 mehrmonatige Aufenthalte in der Psychiatrie brachten nicht wirklich Dauerhafte Hilfe. Seit die Diagnose Depressionen mit Angst und Panikatacken steht, ruht er sich auf dieser aus. Er ist Krank und das ist nun mal so und das muß ich so hinnehmen, sind seine Worte. Er kämpft nicht gegen die Krankheit an, er nimmt sie als dauerhafte Ausrede für jegliche aktive Mitarbeit an sich selbst und an uns als Familie(2Kinder(15 u 18). In den vergangenen Jahren habe ich alles versucht, jede Therapie und Eheberatung mitgemacht. Dabei die Familie versorgt und der Ernährer gewesen.Doch inzwischen bin ich seit fast 1 Jahr ohne Arbeit und mit meiner Kraft am Ende. Mein Mann interessiert das alles nicht. Er findet es ist normal das er sobald er zu Hause ist, die Tage verschläft(dabei aber nicht ins Bett geht, sondern vorm Fernseher schläft). Die Kinder interessieren Ihn nicht und Familienleben schon garnicht. Ich weiß es hört sich hart an jemanden zu verlassen wollen, gerade dann wenn dieser Krank ist, aber ich weiß keinen anderen Weg mehr. Denn er will ja nicht mich, seine Frau und seine Kinder, er will einen Menschen der Ihn umsorgt und Ihn fernhält von ach so bösen Welt da draußen.
Hat nicht jemand einen Rat, Tipp für mich was ich tun soll, wo ich vieleicht Hilfe finde??
Dank allen die antworten schon jetzt. Makini



Worüber beklagst du dich? Nehm dir mal Zeit, was dich belastet, ob du zu wenig ausruhen kannst, ob du dich ausgenutzt fühlst (bei Kranken kommt das selten vor) oder ob einfach das Geld fehlt für das Leben... die Gefühle - sprich Tonart-Tonlage kommen N I C H T so rüber wie bei Gesunden, wenn man psychische Probleme mit Tabletten behandeln muss... d.h. man kann sich in dem Menschen schwer verschätzen, je nach Medikament.

Such bei Dir, warum es Dir nicht gutgeht oder du die Nase voll hast... einen Partner in der Situation zu verlassen, weil er nicht arbeiten-Geld verdienen kann, ist fad. Die Wirtschaft nimmt nicht gern ausrangierte Menschen, aber Du brauchst auch Urlaub und Ruhepausen, habt ihr Verwandte, die Euch entlasten können?
Getrennt Urlaub vielleicht, zum Verschnaufen und Nachdenken..
Hoffe, das sind Denkanstöße
 

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