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Sag mal, ist es nur in meiner ursprünglichen Familie so?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 125715
  • Datum Start Datum Start
Bei mir war nie viel Geld in der Familie, da war man heilfroh wenn man über die Runden gekommen ist, ohne das kleine Häuschen das der Großvater baute samt kleinem Garten wäre man irgendwann auf Staatskosten gelandet, das wäre nach damaligem Verständnis zum Schämen gewesen. Sich gegenseitig Geld leihen? Gab es nicht mangels Masse. Geldfressende Dummheiten begehen? Konnte man sich nicht leisten. Erstes Taschengeld habe ich sehr spät bekommen und auch nur im einstelligen Markbereich für Kleinigkeiten in der Schule. Auch als ich selber mit der Arbeit anfing, war es nie ein Thema. Ein Bett, was zu essen, das stellte die Familie solange ich noch dort wohnte, reichte, keiner hat vom anderen mehr verlangt, dafür hat man im Haushalt oder der Landwirtschaft mitgeholfen soweit man konnte (allerdings war ich da ein echter Faulpelz, zugegeben). Naturalienwirtschaft.
So reich waren wir nie, daß da große Geldsummen hätten herumgeschoben werden können. Als das Großvater-Häusl dann verkauft wurde weil zu weit weg, bekam jedes der Kinder einen Teil der Summe als vorgezogenes Erbteil der Mutter, nicht verlangt, sie hätte es auch für sich behalten und was davon gönnen können, egal, sie hat es getan, ich habe die Summe in meine kleine Eigentumswohnung gesteckt, sonst hätte ich noch lange bei der Bank abbezahlt. Auf diese Weise blieb es auch "in der Familie", in eine Immobilie investiert, sichere Geldanlage. Jetzt leben noch die Halbbrüder mit der Mutter und stecken ihr selbstverdientes Geld in nötige Umbauten, ein alter Schweinestall zur Werkstatt, neues Badezimmer mit Fernwärme fürs Wohngebäude und ähnliches. Da ihnen dieses Haus mal zufallen wird, investieren sie ebenfalls in die eigene Tasche. Geld verprassen war nie drin und wird es nie sein, man schafft an was nötig ist.
 

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