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S&M - Schlimm?

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[...]Die Definition, welches Sexualverhalten „normal“ und welches gestört ist, geschieht nach Haeberle (1985) durch die folgenden gesellschaftlichen Instanzen:
* Religiöse Gemeinschaften und Sekten: Einteilung in „natürliches“ und „widernatürliches“, „moralisches“ und „unmoralisches“ Sexualverhalten
* Gesetzgebung: Einteilung in „legales“ und „illegales“ Sexualverhalten
* Wissenschaft (vor allem Psychiatrie und Psychologie): Einteilung in „gesundes“ und „krankes“ Sexualverhalten
Die Grenzlinien zwischen „gesunden“ oder angepassten sexuellen Präferenzen und Verhaltensweisen einerseits und psychischen Störungen andererseits verschieben sich abhängig vom historischen und gesellschaftlichen Wandel und von jeweils aktuellen Forschungsergebnissen. Diese Faktoren beeinflussen auch die Klassifikationssysteme für psychische Störungen und für Krankheiten, DSM und ICD.[...]


[...]Sexualwissenschaft heute
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Die abwertenden Begriffe Perversion (lat. Verdrehung) und Aberration (lat. Verirrung) werden in den Fachsprachen heute nicht mehr verwendet. Stattdessen hat sich der neutralere psychiatrische Begriff der Paraphilie etabliert. Jedoch weist der Sexualforscher Haeberle darauf hin, dass auch die Verwendung des Begriffs Paraphilie eine Wertung bedeutet, nach der es eine „richtige“ und eine minderwertige Sexualität gebe, und schlägt vor: „Stattdessen sollten die Gründe für medizinische oder juristische Bedenken in jedem Einzelfall präzise angegeben werden. Sie werden sich dann manchmal als überzeugend und ein andermal als bloße Vorurteile erweisen.“[3]
Als angepasst oder gesund werden heute in der Sexualwissenschaft solche sexuellen Handlungen betrachtet, die einvernehmlich geschehen und keinen Zwang, keine Ausnutzung oder Ausbeutung beinhalten. Eine solche Sichtweise versucht Sexualpraktiken zu tolerieren, die für Menschen befriedigend sind, auch wenn andere Menschen sie – etwa aus ästhetischen Gründen – ablehnen, z. B. Oralverkehr und Analverkehr sowie die gegenwärtig noch als Paraphilien eingestuften Präferenzen Fetischismus, Transvestitismus und sexueller Masochismus.[2] Jedoch werden bestimmte sexuelle Verhaltensweisen weiterhin auch dann als unmoralisch abgelehnt (und in verschiedenen Ländern auch bestraft), wenn sie einvernehmlich geschehen und keiner der Beteiligten darunter leidet.
Siehe auch: Sexuelle Selbstbestimmung[...]

Hervorhebung (fettgedruckte Schrift) durch mich.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sexualpräferenz

Danke für die Quellen! Wir, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben diese Diskussion schon mehrfach durch. Ja, ob etwas als krank oder gesund klassifiziert ist, hängt in der Tat vom sozialgeschichtlichen Kontext ab.

Das finde ich widerum krank. Es ist leider auch in der Wissenschaft alles eine Frage des Budgets. Klar, wenn es derzeit in Mode ist, etwa sich selbst oder andere beim Sex zu maltretieren, so finden sich auch ein Paar schwerstreiche BDSMer, die gerne irgendwelche Studien finanzieren, um sich nicht mit ihrer Vergangeheit auseinandersetzten zu müssen und sich die Diagnose psychisch gesund zu "kaufen".

Ich benenne solche Auswüchse wie BDMS nicht gerne als krankk, jedoch hägt ALLES, was ein Mensch tut oder lässt, mit seiner Vergangenheit zusammen. Darin sind sich derzeit Psychologen, Soziologen und Biologen einig. Da würde ich in jedem Fall als SM- Fetischist ansetzen. Aber klar, nur die Wenigsten haben darauf Bock. Ich würde es tun, um eine Chance auf Lebendigkeit zu bekommen. Diese ganzen Fetische sind mMn ein Mittel, um keine Gefühle zu leben- insbesondere die negativen wie Wut, Trauer etc. Manche spüren sich selbst, ihren Körper schon seit Längerem nicht mehr und wollen wenigstens durch den Schmerz die Lebendigkeit spüren. Eigentlich ist es eine ganz traurige Sache, aber wenn man sie Ursachen seiner Neigungen nicht kennt oder besser verdrängt, findet man es alles ganz toll.
Und vor allem wird es ganz besonders lustig, wenn dann abgestritten wird: "Nein, ich verdränge nichts!!!" Öhhm, woher will der Verdränger wissen, ob er etwas verdrängt, solange das Verdrängte nicht an die Oberfläche kommt?

