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Scheidung von Partner wenn dieser Psychisch krank ist ?

Hallo, Makini,

natürlich verstehen wir Dich, Deine Schilderung spricht Bände. Dein Mann ist (offensichtlich) krank und so kannst Du ihm im Grunde nichts anlasten, also alle die hier aufgeführten Missstände vergessen. Er kann einfach nichts dafür!

Da ich persönlich nicht für radikale Lösungen bin bzw. auch immer berücksichtige, daß - solltest Du ihn tatsächlich verlassen - Du Dir irgendwann doch Vorwürfe machst und innerlich zerrissen bleibst. Lass uns doch mal überlegen, was mit ihm passiert, wenn es die Familie im jetzigen Rahmen nicht mehr gäbe. Alleine wird er wohl kaum existieren können, allenfalls eine kurze Zeit bis zum Auffälligwerden. Dann käme vermutlich die Einweisung in eine Klinik oder eine betreute Wohngruppe, o.ä. in Betracht. Frage nebenbei: Gibt es keine Familie seinerseits, die bereit wäre, ihn aufzunehmen? Ich gehe mal von NEIN aus. Aber was dann?

Besteht nicht jetzt schon die Möglichkeit, der Frage einer betreuten Wohngruppe nachzugehen, so daß ihr im Haushalt entlastet wärt?
Sind keine weiteren stationären Aufenthalte in einer Klinik mehr möglich? Sobald Du alleine für Dich und Deine Kinder leben könntest, wäre auch die Frage eines neuen Partners einfacher zu lösen.

Sollte keine Entscheidung ohne Trennung möglich sein, wirst Du wahrscheinlich doch radikal vorgehen müssen, um eine Klärung zu erzielen. Wie siehst Du die Chancen für einen neuen Arbeitsplatz, wenn auch nur stundenweise? Ich nenne Dir mal ein paar Webpages, wo Du u.U. an zumindest einen Nebenjob kommen kannst, der Dich ein bisschen aus dem Haus rausführt und wegführt vom Brennpunkt der Probleme. Kannst Du Deinen Mann von heute us gesehen denn überhaupt mehrere Stunden alleine lassen oder besteht die Möglichkeit, daß er - alleingelassen - vielleicht ausrastet oder sonstige riskante Aktivitäten an den Tag legt?

Versuch mal Dein Glück bei: blauarbeit.de, haushelden.de, machdudas.de, quoka.de, betreut.de. Die arbeiten bundesweit. Registriere Dich und bestell den NL, so daß Du immer informiert bleibst. Vielleicht ergibt sich ja was. Es wird unterschiedliches angeboten bzw. gesucht: von Betreuung für Kinder, Senioren, Tiere, Nachhilfe, etc.

Soviel von meiner Seite, gib die Hoffnung nicht auf,

liebe Grüße

Barnici
 
Hallo. Bin heute das erste Mal hier und hier bei diesem Beitrag hängen geblieben.
Lebe seit Anfang Juli mit meinen beiden Mädels alleine. Manchmal hat man aber auch
eine Beziehung oder Ehe in der beide wissentlich oder unwissentlich erkrankt sind.
Ich habe seit über 15 Jahren Depressionen, welche sich in den letzten Jahren zeitweise arg verschlimmert haben, da mein Partner an Narzismus leidet. Ich habe lange gebraucht, um aus dieser Hölle zu entkommen.
In so einer Situation ist echt die Frage, wer trennt sich von wem und wann.
Hätte er sich nicht auf seiner Reha eine andere gesucht, würde ich wahrscheinlich immer noch da sitzen, weil ich gar nicht die Kraft und das Selbstvertrauen zu gehen.
 
Hallo, Gastine,

registriere Dich doch und beginne einen neuen Thread unter eigenem Stichwort. Dann können wir dort mit Dir weiterreden, wenn Du das möchtest.

Einstweilen liebe Grüße

Barnici
 
Hallo Makini!


