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S&M - Schlimm?

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Ich benenne solche Auswüchse wie BDMS nicht gerne als krankk, jedoch hägt ALLES, was ein Mensch tut oder lässt, mit seiner Vergangenheit zusammen. Darin sind sich derzeit Psychologen, Soziologen und Biologen einig. Da würde ich in jedem Fall als SM- Fetischist ansetzen. Aber klar, nur die Wenigsten haben darauf Bock.

woher weißt du das? ich habe genau die gegenteilige erfahrung gemacht - die allermeisten bdsmer hinterfragen ihre neigung auf andere ursachen als veranlagung. aber wenn du da valide beispiele hast, dass ich all die ausnahmen getroffen habe, denke ich gerne um.
(alles hängt mit des menschen vergangenheit zusammen? auch ob er homo- oder heterosexuell ist? ich bezweifle das. ich denke, so etwas wie "veranlagung" gibt es. und die ist einfach da.)

Ich würde es tun, um eine Chance auf Lebendigkeit zu bekommen. Diese ganzen Fetische sind mMn ein Mittel, um keine Gefühle zu leben- insbesondere die negativen wie Wut, Trauer etc. Manche spüren sich selbst, ihren Körper schon seit Längerem nicht mehr und wollen wenigstens durch den Schmerz die Lebendigkeit spüren. Eigentlich ist es eine ganz traurige Sache, aber wenn man sie Ursachen seiner Neigungen nicht kennt oder besser verdrängt, findet man es alles ganz toll.
Und vor allem wird es ganz besonders lustig, wenn dann abgestritten wird: "Nein, ich verdränge nichts!!!" Öhhm, woher will der Verdränger wissen, ob er etwas verdrängt, solange das Verdrängte nicht an die Oberfläche kommt?

Na ja, ich drück alle und vor allem der TE die Daumen, dass das Verdrängte hochkommt und bearbeitet wird!

wieso bringst du plötzlich fetische ins spiel, wenn es um bdsm geht? das ist eine andere baustelle. und fetisch hat rein gar nichts, aber so überhaupt nichts mit schmerz zu tun.
aber gut.
du fragtest nach, mh, ich nenn es mal "psychischen behinderungen" und dem praktizieren von bdsm als folge davon.
ja, das gibt es, und jetzt erweitere ich mein obiges statement: das gibt es ganz häufig bei anfängern. ein typischer prozess, den ich oft mitbekommen und etwas abgeändert auch selbst erfahren habe ist: "ich" (bitte das "ich" hier wie ein "man" lesen) habe eine sehnsucht in mir, die ist recht unbestimmt, aber bestimmte szenen in fimen/büchern/umgang von menschen untereinander spricht diese sehnsucht an.
irgendwann stolpere ich - meistens im internet - über das phänomen bdsm. wow. ich lasse mich darauf ein, spiele da, wo meine sehnsucht mich hintreibt (sehr oft einfach nur virtuell, höchstens noch per webcam/handy/telefon), betreibe das ein weilchen, lasse mich coachen und anleiten - und merke nach einer weile "hm. da ist noch irgendwas. das ist nicht ganz so, wie ich es mit vorgestellt/erträumt hatte." und dann beginne ich zu hinterfragen. mich, meine neigung, die anderen bdsmer, das ganze bdsm.
eventuell beginne ich eine therapie. und ja, eventuell stellt sich heraus, dass bdsm nur für etwas stand, was anderweitig, sagen wir mal, zurechtgerückt werden sollte. wird zurechtgerückt, bdsm wird uninteressant, fertig.

meistens stellt sich heraus, dass die veranlagung zum bdsm da ist, dass nebenbei aber auch noch andere themen bearbeitet werden sollten. themen bearbeitet, alles gut --> bdsm hat seinen ursinn als deviante sexualität, und eben nur das.

manchmal stellt sich heraus, dass veranlagung eben veranlagung ist, kein therapiebedarf vonnöten, nur lernen, wie man damit umgeht und wie man auf sich selbst und ggf. seinen partner aufpasst.