Na ja, ich drück alle und vor allem der TE die Daumen, dass das Verdrängte hochkommt und bearbeitet wird!
 
Sowohl meine Frau als auch ich hatten eine sogenannte glückliche Kindheit und betreiben dennoch BDSM.
Ich kann hier keinesfalls bestätigen, dass ein masochistischer Mensch irgendwelche Dinge aus der Vergangenheit kompensieren muss. Das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Jedenfalls für uns.

Im konkreten Fall ist es bei uns so, dass die Fesseln meiner Frau "helfen", sich besser fallen zu lassen.
Dazu ist sie noch ziemlich schmerzgeil.
Aber sie ist nicht devot und würde sich nie erniedrigen lassen.

Das alles finden wir nicht schlimm, binden es aber kaum jemandem auf die Nase.

Vielen Dank für Deinen Beitrag!

Liebe TE,

eine Neigung zu SM zu haben ist nicht schlimm. .... In den meisten größeren Städten gibt es ausgeprägte BDSM Communities. Versuch ruhig Anschluss an die zu finden. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die Leute da sehr nett. Leb dich aus und hab Spaß in deinem Leben.

Liebe Grüße,

Gast

Ich denke, dass Polarisierungen uns nicht weiterhelfen.... und unserer Gastschreiberin auch nicht.

Ich möchte betonen, dass ich nicht gegen erotische Spiele eingestellt bin, wie es unbeleidigte Leberwurst so schön geschildert hat. Und ob da jetzt ein M oder ein S Teil einfließt, kann egal sein. Ebenso bin ich nicht gegen Alkohol eingestellt. Ich bin auch nicht gegen karrierebewusstes Handeln oder gegen Perfektionismus.

Das Schlechte sehe ich nicht (nur) darin, dass jemandem ein bewusster Schaden zugefügt wird - ob mit oder ohne seinem Einverständnis. Das Schlechte sehe ich auch, wenn niemandem ein Schaden zugefügt wird, jedoch das Gute be- oder verhindert wird.

So sind n.m.M. erotische Spiele zu begrüßen, wenn sie dazu dienen, die Vielfalt der Liebe zweier Menschen zu bereichern und zu fördern. Wenn eine erotische Spielart Ausdruck von Fixierung ist, die andere Formen der Liebe ausschließt und den Menschen einengt, dann sehe ich darin etwas Schlechtes.

Und bei masochistischen, sadistischen Spielen halte ich es für völlig unangebracht, einer 17 jährigen zu raten: "Ja prima, leb Dich aus." Ebenfalls würde ich jungen Menschen nicht raten: "ab in die Kneipe, lass Dich mal volllaufen".

Sexualität ist etwas Wunderbares. Mit ihr sollten wir achtsam umgehen. Sexualität ist ein Teil des Menschen - und nicht der Mensch ist ein Teil der Sexualität.

Wenn Du nach 60 oder 70 oder 80 Jahren stirbst, was willst Du dann rückschauend sagen:
a) die Sexualität bestimmte mein Leben
b) die Karriere bestimmte mein Leben
c) ..... bestimmte mein Leben
d) die Liebe bestimmte mein Leben

Kein Mensch kann mehreren Herren dienen. Wenn wir psychisch gesund durch das Leben gehen wollen, müssen wir uns einer Instanz unterordnen, die größer ist als wir selbst. Wenn das bei einem religiösen Menschen Gott ist, so ist das bei einem Nicht-Religiösen Menschen die Liebe oder die Sexualität oder die Karriere oder ....


