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Sackgasse

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 75608
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G

Gelöscht 75608

Gast
Hallo,
Wie der Titel schon sagt, fühle ich mich, als würde ich in einer Sackgasse stecken. Ich gehe nicht mehr zur Uni studieren, weil ich nichtmal mehr die Eier habe, da wieder hinzugehen. Ich konnte die Prüfungen aus gesundheitlichen Gründen nicht schreiben und war bis vor kurzer Zeit aus psychischen Gründen außer Gefecht. Mir kommt es vor, als hätte ich mir alles verspielt, dabei sagt mur jeder, dass es nicht stimmt. Ich habe nach 3 Semestern 5 Klausuren im Rückstand, dann brauche ich halt ein Semester länger, ist ja auch garnicht schlimm, aber ich weiß zurZeit nicht, wie es weitergehen soll. Ich werde dauernd ausspioniert, was mir einfach zu weit geht, wo auch herausgekommen ist, dass ich über einen Studiengangswechsel nachgedacht habe, wobei ich denke, dass ich jetzt nicht mehr kommen brauche. Ich gehe jetzt in der Woche auch arbeiten, um meine psychische Stabilität zurückzuerlangen, auch wenn die Ärzte sagen, ich muss unbedingt wieder in die Psychiatrie, da muss ich aber noch etwas warten und habe ehrlich zu sein, keine Lust dahin zu gehen.
 

Hallo Gelöscht 75608,

schau mal hier: Sackgasse. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Geh´ in die Uni und lass´ Dich beurlauben wegen Erkrankung. Und dann in die Psychiatrie, wie vorgeschlagen. Danach hast Du auch keine Angst mehr, in die Uni zu gehen. Du klingst super auffällig, selbst für mich als Sozialpsychologen.
 
Alle psychisch Erkrankten, die ich kenne, fahren ihr Leben an die Wand, weil sie nicht in die Psychiatrie wollen. Sie kündigen ihre Jobs, vergraulen ihre Umgebung, reiten sich selbst in die Privatinsolvenz. Irgendwann müllen sie sich in der Wohnung voll und werden dehydriert vom Hausmeister oder von ihren Eltern gefunden, bevor es dann in die Psychiatrie geht. Oder sie durchleben Phasen, in denen sie nackt im Hof rumlaufen oder in der Stadt fremde Leute heulend um 5.- für die armen Kinder in Ruanda anbetteln. Auch dann kommt die Psychiatrie. Nie können sie sich hinterher erinnern, denn die Krankheit spült ihr Gehirn weich. DAS IST DIE KRANKHEIT, DASS MAN SICH SELBST NICHT TRAUEN KANN.
Du hast Verfolgungswahn. Du dissoziierst. Du triffst ad hoc Entscheidungen, die man nicht treffen sollte. Du ignorierst den Rat, Dir helfen zu lassen.
Solange Du noch Deine Sinne beisammen hast: geh in die Psychiatrie.
Alles Gute.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist wohl die beste Entscheidung die jetzt treffen kann, das sehe ich auch so, was in meinem Kopf vorgeht, ist nicht normal.
 
Ob man jetzt ein Studium in der Regelstudienzeit absolviert oder paar Semester später, spielt für den Arbeitsmarkt bzw. für den AG später kaum eine wesentliche Rolle. Sie schauen eher auf die Fertigkeiten, geistige Reife und social Skills. Somit musst Du dir dahingehend eigentlich kaum Sorgen machen.
Wie ich gerade sehe, bist Du bereits exmatrikulieren. Mein Vorredner hat mit dem Vorschlag eines Urlaubssemesters und eines Aufenthalts in der Klinik Recht. Schade dass Du nicht mehr studierst.
Jetzt gilt es bloß nicht die Flinte ins Korn zu werfen. Mach erstmal, wie vorgeschlagen, Deine Therapie. Während dieser Zeit kannst und darfst Du dich auch beurlauben lassen, denn es dient deiner Gesundheit! Wenn Du immer noch Lust am Studium hast, geh auf jeden Fall zur Studienberatung an der Uni und bitte nicht bei der ARGE (aus eigener Erfahrung eine defizitäre Beratung). Sollte sich eine Lösung gefunden haben, ob Studium oder nicht, entscheide dich ausschließlich aus deiner eigenen Gefühlslage!
So ich hoffe ich konnte Dir ein Stück helfen und gute Besserung!!!
 
Ja ich habe eine Direkteinweisung bekommen von meinem Psychiater heute. Wenn ich das Studium noch weitermache, dann aber woanders. Es ist auch besser, wenn ich dieses Semester nicht studiere, ich bin sonst knapp bei Kasse und bin jetzt arbeiten gegangen, damit kann ich mir das weitere Studium dann auch besser finanzieren. Aber ich
bin der Herr meines Schicksals, ich muss zusehen, was ich weitermache.
 
Nein ich bin bereits exmatrikuliert. Ein urlaubssemester zu beantragen ist schon zu spät.
 

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