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S&M - Schlimm?

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die lust am quälen meinst du ist krank? schön. meine psychiaterin hat eine neue diagnose. die sammelt sie so gern für mich.

ich liebe es total meinen partner zu quälen. ihm ein geschenk vor die nase legen und sagen: kannst du erst heute abend aufmachen. ist das tollste überhaupt in der welt. musst allerdings warten.

er ist ja soooooooo neugierig. er hasst das so wenn er was nicht sofort erfahren kann. dann schleicht er den ganzen tag um mich rum. macht erpressungsversuche. ratespiele. manchmal zwickt er sogar. und wenn er beißt wird es gefährlich. dann gehe ich ihm lieber aus dem weg bis zum abend.


ich werde also mit meiner psychiaterin darüber sprechen dass ich meinem freund gerne geschenke mache 🙁😱
Ich glaube, Du banalisierst das Ganze ziemlich. Erinnert mich an den Begriff "Sündenregister" von Flensburg, der mit dem eigentlichen Begriff von Sünde nicht mehr viel zu tun hat 😉.
 
eben. du glaubst. ich frage mich nur. worauf basiert dein glaube dass du glaubst du musst einem siebzehnjährigen mädchen sagen dass sie krank und pervers ist?

und eigentlich geht es hier doch um die TE und nicht um die bibel.

Mit der Bibel hat das nichts zu tun. In der Tat. Ich sagte bereits, dass Verstand und Vernunft jedem klar sagen, dass Sadismus nicht in Ordnung ist. Man befindet sich damit nicht im Einklang mit allem. Man könnte eventuell den Selbstmord als letzte Konsequenz des Masochismus betrachten.

Und wenn ich "glaube", dann ist das halt meine vorsichtige Art und Weise, wie ich mit Aussagen umgehe. Dennoch scheint es mir unumgänglich zu sein, hier einer Verharmlosung dieses Verhaltens entgegen zusteuern.

Die TE wollte eine Antwort. Und ich halte meine Antwort für die ehrlichste, die ich ihr geben kann.
 
wie kommst du zu dem schluss das ist nicht miteinander vergleichbar?

Du, grisou, schreibst von der Vorfreude auf ein Geschenk. Du erhöhst die Spannung, weil Du den Inhalt Deines Geschenkes nicht verrätst. Wir Menschen müssen nicht immer alles sofort wissen. Das Aushalten einer Spannung ist durchaus positiv. (Das kann man auch übertreiben. Dann aber trifft zu: Das Schlechte ist die Übertreibung des Guten).

Jusehr schrieb von einem Umgang mit Menschen, der den Menschen zum sexuellen Dienen degradiert, diesem Schmerzen zufügt und ihn demütigt.

Also ich sehe da schon große Unterschiede. Du nicht? 😕


du analysierst hier andere die lust auf schmerz haben. ich frage mich da. wenn du das verlangen für krank und abartig hältst. wie ist dann eigentlich deine einstellung zu schmerz? sagt das nicht, du rennst vor deinem eigenen schmerz davon?

Also meinen Schmerzen renne ich bestimmt nicht entgegen. Wenn ich sehe, dass mir jemand auf den Fuß tritt (wenn ich den Fuß stehen lasse), so ganz aus Versehen, dann ziehe ich meinen Fuß weg. Ich wüßte jetzt nicht, warum ich meinen Fuß da stehen lassen sollte. Machst Du das anders?
 
Im Erwachsenen-Modus hättest Du z.B. verlinkt oder selbst ausgeführt.

Im Erwachsenenmodus bedient man sich seiner Vernunft und weiß, was man unter Krankheit versteht. Eine gute Definition würde mir wohl Freude bereiten. Dafür bräuchte ich aber einige Minuten. Und das für eine Sache, die sonnenklar ist!

Und wenn Du schon so auf einer Definition von Krankheit bestehst, kannst Du auch gleich sagen, warum Du Sadomasochismus nicht als Krankheit verstehst.