[FONT=&quot]Oh je, da hast Du ja schon einiges durchgemacht.[/FONT]

[FONT=&quot]Ich fürchte, ich muß da mal ein paar radikale Worte loswerden:[/FONT]

[FONT=&quot]Wenn jemand Depressionen hat, dann kann er am Leben oft sehr wenig teilnehmen.[/FONT]

[FONT=&quot]Er fühlt das Leben anders und hat keine Kraft für die normalen Dinge.[/FONT]

[FONT=&quot]ABER, nach allem, was Du hier erzählst, und wie ich es sehe, muß man da ZWEI Dinge trennen, nämlich die Krankheit selbst, und die Einstellung Deines Mannes zur Familie.[/FONT]

[FONT=&quot]Wenn er irgend ein Interesse an seinen Kindern hätte, dann würden sie es merken und ihn auch lieben, selbst wenn sein Leben eingeschränkt ist.[/FONT]

[FONT=&quot]Er würde seinen geliebten Kindern beibringen können, daß er Probleme hat, sie aber trotzdem liebt, sie aber in vielen Situationen nicht mit ihm rechnen können.[/FONT]

[FONT=&quot]Wer schwere Depressionen hat, der ist nicht in der Lage tagsüber irgendeine Tätigkeit aufzunehmen, und ich bin der Meinung, daß Du einen viel größeren Durchblick hast, als Du glaubst![/FONT]

[FONT=&quot]So, wie Du es schilderst, meine ich, daß er sich echt einen Fetten macht; auf Kosten eurer Familie, und auf Kosten von Dir.[/FONT]

[FONT=&quot]Kinder begreifen viel mehr, als man für möglich hält, und sie können viel akzeptieren.[/FONT]
[FONT=&quot]Und wenn sie ihren Vater nicht lieben, dann sind daran nicht die Depressionen schuld![/FONT]

[FONT=&quot]Man kann auch grundsätzlich liebevoll sein, wenn man solche Probleme hat, da sprech ich aus eigener Erfahrung. (Ausnahme ist dann natürlich wirklich eine schwere Depression, die zu nichts mehr fähig macht.)[/FONT]

[FONT=&quot]Das sieht mir aber bei Deinem Mann ganz und gar nicht danach aus.[/FONT]

[FONT=&quot]Hätte Dein Mann Interesse an seiner Familie, würde er das Gespräch mit Dir suchen, und auch merken (wollen), daß DU nicht damit klar kommst.[/FONT]

[FONT=&quot]Das hat er aber nicht.[/FONT]

[FONT=&quot]Und somit halte ich eine Trennung für unbedingt notwendig, schon im Interesse Deiner Kinder.[/FONT]
[FONT=&quot]Und natürlich auch in Deinem![/FONT]

[FONT=&quot]Du hast Dir alle Mühe gegeben, diese Situation irgendwie zum Guten zu wenden, aber mit Deinem Mann wird das nicht geschehen.[/FONT]

[FONT=&quot]DU bist hier die Geschädigte, und das aus Ignoranz und Egoismus Deines Mannes!!![/FONT]

[FONT=&quot]Laß Dir bloß kein schlechtes Gewissen machen, DU hast genug getan!!![/FONT]

[FONT=&quot]Viele Grüße[/FONT]

[FONT=&quot]Marcus[/FONT]
 
Hallo Makini, Hallo Marcus,

... wenn da nicht die Tatsache wäre, daß sich die Krankheit im Verlauf der letzten 8 Jahre (Krankheitszeit) zugespitzt hat und die restlichen 12 von 20 Ehejahren doch recht schön bzw. normal waren, wir Makini eingangs schrieb.
Mir persönlich scheint hier schon die psychische Erkrankung voll durchgeschlagen zu haben und zu einer Rückentwicklung in Richtung Kindstatus geführt zu haben. Denn wie wäre es sonst zu erklären, daß ein erwachsener Mann (zudem älter) seinen eigenen Kindern die Schokolade oder Taschengeldfragmente abspenstig machen will? Das ist keine Egozentrik, das ist absolute Krankheit, vermutlich auf dem Boden einer Hirndegeneration, die eben solche Symptome zeigt. Man kann schlechterdings niemanden für etwas verantwortlich machen, für das er die organischen Voraussetzungen nicht mehr mitbringt.