@"ich verdränge nicht": doch, das kann man sagen: wenn man sich nämlich mit sich selbst beschäftigt hat. eingehend. und dinge ans licht geholt hat, und diesen prozess abgeschlossen hat, und die bdsm-veranlagung ist immer noch da. dann, finde ich, kann man mit fug und recht sagen "ich verdränge nicht".

und jetzt mach ich mich mal noch nackig und erzähle dir, wie es bei mir war:

dass da was ist (szenen in büchern und filmen) hab ich schon sehr früh gemerkt.
dass ich darauf stehe, wenn sex nicht nur aus zärtlichem streicheln und rein-raus besteht, hab ich dann deutlich später bemerkt. da war ich voll auf der "das hat seinen grund in der vergangenheit"-schiene, nur das mit den szenen aus den büchern und filmen, das war vor der vergangenheit, die ich dafür beschuldigt habe, eine bdsm-neigung entwickelt zu haben.
dann habe ich eine therapie angefangen, und dabei war auch mein sexualverhalten thema.
dann ging die therapie ihrem ende zu und ich wurde teil einer bdsm-community.
dann war die therapie zu ende und ich hatte durch bewusstes agieren und häufiges hinterfragen festgestellt, dass ein teil meiner neigung kompensation war, ein anderer - der weitaus größere - hingegen veranlagung. diesen teil kann ich aber auch nur entsprechend ausleben, weil ich weiß, dass meine baustellen bearbeitet sind.
und glaub nicht, ich hätte mit dem hinterfragen irgendwann aufgehört. ich hinterfrage bis heute und werde das auch weiter tun - genau wie viele andere bdsmer, die ich kenne oder gekannt habe.
 
Ich frage mich, weshalb Schmerz sexuell erregen kann? Schmerz hat an sich die Funktion, darauf hinzuweisen, dass die physische Unversehrtheit gefährdet ist.

Ja, ganz genau, darum ist das Verhalten, sich bewusst Schmerzen zuzufügen oder zufügen zu lassen, selbstgefährdendes Verhalten.

Ich habe die Theorien kennen gelernt, dass Menschen mit Missbrauchserfahrungen ihren Körper nicht mehr richtig spühren. Bei diesen sind aber diese MBErfahrungen bewusst da.
Dann gibt es Menschen mit verdrängten MBserfahrungen, die sich durch die Nähe der BDMS zum MB in der Kindeheit, sich irgendwie unbewusst erinnern wollen. Nach Freud früher "als Wiederholungszwang" bekannt. Heute etwas umstritten.
Manche sagen etwas von Kontrollverlust. Wobei ich da fragen muss, wie dieser Drang da ist, Kontrolle abzugeben oder auf andere auszuüben.

Meine persönliche Theoie ist, dass sie sich im Grunde nicht lieben und lieber tot wären. Also gefährdet man sich irgendwie halbbewusst - oder unbewusst. Menschen mit MBhintergrund haben diesen Todesdrang. Das weiß man. Selbst als kleine Kinder, reissen sie sich z.B. los und wollen sich unters Auto schmeissen. Sie fallen oft hin, leben exzessiv, unachtsam und gefährlich, betäuben sich mit allen möglichen Substanzen und könnten sich eigentlich gleich aus dem Leben schiessen.

Irgendwie so sehe ich das.
 
Verstehe ich Dich richtig: Du willst tatsächlich eine unerfahrene 17 Jährige losschicken, sich bei Praktikern ihrer Altersklasse Rat zu holen? Geht es Dir nur um die richtige Benutzung von z.B. Spielzeug? Das wäre doch ebenso klug, als ob man einen 17 Jährigen losschickt, sich in der Kneipe von Praktikern erklären zu lassen, wie man ein Weizenbier einschenkt.