Liebe Gast-Schreiberin,

Ich kann keinem Menschen dazu raten, sich a oder b unterzuordnen. Und Dir als 17 jährigen rate ich:
Überlege Dir gut, wie Du leben willst, welches Dein Leitprinzip des Lebens sein soll.

LG, Nordrheiner
 
du analysierst hier andere die lust auf schmerz haben. ich frage mich da. wenn du das verlangen für krank und abartig hältst. wie ist dann eigentlich deine einstellung zu schmerz? sagt das nicht, du rennst vor deinem eigenen schmerz davon?

Du gehst davon aus, dass jeder Mensch fortwährend Schmerzen hat?

Ich denke, dem ist nicht so und halte es durchaus für gesund, Schmerzen zu meiden, aber auch genau so gesund einen Schmerz auszuhalten, um etwas zu heilen. Das ist ja auch sowohl beim Psychologen als auch Physiotherapeuten so.

Nur was ich nicht für gesund halten kann, ist, auf Schmerzen zu stehen. Warum tut man das, was gibt es dem Betroffenen und was ist der Sinn davon? Genau so wenig verstehe ich Menschn, die auf Machtspielchen stehen. Warum machst du das?

Ich finde es schön, dass durch den Thread eine Erkenntnis durchscheint, dass es offenbar grob betrachtet, zwei Arten von Menschen gibt: die, derene Lebenssinn darin besteht, bewusst zu leben, Gutes zu tun, sich selbst und andere zu "heilen", dem Leben Sinn zu geben und andere, die einfach so tun, was sie tun, ohne es zu hingterfragenzu wollen und erklären zu können.
 
In den meisten größeren Städten gibt es ausgeprägte BDSM Communities. Versuch ruhig Anschluss an die zu finden. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die Leute da sehr nett. Leb dich aus und hab Spaß in deinem Leben.

Jepp, so lange sie etwas von dir wollen, sind sie sogar sehr sehr nett! Wenn sie es nicht bekommen, schlägt ihre Nettigkeit ganz schnell ins Gegenteil um.

Ich lebe in einer großen Stadt, mit BDMS- Stammtischen an jeder Ecke. Ich finde deine Schilderung zu SM etwas oberflächlich. Du hinterfragst und erklärst diese Neigung nicht. Warum brauchst du denn diesen Kontrollwahn- oder verlust, hmm?
 
Und bei masochistischen, sadistischen Spielen halte ich es für völlig unangebracht, einer 17 jährigen zu raten: "Ja prima, leb Dich aus." Ebenfalls würde ich jungen Menschen nicht raten: "ab in die Kneipe, lass Dich mal volllaufen".

meines wissens hat niemand der te geraten, sich "hemmungslos auszuleben". meines wissens wurde sie nur dahingehend beraten, dass sie sich genau das - nämlich beratung im richtigen leben da draußen holen soll und zwar von praktikern in ungefähr ihrer altersklasse. und es wurde ihr gesagt, dass bdsm nichts "schlimmes" ist.

Sexualität ist etwas Wunderbares. Mit ihr sollten wir achtsam umgehen. Sexualität ist ein Teil des Menschen - und nicht der Mensch ist ein Teil der Sexualität.

da stimme ich dir zu. nur, ich bin der meinung, man sollte sich - achtsam - mit dingen beschäftigen, um mit dingen umgehen zu können. je mehr wissen und je mehr erfahrung, beides mit achtsamkeit erworben, desto besser kann man "gut" und "nicht gut" im persönlichen rahmen abschätzen.
unwissenheit und mangelnde erfahrung haben schon mehr leute in den abgrund gerissen, als so mancher wahrhaben möchte. ein pauschales "lass es", das befolgt wird, führt nicht allzu selten dazu, dass der druck dahinter irgendwann so groß wird, dass man sich kopflos in ein abenteuer stürzt, aus dem man nicht mehr unbeschadet herauskommt.



Nur was ich nicht für gesund halten kann, ist, auf Schmerzen zu stehen. Warum tut man das, was gibt es dem Betroffenen und was ist der Sinn davon? Genau so wenig verstehe ich Menschn, die auf Machtspielchen stehen. Warum machst du das?