Was ist denn das Zeichen von Gesundheit für Dich? Lust am Leiden oder die Sucht, andere zu quälen?

Eher wohl das Gegenteil: anderen Menschen Gutes tun und das Leid von ihnen nehmen. Sich selbst nicht erniedrigen, sondern die Würde des Menschseins hochhalten.
 
Sowohl meine Frau als auch ich hatten eine sogenannte glückliche Kindheit und betreiben dennoch BDSM.
Ich kann hier keinesfalls bestätigen, dass ein masochistischer Mensch irgendwelche Dinge aus der Vergangenheit kompensieren muss. Das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Jedenfalls für uns.

Im konkreten Fall ist es bei uns so, dass die Fesseln meiner Frau "helfen", sich besser fallen zu lassen.
Dazu ist sie noch ziemlich schmerzgeil.
Aber sie ist nicht devot und würde sich nie erniedrigen lassen.

Das alles finden wir nicht schlimm, binden es aber kaum jemandem auf die Nase.
 
Hallo,

ich bin 17 Jahre alt (weiblich) und ich habe schon vor längerer Zeit gemerkt, dass meine Vorlieben, was sexuelle Dinge angeht, etwas... speziell sind. Mit 15 habe ich erstmals von BDSM erfahren und habe mich darüber informiert und seitdem bin ich mir ziemlich sicher, zu dieser Gruppe dazuzugehören oder zumindest gewisse Neigungen zu haben.
Ich werde nur geil beim Gedanken an Fesselspiele, Unterdrückung und Ähnlichem. Und dabei gehe ich gar nicht direkt nur auf S oder M. Ich finde beide Positionen geil und stehe dazu auch mir selbst gegenüber.

Allerdings, als ich mal meine Mutter und Freunde vorsichtig (ohne dass sie wussten, dass ich da...Betroffen bin) gefragt habe, was sie zu dem Thema sagen, habe ich immer nur gehört, dass es gestört und ekelhaft ist. Insbesondere, dass jemand Schmerzen mögen kann, finden viele abstoßend. Jetzt habe ich Angst, mit jemandem darüber zu reden. Ich will nicht als ekelhaft angesehen werden! Aber ich empfinde das auch nicht so! Ich meine, jeder hat doch seine Vorlieben und das ist auch ok so, oder nicht?

Ein weiteres Problem: momentan bin ich zwar Single, doch was mache ich, wenn ich eine Beziehung eingehe? Wie erkläre ich so was meinem Freund? Und wie soll ich jemals mit jemandem auf normale Art und Weise schlafen, wenn ich ohne Erniedrigung (ja, ich bin höchstwahrscheinlich mehr M...) nicht geil werde?

Ich bräuchte dringend Rat. Bitte.

Hmm, ich finde für dein Alter deine Neigungen schon ganz schön extrem.
Ich bin gut 20 Jahre älter als du und habe mich mehr oder weniger aus Neugierde mit dem Kontext SM auseinandergesetzt und muss sagen, dass ich dort überwiegend Menschen getroffen habe, die schon "besonders" im negativen Sinne waren und viele einen Missbrauch (MB) in ihrer Biographie hatten.
Ich als Betroffene habe mich mit MB sehr intensiv beschäftigt und weiß, dass sehr vieles Traumatisches verdrängt wird. Ich persönlich bin also der Meinung, dass Menschen in SM- Kreisen entweder nach wie vor verdrängen oder eben nicht mehr, jedoch haben für mich dort alle irgendwelche Leichen im Keller. Die würde ich mit einem guten Psychologen aufräumen und dann schauen, ob es immer noch gefällt.
Ich habe übrigens beruflich mit Psychologen zu tun und mittlerweile auch privat. Sie haben auch den Eindruck, dass SM und MB zusammengehören...