ok, die bezeichnung "praktiker" ist vermutlich irreführend.
ich meine, dass sie sich rat und tat bei menschen mit bdsm-erfahrung in ungefähr ihrem alter holen soll. vor allem rat. z.b. was fühle ich da? ist das gefährlich? ist das schlimm? wie kann ich das ausleben, weil ich es so toll finde und trotzdem hinterher noch in den spiegel gucken? wie fange ich überhaupt an?
die richtige benutzung von spielzeug ist ja eher der job des aktiven parts - aber sie sollte wissen, worauf sie achten soll, um ihr gegenüber einschätzen zu können. welche techniken benutzt er zu anfang? wie beginnt er überhaupt? hört er mir zu? zieht er in betracht, dass ich anfängerin bin? bitete er mir die gängigen stoppsignale an? sind seine spielsachen hygienisch? usw. usf. es ist müßig, das alles aufzuzählen.
ihre - in etwa - altersklasse empfehle ich ihr deshalb, weil es sich unter leuten, die einander im alter näher stehen, besser reden lässt und weil natürlich die gefahr der "frischfleischjagd" nicht von der hand zu weisen ist, diese aber innerhalb einer organisation, die sich auf die fahne geschrieben hat, jungen einsteigern zu helfen, deutlich geringer ist als anderswo (ich hatte ihr ja von den einschlägigen foren dringend abgeraten).
 
Verstehe ich Dich richtig: Du willst tatsächlich eine unerfahrene 17 Jährige losschicken, sich bei Praktikern ihrer Altersklasse Rat zu holen? Geht es Dir nur um die richtige Benutzung von z.B. Spielzeug? Das wäre doch ebenso klug, als ob man einen 17 Jährigen losschickt, sich in der Kneipe von Praktikern erklären zu lassen, wie man ein Weizenbier einschenkt.

Ich habe ihr das SM Jugend Forum empfohlen und nein, es geht nicht um die richtige Benutzung von Spielzeug. 🙄

Es geht vor allem darum, sich mit gleichaltrigen Austauschen zu können. Einen geschützter Raum zu haben, um über seine Gefühle und Ängste zu sprechen, ohne dass gleich die moralisierenden Apostel den Zeigefinger erheben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde, dass manche Leute hier zu sehr verallgemeinern!

Ich finde Menschen krank, die gerne Tiere quälen zum Beispiel. Das ist etwas, dagegen sollte man was tun!
Es ist bedenklich, wenn ein Sadist sein ganzes Leben danach ausrichtet. Wenn also eine (devote) Partnerin in allen Belangen ihres Lebens unterdrückt und erniedrigt wird und das sozusagen dann kein Spiel mehr im Bett ist sondern ein "Lebenswerk".
Ich finde es falsch bdsm gleich als krank hinzustellen und einen Behandlungsbedarf vorrauszusetzen.
Ich meine: Sperrt die doch gleich lebenslang ein und die homosexuellen gleich mit. Die galten doch auch als krank.

Ich plauder jetzt auch mal aus dem Nähkästchen:
Ja, ich hatte Missbrauchs und Gewalterfahrungen. Ja ich habe auch eine devote Seite in der Sexualität heute.
Ob das daher kommt? Ich weiß es nicht. Und es ist mir auch zu einem gewissen Teil egal! Denn: Egal wo es herkommt es wäre für mich falsch es zu negieren.
Es ist einfach so. Punkt.
Deswegen "stehe" ich noch lange nicht auf Schmerzen. Keineswegs.

Und ich bin in Therapie und bin auch reflektiert. Die MIssbrauchserfahrungen gehören in die Therapie und gehören bearbeitet. Bisher ist die "Neigung" aber nicht verschwunden ..... und nicht erklärtes Therapieziel.

Alles ist und bleibt individuell.