Eine Trennung ja, aber er sollte eben auf eine der möglichen Arten versorgt sein, denn er hat trotz allem, auch als oder besonders als hilflos Erkrankter eine WÜRDE. Alles andere wäre höchst einfach und es bedürfte hier keiner Zuschriften, Makini hätte sich auch nie gemeldet, wenn sie nicht (und dies zu Recht) im Zwiespalt wäre. Sie hätte ihn, wie ihre Kinder salopp meinten "in den Wind schießen können". Man sollte bei solchen Äußerungen das Alter der Kinder in Rechnung stellen, wie auch die Tatsache, daß sie den leidenden anderen Elternteil, die Mutter, zu trösten haben. Deswegen sind sie nicht weniger im Zwiespalt, was aber jetzt noch durch eine gewisse Unbeschwertheit dieser Altersklasse, wie auch durch den Wunsch nach schneller Problemlösung für sich selbst und für die Mutter gedämpft wird.

Die arme Makini ist wirklich nicht zu beneiden, doch es gibt gute Lösungsmöglichkeiten für beide Seiten, die besonders Makini auch für spätere Zeiten den Respekt vor sich selbst belassen. Jeder, der sich in die Sache hineinversetzen möchte und kann, wird automatisch zu bedenken haben, was er selbst sich denn für sich wünschen würde, wenn er an der Stelle des kranken Vaters wäre!
Nicht der einfachste Gedanke, oder?

Liebe Grüße

Barnici
 
[FONT=&quot]Hallo Barnici![/FONT]

[FONT=&quot]Sicher hast Du nicht ganz unrecht, und „Würde“ ist ein großes Wort.[/FONT]

[FONT=&quot]Wir können sicher auch die ganze Situation von uns aus nicht genau beurteilen, aber ich muß Dir ehrlich sagen, es gibt aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten:[/FONT]

[FONT=&quot]1.[/FONT][FONT=&quot]Der Mann ist so krank, daß er seinen Handlungen nicht mehr kontrollieren kann, was auf Deine Argumentation mit der Hirndegeneration hinzielt.[/FONT]
[FONT=&quot]Somit gehört er in ein Pflegeheim.[/FONT]

[FONT=&quot]2.[/FONT][FONT=&quot]Er ist sich seiner Handlungen durchaus bewusst, auch wenn die Krankheit die Sache einschränkt; das reicht für mich nicht als Ausrede.[/FONT]
[FONT=&quot]In diesem Fall ist es ihm bewusst, daß Kinder im Haus sind, noch dazu Asthma-Kranke!!! Somit habe ich KEIN Verständnis für das Rauchen.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich hab selbst geraucht, aber wenn das jemanden gestört hat, hab ich ihm das aus RÜCKSICHT nicht angetan.[/FONT]
[FONT=&quot]In der Wohnung sowieso nicht.[/FONT]

[FONT=&quot]Da frage ich an der Stelle, wo die Würde des Kindes ist? Und die Verantwortung für dessen Gesundheit; Stichwort Schutzbefohlene........?.........[/FONT]

[FONT=&quot]Sicher muß das Makini selbst entscheiden, aber man muß sich gewisse Dinge nicht für immer antun.[/FONT]
[FONT=&quot]Man hat schließlich auch Verantwortung für SICH selbst.[/FONT]

[FONT=&quot]Und wenn ich diese Geschichte so betrachte, dann kommt mir der Verdacht, daß da jemand extrem ausgenutzt wird.[/FONT]

[FONT=&quot]Eine Krankheit kann auch ihre Vorteile haben.......[/FONT]

[FONT=&quot]Lieben Gruß[/FONT]

[FONT=&quot]Marcus[/FONT]
 
Ich finde, dass jeder Mensch das tun sollte, was für ihn richtig ist. Natürlich nicht in dem Sinn, andere zu verletzen. Aber meiner Überzeugung nach sollte niemand sich zwingen, weiter für jemanden zu sorgen, wenn die Liebe und Partnerschaft nicht mehr da sind. Gehört zur Herzensliebe nicht auch mit dazu, jemanden loslassen zu dürfen?
Ich drücke dich!
 