Wo ich an deiner Stelle wirklich aufpassen würde, ist, sich nicht von irgendwelchen Doms oder Subs bequatschen zu lassen, SM beruflich auszuüben. Schwupps bist du in dem horizontalem Gewerbe schneller drin, als dir lieb ist.

Pass auf dich auf!

LG
 
Liebe TE,

eine Neigung zu SM zu haben ist nicht schlimm. Ich habe diese Neigung nur leicht (meine Freundin ebenso), unser Freundeskreis tendenziell eher mehr. Keiner von denen ist irgendwie krank oder pervers, selbstmordgefährdet, ein Gewalttäter oder irgendwas anderes in diese Richtung.

SM hat nichts mit dem sadistischen Bedürfnis danach zu tun andere Lebewesen zu quälen und ebensowenig etwas damit, sich krankhaft quälen zu lassen. SM ist eine Praxis die in höchstem Maße gegenseitiges Vertrauen und Rücksichtnahme fordert. Ein krankhafter Sadist wird niemals auf sein Opfer Rücksicht nehmen ein ein krankhafter Masochist niemals auf seine eigene Gesundheit oder die Person die ihn quälen soll. Beides ist von richtigem SM so weit entfernt wie eine Kuh von einem professionellen Pianisten. Lass dir also nichts anderes einreden.

SM ist die willentliche Abgabe von Kontrolle über den eigenen Körper und die willentliche Annahme dieser Kontrolle durch jemand anderes. Jeder (vor allem der untergebene) Partner hat aber zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit das Spiel zu beenden (Safeword oder -geste) wenn es ihm zu viel wird und der andere Partner muss sich daran halten. Es gibt da also keinen Unterschied zu normalem Sex. SM hat auch nichts damit zu tun dem Partner sein Menschsein abzusprechen. Man könnte sogar das Gegenteil sagen, da erst durch das heranführen an die eigenen Grenzen der Mensch wirklich erfährt wer er ist. SM ist da also nichts anderes als jede andere gzeilte Grenzerfahrung und ist eher sowas wie Bungeejumping und keinesfalls häusliche Gewalt.

Neben dem unbedingten Vertrauen das man seinem Partner entgegen bringen muss, muss der dominante Part sehr sensibel auf minimalste Veränderungen seines Partners eingehen können. Er muss zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über sich selbst und die Sache als solche haben um schwere Verletzungen zu verhindern.

In den meisten größeren Städten gibt es ausgeprägte BDSM Communities. Versuch ruhig Anschluss an die zu finden. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die Leute da sehr nett. Leb dich aus und hab Spaß in deinem Leben.

Liebe Grüße,

Gast
 
Was sie machen, ist eigentlich zweitrangig. Entscheidend scheint mir die Motivation, die dahinter steckt, zu sein. Und diese muss man im Falle des Sadomasochismus eben als Lustgewinn am Quälen und Gequältwerden betrachten.

du schreibst es selbst. entscheidend ist die motivation. und du schreibst auch, dass die motivation lustgewinn ist. entscheidend für die sexualneigung bdsm ist, dass der lustgewinn für beide seiten vorhanden ist. wo ist nun also das problem bzw. die psychische störung, wenn sich einfach zwei menschen gegenseitig lust bereiten?

Und das beidseitige Einvernehmen hilft auch nichts. Wenn sich zwei Leute im gegenseitigen Einvernehmen ihre Gliedmaßen amputieren, würde ich das wohl auch (verharmlosend) als behandlungswürdige Störung betrachten. In diesem krassen Fall wäre wohl nicht nur die Motivation negativ zu bewerten.