Was ich der TE empfehle:
Ich glaube, dass du noch nicht viel Eigenerfahrung haben kannst: daher schließe ich mich einigen Vorrednern an - erstmal ERfahrungen sammeln!
Nicht alles aus der Fantzasie wird sich auch gut anfühlen.
Es braucht einen Partner der wirklich bereit ist Grenzen einzuhalten und dich nicht zu überfordern.
Jemand der Stoppsignale achtet und safewords einhält zu 100%

Aber im Allgemeinen würde ich dazu raten es langsam angehen zu lassen.
Dieses Spiel braucht vertrauen! Jede Menge davon. Und das kommt nicht von ungefähr. Dazu sollte man sich besser wohl eine Weile lang kennen und sich auch in anderen Bereichen vertrauen.

welche techniken benutzt er zu anfang? wie beginnt er überhaupt? hört er mir zu? zieht er in betracht, dass ich anfängerin bin? bitete er mir die gängigen stoppsignale an? sind seine spielsachen hygienisch?

Das ist letztendlich ja nur dann wichtig wenn es um pures ausprobieren geht und das mit Fremden.
Das würde ich persönlich keinesfalls in Betracht ziehen und dir auch nicht empfehlen.
 
Ich stehe nicht auf Penetration oder Oralsex als aktiver Teil. Ich werde gerne gestreichelt, weil dann Endorphine in meinem Gehirn ausgeschüttet werden, die mich geliebt, schön, angenommen, geborgen und wohlfühlen lassen. Es wird dabei auch meine Durchblutung anregt, was meinem Teint und generell meiner Gesundheit gut tut.

Zu deiner Antwort:

Du stehst auf Schmerzen, weil du durch den Schmerz, Lust, Freude, Nähe, Verbundenheit mit deinem Partner erlebst? Dabei werden Grenzen aufgelöst? Wie geschieht dies?

wow, hey. meine gegenfrage war rhetorisch gemeint, um aufzuzeigen, dass man sich wunderbar gegenseitig verständnislose fragen stellen kann - und du gibst echte antwort! danke 🙂

meine antwort ist letzten endes die deine. hormonausschüttung, die mir genau dieselben gefühle vermitteln, die jeder hat, der glücklichmachenden sex erlebt.


Es sind eben unterschiedliche Strategien und ich frage mich (das ist sicher n Stück weit individuell), welche Bedürfnisse sich jemand damit befriedigt, im sex. Akt zu schlagen oder geschlagen zu werden - physischem Schmerz ausgesetzt zu sein.

siehe oben. die meisten bdsmer stellen fest, dass die entsprechende hormonausschüttung mit den entsprechend anderen als gemeinhin angewendeten reizen stattfindet. das ist bdsm.
es gibt dann noch nebenaspekte des d/s, die haben damit zu tun, dass der eine es schön findet und sich damit wohlfühlt, zu führen (auch in alltäglichen situationen) und der andere genießt es, geführt zu werden. das hat dann mit sex nichts zu tun, kann aber sehr gut erotische aspekte entwickeln.

Ich kenne mich da nicht so aus. Such Dir eine Richtung aus - ich interessiere mich für alles, was es so jibt. Das einzige Kriterium ist Forenkonformität. ;-)

das ist schwierig für mich ... ich kann besser auf einigermaßen konkrete fragen antworten. sorry.


Ich frage mich, weshalb bzw. unter welchen Bedingungen Schmerz sexuell erregen kann? Schmerz hat an sich die Funktion, darauf hinzuweisen, dass die physische Unversehrtheit gefährdet ist.

öh. da ich keine maso bin, kann ich das nicht erschöpfend beantworten.
es fängt wohl damit an (grundkenntnisse hervorkram) dass die schmerzempfindlichkeit beim sexuellen akt herabgesetzt ist und sowas wie z.b. leichte klapse auf den po oder an-den-brustwarzen-knabbern wegen der erhöhten reizschwelle als angenehm und nicht als unangenehm empfunden werden und die endorphine eher noch verstärken als herabsetzen.
das ist aber noch lange kein masochismus - wie da die zusammenhänge genau sind, kann ich dir nicht beantworten. ich weiß nur, wie ein/e masochist/in reagiert, wenn ihm die session spaß macht und erregt. das ist von menschen, die schmerz empfinden, sehr deutlich zu unterscheiden.