Gegenfrage:
"nur was ich nicht für gesund halten kann, ist, auf streicheln und penetration zu stehen. warum tut man das, was gibt es dem betroffenen und was ist der sinn davon? genau so wenig verstehe ich menschen, die auf oralsex stehen. warum machst du das?"


der vollständigkeit halber: ich mache es, weil es lust und freude bringt, weil ich meinem partner dann sehr nahe bin, weil sich die grenzen, die unsere körper uns setzen, dann auflösen können, weil wir eins werden können. in staunen und großer freude aneinander.
 
Mich interessiert, was Du zu sagen hast. Mir ist daran gelegen, dass nicht alles in einen Topf geworfen wird, sondern unterschiedliche Eigenarten genauer beleuchtet werden.

Statt die Einteilung krank/gesund vorzunehmen, rege ich dazu an, zu schauen, was sich für die Person erfüllt und welche Gefahren eine sexuelle Praxis bergen kann/birgt.

🙂
das führt aber schon arg weit weg von der frage der te, findest du nicht?
gefahren gibt es viele. das ist richtig. genauso richtig ist es, davor zu warnen, und genau deshalb ist jede "bdsm-community" bestrebt, anfänger ein bisschen an die hand zu nehmen und zu beraten.
übrigens gibt es die "das ist doch krank"-diskussionen auch innerhalb der community zuhauf.
in welche richtung würdest du denn gerne schauen wollen? zum sm (schmerzlust), zum ds (macht und unterwerfung), zu den bondagern (fesselkunst), zu den fetischleuten, zu den ....? auf die aktive (dom/sad) oder die passive (sub/bottom) seite?

die frage, was sich für die praktizierende person erfüllt, ist einfach beantwortet: zunächst sexualität. genau wie im "stino"-sex.
weiterführend: sexualität innerhalb einer liebesbeziehung. wobei d/s ganz oft auch ausläufer ins beziehungsleben hat und nicht nur dem sex vorbehalten bleibt.


Wir könnten auch mal schauen, was das in der Praxis konkret bedeuten kann. Wir könnten auch zwischen primär physisch und primär psychisch unterscheiden.

auch hier die frage: ein welche richtung würden dich konkrete beispiele interessieren?
die unterscheidung in psychische und physische reize macht übrigens im groben den unterschied zwischen ds und sm aus. wobei diejenigen, die auf demütigung stehen, durchaus teilweise dem psycho-sm zugerechnet werden könnten, deshalb "im groben".


grundsätzlich ist es eben so, dass ein reiz gesetzt und eine reaktion hervorgerufen wird.
genau wie wenn beim "stino"-sex stimuliert und eine reaktion hervorgerufen wird.
beide male wird die reaktion als angenehm empfunden.
 
Das ist wie bei Fetischen eben eine Veranlagung, die sich die Leute, die sie haben, natürlich schönreden.

Wer diese Veranlagungen nicht hat, muss halt lachen oder den Kopf schütteln bei der Vorstellung, sich z.B. in Frischhaltefolie einwickeln zu lassen oder eine Maske aufzusetzen und die Peitsche rauszuholen.

Wünschenswert sind diese Veranlagungen bestimmt nicht. Eine Partnerschaft klappt auch schwer mit jemandem, der diesen Fetisch nicht hat.

Und seinen Partner aber auf sadomaso Seiten suchen zu müssen stelle ich mir jetzt für eine junge Frau wie die TE auch nicht gerade schön vor.
 
SM ist kein Fetisch. Und auch keine "Neigung". Und mit 17 und unerfahren sollte die TE gut auf sich aufpassen. Hier schwirren nicht wenige Ratgeber rum, die genau auf solche Mädchen warten. Um sie auszunutzen.
 
meines wissens hat niemand der te geraten, sich "hemmungslos auszuleben". meines wissens wurde sie nur dahingehend beraten, dass sie sich genau das - nämlich beratung im richtigen leben da draußen holen soll und zwar von praktikern in ungefähr ihrer altersklasse. und es wurde ihr gesagt, dass bdsm nichts "schlimmes" ist.

Die Vokabel "hemmungslos" habe ich auch nicht verwendet. Im übrigen verweise ich auf mein Zitat.

Woran erkennt man einen guten Berater?