*seufz* du hättest auch gleich das beispiel vom kannibalen von rotenburg bringen können. jaja, alle bdsmer sind so und sie sind zutiefst verdorben und gemeingefährlich und fressen kleine kinder zum frühstück und am besten gehören sie alle weggesperrt.
was glaubst du, wie wahrscheinlich es ist, dass du jemanden zum amputieren findest, wenn du gerne amputieren willst? ja, doch, so leute gibt es und das sind sehr. sehr wenige und den allermeisten wird angeraten, sehr gründlich nachzudenken, was sie da eigentlich wollen. .
für die allermeisten bdsmer gilt: "keine bleibenden schäden".

die überwiegende mehrheit der bdsmer steht auf ein bisschen popo versohlen, dekorativ in der gegend herumknien(lassen), halsbänder tragen (lassen), hübsche ledermanschetten mit karabinern als fesseln tragen (lassen) und das gegenüber mit "herr" oder "herrin" zu bezeichnen (oder sich als solche/r bezeichnen zu lassen).

dann gibt es die, die etwas weiter gehen, und dann gibt es die, wo ich verstehen kann, dass man da als außenstehender schon sehr ratlos davor steht. wobei aber immer noch niemandes geistige oder körperliche gesundheit gefährdet wird.

die annahme, man wache auf, sei bdsmer und praktiziere dann ungehemmt drauf los, ist falsch. es gibt genug konzepte einerseits und soziale kontrolle innerhalb der bdsm-community andererseits.

ich breche hier mal ab. vermutlich interessiert es sowieso nicht, da die haltung "krank, pervers und gefährlich" schon fest steht.
aber mir war das jetzt mal wichtig.


Wer sich unterwerfen will, der will genau das Gegenteil: Verantwortung abgeben.

ja natürlich will er das. aber um das tun zu können, ist eine menge verantwortungsvolle vorarbeit notwendig. auf beiden seiten, übrigens. und der verantwortung abgebende (=sub) muss auch verantwortlich handeln, damit der, der die verantwortung übernimmt (=dom) so handeln kann, dass beide daran lust und freude haben.
menschen, die mit der einstellung "ich will zu 100% verantwortung abgeben" ankommen, kommen im d/s (das ist die entsprechende spielart des bdsm) nicht weit.

Wer bestimmt das? Dein Verstand und Deine Vernunft.

mein verstand und meine vernunft sagen mir, dass die lust am quälen (definiere bitte "quälen", wenn ich schon deinen begriff übernehme) anderer menschen in ordnung ist, sofern ich achtsam und verantwortungsvoll mit den anderen menschen umgehe und ihnen mit dem, was ich ihnen zufüge, freude und lust bereite.

Jeder Mensch, der halbwegs normal tickt, erkennt schnell, dass Lust am Quälen anderer Menschen nicht gut ist.

sagte ich schon mal, wie ich derlei pauschalisierungen finde ...? egal, zum thema: also ticke ich nach deiner definition nicht halbwegs normal bzw. gar nicht.
hm. ich hab es schriftlich, dass ich normal ticke, und ja, meine sexualität und meine sexuellen neigungen waren dafür durchaus ein thema.
und nu? du bist berufener, darüber zu urteilen, als zwei fachleute auf diesem gebiet?


Wenn Du so willst, ist das auch eine Frage der Moral. Zu meinen, dass man ohne Moral durchs Leben gehen könnte, dürfte auch ein Denkfehler sein (und wahrscheinlich auch mit Recht als ein veränderungswürdiger Zustand betrachtet werden).

es gibt so einige menschen, die ohne moral durchs leben gehen und damit keinerlei probleme haben.
nein, ich gehöre nicht dazu. ich bin allerdings auch kein selbsternannter hüter irgendeiner art von allgemeinmoral.
zu meiner moral gehört im übrigen auch, mit menschen zu reden anstatt sie pauschal in einen topf zu werfen und sie dann mit schwung abzuurteilen.