Was auch immer Du genau machst, ist es so, dass das für Dich mit Nähe und Freiheit (Grenzen lösen sich auf) einhergeht. Vllt. auch noch Verbundenheit, Geborgenheit - Liebe (?)

Ist das lediglich dann so, wenn physischer Schmerz im sexuellen Akt eine Rolle spielt?

dazu muss ich erklären, dass ich auf der physisch sexuellen ebene sadistin bin. und das tatsächlich sehr klassisch: am meisten erregen mich schlag-sessions. das fühlt sich genauso an wie "normaler sex". die verbundenheit mit dem partner entsteht dann dadurch, dass ich seiner/ihrer erregungskurve folge, damit auch beide zum höhepunkt kommen.

die aspekte geborgenheit und liebe erlebe ich eher im d/s. wie so viele andere bin ich nicht nur einer spielart zuzuordnen, ich dominiere auch. mit erniedrigung und demütigung habe ich es nicht so, das macht mich nicht an. aber ich liebe es, jemanden zu haben, der mir dient. und da kann es auch situationen geben, die mich physisch erregen.
der eine meiner beiden partner ist auch mein sub, und zwar immer (24/7), ohne trennung zwischen spiel und leben. aber natürlich gibt es situationen, die analog zum "miteinander sex haben" sind - sessions - und weil ich mich in diesen sessions führend auf ihn einstelle und ganz bei ihm bin, seine reaktionen lese, auf ihn achte und aufpasse, entsteht dann eine, hm, tiefere ebene der liebe, die wir sonst im alltag miteinander leben. ich denke, das ist nicht anders als bei "stino"-paaren, die miteinander sex haben. auch das gefühl, dass sich die grenzen der körper auflösen, dass man eins wird. (ich zumindest kenne das genauso aus dem "stino"-sex.)
 
ok, die bezeichnung "praktiker" ist vermutlich irreführend.
ich meine, dass sie sich rat und tat bei menschen mit bdsm-erfahrung in ungefähr ihrem alter holen soll. vor allem rat. z.b. was fühle ich da? ist das gefährlich? ist das schlimm? wie kann ich das ausleben, weil ich es so toll finde und trotzdem hinterher noch in den spiegel gucken? wie fange ich überhaupt an?
die richtige benutzung von spielzeug ist ja eher der job des aktiven parts - aber sie sollte wissen, worauf sie achten soll, um ihr gegenüber einschätzen zu können. welche techniken benutzt er zu anfang? wie beginnt er überhaupt? hört er mir zu? zieht er in betracht, dass ich anfängerin bin? bitete er mir die gängigen stoppsignale an? sind seine spielsachen hygienisch? usw. usf. es ist müßig, das alles aufzuzählen.
ihre - in etwa - altersklasse empfehle ich ihr deshalb, weil es sich unter leuten, die einander im alter näher stehen, besser reden lässt und weil natürlich die gefahr der "frischfleischjagd" nicht von der hand zu weisen ist, diese aber innerhalb einer organisation, die sich auf die fahne geschrieben hat, jungen einsteigern zu helfen, deutlich geringer ist als anderswo (ich hatte ihr ja von den einschlägigen foren dringend abgeraten).

Grundsätzlich halte ich es für die falsche Reihenfolge, sich mit BDSM etc. zu beschäftigen, bevor man sich mit Fragen zum Thema Liebe und Partnerwahl ausgiebig auseinandergesetzt hat.
 
Wie gesagt hat Schmerz an sich die Funktion, darauf hinzuweisen, dass Gefahr für die physische Unversehrtheit besteht oder sie bereits nicht mehr gegeben ist.

Ich denke, dass die Grundlagen dafür bereits in der Biologie gelegt sind: Sexuelle Erregung senkt die Schmerzschwelle und lässt und Schmerzen anders empfinden. Es war in unserer Vergangenheit wohl sinnvoll, nicht gleich das Mimöschen zu spielen, wenn es ein wenig wilder wurde.