Hallo, Marcus,

Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht, der Mann kann es nicht mehr überreißen. Alle diesseitigen Beurteilungen können sich selbstverständlich nur an den Schilderungen von Makini orientieren, die aber selbst im "tiefen Loch" sitzt und ein Phänomen vor sich hat, das sie in seiner Endgültigkeit nicht begreifen kann. Vorläufig bin ich noch der Ansicht, daß dieser Mann würde, wenn er könnte, es sei denn er war früher zu gesunden Zeiten schon so, aber dazu fehlt bisher jegliche Aussage von Makini.

Ich bin vollkommen Deiner Ansicht, daß eine Trennung im Sinne von Makini und den Kindern ist, aber erst dann, wenn der kranke Familienpart optimal versorgt ist. Und da hapert es wohl ein bisschen, soweit ich von eingangs in Erinnerung habe.

Makini ging es bei ihrer Anfrage ja vorwiegend um eine Entscheidungshilfe im Sinne von moralischer Unterstützung bei einem eventuell "radikalen" Schritt. Wie das zu bewältigen wäre mit Unterbringung, etc. kann Makini ja über die bisher involvierten Instanzen herausfinden.

Marcus, es ist doch für einen verantwortlich denkenden Menschen schlechterdings unmöglich, die Wohnung zu verlassen und einfach "Tschüss" zu sagen, oder? Ganz abgesehen davon, daß hier die rechtliche Seite mit "unterlassener Hilfeleistung" ins Spiel käme. Ich bin mir sicher, daß Makini selbst so nicht vorgehen könnte. Ihr Leidensdruck ist immens im Moment, aber das bewahrt sie nicht vor der Pflicht (nicht nur der moralischen) eine Alternative für ihren Mann zu finden. Wer soll es denn sonst tun, der Kranke etwa selbst?

Makini, wie weit bist Du mit Deinen Überlegungen und Bemühungen. Über ein Lebenszeichen würden wir uns alle freuen!

Liebe Grüße

Barnici
 
Hallo,

Gefühle sind manchmal mit nichts zu begründen, außer letztlich falscher Wahrnehmung.

Liebe Grüße

Barnici
 
Danke Barnici, Marcus, Ratte, Momo28, Schubladendenkerin.
@Barnici
Deine Beiträge sind das was mein Kopf mir sagt. Das was ich von Klein auf an gelernt habe - Verantwortung zu tragen-. Aber das ist auch mein Problem!!! Kann und darf ich mich aus der Verantwortung für meinen Mann stehlen? Ich hab Ihn immerhin ja mal geliebt. Für mich hat er die Hauptstadt verlassen und ist zu mir aufs platte Land gezogen. Seine Mutter hat Ihm das bis heute nicht verziehen und alle Brücken zu Ihm abgebrochen. Was Familie anbelangt so hat er nur noch die die er selbst gegründet hat und meine. Auch mich beschäftigt die Frage seit langem wenn ich Ihn verlasse wer kümmert sich dann um Ihn? Ich arbeite daran das herauszufinden.
@Marcus
Deine Beiträge Marcus sind das was mein Herz mir sagt, denn du hast gut erkannt was ich fühle und denke. Auch ich glaube seit langem das mein Mann mich nur noch ausnutzt. Das er sich auf meine Kosten inzwischen ein weiches Nest gemacht hat und da auch sicher und gemütlich ist. Wenn er wirklich wollte, würde er erkennen wie ich mich fühle und was dagegen unternehmen. Doch sein Lieblingssatz ist "Kann ich nicht" ich aber glaube er will nicht.
Erst jetzt wo ich ohne Arbeit bin und viel Zeit habe zum Nachdenken aber auch zum bewussten wahrnehmen wie er mit mir umgeht wird mir immer stärker klar das ich Handeln muß.

Eure Beiträge geben mir dabei viele Denkanstöße und Hilfe so das ich inzwischen die Frage nach einer Betreuten Wohnen Möglichkeit konkret hier vor Ort nachgehe. Auch bin ich im Gespräch mit den Betreuern und der Psychologin der Einrichtung in der mein Mann tagsüber betreut wird.
Ich dank euch allen für eure Hilfe.
Liebe Grüße Makini
 

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