Und mit so einem Ratschlag fängt für mich schon das Destruktive an. Hier wird der Eindruck erweckt, dass die Partnerwahl nur von den sexuellen Wünschen bestimmt werden soll. Damit rätst Du genau zu dem, was Du im ersten Absatz kritisiert hast: Das Funktionieren müssen. Die Sexualität dient nicht dem Menschen, sondern der Mensch dient der Sexualität. Die Sexualität alleine bestimmt die Partnerwahl....

du hast recht, das war nicht eindeutig formuliert. "partner" war von mir im sinne des erfahrungen sammelns im bdsm gemeint. so wie in "mein tennispartner, mein partner beim schach" usw.
hier von einem partner i.s.v. beziehung/ehe zu sprechen, kam mir gar nicht in den sinn und so habe ich auch nicht daran gedacht, dass das so verstanden werden könnte.

wie kommst du zu dem schluss das ist nicht miteinander vergleichbar?

meine meinung hängt an den erfahrungen die ich gemacht habe mit einem menschen den ich liebe und vertraue.

ich habe folter erlebt. das sind menschen ohne mitgefühl. die können sich nicht in andere hineinversetzen. und ja, das ist krank. klassifiziert die psychologie als psychopath und von diesen leuten laufen manche leider frei rum und suchen opfer im bereich sm.

heißen dank, grisou, für das von mir fett hervorgehobene. das bringt es perfekt auf den punkt. bdsm funktioniert nicht ohne empathie, nicht ohne mitgefühl.

mir ist bewusst, dass es für außenstehende verdammt schwierig ist, das nachzuvollziehen.
himmel, nicht mal ich als seit jahrzehnten praktizierende verstehe, was in einer/m sub oder maso vorgeht - mir bleibt völlig verschlossen, wie man daran lust empfinden kann, mich törnt das einfach nur ab - ich komme eben von der anderen seite. was mich aber froh und dankbar macht, dass es solche gegenüber gibt, denen ich danach in die leuchtenden augen sehen kann und denen ich in zärtlichkeit, innigkeit und großem respekt füreinander begegnen kann.
es würde mir nie einfallen, subs und masos gegenüber ein derartiges bashing zu betreiben, wie es hier bdsmern gegenüber betrieben wird.
mich regt nicht auf, dass außenstehende es nicht verstehen. mich regt nicht auf, dass außenstehende es befremdlich finden. mich regt auf, dass es - nur weil es unbekannt ist und weil es vielleicht irgendwo angst macht - verteufelt und verdammt wird anstatt dass man einfach stehenlassen kann, das es die veranlagung gibt, dass man selbst sie nicht hat und dass man selbst damit auch nicht in berührung kommen möchte. und gut ist, bzw. gut wärs.

mein partner dagegen ist einfühlsam. aufmerksam. er ist verantwortungsbewusst und will lust geben nicht schaden.

so wird das ja auch von der überwiegenden mehrheit der bdsmer praktiziert. (an dieser stelle ein gruß an den kollegen 😉 )

wie würden sich denn die "stinos" fühlen, wenn ihre neigung als des teufels, vollkommen abartig und pervers hingestellt wird, nur weil es stinos gibt, die vergewaltigen?

Mit der Bibel hat das nichts zu tun. In der Tat. Ich sagte bereits, dass Verstand und Vernunft jedem klar sagen, dass Sadismus nicht in Ordnung ist. Man befindet sich damit nicht im Einklang mit allem. Man könnte eventuell den Selbstmord als letzte Konsequenz des Masochismus betrachten.

Und wenn ich "glaube", dann ist das halt meine vorsichtige Art und Weise, wie ich mit Aussagen umgehe. Dennoch scheint es mir unumgänglich zu sein, hier einer Verharmlosung dieses Verhaltens entgegen zusteuern.