Dass Frauen im Zustand starker Erregung gewisse Schmerzen geil finden können, scheint mir eher die Regel zu sein als die Ausnahme.
 
Grundsätzlich halte ich es für die falsche Reihenfolge, sich mit BDSM etc. zu beschäftigen, bevor man sich mit Fragen zum Thema Liebe und Partnerwahl ausgiebig auseinandergesetzt hat.

da unterscheiden wir uns.
ich sehe liebe und sex außerdem nicht als einheit, sondern als voneinander unabhängige, wenn auch gut zusammenpassende phänomene.
in diesem zusammenhang: ich bin mit meinem sub seit über 12 jahren zusammen. er ist kein maso. mit einigen "seiner" spielarten kann ich wiederum nichts anfangen. shit happens - wir haben wege gefunden, einander trotzdem genießen zu können. und ja, wir lieben uns.



Hallo aiutando,

danke Dir für Deine Ausführung. Ich habe sie (für den Moment) lediglich überflogen und werde später/morgen näher darauf eingehen und ggf. noch Fragen haben und stellen.

macht nix. ich bin auch gleich offline und werde dann ein totes(!) hühnchen fachgerecht zerlegen, dominant in einen bräter werfen, die eine oder andere zutat dazu (los knoblauch! ab in den bräter *harhar* auf die knie, champignons!) und dann werde ich meinen armen sub dazu zwingen, mit mir ein schönes abendessen bei kerzenschein zu haben. 😀

Eins ist mir aufgefallen und da frage ich direkt nach bzw. merke an. Dass bei Dir (ebenso, wie bei x anderen) die Strategie x zu einer Hormosausschüttung mit Glücksgefühl einhergeht, ist klar.

Was mich interessiert (vllt. hast Du das auch schon beantwortet und ich habs nicht gekesen), ist, weshalb dies ausschließlich dann der Fall ist, wenn der sex. Akg mit Schmerz einhergeht. Sei es nun, dass ma ihn selbst genießt oder ihn dem anderen zufügt (der ihn ebenfalls genießt).

Wie gesagt hat Schmerz an sich die Funktion, darauf hinzuweisen, dass Gefahr für die physische Unversehrtheit besteht oder sie bereits nicht mehr gegeben ist.


Wie gesagt - ich werde das, was Du geschrieben hast, noch aufmerksam lesen. Jetzt ersma n Päuschen.

ich hatte das nicht beantwortet, weil ich es gar nicht beantworten kann. ich hab so ein bisschen über hormone, reizschwellenerhöhung etc. geschrieben, aber das ist höchst vage. ich glaube, im internet findet man schon was zum thema schmerz und lust bzw. schmerz im zustand von erregung, selber weiß ich da aber nix - und das "warum ist sm geil bzw. führt zu messbarer erregung bis hin zum orgasmus" ist meines wissens bis heute unbeantwortet. im biologischen sinne vermutlich eine schlichte fehlentwicklung. kommt vor.

ist bei mir übrigens nicht ausschließlich der fall, bei vielen anderen bdsmern auch nicht, aber es ist für mich einfach die intensivere und schönere art von sex. der biologische normalfall erregt mich weit weniger.
 
Nehmen wir doch erstmal Deine Definition, um die ich im Vorfeld bat, und schauen dann weiter.

OK, ich versuche mal eine Definition.

Ich lasse die physische Krankheit und die psychische Krankheit, die physisch bedingt ist, weg und beziehe mich auf die "rein psychische" Krankheit (nennt man eventuell "psychogen").

Unter psychischer Gesundheit kann man vielleicht den optimalen freien angemessenen gesetzmäßigen Gebrauch der Möglichkeiten menschlichen Erkennens und Handelns verstehen. Wichtige Aspekte scheinen mir dabei unter anderem die Widerspruchsfreiheit und Einheitlichkeit zu sein. Vielleicht kann man dazu auch Kohärenz und Stimmigkeit sagen.

Unter psychischer Krankheit wäre dann eine Verminderung der genannten Gesundheit zu verstehen.

Und nun 🙂?
 
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