Verstehe ich Dich richtig: Du willst tatsächlich eine unerfahrene 17 Jährige losschicken, sich bei Praktikern ihrer Altersklasse Rat zu holen? Geht es Dir nur um die richtige Benutzung von z.B. Spielzeug? Das wäre doch ebenso klug, als ob man einen 17 Jährigen losschickt, sich in der Kneipe von Praktikern erklären zu lassen, wie man ein Weizenbier einschenkt.


da stimme ich dir zu. nur, ich bin der meinung, man sollte sich - achtsam - mit dingen beschäftigen, um mit dingen umgehen zu können. je mehr wissen und je mehr erfahrung, beides mit achtsamkeit erworben, desto besser kann man "gut" und "nicht gut" im persönlichen rahmen abschätzen.
unwissenheit und mangelnde erfahrung haben schon mehr leute in den abgrund gerissen, als so mancher wahrhaben möchte. ein pauschales "lass es", das befolgt wird, führt nicht allzu selten dazu, dass der druck dahinter irgendwann so groß wird, dass man sich kopflos in ein abenteuer stürzt, aus dem man nicht mehr unbeschadet herauskommt.

Ein Pauschales "ist doch nichts Schlimmes dabei" ist ebenso schädlich.
 
Gegenfrage:
"nur was ich nicht für gesund halten kann, ist, auf streicheln und penetration zu stehen. warum tut man das, was gibt es dem betroffenen und was ist der sinn davon? genau so wenig verstehe ich menschen, die auf oralsex stehen. warum machst du das?"


der vollständigkeit halber: ich mache es, weil es lust und freude bringt, weil ich meinem partner dann sehr nahe bin, weil sich die grenzen, die unsere körper uns setzen, dann auflösen können, weil wir eins werden können. in staunen und großer freude aneinander.

Danke für deine Antwort! Zunächst die Antwort auf deine Gegenfrage:

Ich stehe nicht auf Penetration oder Oralsex als aktiver Teil. Ich werde gerne gestreichelt, weil dann Endorphine in meinem Gehirn ausgeschüttet werden, die mich geliebt, schön, angenommen, geborgen und wohlfühlen lassen. Es wird dabei auch meine Durchblutung anregt, was meinem Teint und generell meiner Gesundheit gut tut.

Zu deiner Antwort:

Du stehst auf Schmerzen, weil du durch den Schmerz, Lust, Freude, Nähe, Verbundenheit mit deinem Partner erlebst? Dabei werden Grenzen aufgelöst? Wie geschieht dies?

Ich finde deine Antwort etwas unbefriedigend und ehrlich gesagt auch unlogisch.
Denn es werden im Körper eigentlich immer irgendwelche Hormone ausgeschüttet, die uns sich wohl oder schlecht fühlen lassen. Bei Freude sind es u.A. Exytocyn bei Schmerz Cortisol. Das zweitere ist für deine Zellwände schädlich, wenn sich eine Überproduktion davon im Körper bildet/ ansammelt. So, das ist also schlecht für deinen Körper und dein Leben. Du erlebst Lust und Freude dabei.
Das scheint widersprüchlich: Schmerz/ Zerstörung werden als Lust/ Freude erlebt.

Wie wäre es wenn wir der Vereinfachung halber, von zwei Polen denken, denen jeder Mensch ausgesetzt ist- das Leben und der Tod. Es gibt mMn eine ganze Menge Dinge und Taten, die dem einen mehr, dem anderen weniger engegenstehen.
Rauchen, Drogen, Alk, Schmerz usw. stehen dem Tod näher, als andere lebensbejahende Dinge, wie Sport, gutes Essen, schöne Musik usw.

Ich finde BDMS wirklich nicht lebensbejahend, zum Teil gefährlich und ich kenne sehr viele aus dieser Szene. Nett fand ich sie vllt die ersten zwei Jahre. Mittlerweile habe ich aus guten Gründen keinen Kontakt mehr zu Ihnen....

Einer 17 Jährigen ist auf jeden Fall zu raten, im RL mit einer kompetenten Fachkraft darüber zu reden und das sicher nicht auf einer SM- Party, sondern bei einer Therapiesitzug! Damit möchte ich nicht sagen, dass ihre Neigung krank, sondern selbstgefährdend sein könnte.

LG
 
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