Die TE wollte eine Antwort. Und ich halte meine Antwort für die ehrlichste, die ich ihr geben kann.

es wäre ja vielleicht eine möglichkeit, leuten zuzuhören, die von der materie ahnung haben, anstatt "zu glauben" und das recht, hm, energisch als die wahrheit zu verkaufen. aber gut - kann man, muss man aber nicht.

definiere "sadimus". "sadismus" wie in "ich suche mir irgendein opfer und quäle das, ob es will oder nicht" ist nicht in ordnung. volle zustimmung.
aber "sadismus" wie in "ich suche mir einen gegenpart, der lust empfindet, wenn ich ihn schlage und der das wirklich aus lustempfinden und nicht aus irgendwelchen anderen seltsamen gründen tut" ist für mich etwas, wo ich im einklang bin, mit mir, mit dem gegenpart, dem universum und dem ganzen rest (und was für ein einklang das ist ...) und weder mein verstand, noch meine vernunft, noch mein herz haben irgendetwas dagegen.

jaja, mir ist schon klar, dass mein verstand und meine vernunft dann eben krank sind und mein herz zutiefst gestört. spars dir, es hinzuschreiben.

und selbstmord und masochismus haben soviel miteinander zu tun wie selbstverletzung und masochismus (bevor dieser irrtum nun auch noch geschrieben wird) - nämlich rein gar nichts.


Das Aushalten einer Spannung ist durchaus positiv. (Das kann man auch übertreiben. Dann aber trifft zu: Das Schlechte ist die Übertreibung des Guten).

ach. nur für den bdsm gilt das nicht, nicht wahr? der ist von grund auf und von anfang an böse und schlecht ...

Jusehr schrieb von einem Umgang mit Menschen, der den Menschen zum sexuellen Dienen degradiert, diesem Schmerzen zufügt und ihn demütigt.

Also ich sehe da schon große Unterschiede. Du nicht? 😕

ich verstehe, was du mit dem, was du da schreibst, meinst. mir ist auch klar, dass ich dir den unterschied nicht erklären kann zwischen dem, wie du es meinst, (und das eben nicht "usus" bei bdsm praktizierenden menschen ist) und dem, wie es wirklich ist (immer im bereich sexueller spielart).
der mensch wird eben nicht "degradiert".
du bist christ. und vermutlich klagst du mich jetzt gleich der gotteslästerung an, aber ich finde folgendes ein gutes beispiel: jesus ist von niemandem dazu "degradiert" worden, den jüngern die füße zu waschen. er hat es freiwillig getan, obwohl das eine der dniedrigsten (un damit demütigendsten) aufgaben war, die es zur damaligen zeit gab. und jesus hat es gern getan.

genauso dienen die sexuell dienenden gern. wirklich gern. nicht, weil sie irgendein psychopath dazu nötigt.

Also meinen Schmerzen renne ich bestimmt nicht entgegen. Wenn ich sehe, dass mir jemand auf den Fuß tritt (wenn ich den Fuß stehen lasse), so ganz aus Versehen, dann ziehe ich meinen Fuß weg. Ich wüßte jetzt nicht, warum ich meinen Fuß da stehen lassen sollte. Machst Du das anders?

das macht jeder masochist genauso. auch das ist ein gängiger irrtum "ach, du bist maso? dann lässt du dir beim zahnarzt bestimmt nie eine betäubung geben?"
im gegenzug könnte man, an eine "stino"-frau gerichtet sagen: "ach, du bist stino? dann genießt du jeden frauenarzt-besuch bestimmt enorm?"
verstehst du? es geht nicht um das phänomen "schmerz". es geht um erotik. es geht um lust. das funktioniert nur im entsprechenden kontext.
 
Diese Worte kommen auch von Kiffern und Säufern.

Im Gegensatz zu Kiffern und Säufern bin ich aber mit dieser Angelegenheit nie in Schwierigkeiten geraten und nie abgestürzt. Im Übrigen gelten diese Worte für alles: ob für das Feuer, ob für Kraftfahrzeuge, ob für unsere Körperkräfte oder was auch immer. Je nachdem, wie wir damit umgehen, agieren wir konstruktiv oder zerstörerisch.

Im Übrigen: Ich weiß auch, was es heißt, ein Alkoholproblem zu haben. Auch das habe ich durchlebt und hinter mir gelassen. Ich kenne den Unterschied zwischen den beiden Angelegenheiten sehr genau.
 
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